# Verordnung der o.ö. Landesregierung, mit der ein Abfallwirtschaftsplan für das ganze

# Landesgebiet erlassen wird (O.ö. Abfallwirtschaftsplan 1992)

38.

Verordnung

der o.ö. Landesregierung vom 27. April 1992, mit der ein Abfallwirtschaftsplan für das ganze Landesgebiet erlassen wird (O.ö. Abfallwirtschaftsplan 1992)

Auf Grund des § 41 des O.ö. Abfallwirtschaftsgesetzes 1990 (O.ö. AWG), LGBl. Nr. 28/1991, wird verordnet:

I. ABSCHNITT Allgemeine Bestimmungen

§1 Geltungsbereich

(1) Der O.ö. Abfallwirtschaftsplan regelt die Maßnah men zur Erreichung der Ziele (§ 3 O.ö. AWG) der Abfall wirtschaft in Oberösterreich unter Beachtung der Grund sätze für die Lagerung, Sammlung, Abfuhr, Beförderung und Behandlung von nicht gefährlichen Abfällen (§ 8 O.ö. AWG).

(2) Nähere Regelungen für die einzelnen Verwaltungs bezirke bleiben gesonderten Verordnungen vorbehalten. Diese bilden gemeinsam mit dieser Verordnung den

O.ö. Abfallwirtschaftsplan.

(3) Alle Mengenangaben dieser Verordnung beziehen

sich auf die Masse (das Gewicht) der Abfälle.

§2 Bestandsaufnahme, aktuelle Entwicklungen

Der O.ö. Abfallwirtschaftsplan geht von der in der Anlage zu dieser Verordnung dargestellten Bestandsaufnahme der abfallwirtschaftlichen Gegebenheiten in Oberösterreich aus. Diese Anlage enthält weiters eine Beschreibung der aktuellen Entwicklungen und Tendenzen der Abfallwirtschaft in Oberösterreich.

§3 Ziel der Abfallvermeidung

Jedermann hat durch Maßnahmen der Abfallvermeidung daran

mitzuwirken, daß die jährliche Gesamtmenge und die Schadstoffgehalte

der anfallenden Abfälle verringert werden.

§4 Ziel der Abfallverwertung

Jedermann hat durch Maßnahmen der Abfallverwertung dazu beizutragen, daß die nicht vermeidbaren Abfälle einer ordnungsgemäßen Verwertung zugeführt werden. Es ist anzustreben, daß von der jährlichen Gesamtmenge der nicht vermeidbaren Abfälle (einschließlich der Kompostierabfälle) bis zum Ende des Jahres 1995 mindestens 50 %, bis zum Ende des Jahres 2001 mindestens 65 % verwertet werden.

§5 Ziel der Abfallablagerung

(1) Es dürfen grundsätzlich nur solche Abfälle abgela gert werden, die nicht verwertbar sind. Als nicht verwert bar gelten Abfälle dann, wenn eine Verwertung ökolo gisch nicht vorteilhaft oder technisch nicht möglich ist, oder die dabei entstehenden Mehrkosten im Vergleich zu anderen Verfahren der Abfallbehandlung unverhältnis mäßig sind oder kein Markt für die gewonnenen Stoffe vorhanden ist und auch nicht geschaffen werden kann.

(2) Auf Abfalldeponien sollen keine verrottbaren bzw. faulfähigen oder auf andere Weise reaktionsfähigen Ab fälle (auslaugbaren Abfälle) abgelagert werden. Solche Abfälle sollen erst abgelagert werden, wenn sie zuvor einer entsprechenden Behandlung zur Verringerung der Menge und der von ihnen ausgehenden Umweltbelastun

gen unterzogen wurden.

§6 Fortschreibung des O.ö. Abfallwirtschaftsplanes

(1)Die Gemeinden, Bezirksabfallverbände und Städte mit eigenem Statut haben der Landesregierung gemäß § 41 Abs. 3 O.ö. AWG Aufzeichnungen und Unterlagen über

(2) Die im Abs.1 genannten Angaben und Unterlagen

sind der Landesregierung für jedes Kalenderjahr bis spä testens 31. März des Folgejahres zur Verfügung zu stellen.

(3) Für die Meldung der Daten sind die von der Landes regierung bereitgestellten Datenerhebungsblätter zu ver wenden.

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Landesgesetzblatt für Oberösterreich, Jahrgang 1992, 19.

Stück, Nr. 38

II. ABSCHNITT Abfallvermeidung

§7 Maßnahmen zur Abfallvermeidung

(1) Die Abfallvermeidung umfaßt die qualitative und quantitative Vermeidung (§ 4 O.ö. AWG).

(2) Jeder Produzent soll bei der Produktion je nach Stand der Technik umweltbelastende Stoffe durch mög lichst wenig die Umwelt belastende Stoffe ersetzen und danach trachten, das Abfallaufkommen zu verringern. Zum Erreichen dieses Zweckes hat die o.ö. Landesregie rung entsprechende Verordnungen gemäß §§ 5 und 6

O.ö. Abfallwirtschaftsgesetz bis 1.1.1993 zu erlassen.

(3) Im übrigen soll jedermann möglichst abfallarme, langlebige, reparaturfreundliche und schadstoffarme Pro dukte verwenden.

§8 Informationspflicht

Die Bezirksabfallverbände und Städte mit eigenem Statut haben die Haushalte, Betriebe und andere Arbeitsstellen (insbesondere Schulen) im jeweiligen Verwaltungsbezirk laufend über die Ziele und Möglichkeiten der Abfallvermeidung zu informieren.

IM. ABSCHNITT Abfallverwertung

§9 Abfalltrennung

(1) Jedermann ist verpflichtet, zur Erreichung der Ziele der Abfallverwertung die Abfälle bereits beim Anfall so weit zu trennen und soweit getrennt zu lagern, bereitzu stellen, zu sammeln und abzuführen, daß eine weitestgehende Verwertung möglich wird (§ 6 Abs. 1 O.ö. AWG).

(2) Art und Weise der Durchführung ist im Rahmen

einer Verordnung gemäß § 6 Abs. 3 O.ö. AWG zu regeln.

§ 10 Zentrale Sammelstellen

(1) Die Bezirksabfallverbände und Städte mit eigenem Statut haben zur flächendeckenden Sammlung der Alt

stoffe in ihrem Gebiet zentrale Sammelstellen ("Altstoff sam melzentren'') in ausreichender Anzahl entweder selbst oder durch Dritte zu errichten, zu betreiben und zu erhalten.

(2) Diese zentralen Sammelstellen sind zur Sammlung von Altstoffen aus Haushalten sowie aus solchen Anstal ten, Betrieben und sonstigen Arbeitsstellen bestimmt, de ren Abfallanfall nach Art und Menge mit dem aus Haus halten vergleichbar ist.

(3) Bei der Festlegung der Standorte von zentralen Sammelstellen ist darauf zu achten, daß der Anfahrtsweg in städtischen Gebieten nicht mehr als 5 km, in ländlichen Gebieten nicht mehr als 10 km betragen soll.

(4) Wenn durch Maßnahmen im Sinne des Abs. 3 eine flächendeckende Sammlung im Sinne des Abs. 1 nicht

erreicht wird, sind zum Ausgleich dieses Mangels unter geordnete zentrale Sammelstellen ("Altstoffsammelinseln") entweder selbst oder durch Dritte zu errichten, zu betreiben und zu erhalten.

§11 Dezentrale Sammelstellen

(1) Die Bezirksabfallverbände und Städte mit eigenem Statut haben zur flächendeckenden Sammlung von Alt

papier und Altglas in ihrem Gebiet dezentrale Sammel stellen mit entsprechenden Sammelbehältern in ausrei chender Anzahl entweder selbst oder durch Dritte zu er richten, zu betreiben und zu erhalten.

(2) Die Anzahl der Sammelbehälter ist so zu wählen, daß in jeder Gemeinde pro Einwohner mindestens folgen des Sammelbehältervolumen zur Verfügung steht:

für Altglas: 4 Liter für Altpapier: 8 Liter

(3) Bei den Standplätzen ist der Untergrund zu befesti gen. Die Sammelbehälter sind mit Hinweisen für die Be nützung zu versehen.

(4) Altglas- und Altpapierbehälter sind möglichst an ge meinsamen Standplätzen aufzustellen.

(5) An jedem Standplatz für Altglas sind wenigstens ein Behälter für Weißglas und ein Behälter für Buntglas auf zustellen.

(6) Die Behälter für das Altpapier müssen auch für die Aufnahme von Kartonagen geeignet sein oder durch Be hälter für Kartonagen ergänzt werden.

(7) Die Sammelbehälter sind in solchen Abständen zu entleeren, daß eine Überfüllung vermieden wird. Die Standplätze sind stets sauber zu halten.

(8) Den Anforderungen der Abs. 2 bis 6 ist so rasch wie möglich, längstens jedoch bis 31. Dezember 1993, zu entsprechen.

§12

Altstoffbehandlung

Die Bezirksabfallverbände und die Städte mit eigenem Statut haben zur ordnungsgemäßen, zweckmäßigen und wirtschaftlichen Verwertung von Altstoffen und Altstoffgemischen, insbesondere aus sonstigen Abfällen, sperrigen Abfällen und Abfällen aus dem Bauwesen (§ 2 Abs.7 Z. 1 O.ö. AWG), geeignete Sortieranlagen entweder selbst oder durch Dritte zu errichten, zu betreiben und zu erhalten; § 18 Abs. 2 gilt sinngemäß.

§13

Einrichtungen zur Wieder- und Weiterverwendung von Abfällen

(1) Die Bezirksabfallverbände und Städte mit eigenem Statut sollen Einrichtungen, die der Wieder- bzw. Weiter verwendung von Abfällen dienen, unterstützen. Zu sol chen Einrichtungen gehören insbesondere Flohmärkte, Vereinssammlungen und ähnliche Aktionen.

(2) Die Bezirksabfallverbände und Städte mit eigenem Statut können bei entsprechenden Absatzmöglichkeiten geeignete Einrichtungen ("Recyclinghöfe") zur Samm

lung, gegebenenfalls Reparatur, zum Umbau und zur Weitergabe von wiederverwendbaren Gegenständen (Alt stoffen) entweder selbst oder durch Dritte errichten, be

treiben und erhalten.

§ 14 Kompostierabfälle

(1) Jedermann ist im Rahmen der örtlichen Gegeben

heiten verpflichtet, die bei ihm anfallenden kompostierba ren Abfälle (§ 2 Abs. 8 O.ö. AWG) so getrennt zu sammeln, daß sie einer Kompostierung zugeführt werden können.

(2) Es ist anzustreben, daß Kompostierabfälle dort, wo die örtlichen Verhältnisse es zulassen, insbesondere bei Ein- und Mehrfamilienhäusern, durch Eigenkompostierung verwertet werden.

(3) Jede Gemeinde hat als Ergänzung zur Eigenkompostierung Übernahmestellen für Grünabfälle einzurichten. Grünabfälle sind kompostierbare Abfälle wie Baum-, Strauch-, Grasschnittmaterial, Fallobst, Laub, Stroh und dgl., die in öffentlichen und privaten Gärten und Grünan lagen, auf Grünflächen, in Gärtnereien, in land- und forst wirtschaftlichen Betrieben, in Friedhöfen usw. anfallen. Die Anzahl der Übernahmestellen ist entsprechend den örtlichen Erfordernissen festzulegen.

(4) Wo durch Maßnahmen nach Abs. 2 und 3 eine aus

reichende Erfassung der Kompostierabfälle nicht möglich

ist, haben die Gemeinden mittels Biotonne die Abfuhr der

Kompostierabfälle zu besorgen. Haushalte, die sich

schriftlich zur Eigenkompostierung aller Kompostierabfäl

le verpflichten, sind von der Biotonneabfuhr auszunehmen.

Landesgesetzblatt für Oberösterreich, Jahrgang 1992, 19.

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(5) Jeder Bezirksabfallverband und jede Stadt mit eige nem Statut hat wenigstens eine regionale Kompostieran lage entweder selbst oder durch Dritte zu errichten, zu betreiben und zu erhalten; § 18 Abs. 2 gilt sinngemäß.

(6) Den Anforderungen der Abs. 2 bis 4 ist so rasch wie möglich, längstens jedoch bis 31. Dezember 1993, zu entsprechen.

§15 Sperrige Abfälle

(1) Jedermann ist verpflichtet, sperrige Abfälle so zu la gern und bereitzustellen, daß eine weitestgehende Ver wertung möglich ist.

(2) Bei der Abfuhr der sperrigen Abfälle sind Altstoffe getrennt zu erfassen und einer Verwertung zuzuführen. Wenn eine Trennung im Zuge der Abfuhr nicht möglich ist (z.B. bei Sammlung mittels Großbehältern), ist eine nachfolgende Sortierung in Altstoffe und Reststoffe durchzuführen.

§ 16 Altreifen

Altreifen und andere Abfälle aus technischen Gummiprodukten sind bei zentralen Sammelstellen (§ 10) oder bei einschlägigen Handelsbetrieben und anderen Einrichtungen (z. B. Schrotthändler) getrennt zu sammeln und von dort einer Aufbereitung für die Wiederverwendung oder für die stoffliche Verwertung oder einer thermischen Behandlung (energetischen Verwertung) zuzuführen.

§17 Sammelstellen für Metallabfälle

(1) Autowracks, Teile von Kraftfahrzeugen, Maschinen und Geräte (§ 2 Abs. 7 Z. 7 O.ö. AWG) sowie größere Mengen von Metallabfällen (§ 2 Abs. 7 Z. 10 O.ö. AWG) sind durch entsprechende Einrichtungen (Sammlungen und Sammelstellen) getrennt zu sammeln und einer Auf bereitung für die zumindest teilweise Wiederverwendung oder Verwertung zuzuleiten.

(2) Abfälle gemäß Abs. 1 sind so zu sammeln, daß ge gebenenfalls eine Demontage sowie Wieder- und Weiter verwendung oder Verwertung von Einzelteilen nicht er schwert wird.

(3)Bei Bedarf sind von den Bezirksabfallverbänden

und den Städten mit eigenem Statut Sammelstellen für die unter Abs. 1 genannten Abfälle entweder selbst oder durch Dritte zu errichten, zu betreiben und zu erhalten. IV. ABSCHNITT Abfallablagerung

§ 18 Grundsätze

(1) Jeder Bezirksabfallverband und jede Stadt mit eige nem Statut hat wenigstens eine Deponie für Hausabfälle, sperrige Abfälle und nicht gefährliche Abfälle aus Betrie ben zu planen, zu errichten, zu betreiben und zu erhal ten. Bei der Bemessung ist der im Bezirk anfallende land wirtschaftlich nicht verwertbare Klärschlamm zu berück sichtigen. Weiters ist ein Volumen von wenigstens 1 m3 je Einwohner für die Umlagerung von Altlasten einzuplanen. Darüber hinaus ist auch wenigstens eine Bauschuttdepo nie zu planen, zu errichten, zu betreiben und zu erhalten.

(2) Die Verpflichtungen zur Planung, Errichtung, zum Betrieb und zur Erhaltung einer Abfallbehandlungsanla ge gemäß Abs. 1 bestehen nicht, wenn

(3) Die im Abs. 1 angeführten Abfallbehandlungsanla gen sind dem jeweiligen Stand der Technik entsprechend zu planen, zu errichten, zu betreiben und zu erhalten.

(4) Es dürfen nur solche Abfälle abgelagert werden, die nicht verwertbar sind (Restabfälle). Als nicht verwertbar gelten Abfälle, wenn eine Verwertung ökologisch nicht vorteilhaft oder technisch nicht möglich ist oder die dabei entstehenden Mehrkosten im Vergleich zu anderen Ver fahren der Abfallbehandlung unverhältnismäßig sind oder kein Markt für die gewonnenen Stoffe vorhanden ist und auch nicht geschaffen werden.kann.

(5) Ab 1. Jänner 1996 dürfen nur Abfälle abgelagert werden, deren Glühverlust höchstens 30% beträgt.

(6) Ab 1. Jänner 2001 dürfen nur Abfälle abgelagert werden, deren Glühverlust höchstens 10% beträgt.

V.ABSCHNITT

Standorte von Abfallbehandlungsanlagen

§19 Standortvorschläge

Standortvorschläge für Abfallbehandlungsänlagen sind samt den Unterlagen nach § 21 Abs. 2 und 4 O.ö. AWG längstens bis 1. Jänner 1993 der Landesregierung vorzulegen.

VI.ABSCHNITT

Informations- und Öffentlichkeitsarbeit

§20 Information der Bürger und Betriebe

(1) Die Bezirksabfallverbände und Städte mit eigenem Statut haben die Bürger, Anstalten, Betriebe und andere Arbeitsstellen (insbesondere Schulen) regelmäßig und ausreichend über die konkreten Maßnahmen zum Abfall wirtschaftsplan, insbesondere über die Möglichkeiten der Abfallvermeidung, die getrennte Sammlung bestimmter Abfälle (vor allem der Altstoffe) sowie über die Kompostie rung (§ 14) zu informieren.

(2) Für diese Informationsarbeit können von den Be zirksabfallverbänden, übergeordneten Abfallverbänden und Städten mit eigenem Statut geschulte Organe (Ab fallberater) eingestellt werden.

(3) Die Gemeinden und Städte mit eigenem Statut ha

ben Bürger, Betriebe und andere Einrichtungen minde stens einmal jährlich schriftlich über die Standorte und Öffnungszeiten der zentralen und dezentralen Sammel stellen sowie über sonstige Einrichtungen zur Sammlung von Abfällen, insbesondere von Altstoffen und Kompo stierabfällen sowie über Abgabemöglichkeiten für diese Abfälle zu informieren ("Abfallwegweiser").

VII.ABSCHNITT

Schlußbestimmungen

§21 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 1. Jänner 1992 in Kraft.

Für die o.ö. Landesregierung: Dr. Pühringer

Landesrat

Anlage

Seite 132Landesgesetzblatt für Oberösterreich, Jahrgang 1992,

Landesgesetzblatt für Oberösterreich, Jahrgang 1992, 19. Stück, Nr. 38

Seite 133

I. BESTANDSAUFNAHME DER ABFALLWIRTSCHAFTLICHEN GEGEBENHEITEN

IN OBERÖSTERREICH (1990, 1991)

Abf allmengen 1!mengen 2)abfallmengen

1985400.000136.000536.000

1986420.000150.000570.000

1987450.000158.000608.000

1988474.000175.000649.000

1989508.000189.000698.600

1990517.000226.000743.000

1985 - 1990+ 29 %+ 66 %+ 39 %

Seite 134Landesgesetzblatt für Oberösterreich, Jahrgang 1992,

Altglassammlung in Oö, 1990

Ew. (1990)Aufgest. ContainerEw./ Cont.Abfuhr Cont./a

Cont. Volumen 1/Ew.Abfuhr 1/Ew.WoSammelmenge

kg/akg/Ew.a

Linz-Stadt191.2754294468.7093,361,312,876.90C

15,04

Steyr-Stadt38.253705461.8202,741,37579.08C

15,14

Wels-Stadt53.1781403802.8053,951,52933.50C

17,55

Braunau88.7742903064.3134,901,401380.20t15,55

Eferding27.8591242251.2896,681,33421.50C15,13

Freistadt60.5171903192.1904,701,04722.50C11,94

Gmunden92.7853832424.9106,191,531,668.80(17,89

Grieskirchen58.6972022902.8745,161,41854.40C

14,56

Kirchdorf50.6912132382.7736,301,58857.40C16,91

Linz-Land118.1824332736.2185,501,521,781. IOC

15,07

Perg28.390982909185,180,93297.50t10,48

Ried55.3431982802.7115,371,41881.50t15,93

Rohrbach55.6812092662.2265,631,15739.40t13,28

Schärding55.5382102642.5005,671,30879.00t15,83

Steyr-Land54.5201982752.1475,451,14697.70t

12,80

Urfahr-Umgebunc69.5812492792.8925,371,20947.80t

13,62

Vöcklabruck118.5174212816.8945,331,682060.20(

17,38

Wels-Land56.5162132652.7305,651,39752.30t13,31

Summen bzw. ,. Mittelwerte274.2974.27029860.9195,03

1,38B330.78C15,17

Landesgesetzblatt für Oberösterreich, Jahrgang 1992, 19.

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Seite 135

Tab. 3

Tab. 4

Altpapiersammelmengen Oö, 1990 Corrtainersammlung

BEZIRKSammelmenge t(Hg)Ew.kg/Ew.

Linz-Stadt6.749,90191.27535,28

Steyr-Stadt2.050,0038.25353,59

Wels-Stadt1.697,4453.17831,92

Braunau am Inn1.467,1988.77416,53

Eferding521,1327.85918,71

Freistadt893,2260. 51714,76

Gmunden1.272,9292.78513,72

Gr ieskirchen1.026,2458.69717,48

Kirchdorf an der Krems590,1350.69111,64

Linz-Land2.927,19118.18224,77

Perg694,3159.06211,75

Ried im Innkreis963,6155.34317,41

Rohrbach150,0055.6812,69

Schärding814,5655.53814,67

Steyr-Land1.062,4954.52019,49

Urtahr-Umgebung1.154,4169.58116,59

Vöcklabruck1.647,48118.51713,90

Wels-Land1.068,5156.51618,90

Summe26.750,731,304.96920,50

Quelle: Altpapierverwertungsverein Linz, Sammelmenge für Bezirk

Gmunden korrigiert

Altpapiersanmelaengen Oö, 1990 Conta inersaiNlung

BezirkEinwohner (1990)1/Ew. WocheSammelmenge 1990 kg/Ew.a

150 1550 1660 11100 11200 15 m7 m125

m»Ew./Cont.Vo jumnn.1/Ew.

Linz-Stadt191.27549811172

31,091.391,757,283,6435,28

Steyr-Stadt38.25331535

109,29249,906,533,2753,59

Wels-Stadt53.1781422473

28,06473.758,904,4531,92

Gmunden92.78538242396113,15

516,005,562,7813,72

Perg59.0621041111504,80

201,403,411,7011,75

Vöcklabruck118.517417737

102,70339,902,871,4313,90

Wels-Land56.516235148161103,89

293.755,202,6018,90

durchschnittlich 26 Entleerungen pro Behälter und Jahr

Seite 136Landesgesetzblatt für Oberösterreich, Jahrgang 1992,

AltenfeldenHartkirchenRied i.l.

AmpflwangHellmonsödtRohrbach

AndorfHochburg/AchSt. Florian b.L.

AnsfeldenHöhnhartSt. Martin i.M.

AstenKirchdorfSchlägl

Bad IschlKremsmünsterSeewalchen

Bad ZeilLaakirchenSierning

BraunauLembachTaufkirchen a.d.P

EbenseeLengauTraun

EberschwangLeondingUnterweißenbach

EferdingLinz, WIHOFUttendorf

EggeisbergMarchtrenkUtzenaich

EngelhartszellMondseeVöcklamarkt

FreistadtMünzkirchenWallern

GallneukirchenNeuhofen a.d.Kr.Weibern

GarstenObernbergWels

GmundenOstermiethingWindischgarsten

GrieskirchenPabneukirchen

GroßramingPerg

GrünburgPeuerbach

GreinPregarten

Raab

In jedem ASZ werden bis zu 40 verschiedene Altstoffe und Problemstoffe getrennt gesammelt und einer Verwertung bzw. ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt.

2. 3. 3. Sonstige Sammlungen

Metallabfälle (Schrott): Auf Grund von Angaben der größten Altmetallsammler in OÖ kann die 1990 aus Haushalten und Betrieben gesammelte Eisenschrottmenge auf 23.0001 geschätzt werden. Wegen fehlender Aufzeichnungen seitens der Gemeinden und Sammler wird eine Menge von 13.0001 den Sammlungen sperriger Abfälle (aus Vor- oder Nachsammlungen) zugeordnet. Der restliche Anteil von 10.0001 kommt aus dem betrieblichen Bereich.

Autowracks: Für OÖ wird 1990 die angefallene Menge an Autowracks auf 21.0001 geschätzt. Dem liegt die Annahme zugrunde, daß die Anzahl der 1980 zugelassenen PKW's und Kombis 10 Jahre später als Autowracks mit einem durchschnittlichen Gewicht von 600 kg anfallen. Mehr als die Hälfte der gesammelten Wracks wurden in einer Shredderanlage in Lambach, der restliche Anteil in Anlagen in Amstetten und Laxenburg/NÖ. behandelt. Dabei sind bei der Anlage in OÖ rund 6.000 t, in NÖ rund 4.0001 Shredderrückstände (hauptsächlich Kunststoffe) angefallen und auf Hausabfalldeponien abgelagert worden.

Autobatterien: Die gesammelte Menge der Autobatterien für OÖ wird 1990 auf 2.100 t geschätzt. Vom O.ö. LAVU wurde eine Menge von 312 t, der Rest über den Handel gesammelt.

Altreifen: In OÖ wurde 1990 eine Menge von 6.1361 Altreifen gesammelt und auf der Reifendeponie in Ohls-dorf zwischengelagert. Die Sammelmenge des O.ö. LAVU betrug 1821. Nach der Zerkleinerung erfolgt eine thermische Verwertung in der Zementindustrie.

Alttextilien: Neben den ASZ wurde der Hauptteil der Alttextilien bei Gemeindesammlungen gemeinsam mit dem O.ö. LAVU erfaßt. Die Sammelmenge für 1990 von 1.7881 wurde einem Verwertungsbetrieb im Ausland zugeführt.

Sammlung Grüne Wertstofftonne: In einigen Gemeinden der Bezirke Freistadt, Perg und Vöcklabruck wurden Altstoffgemische mit dem System Grüne Wertstofftonne gesammelt. Dieses Sammelsystem hat sich nicht bewährt!

2. 4. KOMPOSTIERUNG

2. 4. 1. Eigenkompostierung

Die Menge an kompostierbarem Rohmateriel (Grünabfälle, Ast- und Strauchschnitt, Küchenabfälle, etc.) die bereits in privaten Haushalten einer Verwertung zugeführt werden, wird nach einer Modellrechnung für 1990 auf rund 60.0001 oder 46 kg je Einwohner geschätzt. Das Land OÖ förderte von Herbst 1990 bis Ende 1991 zu diesem Zweck die Anschaffung eines Hauskomposters pro Haushalt mit einem Betrag von S 200,- bis S 800,-.

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2. 4. 2. Gemeinde-Kompostierungsanlagen

Im Jahr 1990 bestanden in OÖ ca. 21 Grünabfall-Kompostierungsanlagen für Gemeinden mit geregeltem Betrieb, wovon 11 Anlagen den technischen Richtlinien des Landes entsprachen.

Auf diesen Plätzen wurde eine Gesamtmenge von 26.280 m3 oder 8.760 t

Rohmaterial (Grünschnitt) kompostiert.

2. 4. 3. Regionale Kompostierungsanlagen, Biotonne

Erste Versuche zur getrennten Sammlung von Küchen- und Gartenabfällen mit der Biotonne und mit dem Betrieb von größeren Kompostieranlagen sind in OÖ im Jahr 1990 in den Gemeinden Attnang-Puchheim und in den Städten Linz und Wels angelaufen. Bis Ende des Jahres 1990 wurden von insgesamt 4.500 angeschlossenen Haushalten rund 3301 Bioabfälle gesammelt.

Die regionalen Kompostierungsanlagen in Linz, Wels und Attnang-Puchheim haben 1990 diese Bioabfälle sowie Grünabfälle mit einer Gesamtmenge von 2.741 t verarbeitet.

Neben "Biotonnenabfällen" und Grünabfällen wurden bei regionalen Anlagen zusätzlich rund 10.000 t Abfälle (verunreinigter Grünschnitt, Gemischtmüll) kompostiert.

Einen Überblick über die wesentlichen getrennten Sammlungen und Sammelmengen im Jahr 1990 gibt die Tabelle 5.

Tab. 5

SAMMELQUOTEN 1990 UND VERWERTUNGSPOTENTIALE

Hausabfall 1990

Gesamtabfall 1990

Gesamtmenge der Stofffraktion im Hausabfall (Potential)

davon getrennt gesammelt

n % der jew. Fraktion

in % des des. Hausabfalls

getrennt gesammeic

in % des Gesamtabfalls

Gl-r

30.100

18.384 (Altglas)

61

5,3

23.127 (Altglas ges.)

3, 1

Papier

62.500

27.013 (Altpapier)

43

7,7

77.453

(AItpapier)

Kompostier b Abfälle

159.800

60.330

17,3 %

81.330

11,0%

Sonstige ver wertb. Stoffe

38.000

3.809 (sonst. Altstoffe)

10

1,0%

43.726

5,9 .

Altstoffe Kompostierabfall p.es.

290.400

109.536

38 %

31 ,3

225.636

30,4 %

Problemstoffe

5.330

1 .792

33

0,5

1 .792

0,2 %

Restabfall

53.625

238.027

68,2

515.163

69,4

Summe

349.355

349.355

100

742.591

100 Z

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Stück, Nr. 38

2. 5. RESTABFÄLLE

2. 5. 1. Restabfallmengen und Zusammensetzung der Hausabfälle

Die Gesamt-Restabfallmenge des Jahres 1990 von ca. 517.000 t setzt

sich folgendermaßen zusammen:

Hausabfälleca. 240.000 t (inklusive Problemstoffe)

Sperrige Abfälleca. 32.000 t

Betriebsabfälleca. 169.000 t

Kompostierabfälleca. 60.000 t (mit unbekannter Entsorgung)

Altreifenca. 6.1001

Shredderrückständeca. 10.000 t

Im Rahmen eines Forschungsprojektes des Landes OÖ wurde vom Büro Dr. Vogel, Wien, die Zusammensetzung der Hausabfälle in OÖ untersucht (Oberösterr. Systemmüllanalysen 1990/91).

Der untersuchte Systemmüll ist jener Teil der Abfälle, der über die öffentliche Müllabfuhr gesammelt und abgeführt wird. Dieser Anteil entspricht dem Begriff der "Hausabfälle" (ohne gesammelte Altstoffe und Kompostierabfälle) nach dem O.ö. AWG.

Die Durchführung der Analysen erfolgte nach dem Modell der Stadtregionen, getrennt für die Zonen Linz, Kernzone außer Linz, Außenzone und Landregion.

Die Zusammensetzung des Systemmülls (Hausmülls) in Absolutmengen und nach Masseprozent für diese Zonen sowie für ganz OÖ ist den Tabellen 6 und 7 und der Abbildung 1 zu entnehmen.

Tab. 6

Systemmüllzusammensetzung nach Hauptstoffgruppen in Absolutmengen,

Jahreswerte 1990 (in Tonnen)

LinzKernzoneAußen-Land-Gesamt

außer Linzzoneregion

m[t][tjm[t]

Papier, Pappe8.6829.3355.16512.15535.337

Verbundstoffe3.8715.9224.8788.31522.986

Textilien1.1581.4008311.7315.120

Holz, Leder, Gummi1.0591.1388561.5714.624

Vegetabilien20.28923.98017.096- 38.10899.473

Kunststoff-Folien1.8882.2231.7523.4679.330

Kunststoff-Körper2.0972.1901.9823.97210.241

Fe-Metalle1.3881.2851.3723.3387.383

NE-Metalle4074763638222.068

Glas2.2952.7871.9834.88711.952

Mineralische Stoffe4.3304.3375.18611.92625.779

Problentstoffe6815756561.6103.522

Summe48.14555.64842.12091.902237.815

Quelle: OBERÖSTERREICHISCHE SYSTEMMÜLLANALYSE 1990/91 (Christoph Scharff, Gerhard Vogel)

Landesgesetzblatt für Oberösterreich, Jahrgang 1992, 19.

Stück, Nr. 38

Seite 139

Tab. 7

Systemmüllzusammensetzung nach Hauptstoffgruppen, gewichtete Jahreswerte der Untersuchungsschichten (in Masseprozent, 1990)

LinzKernzoneAußen-Land-Gesamt

außer Linzzoneregion

[Masse-%][Masse-X][Masse-X][Masse-X][Masse-X]

Papier, Pappe18,0216,7812,2813.2314,88

Verbundstoffe8,0510,6511,589,059,66

Textilien2.412,51 .1,981,89, 2,15

Holz, Leder, Gummi2,202,052.031,711,94

Vegetabilien42.1443,0940,5941,4541,84

Kunststoff-Folien3,923,994,163,773.92

Kunststoff-Körper4,373,954,694.334,30

Fe-Metalle2,882.313.263,633,10

NE-Metalle0,840,850.860,890,87

Glas4,775,004,705,325,02

Mineralische Stoffe8.997,7912,3112,9810,84

Problemstoffe1.411,031,561.751.48

Summe100,00100,00100,00100,00100,00

Quelle: OBERÖSTERREICHISCHE SYSTEMMÜLLANALYSE 1990/91 (Christoph Scharff, Gerhard Vogel)

Abb. 1

Systemmüllzusammensetzung nach Hauptstoffgruppen, gewichtete Jahreswerte der Untersuchungsschichten (in Masseprozent, 1990)

100

MASSEPROZENT

LINZ

KERNZONE AUSSENZONE LANDREGION GESAM1

jCn

JB(AOAS PftOf Oft GfcRHARD VOC£L J GRAPHK C. SCMMVF

PROBLEMSTOFFE MINERAL STOFFE | | GLAS H METALLE [#?j KUNSTSTOFFE §^ VEGETABILIEN ^j HOLZ. LEDER. GUMMI | | TEXTILIEN g^ VERBUNDSTOFFE X^X PAPIER, PAPPE

0913127

Quelle: OBERÖSTERREICHISCHE SYSTEMMÖLLANALYSE 1990/91 (Christoph Scharff, Gerhard Vogel)

Seite 140Landesgesetzblatt für Oberösterreich, Jahrgang 1992,

Landesgesetzblatt für Oberösterreich, Jahrgang 1992, 19.

Stück, Nr. 38

Seite 141

Tab. 9

Systemmüllzusammensetzung nach Teilfraktionen in spezifischen Mengen, gewichtete Jahreswerte der Untersuchungsschichten (in Litern pro Einwohner und Jahr, 1990)

LinzKernzoneAuBen-Land-Gesamt

außer Linzzoneregion

[l/E.a][l/E.a][l/E.a][l/E.a][l/E.a]

PapierVP126.289,651.453.971,8

PapierHygiene98.966,633.642.854,2

PapierNicht-VP203,3128,672,687,8110,5

PappeVP177,5138,462,057.192,6

PappeNicht-VP9.57,64.56.16,6

Verbündst.Milch-VP64,053,620,924,935,8

Verbündst.Getränke=VP35.827.216,822.624,6

Verbündst.sonst. VP93,068,651.955.463,8

Verbündst.Hygiene41.249.656.430.242.5

Verbündst.sonst.34,534,514,922,525.5

Textilienverwertbar14.311.25.34.97.7

Textiliensonst.37.228,020,819,924.6

Holz, Leder,Gummi34,923,514,412.618,6

VegetabilienKüche242,3191,0143,4148,8

172,8

VegetabilienGarten145,690,460,582,889,8

Kst-Folien Tragetaschen91.656.937,632,947,6

Kst-FolienVP186,8128.987,7111,4122.6

Kst-FolienNicht-VP69,555,636,738,346,7

Kst-KörperMilch-VP11,510,56,49,79,6

Kst-Körper PET-Flaschen14,016,65.86.39,5

Kst-KörperGetränke-VP4,32.11.00.61.5

Kst-KörperVP154,6106,868,676,393,3

Kst-KörperNicht-VP31,521,827,823,325,7

Fe-MetalleGetränke-VP7.32.62.23,23,5

Fe-MetalleVP25,523,922,527,626,2

Fe-MetalleNicht-VP8.92,95,75.15,4

NE-MetalleGetränke-VP7.53.82,54.14.2

NE-MetalleVP7,35.14.65.85.7

NE-MetalleNicht-VP6.94.83,84.14.6

GlasMilch-VP2,22.01.01.81.8

GlasGetränke-VP14.28,16,59.29.3

GlasVP7,87.45.35,66,3

GlasNicht-VP3.12.52.73.53,1

MineralischeStoffe64.339.265.773.665.4

Problemstoffe19,511.211.813.713,9

Restgrobfraktion20.39,111.411,512.4

Restfeinfraktion21.212.018.424,620,8

Summe2.138,01.542,21.065,11.164,51.380,5

Quelle: OBERÖSTERREICHISCHE SYSTEMMÜLLANALYSE 1990/91 (Christoph Scharff, Gerhard Vogel)

Seite 142

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Stück, Nr. 38

2. 5. 2. Regionale Abfallbehandlungsanlagen

In OÖ waren im Jahr 1990 8 regionale und 6 lokale Abfallbehandlungsanlagen in Betrieb. Zusätzlich wurden 4 Deponien im benachbarten Bundesland mitbenutzt.

Auf all diesen Anlagen sind 238.0001 Hausabfälle, 32.0001 sperrige Abfälle und 175.0001 betriebliche Abfälle behandelt worden. Von den 8 regionalen Hausabfalldeponien (Reaktordeponien) wurden die Anlagen in Ort i.lnnkreis, Katsdorf, Feidktrchen a.d.Donau und Taufkirchen a.d. Trattnach als Deponien mit Vorrotte betrieben, wobei auf diese Weise insgesamt eine Hausabfallmenge von 53.185 t behandelt worden ist.

Weiters werden in Attnang-Puchheim, Katsdorf, Inzersdorf i. Kremstal und Steyr auch Sortieranlagen betrieben. Die behandelte Jahresmenge für 1990 betrug 19.172 t.

Bei der Anlage Wels ist die veralterte Hausmüllverbrennungsanlage stillgelegt worden. Die thermisch behandelte Abfallmenge betrug im Jahr 1990 11.527 t.

In der Tabelle 10, welche detaillierte Mengen für jede Anlage getrennt nach Abfallarten enthält, wird zwischen behandelten Gesamtmengen und deponierten Abfallmengen unterschieden. Die Differenz ergibt sich aus Vorrotte, Sortierung und Verbrennung. Die deponierten Mengen (D) beinhalten die deponierten Rückstände aus Vorrotte, Sortierung und Verbrennung. Weiters werden bei den Anlagen in OÖ Angaben über das noch verfügbare Deponievolumen und über die geschätzten Laufzeiten gemacht.

Tab. 10

REGIONALE ABFALLBEHANDLUNGSANLAGEN

INSGESAMT BEHANDELTE (B) UND DEPONIERTE (0) ABFALLMENGEN FÜR 00 1990

Anlagen in OÖEntsorgte EinwohnerHausabfälleSperrige

AbfälleBetriebl. AbfälleGesamtmenge""Verfügbares leponievol.

ab 1991 , in Mio mGeschätzte Laufzeiten

Asten256.861B=D 62.3512.90856.893122.152

2.978bis 2030

Wels57.589B 11.842 D 8.02255030.812 27.792

64.617 57.77720,642bis 2001

Steyr38.253B 8.129 D4.1048.618 8.258

35.891 35.5310,714bis 2015

Attnang-Puchheim197.055B 33.442 D 32.3316.565

46.310 44.024114.335 107.9380,135bis 1992

Erweiterung beantragt

Ort i.I.203.437B 28.086 0 22.0863.934 3.549

10.330 9.83042.350; 35.465-1 0,0151992

Erweiterung geplant

Katsdorf167.786B 35.190 D 30.3702.410 1.310

8.380 8.25045.980 39.930tOeponie erschöpft

Feldkirchen149.753B 20.500 D 14.3505.980

8.50034.980 28.8300,012bis Ende 1992

Taufkirchen/Tr.58.697B 8.231 D 6.585708

4.42313.362 11.7160,020bis Ende 1993

Laakirchen7.917B=D 1.618100(88.430^'90.148

0,510Sicherungsmaßn. in Bauausf.

Braunau16.236B»D 3.5502.8291.9898.368

0,192bis 2030

Traun/Ansfelden22.112B.D 5.9903802406.640

0,068bis 2000

Ottnang a.H.3.765B«D 6605050760?bis

1995

Schiedlberg Egge-ndorfgeringe MengenB

Deponie erschöpft

In 00 behandelte bzw. deponierte Mengen1,179,461B

219.589 D 196.47630.518 29.033176.545 170.249579.554

545.225

Mitbenutzte Anlage in benachbarten Bundesländernn

2) incl. Schlackt

St. Valentin77.185B=D 10.7952.29613.091

Siggerwiesen43.206B=D 6.750??6.750

HalbenrainB«0 1.1321.812

Amstetten5.117B=D 51035545

Außerhalb von OÖ deponierte Mengen125.508D 19.187

2.331?22.198

Gesamtsummen für OÖ1,304.969B 238.776 D 215.66332.849

31.364176.545 170.249601.752 567.423

•ua NVA Wala

Gültige Richtwerte für alle weiteren BerechnungenB 238.000

32.000175,000

Landesgesetzblatt für Oberösterreich, Jahrgang 1992, 19. Stück, Nr. 38Seite 143

2. 6. SONSTIGE ABFÄLLE

In sämtlichen Tabellen und Abbildungen der vorliegenden Darstellung der Bestandsaufnahme sind folgende Abfallarten nicht enthalten:

Betriebliche Abfälle

Diese in großen Mengen anfallenden Abfälle wurden bisher innerbetrieblich behandelt und hatten daher keine Bedeutung für die öffentliche Abfallentsorgung. Dazu gehören Schlacken aus der Stahlproduktion, Aschen von kalorischen Kraftwerken, Abfälle der Papierindustrie usw. Die diesbezüglichen Mengen konnten bisher nicht erhoben werden. Für betriebliche Abfälle fehlen noch Analysen über Mengen und Zusammensetzung, wie sie für Hausabfälle bereits durchgeführt wurden (siehe Pkt. 2.5.1.).

Bauabfälle

Für Oberösterreich wird in Anlehnung an Angaben der Deutschen Projekt Union Ges.m.b.H. mit einer Gesamtmenge von rund 2,6 Mio t Bauabfällen pro Jahr gerechnet, die sich folgendermaßen zusammensetzt:

Bodenaushubca. 2,0 Mio t

mineral. Bauschuttca. 0,30 Mio t

Altasphaltca. 0,15 Mio t

Baustellenabfälleca. 0,15 Mio t

Im Jahr 1990 wurde an 8 Annahmestellen in Oberösterreich eine Asphaltmenge von 68.000 t getrennt gesammelt und einer Verwertung zugeführt.

Darüber hinaus sind nach Angaben der o.ö. Straßenverwaltung der Altasphalt von 120.000 m2 Bundesstraßen und 90.000 m2 Autobahnen an Ort und Stelle wiederverwertet worden.

Klärschlamm

Nach dem vom Land Oberösterreich in Auftrag gegebenen Konzept für die Klärschlammentsorgung in Oberösterreich wird für 1988 eine errechnete Gesamtklärschlammenge von 947.666 m3 (mit ca. 5% Trockensubstanz) angegeben.

Davon stammt eine Menge von

526.117 m3 aus kommunalen,

364.346 m3 aus betrieblichen Abwasserreinigungsanlagen und 57.203 m3 aus Senkgruben.

Die erhobene Klärschlammenge von 469.956 m3 (ohne Papierindustrie)

wurde im Jahre 1988 folgendermaßen entsorgt:

50,8% Deponierung

39,0% Landwirtschaftliche Verwertung

10,2% Sonstige Verwertung

(Rekultivierung, Kompostierung etc.)

Seite 144Landesgesetzblatt für Oberösterreich, Jahrgang 1992,

Tab. 11

ABFALLMENGEN FÜR 00 1990

nach Abfallgruppen und Behandlungsart (Überblick)

Mengen in Tonnen (Mg )

Klammerwerte in kg pro Einwohner (OÖ.: 1,305Mio. Einw. )

Erhebungsstand: April 1991

""""".BEHANDLUNGS-

^"~^-\^ ART

ABFALLGRUPPEN--^^DEPONIE incl.VorrotteTHERMISCHE BEHANDLUNG

SONDERBEH. PROBLEMST.Summe BESEITIGUNGSumme VERWERTUNG

GESAMTMENGE

HAUSABFÄLLE230.500 (177)7.527 (6)1.792 (11239.819

nat)

3 3%Altstoffe 49.206 Kompostrerung 60.330 109.536 ISO 14%

349.355 (268) 47%

SPERIGE ABFÄLLE32.000 I25)--32.000 (25) 4%Altstoffe

13.000 (10) 2%45.000 (35) 6%

sonstige Abfälle"GEMISCHTE BETRIEBSABFÄLLE"165.000 (1261

4.000 (3)-169.000 1129) 23 %Altstoffe 69.000

(53) 9V.238.000 (182) 3 2%

KOMPOSTIERBARE ABFÄLLEunbekannte Entsorgung 60.000 (461_

-60.000 (46) 8%Kompostierung 21.000 (16) 3%81.000 (62)

11%

AUTOWRACKS, STARTERBATTERIEN, ALTREIFENShredder--rückstände

10.000 (7)Reifen 6.136 (5)-16.136 (12) 2 V.Wracks

11.000 Batterien 2.100 13.100 (101 2%29.236 (2 2) 4%

GESAMTMENGE497.500 (381) 67%17.663 (14) 3%1.792 (1) 0,2%

516.955 (396) 70%225.636

(173) 30%742.591 (569) 100%

Landesgesetzblatt für Oberösterreich, Jahrgang 1992, 19.

Stück, Nr. 38

Seite 145

Abb. 2

/AWVAW R)

Abfallbilanz 1990

Maßnahmen 1990

¦i Abfall I

Gesamtmenge 1990 ca. 742/591 t/a

Problemstoff Sammlung

Eigenkompostierung

Gemeinde kompostier.

Regionale Kompost.

ASZ, ASI Verwertung

Altglas Container

Altpapier Container

Recylinghof Schrott

Autowracks

Starterbatterien

Reifen

Sortieranlagen und betriebl. Altstoffe

Vorrotte Thermische Behandl.

Deponie

T

T

800 600 400 200 Abfallmenge in Tausend t/a

ung

Grafik Haller

%

Problemstoffe 1.792 t

Problems loffenf sorgung

Erfassungsmengen

Hausabfall 349.355 t

Altglas: Altpapier: Textilien: Kunststoffe; Schrott, etc . :

"gesamt!

18.3B4 t

27.013 t

1.792 t

805 t

49.206 t

SortierVerluste/Störstoffe

stoffliche Verwertung

Kompostierung:

Eigenkompostierung: 60.000 t

Hiotonne:

KompostVerwertung

-?) unbekannte Entsorgung I

sperriger Abfall 45.000 t

kompostierbare Abfälle 81.000 t

Schrott 13.000 t

Grünabfallkompostierung 21.000 t

32.000 t

169.000 t

8 zentrale und 6 lokale Abfallbehandlungsanlagen in 00.

4 Deponien in anderen Bundesländern

3=

:to

"Gemischte Betriebsabfälle11 238.000 t

Autowracks, Batterien 23.100 t

Altreifen 6.136 t

stoffliche Verwertung

4.743 t 50.440 t

Altglas: Altpapier: Kunststoffe, Schrott, etc.:

gesamt:

separate Behandlung u.

Verwertung 13.100 t

MVA Wels

Shredderrück-stände 10.000 t

11.527 t

300.000 t

82.000 t

Inertstoffdeponien bzw. unbekannte Entsorgung

01

3

mineral. Bauschutt, Altbeton

ca. 300.000 t

Bauabfailsortierung/ Bauschuttaufbereitung

Altreifenverbrennung

Altasphalt ca. 150.000 t

Asphaltaufbereitung 68.000 t

Abfallmengenfließbild

Ist-Zustand 1990 (Erhebungsstand: April 1991)

nach einer Vorlage

d. Deutschen Projekt Union GmbH

ABFALLBEHANDLUNGSANLAGEN IN OBERÖSTERREICH

STAND DEZEMBER 1991

•Altstoffsammeizentrum

A Sortieranlage

** Gemeindekompostierungsanlage

x) ohne Untergrundabdichtuny

ARegionale Kompostierungsanlage

¦Asphaltzwischenlager

j|Thermische Behandlungsanlage

•Umladestation

¦1 Abfalldeponie

V WM Abfalldeponie mit Vorrotte

Inertstoffdeponief

-^¦?--^Staatsgrenze

«•-^t-ii-ihLandesgrenze

----Bezirksgrenze

Gemeindegrenze

(nicht ausreichend bekannt)

IT

er

s o

SS

Seite 148

Landesgesetzblatt für Oberösterreich, Jahrgang 1992, 19.

Stück, Nr. 38

II. AKTUELLE ENTWICKLUNGEN UND TENDENZEN (ZIELE DER ABFALLWIRTSCHAFT IN OÖ)

Die Festlegung der Ziele der Abfallwirtschaft in OÖ muß auf den bisherigen Entwicklungen, den Ergebnissen der bisherigen Maßnahmen sowie einer Beurteilung der künftig möglichen Entwicklungen und Maßnahmen aufbauen. Abbildung 5 zeigt die Zunahme der Gesamtabfallmenge in OÖ seit 1985 mit und ohne Maßnahmen der Verwertung. Weiters sind in dieser Abbildung Prognosen für die künftige Abfallentwicklung ohne Vermeidungs- und ohne Verwertungsmaßnahmen sowie der gewünschte Verlauf mit Maßnahmen der Vermeidung und Verwertung eingezeichnet.

Abb. 5

ENTWICKLUNG DER ABFALLMENGE IN OÖ 1985-2000

(gesamter "nicht gefährlicher Abfall" ohne Bauschutt, ohne

Klärschlamm und ohne "Massenabfälle aus Großbetrieben")

Abfallmenge I Angaben in t/a)

1.000.000 ¦

954.00

900.000 -

800.000 -

734.000

700.000 -

600.000 ¦

Jahr

536 000 500.000

400.000

239 000

200.000 •

100.000 ¦

300.000

1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991

1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998

1999 2000

Landesgesetzblatt für Oberösterreich, Jahrgang 1992, 19. Stück,

Nr. 38

Seite 149

Die danach folgende Tabelle 13 gibt weitgehend alle abfallwirtschaftlichen Maßnahmen und die damit schätzungsweise erfaßten Abfallmengen in den Jahren 1990, 1995 und 2000 wieder. Eine beliebige Addition der Werte dieser Tabelle ist nicht zulässig, weil es zu Überschneidungen bei den jeweils erfaßten bzw. betroffenen Abfallmengen kommen kann.

s

Problemstoffe 2.800 t

Problemstoffenfsorgung

o

Hausabfall 325.700 t

Erfassungsinengen

ALtgLas: Altpapier; Textilien: Kunststoffe, _Schrott j_et£. gesamTT

25.000 t

50.000 t

4.000 t

_ 15^000 t_ 94.000 t

Sortiprverluste/Sfö'rstoffe

stoffliche Verwertung

Kompostierung:

Eigenkompostierung

Reg. Kompostierunq :

Kompostverwertung

230.000 t

10.000 t

Hl

sperriger Abfall 46.900 t

kompostierhare Abfälle 90.000 t

"Gemischte Betriebsabfälle" 242.000 t

Autowracks, Batterien 23.100 t

Altreifen 6.100 t

aussortierte Wertstoffe 23.450 t

Grünabfallkompostierung 90.000 t

stoffliche Verwertung

23.450 t

RestmüllVerbrennung

MVA Wels 60.000 t/a

fehlende Verbrennungskapazität 170.000 t/a

Shredderrück-stände

80.000 t

20.000 t

Schlackeverwertung

Reststoffdeponie

Inertstoffdeponien

03

mineral. Bauschutt ca. 300.000 t

Asphalf ca. 150.000 t

BauabfaLLsortierung/ Bauschuttaufbereitung 220.000 t

Asphaltaufbereitung 130.000 t

Sortierreste

6.100 t

Altreifenverbrennung

AbfallmengenflieQbild Prognose 2000

nach einer Vorlage

d. Deutschen Projekt Union GmbH

Landesgesetzblatt für Oberösterreich, Jahrgang 1992, 19.

Stück, Nr. 38

Seite 151

Tab. 13

EINRICHTUNGEN ZUR ABFALLBEHANDLUNG FÜR 00 UNO BEHANDELTE HENGEN

1990 1,305 Mio Ew1995 1,333 Mio Ew2000 1,340 Mio Ew

ANZAHL D. ANLAGENt(Mg)Kg/EwANZAHL 0. ANLAGEN

t(Mg)Kg/EwANZAHL 0. ANLAGENt(Mg)Kg/Ew

DEPONIE,

THERMISCHE BEHANDLUNG

Deponien in anderen Bundesländern422.19817,01?

00

Abfalldeponie regional8439.3393376250.0001880?

Vorrotteanlage453.185416100.00075keine?

Abfalldeponie lokal617.45613,4?0

Inertstoffdeponie?9•30700.00052530700.000

522

Reststoffdeponien (MVA-Reste)(1)4.6973,6120.00015,0

182.00061

MVA(1)11.5278,8166.000502236.000176

Sammlung für Altreifenverbrennung16.1364,76.100

4,66.1004,6

Zentrale Altölverbrennung (Sammelmenge)13.2002,51

2

Problemstoffe gesamt (aus Haushalten)1.8641,4

3.0002,32.8002,1

SAMMLUNG; AUFBEREITUNG

FÜR VERWERTUNG

KOMPOSTIERUNG

Eigenkompostierung60.0004660.00045

60.00045

Gemeindekompostierung218.7606,76560.00045100

90.00067

Regionale Kompostierung? 39.7417.5670.000537-8

90.00067

Biotonne3300,340.0003060.00045

Schnitt- und Mähgut = Kompostierung für Straßenmeistereien

4.8363,750.00037

ALTSTOFFE

Altstoffsammeizentren Altstoffmenge Problemstoffmenge393.361 847

2,6 0,810030.0002310030.00022

Altstoffsammeiinsel0202.0001,510010.000

7,5

Altglassammelstellen4.3005.000

5.000

Altglas aus Haushalten19.33114,823.00017,0

25.00018,7

Altglas gesamt (inkl. Betriebe)24.07418,428.000

2130.00022

Altpapiersammelstellen

Altpapier aus Haushalten27.75021,340.00030

50.00037

Altpapier gesamt (inkl. Betriebe)78.19059,9110.000

82130.00097

Alttextilien1.7881,43.0002,34.000

3,0

Recyclinghöfe (für sperrige Abfälle, Wracks Schrott etc.)

2040

Schrott gesamt (ohne Wracks)23.00017,625.00018,8

30.000

Autowracks21.00016,121.00015,821.000

15,7

Shredderanlagenl(OÖ) 2(NÖ)

Starterbatterien2.1001,62.1001,6

2.1001,6

Sortieranlagen523.51718,04-6100.000756-8150.000

112

Altstoffe aus Sortierung(inkl. Komp.)10.7068,250.000

38100.00075

Brechanlagen f. Bauabfälle stationäre und mobile2?5

6400.000298

Altasphalt gesammelt68.00042,0

120.00090

Altbeton gesammelt-1

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Stück, Nr. 38

Es folgen einige Angaben zu quantitativen Teilzielen:

Ziel der Abfallvermeidung

Der prognostizierte Zuwachs der Abfallmenge durch das Wirtschaftswachstum und den Bevölkerungszuwachs soll durch die Maßnahmen der Abfallvermeidung aufgefangen werden. D.h. im Jahr 2000 sollte die theoretisch anfallende Gesamtabfallmenge um 30%, d.s. 220.000 t/a, durch Maßnahmen der Abfallvermeidung gesenkt werden. Das Ziel ist allerdings nur im Zusammenwirken mit ordnungsrechtlichen Maßnahmen der zuständigen Bundesminister zu erreichen!

Ziel der Problemstoffsammlung

Von den im Hausabfall in OÖ enthaltenen Problemstoffen (1990 waren es ca. 5330 t) sollten bis 1995 zumindest 50% einer speziellen Entsorgung als gefährlicher Abfall zugeführt werden. Dabei geht es nicht so sehr um die Menge, als vielmehr um die Umweltprobleme, die durch die toxikologische Gefährlichkeit dieser Abfälle auftreten können.

Ziele für Verwertung und Kompostierung

Die derzeit vorhandene Sammelquote ("Verwertungsquote") für Altstoffe und Kompostierabfälle von ca. 30% sollte bis 2000 auf 67% der Gesamtabfallmenge gesteigert werden.

Dazu soll die Sammelquote für Altglas, Altpapier und Kompostierabfälle bis zum Jahr 2000 auf 80%, für Kunststoffe, Altmetalle und betriebliche Altstoffe auf jeweils 50% sowie für Alttextilien auf 60% der jeweiligen Abfallfraktion gesteigert werden (siehe Tabelle 14).

Tab. 14

Zusammensetzung des Hausabfalles in 05 im Jahr 2000 angestrebte

Sammelquoten

Gesamt HausabfallRest-HausabfallftDblan- und Altstaffsamüing, KcmpostifrunQSanaelquoten ("Verwertungsquoten")

tkg/EwMasse %tkg/Ewtkg/Ew%der

jew. Fraktion% des gesamt. Hausabfalles

Papier, Pappe62.50046,610,512.5009,350.00037,380

15

Verbundstoffe21.30015,918,021.30015,9

Textilien6.7005,02,32.7002,04.0003,0601

Holz, Leder, Gummi4.2003,13,54.2003,1

Vegetabilien150.000111,925,330.00022,4122.00089,6

8036

Kunststoff-Folien \20.00014,98,410.0007,510.000

7,5503

Kunststoff-Körper

Fe-Metalle 10.0007,54,25.0003,7

5.0003,7502

NE-Metalle

Glas31.30023,45,36.3004,725.00018,7807

Mineralische Stoffe23.90017,820,123.90017,8

Problemstoffe5.6004,22,42.8002,12.8002,150

1

Summe:335.500250,3100,0118.70080,8246.800

161,9-65

Zahlenangaben geschätzt und gerundet

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Bei den drei wesentlichen, gut verwertbaren Abfallteilen des Hausabfalls bedeutet dies nach Tabelle 15 folgende Steigerung der Sammelquoten:

Tab. 15

HausabfallGetrennteä Sammlung

19902000

t%t%

Altglas18.3846125.00080

Altpapier27.013435000080

Kompostierbare Abfälle60.3303812200080

Ziele der Restabfallbehandlung

Durch eine Hausabfallverrottung vor der Deponierung (Vorrotte) kann nicht nur die Qualität und Deponierbarkeit der Abfälle verbessert werden, es könnte auch die gesamte Restabfallmenge von OÖ im Jahr 1995 um ca. 35.000 t/a auf etwa 250.000 t/a reduziert werden. Nach Wirksamwerden aller Maßnahmen zur getrennten Sammlung und Verwertung von kompostierbaren Abfällen sind Sinn und Bedeutung der Vorrotte allerdings zu überprüfen. Bis zum vollständigen Ausbau der Einrichtungen zur Kompostierung und zur thermischen Behandlung von Abfällen sind Vorrotteanlagen jedenfalls erforderlich. Die ebenso vor allem aus qualitativen Gründen (siehe nächstes Kapitel) nötige thermische Abfallbehandlung kann die Restabfallmenge im Jahr 2000 um ca. 150.000 t/a auf eine Reststoffmenge (ohne Konditionierungsmittel) von ungefähr 80.000 t/a verringert werden.

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Stück, Nr. 38

Gesamtmenge 1990 ca. 742.591 t/a

Problemstoffsammlung

Eigen kompostierung

Gemeindekompostier.

Regionale Kompost.

ASZ, ASI Verwertung Altglas Container

Altpapier Container

Recylinghof Schrott

Autowracks

Starterbatterien

Reifen

Sortieranlagen und betrieb!. Altstoffe

Thermische Behandl.

Maßnahmen 1995 ohne Vermeidung mft Vermeidung Problemstoffsammlung

Eigen kompostierung

Gemeindekompostier.

Regionale Kompost.

ASZ, ASI Verwertung

Altglas Container

Altpapier Container

Recylinghof Schrott

Autowracks

Starterbatterien

Reifen

Sortieranlagen und betriebt. Altstoffe

Vorrotte Thermische Behandl.

Abfallbilanz 2000

I Abfall CZ3 Vermeidung I

Maßnahmen 2000 ohne Vermeidung

mit Vermeidung Problemstoffsammlung

Eigenkompostier ung

Gemeindekompostier.

Regionale Kompost.

ASZ. ASI Verwertung

Altglas Container

Altpapier Container

Recylinghof Schrott

Autowracks

Starterbatterien

Reifen

Sortieranlagen und betriebt. Altstoffe

Vorrotte Thermische Behandl.

I Abfall L, J Vermeidung

Deponierung

8006004002000

Abfallmenge in Tausend t/a

Grafik Haller

r

ABFALLMENGENSTRÖME FÜR 00

Mengen- u. %- Angaben geschätzt u. gerundet

00

1990

1995

2000

'all.

743.000 t 100%

7 39.000t

-PJL

734.000 t 100%

Kompostierung

81.500 t

11%

Müllverbrennung

incl. Altreifen A^y

17.700 t 2,4%

Verbrennungs -

rückstände

4.700t

0,6%

L

Restabfali

515.200t

70%

Probte mstoffe $ 1.800t 0,24%

Sortierreste J

Vorrolte V^ [ 53.200t 7%

Rotlerückstände

35.000t

1,8%

Kompostierung

190.000t

26%

Thermische

Abfallbehandlung

incl. Altreifen

66.000t

9%

II

Verbrennungsrückstände

20000t

2,3%

Restabfall

330.000 t

45%

Probte mstoffe

3.000t

0,4%

Rotterückstände

66.000t

9%

Kompostierung

240.000 t

32%

Thermische Abfallbehandlung 236 000 t 33%

Problemstoffe 2.800 t 0,38%

Altstoffe

255.000 t

35%

Sor tierreste

B O

y

3:

5

Deponie

484.000t

65%

Reststoff deponie

62.000 t

11%

Verwertung von

Verbren nungsrückstände

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Die Abbildung 9 gibt einen groben Überblick über die wesentlichen abfallwirtschaftlichen Maßnahmen und die zielgemäß in OÖ im Jahre 2000 zu bewältigenden Abfallmengen.

Abb. 9

Abfallbehandlung Im Jahr 2000

Kompostierung 240.000

Therm. Behandlung 236.000 davon Deponierest 82.000

Altstoffverwertung 255.000

Vermeidung 220.000

ProblemstoffSammlung 2.800

Mengenangabe in t/a