# Gesetz über die Pensionsansprüche der Landesbeamten, ihrer Hinterbliebenen und Angehörigen (Landesbeamten-Pensionsgesetz)

22. Gesetz

vom 13. Juni 1966 über die Pensionsansprüche der Landesbeamten, ihrer Hinterbliebenen und Angehörigen (Landesbeamten-Pensionsgesetz).

Der o. ö. Landtag hat beschlossen: Artikel 1.

(1)Für Landesbeamte (§ 1 des Landesbeamtengesetzes, LGB1. Nr. 27/1954, in der Fassung der Landesbeamtengesetznovelle 1958, LGB1. Nr. 7, der Landesbeamtengesetznovelle 1961, LGB1. Nr. 17, und der

Landesbeamtengesetznovelle'""1965, LGB1. Nr. 6/1966)

sowie ihre Hinterbliebenen und Angehörigen gelten

folgende Bestimmungen des Bundesgesetzes vom

18. November 1965, BGB1. Nr. 340, über die Pensionsansprüche der Bundesbeamten, ihrer Hinterbliebenen

und Angehörigen (Pensionsgesetz 1965 — PG. 1965)

sinngemäß als landesgesetzliche Vorschriften:

(2)An Stelle der Zuständigkeit der obersten Organe der Vollziehung des Bundes tritt die der Landesregierung.

Artikel 2.

(1)Mit dem Wirksamwerden dieses Gesetzes treten — sofern in den Abs. 2 und 3 nichts anderes bestimmt ist — alle pensionsrechtlichen Vorschriften, die bis dahin für die unter dieses Gesetz fallenden Personen gegolten haben, außer Kraft.

(2)Folgende pensionsrechtliche Vorschriften bleiben, soweit sie als landesrechtliche Vorschriften in Geltung gesetzt wurden, weiter in Kraft:

geschiedenen Beamten und ihre Hinterbliebenen;

2.§ 115 Abs. 5 des Ehegesetzes vom 6. Juli 1938,

DRGB1. I S. 807 (§ 2 Abs. 1 des Landesbeamtengesetzes, LGB1. Nr. 27/1954);

3.§ 11 des Beamten-Überleitungsgesetzes,

StGBl. Nr. 134/1945 (§ 2 Abs. 1 des Landesbeamtengesetzes, LGB1. Nr. 27/1954);

4.§ 46 Abs. 1 zweiter Satz des Gehaltsüberleitungsgesetzes, BGB1. Nr. 22/1947 (§ 2 Abs. 1

des Landesbeamtengesetzes, LGB1. Nr. 27/1954),

für die vor dem 1. Jänner 1956 in das öffentlich

rechtliche Dienstverhältnis zum Land Oberösterreich aufgenommenen Beamten und ihre Hinterbliebenen, es sei denn, daß die Anrechnung

nach der nach Maßgabe des Art. 1 als landesrechtliche Vorschrift geltenden Bestimmung des

§ 53 Abs. 2 lit. i des Pensionsgesetzes 1965 günstiger ist;

5.§ 66 Abs. 1 des Gehaltsüberleitungsgesetzes,

BGB1. Nr. 22/1947, in der Fassung der Gehaltsüberleitungsgesetz-Novelle 1956, BGB1. Nr. 55

(§ 1 der 3. Ergänzung zum Landesbeamtengesetz, LGB1. Nr. 8/1956);

6.§ 66 Abs. 3 des Gehaltsüberleitungsgesetzes,

BGB1. Nr. 22/1947 (§ 2 Abs. 1 des Landesbeamtengesetzes, LGB1. Nr. 27/1954), mit der Maßgabe, daß statt der Begünstigungen nach § 62

Abs. 2 und 3 der Dienstpragmatik,

RGB1. Nr. 15/1914, die Begünstigungen nach den

nach Maßgabe des Art. 1 als landesrechtliche

Vorschriften geltenden §§9 und 20 des Pensionsgesetzes 1965 in Betracht kommen;

7.das Pensionsüberleitungsgesetz,

BGB1. Nr. 187/1949 (§ 2 Abs. 1 des Landesbeamtengesetzes, LGB1. Nr. 27/1954);

8.das I. Hauptstück des Bundesgesetzes vom

15. Juni 1955, BGB1. Nr. 97, betreffend die dienst

rechtliche Behandlung von Südtirolern und

Kanaltalern im Bereich des öffentlichen Dienstes

durch die Republik Österreich (§ 1 der 2. Ergänzung zum Landesbeamtengesetz,

LGB1. Nr. 72/1955);

9.das Bundesgesetz vom 27. Juni 1962,

BGB1. Nr. 208, über die Anrechnung von Vordienstzeiten der Heimatvertriebenen, Südtiroler und Kanaltaler und sonstiger im Ausland zurückgelegter Zeiten für die Bemessung des Ruhegenusses (§ 1 der 9. Ergänzung zum Landesbeamtengesetz, LGB1. Nr. 2/1964); 10. Art. II Abs. 3 der 9. Gehaltsgesetz-Novelle, BGB1. Nr. 144/1963 (§ 1 der 9. Ergänzung zum Landesbeamtengesetz, LGB1. Nr. 2/1964). (3) Zwischenstaatliche Vereinbarungen über Pensionen werden durch dieses Gesetz nicht berührt.

Artikel 3.

Die Bestimmung des § 80 Abs. 2 der Dienstpragmatik, RGB1. Nr. 15/1914, tritt als landesgesetzliche Vorschrift im Sinne des § 2 Abs. 1 des Landesbeamtengesetzes, LGB1. Nr. 27/1954, insoweit außer Kraft, als sie die amtswegige Versetzung in den dauernden Ruhestand wegen Überschreitung des 60. Lebensjahres und Erlangung des gesetzlichen Anspruches auf den vollen Ruhegenuß ermöglicht

Artikel 4.

Dieses Gesetz tritt mit Wirkung vom 1. Jänner 1966 in Kraft.