# Europaschutzgebiet Nr. 40 - Hochlagen der südöstlichen Schladminger Tauern (AT 2209003)

Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 3. April 2006 über die Erklärung des Gebietes „Hochlagen der südöstlichen Schladminger Tauern“ (AT 2209003) zum Europaschutzgebiet Nr. 40

Stammfassung: LGBl. Nr. 62/2006 (CELEX-Nr. 31992L0043, 32003R1882)

> Auf Grund des § 13a Abs. 1 des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976, LGBl. Nr. 65, zuletzt in der Fassung LGBl. Nr. 84/2005, wird verordnet:

## § 1 Gegenstand {#par_1}

Das Gebiet „Hochlagen der südöstlichen Schladminger Tauern“ mit den Gemeinden Krakaudorf, Krakauhintermühlen, St. Nikolai im Sölktal und Schöder wird zum Europaschutzgebiet erklärt. Dieses Gebiet wird als Europaschutzgebiet Nr. 40 bezeichnet.

## § 2 Schutzzweck {#par_2}

Der Schutzzweck des Gebietes liegt in der Erhaltung und Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes von Schutzgütern nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Anlage A).

## § 3 Abgrenzung des Schutzgebietes {#par_3}

(1) Die Abgrenzung des Schutzgebietes erfolgt durch planliche Darstellung in Form eines Übersichtsplanes im Maßstab 1 : 60.000 (Anlage B) und eines Detailplanes.

(2) Der Übersichtsplan (Anlage B) und der Detailplan werden durch Auflage zur öffentlichen Einsichtnahme beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung bei der für Angelegenheiten des Naturschutzes zuständigen Stelle kundgemacht. Einsicht kann während der Amtsstunden genommen werden:

## § 4 Gemeinschaftsrecht {#par_4}

Durch diese Verordnung wird folgende Richtlinie der Europäischen Gemeinschaft umgesetzt:

Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen, ABl. Nr. L 206 vom 22. Juli 1992, S. 7, zuletzt geändert durch die Verordnung Nr. 1882/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. September 2003, ABl. Nr. L 284 vom 31. Oktober 2003, S. 1 (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie – FFH-RL).

## § 5 Inkrafttreten {#par_5}

Diese Verordnung tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 19. Mai 2006, in Kraft.

## Anl. 1 Schutzgüter sind folgende prioritäre Lebensräume gemäß § 13Abs. 3 Z 7 des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976: {#prov_anl_1}

Lebensräume nach der FFH-Richtlinie Anhang I

Code Nr.

Lebensraumtyp

3130

Oligo- bis mesotrophe stehende Gewässer mit Vegetation der Littorelletea uniflorae und/oder Isoeteo-Nanojuncetea (Zwerbbinsen- und Strandlingsgesellschaften)

4060

Alpine und boreale Heiden

6150

Boreo-alpines Grasland auf Silikatsubstraten (alpine Silikat-Urheiden)

6170

Alpine und subalpine Kalkrasen

6430

Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe

8110

Silikatschutthalden der montanen bis nivalen Stufe (Androsacetalia alpinae und Galeopsietalia ladani)

8210

Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation

8220

Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation

8230

Silikatfelskuppen mit Pioniervegetation des Sedo-Scleranthion oder des Sedo albi-Veronicion dillenii

9410

Montane bis alpine bodensaure Fichtenwälder (Vaccinio-Piceetea)

9420

Aliner Lärchen- und/oder Arven (Zirben)wald

Lebensräume nach der FFH-Richtlinie Anhang I

Code Nr.

Lebensraumtyp

4070

Buschvegetation mit Pinus mugo und Rhododendrum hirsutum

6230

Artenreiche Borstgrasrasen montan (und submontan auf dem europäischen Festland) auf Silikatböden (Bürstlingrasen)