# Europaschutzgebiet Nr. 5 - Ober- und Mittellauf der Mur mit Puxer Auwald, Puxer Wand und Gulsen (AT2236000)

Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 11. September 2014 über die Erklärung des Ober- und Mittellaufs der Mur mit Puxer Auwald, Puxer Wand und Gulsen (AT2236000) zum Europaschutzgebiet Nr. 5

StF: LGBl. Nr. 101/2014

[CELEX-Nr.: 31992L0043]

> Auf Grund des § 13a Abs. 1 und 3 des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976 – NschG 1976, LGBl. Nr. 65, zuletzt in der Fassung LGBl. Nr. 55/2014, wird verordnet:

Im RIS seit

22.09.2014

## § 1 Gegenstand {#par_1}

Von der Landesgrenze bis Leoben wird der Flusslauf der Mur in den Gemeinden Predlitz-Turrach, Stadl an der Mur, St. Ruprecht-Falkendorf, St. Georgen ob Murau, Murau, Laßnitz bei Murau, Triebendorf, Frojach-Katsch, Teufenbach, Niederwölz, St. Lorenzen bei Scheifling, Scheifling, Unzmarkt-Frauenburg, St. Georgen ob Judenburg, Pöls, St. Peter ob Judenburg, Judenburg, Maria Buch-Feistritz, Fohnsdorf, Zeltweg, Großlobming, Spielberg, Apfelberg, St. Margarethen bei Knittelfeld, Knittelfeld, Kobenz, St. Lorenzen bei Knittelfeld, St. Marein bei Knittelfeld, Feistritz bei Knittelfeld, Kraubath an der Mur, St. Stefan ob Leoben, St. Michael in Obersteiermark und Leoben mit Puxer Auwald, Puxer Wand und Gulsen zum Europaschutzgebiet erklärt. Dieses Gebiet wird als Europaschutzgebiet Nr. 5 „Ober- und Mittellauf der Mur mit Puxer Auwald, Puxer Wand und Gulsen“ bezeichnet.

## § 2 Schutzzweck und Ziele {#par_2}

(1) Die Unterschutzstellung dient den in der Anlage 1 genannten Schutzgütern nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie zur Bewahrung und Wiederherstellung des günstigen Erhaltungszustandes der Schutzgüter.

(2) Der Erhaltungszustand der in der Anlage 1 genannten Schutzgüter kann aus dem Internet auf der Homepage des Amtes der Steiermärkischen Landesregierung bei der für Naturschutz zuständigen Abteilung entnommen werden.

(3) Im Falle einer aus naturschutzfachlichen Gründen notwendigen Prioritätensetzung kommt folgenden Schutzgütern oberste Priorität zu:

## § 3 Maßnahmen {#par_3}

Die Ziele sind durch Managementmaßnahmen, vorrangig im Wege von Naturschutzprojekten anzustreben. Solche Maßnahmen sind insbesondere:

## § 4 Abgrenzung des Schutzgebietes {#par_4}

Die Abgrenzung des Schutzgebietes erfolgt durch planliche Darstellung in Form eines Übersichtsplanes mit Position der Detailpläne im Maßstab 1:230.000 (Anlage 2) und von 68 Detailplänen im Maßstab 1:5.000 (1 bis 5 Anlage 3), (6 bis 10 Anlage 4), (11 bis 15 Anlage 5), (16 bis 20 Anlage 6), (21 bis 25 Anlage 7), (26 bis 30 Anlage 8), (31 bis 35 Anlage 9), (36 bis 40 Anlage 10), (41 bis 45 Anlage 11), (46 bis 50 Anlage 12), (51 bis 55 Anlage 13), (56 bis 60 Anlage 14), (61 bis 65 Anlage 15), (66 bis 68 Anlage 16).

## § 5 EU-Recht {#par_5}

Durch diese Verordnung wird die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie – FFH-RL), ABl. L 206 vom 22.7.1992, S. 7, zuletzt geändert durch die Richtlinie 2013/17/EU, ABl. L 158 vom 10.6.2013, S. 193 umgesetzt.

## § 6 Inkrafttreten {#par_6}

Diese Verordnung tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 18. September 2014, in Kraft.

## § 6a Im RIS seit {#par_6a}

(1) In der Fassung der Verordnung LGBl. Nr. 91/2018 treten die Anlage A und die Neuerlassung der Detailpläne (56 bis 60 Anlage 14) mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 12. Dezember 2018, in Kraft.

(2) In der Fassung der Verordnung LGBl. Nr. 75/2021 tritt Anlage A letzte Tabelle mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 29. Juni 2021, in Kraft.

Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 91/2018, LGBl. Nr. 75/2021

Im RIS seit

22.07.2021

## § 7 Außerkrafttreten {#par_7}

Mit Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Verordnung über die Erklärung des Gebietes „Ober- und Mittellauf der Mur mit Puxer Auwald, Puxer Wand und Gulsen“ zum Europaschutzgebiet, LGBl. Nr. 65/2006, zuletzt in der Fassung LGBl. Nr. 160/2006, außer Kraft.

## Anl. 1 Im RIS seit {#prov_anl_1}

Schutzgut ist folgender prioritärer natürlicher Lebensraumtyp gemäß § 4 Z 19 StNSchG 2017:

Lebensraum nach der FFH-RL Anhang I

Code-Nr.

Lebensraumtyp

91E0*

Auenwälder mit Erle und Esche (Weichholzau)

Schutzgüter sind folgende natürliche Lebensraumtypen, Pflanzenart und Tierarten gemäß § 4 Z 11, Z 20 lit. a StNSchG 2017:

Lebensräume nach der FFH-RL Anhang I

Code-Nr.

Lebensraumtyp

3150

Natürliche Stillgewässer mit Wasserschweber-Gesellschaften

3220

Alpine Flüsse mit krautiger Ufervegetation

3240

Alpine Flüsse und ihre Ufervegetation mit Lavendelweide

6130

Serpentinrasen

6210

Halbtrocken- und Trockenrasen

Pflanze nach der FFH-RL Anhang II

Code-Nr.

Deutscher Name

Wissenschaftlicher Name

4066

Grünspitz-Streifenfarn

Asplenium adulterinum

Säugetiere nach der FFH-RL Anhang II

Code-Nr.

Deutscher Name

Wissenschaftlicher Name

1308

Mopsfledermaus

Barbastella barbastellus

1324

Großes Mausohr

Myotis myotis

Amphibien nach der FFH-RL Anhang II

Code-Nr.

Deutscher Name

Wissenschaftlicher Name

1167

Alpenkammmolch

Triturus carnifex

1193

Gelbbauchunke

Bombina variegata

Fische nach der FFH-RL Anhang II

Code-Nr.

Deutscher Name

Wissenschaftlicher Name

1105

Huchen

Hucho hucho

1163

Koppe

Cottus gobio

2484

Ukrainisches Neunauge

Eudontomyzon mariae

Fisch als Abspaltung vom Steingreßling (Romanogobio uranoscopus)+ nach der FFH-RL Anhang II

Code-Nr.

Deutscher Name

Wissenschaftlicher Name

6145+

Smaragdgreßling

Romanogobio skywalkeri

Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 91/2018, LGBl. Nr. 75/2021

Anlage 1 ist formal noch in Kraft, wurde aber materiell durch die Nachfolgeregelung Anlage A, LGBl. Nr. 91/2018, ersetzt.

Im RIS seit

22.07.2021

## Anl. 2 Anlage 2 {#prov_anl_2}

(Anm.: Der Übersichtsplan ist als PDF dokumentiert.)

## Anl. 3 Anlage 3 {#prov_anl_3}

(Anm.: Der Detailplan 1-5 ist als PDF dokumentiert.)

## Anl. 4 Anlage 4 {#prov_anl_4}

(Anm.: Der Detailplan 6-10 ist als PDF dokumentiert.)

## Anl. 5 Anlage 5 {#prov_anl_5}

(Anm.: Der Detailplan11-15 ist als PDF dokumentiert.)

## Anl. 6 Anlage 6 {#prov_anl_6}

(Anm.: Der Detailplan 16-20 ist als PDF dokumentiert.)

## Anl. 7 Anlage 7 {#prov_anl_7}

(Anm.: Der Detailplan 21-25 ist als PDF dokumentiert.)

## Anl. 8 Anlage 8 {#prov_anl_8}

(Anm.: Der Detailplan 26-30 ist als PDF dokumentiert.)

## Anl. 9 Anlage 9 {#prov_anl_9}

(Anm.: Der Detailplan 31-35 ist als PDF dokumentiert.)

## Anl. 10 Anlage 10 {#prov_anl_10}

(Anm.: Der Detailplan 36-40 ist als PDF dokumentiert.)

## Anl. 11 Anlage 11 {#prov_anl_11}

(Anm.: Der Detailplan 41-45 ist als PDF dokumentiert.)

## Anl. 12 Anlage 12 {#prov_anl_12}

(Anm.: Der Detailplan 46-50 ist als PDF dokumentiert.)

## Anl. 13 Anlage 13 {#prov_anl_13}

(Anm.: Der Detailplan 51-55 ist als PDF dokumentiert.)

## Anl. 14 Im RIS seit {#prov_anl_14}

(Anm.: Der Detailplan 56-60 ist als PDF dokumentiert.)

Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 91/2018

Im RIS seit

13.12.2018

## Anl. 15 Anlage 15 {#prov_anl_15}

(Anm.: Der Detailplan 61-65 ist als PDF dokumentiert.)

## Anl. 16 Anlage 16 {#prov_anl_16}

(Anm.: Der Detailplan 66-68 ist als PDF dokumentiert.)