# Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 11. Februar 1991, mit der die Durchführungsverordnung zum Steiermärkischen Wohnbauförderungsgesetz 1989 geändert wird (2. Durchführungsverordnungs-Novelle).

Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 11. Februar 1991, mit der die Durchführungsverordnung zum Steiermärkischen Wohnbauförderungsgesetz 1989 geändert wird (2. Durchführungsverordnungs-Novelle).

Auf Grund der §§ 5 Abs. 5, 10 Abs. 9, 19 Abs. 5, 21 Abs. 2 und 43 Abs. 5 des Steiermärkischen Wohnbauförderungsgesetzes 1989, LGBl. Nr. 77, wird verordnet;

Die Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 9. Oktober 1989, LGBl. Nr. 80, mit der in Durchführung des Steiermärkischen Wohnbauförderungsgesetzes 1989 nähere Bestimmungen zu diesem Gesetz erlassen werden (Durchführungsverordnung zum Steiermärkischen Wohnbauförderungsgesetz 1989), in der Fassung der Verordnung LGBl. Nr. 49/1990, wird wie folgt geändert:

Artikel I

1. § 4 Abs. 1 lautet:

„(1) Die Förderung der Errichtung von Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen und von Wohnheimen darf nur erfolgen und die Zustimmung zur Errichtung von Eigentumswohnungen (§ 22 des Steiermärkischen Wohnbauförderungsgesetzes 1989) darf nur erteilt werden, wenn die gesamte Bauausführung dem jeweiligen Stand der Technik entspricht; insbesondere muß ein ausreichender Wärme- und Schallschutz vorgesehen sein. Dieser liegt vor, wenn

„(2) Bei Gebäuden mit weniger als vier Geschossen ist ein Zuschlag zum Fixbetrag gemäß Abs. 1 im Ausmaß von höchstens 22 v. H. zu gewähren.

Die Höhe dieses Zuschlages ist wie folgt zu berechnen:

A

Zuschlag in Prozent = (3,6 - -) . 12“

B

3. § 6 Abs. 6 lautet:

„(6) Ein- und Abstellplätze für Kraftfahrzeuge können im Rahmen der

Errichtung von Eigentums- und Mietwohnungen sowie Wohnheimen mit

Fixbeträgen gefördert werden. Diese betragen für

1. Einstellplätze in Tiefgaragen und

ähnlichen Garagenanlagen, in denen

eigene Verkehrsflächen hergestellt

werden müssen, je Einstellplatz ................ S 40.000,-,

2. Einstellplätze im Erdgeschoß oder

Kellergeschoß des Gebäudes oder in

einem eigenen Gebäude je Einstellplatz ......... S 15.000,-,

3. Abstellplätze je Abstellplatz .................. S 4.000,-.

„(3) Für die Errichtung von Eigenheimen mit einer Wohnung ist das Förderungsdarlehen in einem Pauschalbetrag von S 370.000,- zu gewähren. Dieser Betrag erhöht sich

Tabelle 1

Zumutbarer Wohnungsaufwand in Prozent

Haushaltsgröße (Personenanzahl)

1 2 3 4 5 6 7 8

für die ersten 6500 S

des Familieneinkommens

weitere 500 S 10

weitere 500 S 12

weitere 500 S 14

weitere 500 S 16 10

weitere 500 S 18 12

weitere 500 S 20 14

weitere 500 S 22 16 10

weitere 500 S 24 18 12

weitere 500 S 26 20 14

weitere 500 S 28 22 16 10

weitere 500 S 30 24 18 12

weitere 500 S 32 26 20 14

weitere 500 S 34 28 22 16

weitere 500 S 36 30 24 18 10

weitere 500 S 38 32 26 20 12

weitere 500 S 40 34 28 22 14

weitere 500 S 42 36 30 24 16 10

weitere 500 S 44 38 32 26 18 12

weitere 500 S 46 40 34 28 20 14

weitere 500 S 48 42 36 30 22 16 10

weitere 500 S 50 44 38 32 24 18 12

weitere 500 S 50 46 40 34 26 20 14

weitere 500 S 50 48 42 36 28 22 16 10

weitere 500 S 50 50 44 38 30 24 18 12

weitere 500 S 50 50 46 40 32 26 20 14

weitere 500 S 50 50 48 42 34 28 22 16

weitere 500 S 50 50 50 44 36 30 24 18

weitere 500 S 50 50 50 46 38 32 26 20

Für weitere 500 S des Familieneinkommens beträgt der zumutbare Wohnungsaufwand um jeweils 2 Prozent mehr, jedoch nicht mehr als 50 Prozent. Der solcherart ermittelte zumutbare Wohnungsaufwand hat jedoch 25 Prozent des Familieneinkommens nicht zu überschreiten. Bei weiteren Familienmitgliedern setzt der nach den Prinzipien der Tabelle 1 ermittelte Wohnungsaufwand jeweils bei einem 1500 S höheren Familieneinkommen ein.

Tabelle 2

Zumutbarer Wohnungsaufwand in Schilling

monatliches

Familien-

einkommen Haushaltsgröße (Personenanzahl)

in S 1 2 3 4 5 6 7 8

6.500

7.000 50

7.500 110

8.000 180

8.500 260 50

9.000 350 110

9.500 450 180

10.000 560 260 50

10.500 680 350 110

11.000 810 450 180

11.500 950 560 260 50

12.000 1.100 680 350 110

12.500 1.260 810 450 180

13.000 1.430 950 560 260

13.500 1.610 1.100 680 350 50

14.000 1.800 1.260 810 450 110

14.500 2.000 1.430 950 560 180

15.000 2.210 1.610 1.100 680 260 50

15.500 2.430 1.800 1.260 810 350 110

16.000 2.660 2.000 1.430 950 450 180

16.500 2.900 2.210 1.610 1.100 560 260 50

17.000 3.150 2.430 1.800 1.260 680 350 110

17.500 3.400 2.660 2.000 1.430 810 450 180

18.000 3.650 2.900 2.210 1.610 950 560 260 50

18.500 3.900 3.150 2.430 1.800 1.100 680 350 110

19.000 4.150 3.400 2.660 2.000 1.260 810 450 180

19.500 4.400 3.650 2.900 2.210 1.430 950 560 260

20.000 4.650 3.900 3.150 2.430 1.610 1.100 680 350

20.500 4.900 4.150 3.400 2.660 1.800 1.260 810 450

21.000 5.150 4.400 3.650 2.900 2.000 1.430 950 560

21.500 5.375 4.650 3.900 3.150 2.210 1.610 1.100 680

22.000 5.500 4.900 4.150 3.400 2.430 1.800 1.260 810

22.500 5.625 5.150 4.400 3.650 2.660 2.000 1.430 950

23.000 5.750 5.400 4.650 3.900 2.900 2.210 1.610 1.100

23.500 5.875 5.650 4.900 4.150 3.150 2.430 1.800 1.260

24.000 6.000 5.900 5.150 4.400 3.400 2.660 2.000 1.430

24.500 6.125 6.125 5.400 4.650 3.650 2.900 2.210 1.610

25.000 6.250 6.250 5.650 4.900 3.900 3.150 2.430 1.800

25.500 6.375 6.375 5.900 5.150 4.150 3.400 2.660 2.000

26.000 6.500 6.500 6.150 5.400 4.400 3.650 2.900 2.210

26.500 6.625 6.625 6.400 5.650 4.650 3.900 3.150 2.430

27.000 6.750 6.750 6.650 5.900 4.900 4.150 3.400 2.660

27.500 6.875 6.875 6.875 6.150 5.150 4.400 3.650 2.900

Die Familieneinkommen über 27.500 S und Teilbeträge, welche die jeweils vollen 500 S übersteigen, sowie Haushaltsgrößen über 8 Personen sind nach der Tabelle 1 zu berücksichtigen.“

6. § 10 Abs. lautet:

„(1) Die Höhe des Förderungsdarlehens beträgt bei Wohnungen mit einer

Nutzfläche

- bis 60 m² .................... S 600.000,-,

- über 60 m² bis 70 m² ......... S 650.000,-,

- über 70 m² bis 80 m² ......... S 700.000,-,

- über 80 m² bis 90 m² ......... S 750.000,-,

- über 90 m² ................... S 800.000,-.

Bei Planung durch einen Architekten, Zivilingenieur für Hochbau oder ausschließlich planend tätigen Baumeister erhöht sich das Förderungsdarlehen um S 25.000,-.“

„Liegt die Steuerkraft-Kopfquote mehr als 20 v. H. unter der Bundesdurchschnitts-Kopfquote derselben Größenklasse, beträgt der Zinsenzuschuß 7 v. H., in den übrigen Fällen 4 v. H.“

„(3) Der Gesamtzuschuß ist auf der Basis einer Laufzeit von 5 Jahren, einer dekursiven Verzinsung von 7 bzw. 4 v. H. und einer Tilgung in 10 halbjährlichen Pauschalraten zu errechnen.“

Artikel II

Diese Verordnung tritt mit 1. März 1991 in Kraft.

Für die Steiermärkische Landesregierung:

Der Landeshauptmann:

Krainer