# Vibrozell-Hohlblockmauerwerk, Zulassung.

Das nachstehend beschriebene Vibrozell-Hohlblockmauerwerk, dessen Mauersteine, von den Steinwerkenn L. Seeber Söhne, Innsbruck, Liebeneggstraße Nr. 4, erzeugt werden, wird im Sinne des § 46 der Landesbauordnung bei Einhaltung folgender Bedingungen bis 31. Juli 1951 zugelassen. Für den Fall, daß sich schon früher bei dieser Bauweise Mängel zeigen, bleibt der jederzeitige Widerruf dieser Zulassung vorbehalten.

Beschreibung

Das Vibrozell-Hohlblockmauerwerk wird aus Vibrozell-Hohlblocksteinen im Verband in normgemäßen Kalkzementmörtel gemauert. Erzeugt werden Hohlblocksteine 37.5 cm X 25 cm X 22.5 cm, Längshalbsteine 37.5 cm X 12 cm X 22.5 cm, Hohlblockdrittelsteine 12.5 cm X 25 cm X 22.5 cm, Anschlagsteine 12 cm X 25 cm X 22.5 cm, bei denen dem Maß von 12 cm auf der Gegenseite ein solches von nur 6 cm entspricht. Die Absetzung ist rechtwinklig Mitte Stein. Außerdem werden für unbelastete Mauern Leichtbauplatten hergestellt. Die Leichtbauplatten mit einer Abmessung von 50 cm X 22.5 cm sind je nach Erfordernis 8, 10, 12, 16 und 20 cm stark. Das Gewicht in trockenem Zustande beträgt für den ganzen Stein 22.5 kg und für den Längshalbstein 12 kg. Die Steine sind an der Oberseite und an den Seitenflächen geschlossen. Von der Unterseite aus reichen bei einem Vollstein an beiden Längsseiten symetrisch angeordnet je 3 Hohlräume und in der Mitte 2 Hohlräume in der Form eines Prismas in den Stein. Die Stoßflächen der Steine sind mit einer durchlaufenden mittleren und 2 geschlossenen seitlichen Nuten versehen. Die Vermörtelung der Stoßfuge wird erst nach dem Aneinanderreihen einer Steinschar durchgeführt, und wzar so, daß der durch die nebeneinanderliegenden mittleren Nuten gebildete Hohlraum durch Mörtel ausgefüllt wird. In die oben geschlossenen seitlichen Nuten kann hiebei kein Mörtel eindringend. Durch diese seitlichen Nuten entsteht an der Innen- und Außenseite der Wände je ein Luftraum, so daß der Stoßfugenmörtel nicht durchgehen kann. Infolge der Maßhaltigkeit der Steine wird die Lagerfuge nur 5 bis 8 mm stark ausgeführt. Dabei wird mit einer schmalen Kelle in der Mitte der Lagerfugen nicht durchgehen. Die Vibrozell-Hohlblocksteine werden mit den zugehörigen Maschinen im Rüttelverfahren erzeugt. Als Zuschlagstoff für den Beton kommt Hochofenschlacke mit Kieszusatz zur Verwendung. Die Steine werden der Länge nach verlegt, so daß mindestens ein 25 cm dickes Mauerwerk entsteht.

Bedingungen:

berechnet werden. Das Einspannmoment ist auf die ober und unter der Decke liegenden Mauerquerschnitte nach Maßgabe der Steifigkeit der Mauerkörper aufzuteilen. Über dem letzten Stockwerk ist

zu setzen, falls nicht wegen der statischen Wirkung des Dachtragwerkes andere Werte maßgebend sind.