# Lehrplan der Landwirtschaftlichen Fachschule, Fachrichtung Landwirtschaft und Landschaftspflege, Änderung

5.

Verordnungder Landesregierung über eine Änderung des Lehrplanesder Landwirtschaftlichen Fachschule,Fachrichtung Landwirtschaft und Landschaftspflege

Auf Grund der §§ 15 und 24 des Landwirtschaftlichen Schulgesetzes, LGBl. Nr. 14/1979, in der Fassung LGBl. Nr. 47/1996, wird verordnet:

Die Verordnung über den Lehrplan der Landwirtschaftlichen Fachschule, Fachrichtung Landwirtschaft und Landschaftspflege, LGBl. Nr. 36/1997, wird wie folgt geändert:

„IV. Abschnitt

Stundentafelfür die Landwirtschaftliche Fachschule,Fachrichtung Landwirtschaft und Landschaftspflege

Wochenstunden Jahresstunden

Schulstufe 1. 2. 3. 4.

1. Pflichtgegenstände

A. Allgemeinbildender Unterricht

Religion 1 1 1 –

Deutsch 3 2 2 –

Englisch 1 1 1 –

Mathematik 2 1 – –

Lebenskunde und Gesundheitslehre 1 – 1 20

Chemie, Ökologie und Umweltschutz 2 2 – 20

Wirtschaftskunde und Marktlehre 1 – – –

Politische Bildung und Landeskunde 1 – 2 20

Rechtskunde – 1 2 30

Maschinschreiben und Textverarbeitung 1 – – –

Informatik – 2 2 30

Musische Bildung 1 1 1 –

Leibesübungen 2 1 1 –

B. Fachtheoretischer Unterricht

Bodenkunde 1 – – –

Landschaftspflege – – 2 30

Landschaftsbau und Vermessungskunde – – – 20

Landschaftsentwicklung und -geschichte – – – 25

Pflanzenbau 3 3 2 45

Gemüsebau und -verwertung – 1 – –

Biolandbau – – – 15

Obstbau 2 2 – –

Waldwirtschaft 2 1 – 15

Nutztierhaltung und -zucht 3 4 3 –

Tierheilkunde – – 1 –

Milchwirtschaft – – 2 –

Alpwirtschaft – – 1 15

Landtechnik und Arbeitswirtschaft 2 4 2 –

Baukunde – – 2 20

Betriebswirtschaft und Rechnungswesen – 4 3 65

Marketing – 1 1 –

Tourismuswirtschaft – – – 30

Verfügungsstunden – – 1 40

C. Praktischer Unterricht*) 11 8 7

Landschaftspflege – – – 60

Pflanzenbau x x – –

Obstbau x x – –

Waldwirtschaft x x x –

Nutztierhaltung und -zucht x x – –

Fleischgewinnung und -verarbeitung – – x –

Melken und Stallpraxis x x – –

Milchverarbeitung – – x –

Landtechnik x x x –

Holzbearbeitung x x x –

Metallbearbeitung x – – –

Baukunde – – x –

Betriebswirtschaft und Rechnungswesen – x x –

Marketing – – x –

Summe der Stunden 40 40 40 500

*) Die Stunden werden entsprechend den Erfordernissen des Lehrplanes, der Jahreszeit und der Lehrzeitanrechnung auf die mit „x“ markierten Fächer aufgeteilt.

2. Freigegenstände

Gesang 1 1 1 –

Fremdsprache 1 1 1 –

Instrumentalmusik 2 2 2 –

Maschinschreiben und Textverarbeitung – 1 1 –

Informatik 1 1 1 –

Kochen – – 4 –

Bienenkunde 1 – – –

Pferdewirtschaft 1 2 – –

Werken mit verschiedenen Werkstoffen 2 2 2 –

Schweißen – – 3 –

3. Unverbindliche Übungen

Leibesübungen 2 2 2 –

Musische Bildung 1 1 1 –

Schulspiel und Tanz 2 2 2 –

4. Praktika

A. Wahlpflichtpraktika

Hofpraktikum, Jeweils eines dieser Praktika ist als

Werkstättenpraktikum, Wahlpflichtpraktikum im Ausmaß von

Hof- und Werkstättenpraktikum: 160 Jahresstunden im Anschluss an das

erste Unterrichtsjahr und von 140

Jahresstunden vor dem zweiten Unter-

richtsjahr zu belegen.

B. Pflichtpraktika

Fremdpraktikum: Das Fremdpraktikum im Ausmaß von 13 Wochen ist

zwischen dem zweiten und dritten Unterrichtsjahr

in der Zeit von Anfang Juni bis Ende Oktober zu

absolvieren.

Forstpraktikum: Das Forstpraktikum im Ausmaß von drei Wochen ist

nur für Schüler vorgesehen, die glaubhaft eine

forstwirtschaftliche Anschlusslehre anstreben. Es

wird im Anschluss an das zweite Unterrichtsjahr

absolviert. Für diese Schüler verkürzt sich das

Fremdpraktikum um drei Wochen.

Das gesamte Unterrichtsausmaß und dessen Aufteilung auf die einzelnen Schulstufen enthält die Verordnung über Organisation und Schulzeit der landwirtschaftlichen Schulen.“

„Lehrstoff 4. Schulstufe

Prinzipien einer nachhaltigen Gesellschaft K

Auswirkungen des gesellschaftlichen Wertewandels

auf Natur und Landschaft K

Brauchtumspflege E

Nachhaltigkeit der Landwirtschaft als gesell-

schaftlicher Konsens K

Naturverständnis als wichtiger Faktor der

Persönlichkeitsformung E

Gesprächsführung, Konfliktbewältigung K

Qualität des menschlichen Lebensraumes und Wohlbefinden K

Heilwirkung von Pflanzeninhaltsstoffen K“

„Lehrstoff 4. Schulstufe

Stabilität, Belastbarkeit und Selbstregulation

von Ökosystemen (Ökologisches Gleichgewicht) K

Empfindliche Ökosysteme und ihre Stoffkreisläufe K

Abiotische Auswirkungen der Bodennutzung auf

Agrarökosysteme K

Landwirtschaftliche Bodennutzung und biotische

Faktoren K

Ökologie der Hydrosphäre K

Siedlungsökologie (Dorf-/Stadtökologie) E

Ökosystem-Management E

Aktuelle ökologische Probleme E“

„Lehrstoff 4. Schulstufe

Landeskunde:

Vorarlberg als Naturraum (Biotope, Schutzgebiete,

Natur- und Kulturdenkmale) K

Bedeutung der Biotopflächen des Landes K

Natur- und Landschaftswandel in Vorarlberg K

Landschaftsökologische Gliederung und

Strukturanalyse Österreichs K

Umwelt- und Naturschutzpolitik:

Umweltpolitik auf kommunaler, nationaler und

internationaler Ebene K

Konflikte und Gemeinsamkeiten zwischen Agrar- und

Umweltpolitik E

Auswirkungen der ,Gemeinsamen Agrarpolitik‘ der EU,

internationaler Organisationen (z.B. WTO) und

internationaler Entwicklungen auf die europäische

Landschaft K

Bedeutung von Institutionen des Landschafts- und

Naturschutzes K

Raumordnung:

Grundsätze und Ziele der Raumordnung K

Regionalisierung umweltverträglicher Raumordnungs-

konzepte K

Entwicklungs- und Raumordnungsaufgaben im Alpenraum E“

„Lehrstoff 4. Schulstufe

Rechtsinstrumente des Landschafts- und Natur-

schutzes (Arten-, Gebiets-, Geotopschutz) K

Umweltschutzgesetzgebung der EU E

Raumordnungsgesetzgebung K

Gemeindebedienstetengesetz K

Umweltauflagen (,Sozialpflicht‘ des Eigentums) E

Verfügungsrechte über Umweltgüter K

Bauen und Wirtschaften in Schutzgebieten K

Trägerschaften für Landschaftspflege und Naturschutz K

Rahmenbedingungen des Vertragsnaturschutzes K

Förderungsinstrumente für landschaftspflegerische

Leistungen K“

„Lehrstoff 4. Schulstufe

Entwicklung von Vorlagen (Tabellen, Vordrucke usw.)

für landschaftspflegerisches Betriebsmanagement K

Anwenderprogramme für die ,grüne Branche‘ K

Informationsbeschaffung über den PC K

Umweltinformationssysteme in der Landschaftsökologie K

Vernetzte Organisation von Landschaftspflegeverbänden

und ähnlichen Fachverbänden K

Grundsätze des Computer Aided Design (CAD) K

Einlesen von CAD-Plänen K“

„Lehrstoff 4. Schulstufe

Geschichte der Landschaftspflege K

Passive und aktive Landschaftspflege K

Entwicklungs- und Erhaltungspflege,

Maßnahmen im Überblick K

Pflegemaßnahmen:

Pflege von Gehölzbeständen in freier Landschaft K

Pflege ausgewählter agrarischer Ökosysteme E

Pflege ländlichen Siedlungsraumes K

Pflege von Straßenbegleitgrün E

Pflege von Gewässern K

Pflege historischer Kulturlandschaftselemente K

Pflege ausgewählter Biotope K

Projekt: Entwicklung eines Pflegekonzeptes K“

Lehrstoff 4. Schulstufe

Übertragung von Plandaten auf die Fläche

(Höhenmessung, Flächenmessung, Nivellement,

Ausstecken usw.) K

Materialien im Landschaftsbau K

Schutzmaßnahmen in der Landschaft (Erosionsschutz,

Hangsicherung, Staubschutz, Lärmschutz usw.) K

Sicherungsarbeiten in freier Landschaft E

Landschaftsbau an Gewässern K

Landschaftsbauliche Maßnahmen an Verkehrswegen K

Wegebau E

Trockenmauerbau E

Anlage künstlicher stehender Gewässer E

Kulturtechniken für den Erhalt wertvoller

Landschaftsausschnitte K

Sondermaßnahmen (Rekultivierung von Erd- und

Gesteinsaufschlüssen, Umgang mit Altlasten) E

Lehrstoff 4. Schulstufe

Sektorale Leitbilder: historisches Leitbild,

ästhetisches Leitbild, biotisches Leitbild,

,Natur‘ als Leitbild, abiotisches Leitbild,

Nutzungsleitbild K

Ansprüche an ein nachhaltiges Leitbild K

Prinzipien einer nachhaltigen Landschaftsentwicklung K

Dynamik von Landschaften K

Einflussnahme des Menschen auf die Landschaft K

Vegetationsgeschichte und -dynamik K

Naturraumpotential einer Landschaft E

Landschaftsentwicklung und Brache E

Umweltqualitätsziele K

Agrarreformen und Landschaft E

Instrumente der Landschaftsentwicklung (Beispiele

aus europäischen Nachbarländern) E“

„Lehrstoff 4. Schulstufe

Pflanzliche Lebensformen und ihre Handels-

qualitäten K

Pflanze und Standort K

Vegetationsgliederung (zonal, regional,

horizontal, vertikal) K

Ausbreitungsmechanismen von Pflanzen K

Pflanzengemeinschaften Vorarlbergs K

Zeigerpflanzen und Bioindikatoren E

Funktionen heimischer Gehölze K

Vertiefende Auseinandersetzung mit Gehölzen E

Wildstauden und ihre Verwendung K

Vegetationskomplexe ausgewählter Biotope E

Pflanzungen in der freien Landschaft K

Pflanzungen im Siedlungsbereich K

Geotypen, HPNV (Heutige Potentiell-Natürliche

Vegetation), Autochtonie K

Gewinnung autochtonen Pflanzmaterials E“

„Lehrstoff 4. Schulstufe

Wesensmerkmale des Biolandbaus K

Umstellung auf biologische Bewirtschaftung K

Leistungsabgeltungen im Biolandbau K

Projekt: landschaftspflegerische ,Abfallprodukte‘

im Stoffkreislauf biologischer Landwirtschaft

(Ideen und Studien) K

Förderung der biologischen Vielfalt im Rahmen der

Bewirtschaftung E

Räumliche Anordnung von Kulturen in Abhängigkeit

von Landschaftsstrukturen und Geomorphologie E

Verarmung an Arten und Sorten von Kulturpflanzen E

Schutz genetischer Ressourcen bei Kulturpflanzen E“

„Lehrstoff 4. Schulstufe

Schutzfunktionen des Waldes für abiotische und

biotische Ressourcen K

Prinzip einer Lebensgemeinschaft (Biozönose) am

Beispiel Wald K

Nachhaltige Entwicklung der Lebensgemeinschaft Wald K

Biotoppflege im Wald K

Pflege spezieller Waldbiotope E

Artenschutz im Wald (Habitatpflege) K

Erholungswaldbewirtschaftung K

Zeigerwert von Waldbodenpflanzen E

Wald als nachwachsende Energie- und Rohstoffquelle E“

„Lehrstoff 4. Schulstufe

Beitrag der Alpwirtschaft zur Erhaltung

traditioneller alpiner Kulturlandschaft K

Geschichte der Alpwirtschaft E

Traditionelle Bewirtschaftung der Alpen E

Alpwirtschaft in Schutzgebieten K

Nachhaltige Entwicklung des Alpenraumes E

Landschaftspflege gegen Landschaftsverlust im

Alpenraum (Problem der Sozialbrache) E

Auswirkungen einer Alperschließung auf Natur

und Landschaft E

Alpe als ökologische Einheit K

Naturwerte der Alpen K“

„Lehrstoff 4. Schulstufe

Baustoffe des Landschaftsbaus K

Grundlagen des Landschaftsbaus (Bauphysik, Statik) K

Bauen unter extremen Umweltbedingungen (Nässe,

Kälte, Frost) K

Regionale Baustile, Denkmalschutz K

Alternative Bauformen, herkömmliche Baustoffe,

innovative Architekturen K

Bauen in freier Landschaft, Landschaftsbild E

Energiebilanz von Baukörpern E

Modelle zur alternativen Energieversorgung E

Abwassertechnik K

Alternative Baustoffe aus Pflanzen E

Baustoffrecycling E

Technische Hilfsmittel bei landschaftspflegerischen

Maßnahmen K

Spezialkonstruktionen bei Landmaschinen für

Landschaftspflegemaßnahmen in Extremsituationen E“

„Lehrstoff 4. Schulstufe

Umwelt und Ressourcenökonomik K

Bewertung von Pflanzen und Ökosystemen K

Leistungsverzeichnis und Aufgabenerfüllung K

Wettbewerbsfähige Entwicklung umweltorientierter

Landwirtschaft K

Alternativen zur Intensivierung und deren

Finanzierung K

Rentabilität landschaftspflegerischer Tätigkeit K

Kalkulation mit ,freien‘ Gütern K

Marketing-Projekt: Modelle für die Einbindung

landschaftspflegerischer Aktivitäten in

sozioökonomische Systeme K

Öffentlichkeitsarbeit und Mittelbeschaffung für

landschaftspflegerische Vorhaben K

Vermarktung landschaftspflegerischer

,Nebenprodukte‘ K“

„Lehrstoff 4. Schulstufe

Bedeutung des Tourismus für Vorarlberg und

Österreich K

Projekt: umweltorientierte Konzeption und

Organisation von Erholungsräumen K

Struktur und Motive von Urlaubern in der

österreichischen Erholungslandschaft K

Bedeutung der natürlichen Ressourcen einer

Landschaft für deren Erholungswert K

,Marktfähige‘ Landschaften K

Schutzgebiete/Gebietsschutz und Erholungstourismus K

Belastungsgrenze von Erholungslandschaften K

Grundsätze des ,Sanften Tourismus‘ K“

„Lehrstoff 4. Schulstufe

Aufnahme der naturräumlichen Situation eines

Landschaftsausschnitts (Leitbild und

Zielformulierung) K

Vermessungsübung K

Pflege von Gehölzbeständen in der freien Landschaft K

Landschaftsbauliche Maßnahmen an Gewässern K

Landschaftsbau und -pflege an Verkehrswegen K

Schutzpflanzungen in der Landschaft K

Pflege eines ausgewählten Biotoptyps E

Repositionspflanzung bzw. Pflanzenkläranlage E

Gebäudebegrünung mit Pflanzen E

Umgang mit heimischen Wildstauden K

Gestaltungsbeispiel Gehöft K

Bewertung der Maßnahmen und Erfolgskontrolle K

Aufzucht autochtonen Pflanzmaterials K

Projekt: projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit K“