# Europaschutzgebiet Nr. 11 - Patzenkar (AT2209002)

Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 16. Jänner 2006 über die Erklärung des Gebietes „Patzenkar“ (AT 2209002) zum Europaschutzgebiet Nr. 11

Stammfassung: LGBl. Nr. 20/2006 (Celex Nr. 31992L0043, 32003R1882)

> Auf Grund des § 13a Abs. 1 des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976, LGBl. Nr. 65, zuletzt in der Fassung LGBl. Nr. 84/2005, wird verordnet:

## § 1 Gegenstand {#par_1}

Das Gebiet „Patzenkar“ mit der Gemeinde Rohrmoos-Untertal wird zum Europaschutzgebiet erklärt. Dieses Gebiet wird als Europaschutzgebiet Nr. 11 bezeichnet.

## § 2 Schutzzweck {#par_2}

Der Schutzzweck des Gebietes liegt in der Erhaltung und Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes von Schutzgütern nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Anlage A).

## § 3 Abgrenzung des Schutzgebietes {#par_3}

(1) Die Abgrenzung des Schutzgebietes erfolgt durch planliche Darstellung in Form eines Übersichtsplanes im Maßstab 1 : 20.000 (Anlage B) und eines Detailplanes.

(2) Der Übersichtsplan (Anlage B) und der Detailplan werden durch Auflage zur öffentlichen Einsichtnahme beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung bei der für Angelegenheiten des Naturschutzes zuständigen Stelle kundgemacht. Einsicht kann während der Amtsstunden genommen werden:

## § 4 Gemeinschaftsrecht {#par_4}

Durch diese Verordnung wird folgende Richtlinie der Europäischen Gemeinschaft umgesetzt:

Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen, ABl. Nr. L 206 vom 22. Juli 1992, S. 7, zuletzt geändert durch die Verordnung Nr. 1882/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. September 2003, ABl. Nr. L 284 vom 31. Oktober 2003, S. 1 (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie – FFH-RL).

## § 5 Inkrafttreten {#par_5}

Diese Verordnung tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 11. Februar 2006, in Kraft.

## Anl. 1 Schutzgüter sind folgende prioritäre Lebensräume gemäß § 13Abs. 3 Z 7 des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976: {#prov_anl_1}

Lebensräume nach der FFH-Richtlinie – Anhang I

Code Nr.

Lebensraumtyp

4060

Alpine und boreale Heiden

6150

Boreo-alpines Grasland auf Silikatsubstraten (alpine Silikat-Urheiden)

8110

Silikatschutthalden d. montanen bis nivalen Stufe (Androsacetalia alpinae u. Galeopsietalia ladani)

8220

Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation

8230

Silikatfelskuppen mit Pioniervegetation des Sedo-Scleranthion oder des Sedo albi-Veronicion dillenii

Pflanzen nach der FFH-Richtlinie – Anhang II

Code Nr.

Wissenschaftlicher Name

1384

Riccia breidleri

Lebensräume nach der FFH-Richtlinie – Anhang I

Code Nr.

Lebensraumtyp

6230

Artenreiche Borstgrasrasen montan (und submontan auf dem europ. Festland) auf Silikatböden (Bürstlingrasen)