# Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 16. September 1974, mit der in Durchführung des Kindergartenförderungsgesetzes 1974 nähere Bestimmungen über die Kindergartenbeihilfe erlassen werden

Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung

vom 16. September 1974, mit der in Durchführung

des Kindergartenförderungsgesetzes

1974 nähere Bestimmungen über die Kindergartenbeihilfe

erlassen werden

Auf Grund des § 6 des Kindergartenförderungsgesetzes

1974, LGBl. Nr. 116, wird verordnet:

§ 1

Höhe der Beihilfe

(1) Die Krlinderg,artenibeihi.Ue .ilst in der Höhe zu - gewähren, die sich 'clJU,s dem Unte11Schied zwischen der zumutiharen Kindergartenaufwandbe1a,stung nach § 6 Abs. 2 des Kinder,g:artenförderungsg,esietzes 1974 und der nach Abs. 2 lJeistgesetzten Beitr;agshöhe ergfüt.

(2) Der Berechnung der Kd,ndlerigartenbe,iJhiUe i-st bei öftent1ichen UIIlld pI1ivaten Kinidergärten ein Beitr, ag bzw. ein Entgelt g•emäß § 6 .A!hs. 3 des Kindergartenförid:

erungsg,esetzes 1974 von monatlich 380

Schilling zugrunde zu legen.

(3) Als zumutbare Kiinderg,artellliau.fw.anidbeLastung ist bei einem fünkommen g,emäß § 6 A:bs. 5 des Kinde11gartenförderungs• gesetzes 1974 ainzUJsehen:

Tabelle 1

Zumutbare Kindergartenaufwandbelastung in Prozent:

Anzahl der

für

bis 4001 S für die 'für die für die für die

unversorgten 4000 S bis weiteren weiteren weiteren weiteren

Kinder sooq s 1000 S 1000 S 1000 S 1000 S

1 0,0 1,5 2,0 2,5 3,5 4,5

2 0,0 1,0 1,5 2,0 3,0 4,0

3 0,0 0,5 1,0 1,5 2,5 3,5

4 0,0 1,0 , 2,0 3,0

5 0,0 1,0 2,0

6 0,0 1,0

7 0,0

8 0,0

9 0,0

10 0,0

Für je weitere 1000 Schilling Einkommen um 1 0/o mehr.

Für jedes weitere unversorgte Kind um 1 0/o weniger.

für die für die für die

weiteren weiteren weiteren

1000 S 1000 S 1000 S

5,5 6,5 7,5

5,0 6,0 7,0

4,5 5,5 6,5

· 4,0 5,0 6,0

3,0 4,0 5,0

2,0 3,0 4,0

1,0 2,0 3,0

1,0 2,0

1,0

für die - für die für die

weiteren weiteren weiteren

1000 S 1000 S 1000 S

8,5 9,5 10,5

8,0 9,0 10,0

7,5 8,5 9,5

7,0 8,0 9,0

6,0 7,0 8,0

5,0 6,0 7,0

4,0 5,0 6,0

3,0 4,0 5,0

2,0 3,0 4,0

1,0 2,0 3,0

r

140 Stück 20, Nr. 119

Tabelle 2

Zumutbare Kindergartenaufwandbelastung in Schilling:

monatliches Einkommen in Schilling

Anzahl der

1

bis

1

4001,-

1

5001,-

1

6001,-

1

7001,-1 8001,- , 9001,- 10.001,-111.001,-112.001,-113.001,- , 14.001,-

unversorgten 4000,- bis bis bis bis bis bis bis bis bis bis bis

Kinder 5000,- 6ooe„- 7000,- 8000,- 9000,- 10.000,- 11.000,- 12.000,- 13.000,- 14.000,- 15.000,-

1 - 75,- 95,- 120,- 155,- 200,- 255,- 320,- 395,- 480,- 575,- 680,-

2 - SO,- 65,- 85,- 115,- 155,- 205,- 265,- 335,- 415,- SOS,- 605,-

3 - 25,- 35,- SO,- 75,- 110,- 155,- 210,- 275,- 350,- 435,- 530,-

4 - 10,- 30,- 60,- 100,- 150,- 210,- 280,- 360,- 450,-

5 - 10,- 30,- 60,- 100,- 150,- 210,- 280,- 360,-

6 - 10,- 30,- 60,- 100,- 150,- 210,- 280,-

7 - 10,- 30,- 60,- 100,- 150,- 210,-

8 - 10,- 30,- 60,- 100,- 150,-

9 - 10,- 30,- 60,- 100,-

10 - 10,- 30,- 60,-

Die Einkommen unter 4001 Schilling und über 15.000 Schilling sowie Fälle von mehr als zehn unversorgten

Kin·dern sind nach Tabelle 1 zu berücksichtigen.

(4) Di,e Kiinderg,artoo.beihiiLfe diar:f j,edoch nicht höher sein als der tatJsächlich g·e1eistete -Beitrag bzw. das Entg-elt. Di•e Kinde11garte!Il!bleibli.lilie darf nicht gewährt werden, wenn der BeifolfoJ11betmg weniger als

30 S monatlich -beträgt oder ,der Besuch über kürzer.

en Zeitraum als 4 Wochen er:fo1gen isoll.

§ 2

Zeitraum der Beihilfe

(1) Die Kinderg,artenbeihille 51st, ia,usg-enommen die Fäl1e ,nach Abs. 2 und 3, j;ewei!~s für ein Kindergartenj, ahr zu .gewähren, wobei das Kindergiarteinjahr

für J,aihr,eskindergärten am 1. September eines

J,aihres beginnt und 5pätestens am 31. August des

F011gejahres •endet, bei Emtekinder,gärten frühestens ,am 15. April 1beginnt und ,spätestens ,am 15. November des gleichen J1ahres endet. Teilungen der

viermonatigen Betriebszeit sill!d bei -Erntekindergärten unzulässig.

(2) Sofern die Anträge 'l1licht später ,a1s 3 Monate nach Begitnn 1deis Kindergartenbesuches beim Gemeindeamt ~ur Weiterleitung einliaingen (,§ 3 Abs. 5),

ist die Kdnder-g,artenbeihiliie mit Begiirin jenes Monates

zu gewähren, in welchem der Kiin!dergart-enbesuch

begann.

(3) Für später -a~s 1den ilIIl Abis. 2 bestimmten Zeitpunkt beim Gemeindeamt einl.ang·e:nde Anträge ist

-die Kinder,gart-enbeihHJie mit Begililn jell!es Monates

zu gewähren, das dem Einlianigien des Ansuchens

beim Gemetlindeamt rentJspnicht.

§ 3

Verfahren

(1) Für Anträge auf Gewährung einer K:i,ndergartell! beihiLfe (Au,mahmebestätJigu,ng), V.eränderungsranzeigen, Kiinde:rigarteniabmeldiU1I11g•en, Eililkommensblestätigung, en urtd P,ersonalbllätter sdmid dre amtlichen

~or:mblätter zu verwenden.

(2) Der Kiiinde11giartenerhalter hat idii,e gemäß Abs. 1 zur Antr:agsteLl!Ung, VierändeDUIILg und Abmeldung

erforderlichen amthlchen Formblätter (Abs. 1) bereitzuhalten und diese über Aufforderung kostenlos auszufolgen.

(3) Auf,nahmebestätigungen, Veränderung,en und Abmeldungen sind vom Kinide:rgart-enenhallter im Sinne ,der ,a,mtlichein FormWätller aUJsz;ufüllien bzw. zu bestähgen. Die darrnit verbu1DJdienen Kosten hat der Kinderg.artenerhalter 2,u trag,en.

(4) Das vorn Ant11agstel1er -a'Usgefüllte und unterferi:

Jiglle Antr:agisformular i:st, 'Uilter Anschluß der fünkommensnachwe.iise und der Aufnahmebestätigung

1der für Iden Sitz des Kindergartenerhalter,s

zuständigen Gemeinde zur Uberprüfung u:nd Weiter-

1eitung (Abs. 5) zu übermitte1n.

(5) Muß ein K!iind -einen außerha1b des Landes

-gelegenen Kinder,gartJen, Wle!hl ein ,solcher innerhalb zumutbar-er Entfernung vom im Lande geleg,enen

ständig,en WohnSlitz des Kindes nicht ibeste:ht oder w,eil das Kiind vom im Lande zunächste gelegenen

KIDder,g,arten ma,nge1s vorharu:l,ener Plätz,e nachweLslich inicht :mehr aru.fg,enommen werden kann,

besuchen, ·so iJst zum V Qrg-ehen im Sinne des Abs. 4 diie Gemeinde des ständigen W ohlllsitz.es des Kindes zuständig.

(6) Die Gemeinde hat die Anträge U11Jd Nachwei,se

(Abs. 4) gemeinsam mit_ eiinem v.on ihr anzulegenden Pe:risonalblatt hinnen 2 Wochen nach Ei1Il1angen

des Antr-ag,e:s dem Amt der Lanicliesr,egi·emmg vorzul egen, wobei ·llIIl ia.UJS'.lJUW,eilsenden Einkommen Gro

·schembeträge bis 49 Groschen zu vernachlässigen,

von 50 bis 99 Groschen ,auf dein nächstan voüen

Schillingbetr:ag aufzurullJJden sind.

(7) Bei Veränderungen haben der Antragsteller,

der Kindergartenerhalter und die Gemeinde im Sinne der Abs. 3 bis 6 vorzugehen.

(8) Abmel-d'lliilgen 1siinld vom Kiindergartenerhalter umgehend der Gemeinde im Sinne des Abs. 4 zu

übermitteln, wobei dtLe Gemeinde di•ese der Landesregierung

dm Sinne des Abs. 6 voI7Juleg,en hat.

Stück 20, Nr. 119, 120 und 121 141

(9) B1eiben Kinder, für deJ.1en Kindergartenbesuch Kin!der,garten.beihilf.e gewährt w1i.Id, unbegründet länger als 4 Wochen dem KilThdergarte:nbeiS1Uch fern (§ 3 K!indergartenge:setz), hat der Kiinder,g.artenerhalter diese abzumelden un!d ,der Landesrngiiemmg im Wege ,der Gerneinide (AblS. 6) bek,anntzug,eiben.

,§ 4

Inkrafttreten

Dieise Veron1n:ung tritt mit dem Tag,e i:hrer Kundmachung

in Kraft.

Für die Steiermärkische Landesregierung:

Der Landeshauptmann:

Niederl