# Verordnung

# der Oö. Landesregierung, mit der das Gebiet "Nationalpark Oö. Kalkalpen – Gebiet Reichraminger Hintergebirge/Sengsengebirge" als "Europaschutzgebiet Nationalpark Oö. Kalkalpen" bezeichnet wird

Nr. 58

Verordnung

der Oö. Landesregierung, mit der das Gebiet "Nationalpark Oö. Kalkalpen – Gebiet Reichraminger Hintergebirge/Sengsengebirge" als "Europaschutzgebiet Nationalpark Oö. Kalkalpen" bezeichnet wird

Auf Grund des § 24 Abs. 1 und 2 des Oö. Natur- und Landschaftsschutzgesetzes 2001 (Oö. NSchG 2001), LGBl. Nr. 129, zuletzt geändert durch das Landesgesetz LGBl. Nr. 24/2004, wird verordnet:

§ 1

Bezeichnung

Das Gebiet des "Nationalparks Oö. Kalkalpen – Gebiet Reichraminger Hintergebirge/Sengsengebirge" ist

Tabelle 1:

Code-BezeichnungBezeichnung der Art A030Schwarzstorch

A072Wespenbussard

A080 Schlangenadler

A091Steinadler

A103Wanderfalke

A104Haselhuhn

A106Alpenschneehuhn

A107Birkhuhn

A108 Auerhuhn

A215Uhu

A217Sperlingskauz

A224 Ziegenmelker

A234Grauspecht

A236Schwarzspecht

A241Dreizehenspecht

A320 Zwergschnäpper

A321Halsbandschnäpper

A338Neuntöter

und

Tabelle 2:

Code-BezeichnungBezeichnung der Art A155 Waldschnepfe

A168Flussuferläufer

A207Hohltaube

A319Grauschnäpper

und

Tabelle 3:

Code-Bezeichnung gemäß der "FFH-Richtlinie" (Kennzeichnung eines prioritären natürlichen Lebensraums mit einem "*") Bezeichnung des Lebens-raums

3140Oligo- bis mesotrophe kalkhalti-

ge Gewässer mit benthischer Vegetation aus

Armleuchteralgen

3240Alpine Flüsse mit Ufergehölzen von Salix eleagnos

4060Alpine und boreale Heiden

4070* Buschvegetation mit Pinus mugo und Rhododendron

hirsutum (Mugo-Rhododendretum hirsuti)

6110* Lückige basophile oder Kalk-Pionierrasen

(Alysso-Sedion albi)

6170 Alpine und subalpine Kalkrasen

6230*Artenreiche montane Borstgras-rasen auf

Silikatböden

6430Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen

bis alpi-nen Stufe

7110*Lebende Hochmoore

7140Übergangs- und Schwingrasen-moore

7220* Kalktuffquellen (Cratoneurion)

7230Kalkreiche Niedermoore

8120Kalk- und Kalkschieferschutthal-den der montanen bis

alpinen Stufe (Thlaspietea rotundifolii)

8210Kalkfelsen mit Felsspaltenvege-tation

8310Nicht touristisch erschlossene Höhlen

9130Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum)

9140Mitteleuropäischer subalpiner Buchenwald mit

Ahorn und Rumex arifolius

9150Mitteleuropäischer Orchideen-Kalk-Buchenwald

(Cephalanthero-Fagion)

9180* Schlucht- und Hangmischwälder (Tilio-Acerion)

91D0*Moorwälder

91E0*Auenwälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus

excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion

albae)

9410Montane bis alpine bodensaure Fichtenwälder (Vaccinio-Piceetea)

und

Tabelle 4:

Code-BezeichnungBezeichnung der Art 1052Veilchenscheckenfalter (Insekten)

1065Skabiosenscheckenfalter (Insekten)

1078Spanische Fahne (Insekten)

1087Alpenbockkäfer (Insekten)

1193Gelbbauchunke (Amphibien)

1303Kleine Hufnase (Säugetiere)

1354Braunbär (Säugetiere)

1361Luchs (Säugetiere)

1902Frauenschuh (Blütenpflanzen)

§ 4

Erlaubte Eingriffe

(1) Tätigkeiten und Maßnahmen, die gemäß § 8 Abs. 3 Oö. Nationalparkgesetz in der Naturzone ohne bescheidmäßige Feststellung zulässig sind, führen in der Naturzone keinesfalls zu einer wesentlichen Beeinträchtigung des Schutzzwecks im Sinn des § 24 Abs. 3

Oö. NSchG 2001.

(2) Tätigkeiten und Maßnahmen, die gemäß § 9 Abs. 3 Oö. Nationalparkgesetz in der Bewahrungszone ohne bescheidmäßige Feststellung zulässig sind, führen in der Bewahrungszone keinesfalls zu einer wesentlichen Beeinträchtigung des Schutzzwecks im Sinn des § 24 Abs. 3 Oö. NSchG 2001.

§ 5

Verweisungen

Die in dieser Verordnung zitierten gemeinschaftsrechtlichen Vorschriften stehen derzeit in folgender Fassung in Geltung:

Für die Oö. Landesregierung:

Dipl.-Ing. Haider

Landeshauptmann-Stellvertreter