# „Brosi“, Zulassung als Bauweise.

Die nachstehend beschriebene „Brosi“-Bauweise der Fa. Seraphin Pümpel Söhne in Feldkirch wird im Sinne des § 46 der Landesbauordnung bei Einhaltung folgender Bedingungen auf jederzeitigen Widerruf zugelassen.

Beschreibung:

Die Außenwand der „Brosi“-Bauweise besteht aus Stahlbetonständern in Abständen von 0,85 cm. Der Querschnitt der Stahlbetonständer ist 5 x 8,8 cm. Die Bewehrung sind 2 Eisen ? 10 mm, die entsprechend den Vorschriften verbügelt sind. Die Stahlbetonständer der Ecken sind kräftiger ausgeführt und haben eine Abmessung von 15 x 15 cm. Die Stahlbetonständer sind senkrecht zur Wand knicksicher, in der Wandrichtung wirkt die Knicksicherheit durch die 10 cm starken Türgewände sind geschlossene Betonrahmen, welche im gleichen Sinne wie die 10 cm starken Wandplatten ausssteifend wirken. Die Stahlbetonständer werden am Fuße in die 40 cm tiefen Aussparungen der aus Kiesbeton hergestellten Kellermauer durch Zementverguß verbunden. An der Innenseite der Stahlbetonständer ist ein Brett mittels verzinkter Drahtschleifen verankert. Dieses Brett ragt über die Stahlbetonständerhöhe hinaus. Der Kopf des Stahbetonständers ist durch dieses Brett mit der Holzschwelle der Erdgeschoßdecke verbunden.

Die Wand zwischen den Eisenbetonständern wird wie folgt hergstellt. Die entsprechend geformten 10 cm starken Wandplatten aus porösem Kiesbeton werden so in die Ständer eingeschoben, daß ein 3 cm starkes Plattenstück außen bis Mitte Stahlbetonständer vorreicht. Die waagrechten Fugen werden 4 mm stark vermörtelt und mit den Ständern ausgesparten durchlaufenden Nut mit Zementmörtel in feste Verbindung gebracht. An dem mit dem Stahlbetonständer verbundenen Brette wird eine offene Schalung angebracht. Zwischen der Schalung und der 10 cm starken Kiesbetonplatte verbleibt ein Luftraum von 4.7 cm. Auf die offene Schalung kommt ein 4 mm starkes Wellpapier, darauf 3.5 cm Heraklith und 1.8 cm Innenputz. Der Heraklith wird fachmännisch versetzt, so daß die Stoßstellen mittels eines Drahtnetzes überbrückt werden. Außen erhalten die Kiesbetonplatten einen Zementschlemmputz. Die Innenwände sind in der üblichen Holzbauweise aus Riegeln, Ständern und Streben hergestellt, so daß sie in der Lage sind, über die Scheibenwirkung der Ergeschoßdecke den Winddruck aufzunehmen und die erforderliche Quersteifigkeit des Gebäudes zu bilden.

Der Dachstock ist ein in sich geschlossenenes, tragfähiges Gebilde. Die Seitenkräfte der Dachbinder werden durch die durchlaufenden Bundträme in sich aufgenommen, so daß die Außenwände des Erdgeschosses nur senkrecht belastet werden.

Bedingungen: