131.227

# Verfassung des Kantons Aargau

(Kantonsverfassung, KV)[^1]

vom 25. Juni 1980 (Stand am 30. Juni 2024)[^2]

Das Aargauer Volk

in der Absicht<br />die Verantwortung vor Gott gegenüber Mensch, Gemeinschaft und Umwelt<br />wahrzunehmen,<br />den Kanton in seiner Einheit und Vielfalt zu gestalten,<br />Freiheit und Recht im Rahmen einer demokratischen Ordnung zu schützen,<br />die Wohlfahrt aller zu fördern,<br />die Entfaltung des Menschen als Individuum und als Glied der Gemeinschaft<br />zu erleichtern,<br />den Stand zu einer aktiven Mitarbeit an der Festigung und am Ausbau<br />der Schweizerischen Eidgenossenschaft zu verpflichten,

gibt sich nachstehende Verfassung:

## **Erster Abschnitt:** Allgemeine Grundsätze {#chap_1}
##### **§ 1** Volk und Staatsgewalt {#chap_1/art_1 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--1}
Die Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird durch die Stimmberechtigten und die Behörden ausgeübt.

##### **§ 2** Ausrichtung der öffentlichen Tätigkeit {#chap_1/art_2 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--2}
Volk und Behörden richten ihr Handeln am Rechte aus und verhalten sich nach Treu und Glauben. Jede öffentliche Tätigkeit muss ihren Zielen angemessen sein.

##### **§ 3** Verhältnis zur Eidgenossenschaft {#chap_1/art_3 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--3}
1. Der Kanton beteiligt sich nach Massgabe des Bundesrechts aktiv an der Gestaltung der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
2. Er erfüllt umsichtig und loyal die ihm vom Bund übertragenen Aufgaben.

##### **§ 4** Verhältnis zu andern Kantonen {#chap_1/art_4 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--4}
Der Kanton Aargau arbeitet bei allen Aufgaben, die sinnvollerweise interkantonal zu lösen sind, mit anderen Kantonen zusammen. Er fördert die gemeinschaftliche Tätigkeit der Kantone.

##### **§ 5** Gemeinden {#chap_1/art_5 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--5}
1. Der Kanton gliedert sich in Gemeinden.
2. Die Gemeinden ordnen und verwalten unter Aufsicht des Kantons ihre Angelegenheiten selbständig.

##### **§ 6** Bürgerrecht {#chap_1/art_6 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--6}
Das Kantons- und das Gemeindebürgerrecht werden durch das Gesetz geregelt.

## **Zweiter Abschnitt:** Grundrechte {#chap_2}
##### **§ 7** 1. Geltung {#chap_2/art_7 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--7}
1. Die Grundrechte binden alle öffentliche Gewalt.
2. Soweit sie ihrem Wesen nach dazu geeignet sind, verpflichten sie Privatpersonen untereinander.

##### **§ 8** 2. Schranken {#chap_2/art_8 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--8}
1. Grundrechte dürfen nur eingeschränkt werden, soweit das Bundesrecht oder diese Verfassung es zulassen.
2. Für Personen, die in einem besonderen Abhängigkeitsverhältnis zum Staate stehen, dürfen die Grundrechte zusätzlich nur soweit eingeschränkt werden, als es das besondere öffentliche Interesse erfordert, das diesem Verhältnis zugrunde liegt.

##### **§ 9** 3. Wahrung der Menschenwürde {#chap_2/art_9 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--9}
Volk und Behörden achten und schützen die Würde des Menschen.

##### **§ 10** 4. Die einzelnen Grundrechte. a) Rechtsgleichheit {#chap_2/art_10 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--10}
1. Alle Menschen sind vor dem Gesetze gleich.
2. Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Herkunft, seiner Sprache, seiner Rasse, seiner sozialen Stellung, seiner Bekenntniszugehörigkeit oder seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.

##### **§ 11** b) Glaubens- und Gewissensfreiheit {#chap_2/art_11 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--11}
1. Die Glaubens- und Gewissensfreiheit ist unverletzlich.
2. Weltanschauliche Auffassungen und religiöse Vorschriften entbinden nicht von der Erfüllung bürgerlicher Pflichten.

##### **§ 12** c) Freiheit der Religionsgemeinschaften {#chap_2/art_12 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--12}
1. Die Religionsgemeinschaften sind frei in der Gestaltung ihrer Lehre, ihrer Organisation und ihres Kultes.
2. Die Religionsgemeinschaften dürfen den öffentlichen Frieden unter den Angehörigen verschiedener Religionsgemeinschaften und die Rechte der Bürger nicht beeinträchtigen.

##### **§ 13** d) Meinungs- und Informationsfreiheit {#chap_2/art_13 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--13}
1. Jedermann hat das Recht, sich seine Meinung frei zu bilden und sie in Wort, Schrift, Bild oder in anderer Weise ungehindert zu äussern und zu verbreiten sowie die Meinungsäusserung anderer frei zu empfangen.
2. Jedermann hat das Recht, Informationen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind, zu erhalten und ihm bekannte Tatsachen weiterzuverbreiten.
3. Vorbehalten bleiben Bestimmungen zum Jugendschutz und zum Schutz der persönlichen Verhältnisse sowie Gesetze über die Massenmedien.
4. Die Zensur ist untersagt.
5. Nicht unter den Schutz der Meinungsfreiheit fällt die Aufforderung zu strafbaren Handlungen.

##### **§ 14** e) Wissenschafts- und Kunstfreiheit {#chap_2/art_14 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--14}
Die wissenschaftliche Lehre und Forschung sowie die künstlerische Betätigung sind frei. Lehre und Forschung haben die Würde der Kreatur zu achten.

##### **§ 15** f) Recht auf persönliche Freiheit und auf Wahrung der Privatsphäre {#chap_2/art_15 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--15}
1. Die persönliche Freiheit ist unverletzlich. Jedermann hat das Recht auf Leben, körperliche und geistige Unversehrtheit und Bewegungsfreiheit.
2. Die Geheim- und Intimsphäre des Privat- und Familienlebens, der Schutz vor Datenmissbrauch, die Unverletzlichkeit der Wohnung sowie das Brief- und Fernmeldegeheimnis sind gewährleistet.
3. Vorbehalten sind im Gesetz vorgesehene Massnahmen zum Schutze der Jugend und der Gesundheit, zur Ermöglichung der Fürsorge, der Rechtspflegeverfahren, der Strafverfolgung und des Strafvollzuges. Zulässig sind ferner vorübergehende Eingriffe zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit.
4. Beeinträchtigungen der Willensfreiheit, Folterungen und andere menschenunwürdige Behandlungen sind in keinem Falle zulässig.

##### **§ 16** g) Freizügigkeit {#chap_2/art_16 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--16}
Alle Schweizer haben das Recht der Freizügigkeit auf dem ganzen Kantonsgebiet. Sie können sich an jedem Orte niederlassen und jederzeit ausreisen.

##### **§ 17** h) Versammlungsfreiheit {#chap_2/art_17 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--17}
1. Die Versammlungsfreiheit ist gewährleistet.
2. Versammlungen auf öffentlichem Grund können beschränkt werden, sofern sie eine schwere und unmittelbare Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit darstellen.

##### **§ 18** i) Vereinigungsfreiheit {#chap_2/art_18 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--18}
1. Die Vereinigungsfreiheit ist gewährleistet, sofern die verfolgten Zwecke und die angewendeten Mittel nicht rechtswidrig sind.
2. Niemand darf zur Mitgliedschaft in einer privatrechtlichen Vereinigung gezwungen werden.

##### **§ 19** k) Petitionsfreiheit {#chap_2/art_19 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--19}
Jedermann kann an die Behörden Gesuche und Eingaben richten. Diese sind zu beantworten.

##### **§ 20** l) Wirtschaftsfreiheit {#chap_2/art_20 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--20}
1. Jede Person hat das Recht auf freie Wahl und Ausübung eines Berufes sowie auf freie wirtschaftliche Betätigung.[^3]
2. Vorbehalten sind polizeiliche Bestimmungen, die kantonalen Regalrechte und die nach Massgabe des Bundesrechts zulässigen wirtschaftspolitischen Massnahmen.

##### **§ 21** m) Eigentumsgarantie {#chap_2/art_21 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--21}
1. Das Eigentum und vermögenswerte Rechte sind gewährleistet. Die Gesetzgebung umschreibt ihren Inhalt.
2. Eigentumsbeschränkungen können im öffentlichen Interesse auf gesetzlicher Grundlage vorgenommen werden.
3. Enteignungen dürfen nur nach Massgabe des Gesetzes durch den Grossen Rat oder den Regierungsrat angeordnet werden.
4. Bei Enteignungen und Eigentumsbeschränkungen, die einer Enteignung gleichkommen, ist volle Entschädigung zu leisten.

##### **§ 22** n) Allgemeine Verfahrensgarantien {#chap_2/art_22 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--22}
1. Die Betroffenen haben in behördlichen Verfahren Anspruch auf rechtliches Gehör und faire Behandlung.
2. Unbeholfene dürfen in den Verfahren nicht benachteiligt werden. Wenig Bemittelte haben Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege.

##### **§ 23** o) Besondere Verfahrensgarantien {#chap_2/art_23 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--23}
1. Jeder, dem die Bewegungsfreiheit entzogen wird, muss unverzüglich und verständlich über die Gründe der Massnahme unterrichtet werden. Er hat Anspruch auf rechtliches Gehör vor einem Richter oder einem gesetzlich besonders ermächtigten Beamten innert 24 Stunden seit der Festnahme und auf Überprüfung des Freiheitsentzuges durch einen Richter.
2. Erweist sich ein Freiheitsentzug oder eine andere schwere Beschränkung der persönlichen Freiheit als ungesetzlich oder unbegründet, schuldet das verantwortliche Gemeinwesen vollen Ersatz des Schadens und allenfalls Genugtuung.

##### **§ 24** p) Verbot rückwirkender Erlasse {#chap_2/art_24 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--24}
Die Rückwirkung von Erlassen ist unzulässig, wenn sie zu einer unverhältnismässigen Belastung führt.

## **Dritter Abschnitt:** Die öffentlichen Aufgaben {#chap_3}
### **A.** Allgemeines {#chap_3/lvl_A}
##### **§ 25** Staatsziele {#chap_3/lvl_A/art_25 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--25}
1. Der Staat fördert die allgemeine Wohlfahrt und die soziale Sicherheit.
2. In Beachtung der Verantwortung des Einzelnen trifft er im Rahmen seiner Gesetzgebungsbefugnisse und des Bundesrechts Vorkehren, damit jedermann:
a. sich nach seinen Fähigkeiten und Neigungen bilden und weiterbilden kann;
b. seinen Unterhalt durch angemessene Arbeit bestreiten kann und gegen den ungerechtfertigten Verlust des Arbeitsplatzes und die Folgen der Arbeitslosigkeit geschützt ist;
c. eine angemessene Wohnung zu tragbaren Bedingungen finden kann;
d. die für seine Existenz unerlässlichen Mittel hat.

##### **§ 26** Rechtliche Grundlagen {#chap_3/lvl_A/art_26 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--26}
1. Für die Erfüllung der Aufgaben, die dem Kanton nicht durch Bundesrecht übertragen sind, muss eine verfassungsrechtliche Grundlage gegeben sein.
2. Dieser Vorbehalt gilt nicht für die Gemeinden.
3. Wenn in diesem Abschnitt der Verfassung die Gemeinden ausdrücklich genannt werden, sind sie berechtigt und verpflichtet, die erwähnten Aufgaben wahrzunehmen.

##### **§ 27** Öffentliche Ordnung und Sicherheit {#chap_3/lvl_A/art_27 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--27}
Kanton und Gemeinden gewährleisten die öffentliche Ordnung und Sicherheit. Sie schützen insbesondere Leben, Freiheit, Gesundheit und Sittlichkeit. Sie wenden soziale Notstände ab.

### **B.** Die einzelnen Aufgaben {#chap_3/lvl_B}
##### **§ 28** 1. Erziehung und Bildung. a) Grundlage {#chap_3/lvl_B/art_28 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--28}
1. Jedes Kind hat Anspruch auf eine seinen Fähigkeiten angemessene Bildung.
2. Der Kanton unterstützt die Eltern bei der Erziehung und Bildung der Kinder.
3. Das Schulwesen wird durch Gesetz geordnet.

##### **§ 29** b) Volksschulen, Sonderschulen, Heime {#chap_3/lvl_B/art_29 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--29}
1. Träger des obligatorischen Volksschulunterrichts sind die Gemeinden oder die Gemeindeverbände.[^4]
2. Der Kanton unterstützt die Gemeinden und die Gemeindeverbände bei der Erfüllung dieser Aufgaben, insbesondere durch die Entlöhnung der Lehrpersonen und Mitglieder der Schulleitungen an den Volksschulen.[^5]
3. Die Gemeinden und Gemeindeverbände beteiligen sich am Personalaufwand der Volksschulen. Das Gesetz legt den Rahmen der Beteiligung fest.[^6]
4. Der Kanton unterstützt oder führt Sonderschulen und Heime.
5. Er beaufsichtigt die Volksschulen sowie die Sonderschulen und Heime.[^7]

##### **§ 30** c) Mittelschulen, Berufs- und Weiterbildung {#chap_3/lvl_B/art_30 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--30}
1. Der Kanton führt die Mittelschulen und die Lehrerbildungsanstalten.
2. Er unterstützt die berufliche Aus- und Weiterbildung und übt die Aufsicht über das Berufsbildungswesen aus. Er kann Berufsschulen und Lehrgänge zur Vorbereitung auf höhere Fachschulen führen.
3. Er sorgt für die allgemein bildende Schulung aller Jugendlichen, auch jener, die keinen geregelten Lehrgang durchlaufen.
4. Er fördert die Erwachsenenbildung.

##### **§ 31** d) Schulbehörden {#chap_3/lvl_B/art_31 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--31}
Durch Gesetz werden festgelegt:
a. die Entscheidungsbefugnisse des Erziehungsrates und seine Zuständigkeiten als vorberatendes Organ des Regierungsrates;
b.[^8] die Zuständigkeiten der Bezirksschulräte und der Gemeinderäte.

##### **§ 32** e) Hochschulwesen {#chap_3/lvl_B/art_32 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--32}
1. Der Kanton leistet einen angemessenen Beitrag an das schweizerische Hochschul- und Fachschulwesen sowie an die wissenschaftliche Forschung.
2. Er kann eine Hochschule, Forschungseinrichtungen oder höhere Fachschulen führen.

##### **§ 33** f) Privatschulen {#chap_3/lvl_B/art_33 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--33}
1. Der Kanton kann anerkannte Privatschulen unterstützen.
2. Privatschulen der Volksschulstufe unterstehen der Aufsicht des Kantons.

##### **§ 34** g) Kostentragung {#chap_3/lvl_B/art_34 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--34}
1. Der Unterricht an öffentlichen Schulen und Bildungsanstalten ist für Kantonseinwohnerinnen und Kantonseinwohner unentgeltlich. Ausnahmen bestimmt das Gesetz.[^9]
2. …[^10]
3. Für Kinder, die wegen der Lage ihres Wohnortes oder aus sozialen Gründen oder wegen Behinderung benachteiligt sind, sorgen die Träger der Schulen für ausgleichende Massnahmen.
4. Der Kanton kann Ausbildungsbeiträge gewähren.

##### **§ 35** h) Grundsätze für den Unterricht an öffentlichen Schulen {#chap_3/lvl_B/art_35 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--35}
1. Der Unterricht an öffentlichen Schulen hat das Recht der Eltern auf Erziehung und Bildung ihrer Kinder und die Persönlichkeit der Schüler zu achten.
2. Die Lehrer an öffentlichen Schulen sind im Unterricht an die verfassungsmässige Grundordnung und an die staatlichen Lehrziele gebunden.

##### **§ 36** 2. Kulturpflege {#chap_3/lvl_B/art_36 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--36}
1. Der Kanton fördert kulturelles schaffen und Gemeinschaftsleben.
2. Er sorgt für die Erhaltung der Kulturgüter. Er schützt insbesondere erhaltenswerte Ortsbilder sowie historische Stätten und Baudenkmäler.
3. Er unterhält Einrichtungen für die Pflege der Wissenschaften, der Künste und des Volkstums.

##### **§ 37** 3. Vielfalt der Information {#chap_3/lvl_B/art_37 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--37}
Der Kanton erlässt ein Gesetz über die Massenmedien, insbesondere um die Vielfalt der Information zu fördern.

##### **§ 38** 4. Sozialwesen. a) Familienschutz {#chap_3/lvl_B/art_38 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--38}
Der Kanton trifft Vorkehren zur Erhaltung und Stärkung der Familie.

##### **§ 38bis** abis) Jugendbelange {#chap_3/lvl_B/art_38 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--38_bis}
1. Der Kanton und die Gemeinden berücksichtigen bei allen ihren Tätigkeiten die Anliegen und Bedürfnisse der Jugend.
2. Der Kanton und die Gemeinden können die Schaffung entsprechender Infrastrukturen unterstützen.

##### **§ 39** b) Sozialhilfe {#chap_3/lvl_B/art_39 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--39}
1. Der Kanton sorgt in Zusammenarbeit mit Gemeinden und privaten Organisationen für hilfsbedürftige Menschen. Sie fördern die Vorkehren zur Selbsthilfe.
2. Er kann Vorsorge- und Fürsorgeeinrichtungen sowie ergänzende Einrichtungen zu den Sozialversicherungen des Bundes schaffen oder unterstützen.
3. Er unterstützt oder führt Heime im Rahmen der Sozialhilfe.
4. Er sorgt für die Milderung der Arbeitslosigkeit und trifft Massnahmen für die Umschulung und Weiterbildung.

##### **§ 40** c) Straf- und Massnahmenvollzug {#chap_3/lvl_B/art_40 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--40}
Der Kanton regelt durch Gesetz die Grundzüge der Rechte und Pflichten der Gefangenen im Straf- und Massnahmenvollzug, der Untersuchungsgefangenen sowie der aus fürsorgerischen Gründen Eingewiesenen.

##### **§ 41** 5. Gesundheitswesen {#chap_3/lvl_B/art_41 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--41}
1. Der Kanton trifft im Zusammenwirken mit den Gemeinden und Privaten Vorkehren zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit.
2. Er schafft Voraussetzungen für eine angemessene medizinische Versorgung der gesamten Bevölkerung. Er fördert die häusliche Krankenpflege.
3. Er fördert und beaufsichtigt die medizinischen Anstalten. Er kann eigene Einrichtungen schaffen.
4. Er unterstützt die Forschung sowie die Aus- und Weiterbildung des Medizinalpersonals.
5. Er überwacht und koordiniert das Medizinalwesen.
6. Er fördert Turnen und Sport.

##### **§ 42** 6. Umweltschutz. a) Allgemeines {#chap_3/lvl_B/art_42 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--42}
1. Kanton und Gemeinden sorgen durch ihre Rechtssetzung und bei der Wahrnehmung aller ihrer Zuständigkeiten für den grösstmöglichen Schutz des Menschen und seiner natürlichen Umwelt gegen schädliche und lästige Einwirkungen.
2. Namentlich sind Luft und Wasser rein zu halten, die Schönheit und Eigenart der Landschaft und die Fruchtbarkeit des Bodens zu bewahren und der Lärm einzudämmen.
3. Kanton und Gemeinden erlassen die nötigen Bestimmungen zur Erhaltung und zum Schutz von Tier- und Pflanzenwelt, eigenartigen Bodenformen, Gesteinen und Gewässern. Bei der Ausbeutung von Rohstoffen ist auf das Landschaftsbild besonders Rücksicht zu nehmen.
4. Sie schaffen und unterhalten Schutzgebiete.
5. Der Kanton Aargau schafft innert zwanzig Jahren nach Inkrafttreten dieser Verfassungsbestimmung zum Schutze des bedrohten Lebensraumes der Flussauen und zur Erhaltung der landschaftlich und biologisch einzigartigen, national bedeutsamen Reste der ehemaligen Auengebiete einen Auen-Schutzpark. Dieser setzt sich, ausgehend vom Wassertor der Schweiz, aus Teilflächen längs der Flüsse Aare und Reuss und ihrer Zuflüsse zusammen. Er weist eine Gesamtfläche von mindestens einem Prozent der Kantonsfläche auf.[^11]

##### **§ 42a** abis) Klima {#chap_3/lvl_B/art_42 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--42_a}
Kanton und Gemeinden setzen sich für die Begrenzung des Klimawandels ein und stärken ihre Fähigkeit zur Anpassung an dessen nachteilige Auswirkungen. Sie berücksichtigen dabei die Ziele des Bundes und der für die Schweiz verbindlichen internationalen Abkommen.

##### **§ 43** b) Heilquellen {#chap_3/lvl_B/art_43 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--43}
Kanton und Gemeinden schützen die Heilquellen und Heilbäder sowie deren Ruhe- und Erholungslandschaft.

##### **§ 44** c) Abfallbeseitigung {#chap_3/lvl_B/art_44 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--44}
Die Gemeinden sorgen nach Massgabe des kantonalen Rechts für die umweltgerechte Ableitung des Abwassers und die Beseitigung der Abfälle. Der Kanton kann besondere Aufgaben der Abfallbeseitigung übernehmen. Die Wiederverwertung von Altstoffen ist zu fördern.

##### **§ 45** 7. Raumordnung und Bauwesen. a) Raumplanung {#chap_3/lvl_B/art_45 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--45}
Der Kanton, die Gemeinden und Gemeindeverbände stellen die geordnete Besiedlung des Landes und die zweckmässige Nutzung des Bodens sicher. Sie berücksichtigen bei allen ihren Tätigkeiten die Ziele und Erfordernisse der Raumplanung.

##### **§ 46** b) Öffentliche Sachen {#chap_3/lvl_B/art_46 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--46}
Der Kanton stellt Vorschriften über die öffentlichen Sachen sowie über deren Gebrauch und Nutzung auf.

##### **§ 47** c) Bauwesen {#chap_3/lvl_B/art_47 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--47}
1. Kanton und Gemeinden erlassen Bauvorschriften sowie Bestimmungen über Landerschliessungen. Der Kanton regelt Landumlegungen und Grenzbereinigungen.
2. Der Kanton ordnet das Vermessungs- und Katasterwesen.
3. Er kann den sozialen Wohnungsbau, die Wohnbausanierung und die Streuung des Wohnungseigentums fördern.

##### **§ 48** 8. Ethnische Minderheiten {#chap_3/lvl_B/art_48 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--48}
Der Kanton kann in Zusammenarbeit mit den Gemeinden nichtsesshaften ethnischen Minderheiten geeignete Örtlichkeiten für einen befristeten Aufenthalt zur Verfügung stellen.

##### **§ 49** 9. Verkehrswesen {#chap_3/lvl_B/art_49 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--49}
1. Der Kanton und die Gemeinden ordnen das Verkehrs- und das Strassenwesen.
2. Sie sorgen für eine volkswirtschaftlich möglichst günstige und umweltgerechte Verkehrsordnung.
3. Der Kanton fördert zusammen mit den Gemeinden den öffentlichen Verkehr.

##### **§ 50** 10. Wirtschaftsordnung. a) Ziele kantonaler Wirtschaftspolitik {#chap_3/lvl_B/art_50 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--50}
1. Der Kanton strebt in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern die Wahrung des sozialen Friedens und die ausgeglichene Entwicklung der Wirtschaft an.
2. Dabei soll die Wirtschaft leistungsfähig sein, den höchstmöglichen Beschäftigungsgrad halten, regionale Ausgleiche herstellen, sich Vielgestaltig und umweltgerecht entfalten sowie eine breite Eigentumsstreuung ermöglichen.
2bis. Der Kanton trifft Massnahmen, um die Regelungsdichte und die administrative Belastung für die Wirtschaft so gering wie möglich zu halten. Er berücksichtigt dabei insbesondere die Anliegen der kleinen und mittelgrossen Unternehmen.[^12]
3. Der Kanton richtet seine eigenen wirtschaftlich bedeutsamen Tätigkeiten auf die Ziele der kantonalen Wirtschaftspolitik aus.

##### **§ 51** b) Land- und Waldwirtschaft {#chap_3/lvl_B/art_51 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--51}
Der Kanton ordnet durch Gesetz:
a.[^13] die Förderung einer leistungsfähigen, nachhaltig produzierenden und auf die Versorgungssicherheit ausgerichteten Landwirtschaft sowie Massnahmen zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und zur Pflege der Kulturlandschaft;
b.[^14] die Sicherstellung einer funktionsgerechten Bewirtschaftung aller Wälder.
c.–e. …[^15]

##### **§ 52** c) Wirtschaftspolizeiliche Vorschriften {#chap_3/lvl_B/art_52 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--52}
Der Kanton erlässt im Rahmen der bundesrechtlichen Vorbehalte und Ermächtigungen die Vorschriften, die eine geordnete Ausübung der wirtschaftlichen Tätigkeiten sicherstellen.

##### **§ 53** d) Wasserversorgung {#chap_3/lvl_B/art_53 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--53}
Der Kanton fördert und koordiniert die Vorkehren der Gemeinden zur Sicherstellung der Wasserversorgung.

##### **§ 54** e) Energieversorgung {#chap_3/lvl_B/art_54 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--54}
1. Der Kanton fördert die umweltgerechte und wirtschaftliche Energieversorgung sowie die sparsame Energieverwendung. Er kann Versorgungsbetriebe errichten und unterhalten oder sich an Werken beteiligen.
2. Der Grosse Rat kann Rechtsform, Aufgaben und Organisation der Versorgungsbetriebe regeln, soweit das Gesetz keine Bestimmungen enthält. Er beschliesst über Beteiligungen des Kantons.[^16]

##### **§ 55** f) Regalrechte {#chap_3/lvl_B/art_55 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--55}
1. Dem Kanton stehen zur ausschliesslichen wirtschaftlichen Betätigung zu:
a. die Jagd;
b. die Fischerei;
c. die Gewinnung von Bodenschätzen;
d. der Salzverkauf;
e. die Fassung und Nutzung von öffentlichen Gewässern, Heilquellen und Thermalwasser;
f. die Gebäudefeuerversicherung;
g.[^17] die Nutzung des tiefen Untergrunds.
2. Der Kanton kann diese Befugnisse selber ausüben oder durch Gesetz oder Konzession auf Dritte übertragen. Bestehende Privatrechte an Regalgütern bleiben vorbehalten.

##### **§ 55bis** {#chap_3/lvl_B/art_55 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--55_bis}

##### **§ 56** g) Obligatorische Versicherungen {#chap_3/lvl_B/art_56 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--56}
Der Kanton kann durch Gesetz Versicherungen obligatorisch erklären sowie Versicherungseinrichtungen schaffen oder unterstützen.

##### **§ 57** h) Kantonalbank {#chap_3/lvl_B/art_57 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--57}
Der Kanton unterhält zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung eine Kantonalbank.

##### **§ 58** i) Beteiligungen {#chap_3/lvl_B/art_58 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--58}
Der Kanton kann sich auf Grund von Gesetzen zur Erfüllung seiner Aufgaben an gemischtwirtschaftlichen und privaten Unternehmungen beteiligen.

## **Vierter Abschnitt:** Politische Rechte und Pflichten des Volkes {#chap_4}
##### **§ 59** Stimmrecht {#chap_4/art_59 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--59}
1. Stimmberechtigt sind alle Schweizer Bürgerinnen und Bürger, die das 18. Altersjahr zurückgelegt haben, im Kanton Aargau wohnen und nicht wegen dauernder Urteilsunfähigkeit unter umfassender Beistandschaft stehen oder durch eine vorsorgebeauftragte Person vertreten werden.[^18]
2. Das Stimmrecht berechtigt und verpflichtet, an Wahlen und Abstimmungen sowie an Gemeindeversammlungen teilzunehmen.
3. Stimmberechtigt für die Wahl des Ständerats sind abweichend von Absatz 1 auch Schweizer Bürgerinnen und Bürger, die im Ausland wohnen und in eidgenössischen Angelegenheiten im Kanton Aargau stimmberechtigt sind.[^19]

##### **§ 60** Ausübung des Stimmrechts {#chap_4/art_60 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--60}
1. Das Stimmrecht wird in der Gemeinde ausgeübt, wo der Stimmberechtigte wohnt und angemeldet ist. Ausnahmen bestimmt das Gesetz.
2. Für Schweizer Bürger gibt es keine Warte- und Anpassungsfristen.

##### **§ 61** Volkswahlen {#chap_4/art_61 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--61}
1. Die Stimmberechtigten wählen:
a. den Grossen Rat;
b. den Verfassungsrat;
c. den Regierungsrat;
d. die Ständeräte;
e.[^20] die Bezirksgerichtspräsidentinnen und Bezirksgerichtspräsidenten sowie die Bezirksrichterinnen und Bezirksrichter mit Ausnahme der Fachrichterinnen und Fachrichter der Bezirksgerichte;
f.[^21] die Friedensrichterinnen und Friedensrichter;
g. …[^22]
h. Gemeindebehörden gemäss den Bestimmungen dieser Verfassung und des Gesetzes;
i. weitere durch das Gesetz bezeichnete Behörden und Beamte.
2. Der Grosse Rat, der Verfassungsrat und die Einwohnerräte werden nach dem gleichen Verhältniswahlverfahren gewählt. Für die Wahl des Grossen Rates und des Verfassungsrates kann durch Gesetz ein Quorum festgelegt werden.[^23]
3. Alle andern Behörden werden im Mehrheitswahlverfahren bestellt.[^24]

##### **§ 62** Obligatorische Volksabstimmungen {#chap_4/art_62 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--62}
1. Der Volksabstimmung unterliegen im jedem Fall:
a. Verfassungsänderungen;
b.[^25] Gesetze, wenn sie nicht von der absoluten Mehrheit aller Mitglieder des Grossen Rates angenommen worden sind; ist dieses Quorum erreicht, kann ein Viertel aller Mitglieder des Grossen Rates das Gesetz gleichwohl der Volksabstimmung unterstellen;
c. Grossratsbeschlüsse und Volksinitiativbegehren über die Einleitung der Totalrevision der Verfassung;
d. Volksinitiativbegehren auf Erlass, Änderung und Aufhebung von Verfassungsbestimmungen oder Gesetzen, sofern der Grosse Rat ihnen keine Folge geben will oder ihnen Gegenvorschläge gegenüberstellt;
e.[^26] Grossratsbeschlüsse gemäss § 63 Abs. 1 Bst. b–d und f dieser Verfassung, wenn sie nicht von der absoluten Mehrheit aller Mitglieder des Grossen Rates angenommen worden sind; ist dieses Quorum erreicht, kann ein Viertel aller Mitglieder des Grossen Rates den Grossratsbeschluss gleichwohl der Volksabstimmung unterstellen.
2. Beschlüsse der Gemeindeversammlung oder des Einwohnerrates unterliegen nach Massgabe von Gesetz und Gemeindeordnung der obligatorischen Volksabstimmung.

##### **§ 63** Fakultative Volksabstimmungen {#chap_4/art_63 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--63}
1. Auf Begehren von 3000 Stimmberechtigten werden der Volksabstimmung unterbreitet:
a. Gesetze;
b. die vom Gesetz bezeichneten grundlegenden Pläne der staatlichen Tätigkeit, wenn sie verbindlich sind;
c. die vom Grossen Rat genehmigten internationalen und interkantonalen Verträge;
d. Beschlüsse des Grossen Rates über neue einmalige Ausgaben von mehr als 5 Millionen Franken oder über neue jährlich wiederkehrende Ausgaben von mehr als 500 000 Franken;
e. Beschlüsse des Grossen Rates über die Aufnahme fremder Gelder, die zu einer Höherverschuldung des Kantons führen;
f. weitere durch Gesetz bezeichnete Beschlüsse des Grossen Rates.[^27]
2. Die Volksabstimmung über neue Ausgaben betreffend Bauten und Baubeiträge darf nur ausgeschlossen und die endgültige Zuständigkeit der Behörden angeordnet werden, sofern durch Gesetz oder durch einen Beschluss des Grossen Rates, welcher der Volksabstimmung untersteht,

a. die Kosten bestimmt sind oder
b. bei kantonalen Bauten Objekt und Standort festgelegt sind oder
c. bei Baubeiträgen die Objekte bezeichnet sind.[^28]
3. Der Grosse Rat darf ermächtigt werden, für einen besonderen Zweck fremde Gelder aufzunehmen, sofern deren Höhe durch Gesetz oder durch einen Beschluss des Grossen Rates, welcher der Volksabstimmung untersteht, festgelegt ist.[^29]
4. Beschlüsse der Gemeindeversammlung oder des Einwohnerrates unterliegen nach Massgabe von Gesetz und Gemeindeordnung der fakultativen Volksabstimmung.

##### **§ 64** Einreichung von Volksinitiativbegehren {#chap_4/art_64 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--64}
1. 3000 Stimmberechtigte können das Begehren auf Totalrevision der Verfassung oder auf Erlass, Änderung und Aufhebung einzelner Verfassungsbestimmungen oder eines Gesetzes stellen.
2. Volksinitiativbegehren werden als allgemeine Anregung oder, sofern sie nicht die Totalrevision der Verfassung verlangen, als ausgearbeitete Vorlagen eingereicht. Volksinitiativbegehren auf Teilrevision der Verfassung müssen sich auf einen einheitlichen Regelungsbereich beschränken.

##### **§ 65** Behandlung von Volksinitiativbegehren {#chap_4/art_65 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--65}
1. Der Grosse Rat prüft vorweg, ob ein Volksinitiativbegehren den Formvorschriften nachkommt, dem Bundesrecht nicht widerspricht und, sofern es sich auf Gesetzesrecht bezieht, dem kantonalen Verfassungsrecht gemäss ist. Genügt es einem Erfordernis nicht, wird es als ungültig erklärt.
2. Handelt es sich um ein gültiges Volksinitiativbegehren in der Form der allgemeinen Anregung, so hat der Grosse Rat eine entsprechende Vorlage auszuarbeiten. Will der Grosse Rat dem Volksinitiativbegehren keine Folge geben, so entscheidet das Volk, ob er dem Begehren nachzukommen habe.
3. Der Grosse Rat kann einem Volksinitiativbegehren einen Gegenvorschlag gegenüberstellen. In diesem Falle hat das Volk gleichzeitig in einer Hauptabstimmung über die Volksinitiative und in einer Eventualabstimmung über den Gegenvorschlag zu entscheiden.

##### **§ 66** Anhörungen {#chap_4/art_66 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--66}
1. Bei der Vorbereitung von Vorlagen können der Grosse Rat oder der Regierungsrat die politischen Kantonalparteien und interessierte Organisationen anhören.
2. Unterliegen Vorlagen der obligatorischen oder fakultativen Volksabstimmung, darf auf eine Anhörung nicht verzichtet werden. Jedermann kann Vorschläge unterbreiten.

##### **§ 67** Politische Parteien {#chap_4/art_67 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--67}
1. Politische Parteien wirken bei der Meinungs- und Willensbildung der Stimmberechtigten mit.
2. Kantonalparteien, deren Ziele und innere Ordnung demokratischen Grundsätzen entsprechen, können durch Gesetz Beiträge zugesprochen werden.

## **Fünfter Abschnitt:** Die Behörden und ihre Funktionen {#chap_5}
### **A.** Allgemeines {#chap_5/lvl_A}
##### **§ 68** Die Grundsätze der staatlichen Wirksamkeit und der Gewaltenteilung {#chap_5/lvl_A/art_68 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--68}
1. Die Behörden stellen die rechtmässige und wirksame Tätigkeit des Staates sicher. Sie wahren das öffentliche Interesse.
2. Die Organisation der Behörden richtet sich am Grundsatz der Gewaltenteilung aus.

##### **§ 69** Wählbarkeit, Unvereinbarkeit und Ausstand {#chap_5/lvl_A/art_69 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--69}
1. In den Grossen Rat, in den Regierungsrat, in die Gerichte und in die durch diese Verfassung festgesetzten Ämter sind die Stimmberechtigten des Kantons wählbar. Ausnahmen für die Gerichte bestimmt das Gesetz.[^30]
2. Für Ämter, die besondere Kenntnisse erfordern, können zusätzliche Wählbarkeitsvoraussetzungen aufgestellt werden.
3. Niemand kann gleichzeitig Mitglied des Grossen Rates und des Regierungsrates oder Mitglied einer dieser Behörden und des Obergerichtes oder des Justizgerichtes sein. Weitere Unvereinbarkeiten werden durch Gesetz festgelegt.[^31]
4. Wer in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis des kantonalen Rechtes steht, kann dem Grossen Rat nicht angehören. Ausnahmen, die mit dem Grundsatz der Gewaltenteilung vereinbar sind, bestimmt das Gesetz.
5. Mitglieder von Behörden und Beamte haben sich bei Geschäften, die sie unmittelbar betreffen, in den Ausstand zu begeben.

##### **§ 70** Amtsdauer und Anstellungsverhältnisse {#chap_5/lvl_A/art_70 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--70}
1. Die Amtsdauer der Behörden beträgt vier Jahre.
2. Das Gesetz legt unter Beachtung von § 61 fest, welche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Amtsdauer gewählt und welche vertraglich angestellt werden.[^32]

##### **§ 71** Amtssitz {#chap_5/lvl_A/art_71 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--71}
Der Sitz des Grossen Rates, des Regierungsrates und des Obergerichtes ist Aarau.

##### **§ 71a** Amtssprache {#chap_5/lvl_A/art_71 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--71_a}
Die Amtssprache ist Deutsch. Behörden und Amtsstellen können auch in anderen Landessprachen oder in englischer Sprache verkehren, wenn anderen Verfahrensbeteiligten daraus keine Nachteile erwachsen.

##### **§ 72** Öffentlichkeit {#chap_5/lvl_A/art_72 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--72}
1. Jede Person ist befugt, Einsicht in amtliche Akten zu nehmen.[^33]
2. Die Verhandlungen des Grossen Rates und der Gerichte sind öffentlich.[^34]
3. Das Gesetz bezeichnet die durch die öffentlichen und privaten Interessen gebotenen Ausnahmen.

##### **§ 73** Informationswesen {#chap_5/lvl_A/art_73 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--73}
1. Die Öffentlichkeit wird laufend über die Tätigkeit der Behörden informiert.
2. Der Regierungsrat stellt die ausgewogene Information der Stimmberechtigten im Hinblick auf kantonale Volksabstimmungen sicher.

##### **§ 74** Verpflichtung auf Verfassung und Gesetz {#chap_5/lvl_A/art_74 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--74}
Die Mitglieder von Behörden und die Beamten werden vor Amtsantritt auf Verfassung und Gesetz verpflichtet.

##### **§ 75** Verantwortlichkeiten {#chap_5/lvl_A/art_75 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--75}
1. Der Kanton und die Gemeinden haften für den Schaden, den ihre Behörden, Beamten und übrigen Mitarbeitenden in Ausübung der amtlichen Tätigkeit Dritten widerrechtlich verursachen. Sie haften auch für rechtmässig verursachte Schäden, wenn Einzelne davon schwer betroffen sind und ihnen nicht zugemutet werden kann, den Schaden selbst zu tragen. Das Gesetz kann Ausnahmen vorsehen und regelt die Geltendmachung des Haftungsanspruchs.[^35]
2. Organisationen und Personen, die übertragene öffentliche Aufgaben erfüllen, haften für den von ihnen widerrechtlich verursachten Schaden mit ihrem Vermögen; reicht dieses zur Deckung des Schadens nicht aus, haftet das auftraggebende Gemeinwesen für den Ausfall. Das Gesetz kann Ausnahmen vorsehen und regelt die Geltendmachung des Haftungsanspruchs.[^36]
3. Das Gesetz regelt den Rückgriff von Kanton und Gemeinden auf die Person, die den Schaden gemäss Absatz 1 und 2 verursacht hat.[^37]
4. Für Äusserungen im Grossen Rat und in seinen Kommissionen sind die Mitglieder des Grossen Rates rechtlich nicht verantwortlich. Der Grosse Rat ist jedoch befugt, hinsichtlich einer Äusserung die Straffreiheit aufzuheben, wenn diese offensichtlich missbraucht wird.

### **B.** Der Grosse Rat {#chap_5/lvl_B}
##### **§ 76** 1. Stellung, Zusammensetzung und Vertretung {#chap_5/lvl_B/art_76 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--76}
1. Der Grosse Rat ist die gesetzgebende und die oberste aufsichtsführende Behörde des Kantons.
2. Er besteht aus hundertvierzig Mitgliedern.[^38]
3. Das Gesetz regelt die Vertretung längerfristig verhinderter Mitglieder.[^39]

##### **§ 77** 2. Wahl {#chap_5/lvl_B/art_77 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--77}
1. Das Volk bestellt den Grossen Rat nach dem Verhältniswahlverfahren.
2. Wahlkreise sind die Bezirke. Die Zuteilung der Sitze an die politischen Gruppierungen erfolgt entsprechend deren Wählerstärke im Kanton.[^40]
3. Die Mandate werden nach Massgabe der Wohnbevölkerung auf die Wahlkreise verteilt.[^41]

##### **§ 78** 3. Die Zuständigkeiten des Grossen Rates. a) Rechtssetzung {#chap_5/lvl_B/art_78 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--78}
1. Der Grosse Rat erlässt in der Form des Gesetzes alle wichtigen Bestimmungen, insbesondere diejenigen, welche die Rechte und Pflichten der Bürger oder Grundzüge der Organisation des Kantons und der Gemeinden festlegen. Er regelt den Vollzug des Bundesrechts durch Gesetz, soweit das Bundesrecht, diese Verfassung oder Gesetze nichts anderes bestimmen.[^42]
2. Er kann für ausführende Bestimmungen Dekrete erlassen, soweit die Gesetze ihn dazu ausdrücklich ermächtigen. Dekrete unterliegen keiner Volksabstimmung.
3. Gesetze bedürfen der zweimaligen Beratung.
4. Gesetze, deren Inkrafttreten keinen Aufschub erträgt, können sofort in Kraft gesetzt werden, wenn die absolute Mehrheit aller Mitglieder des Grossen Rates die Dringlichkeit beschliesst. Diese Gesetze unterstehen der nachträglichen Volksabstimmung gemäss § 62 Abs. 1 Bst. b oder § 63 Abs. 1 Bst. a dieser Verfassung.[^43]
5. Das Gesetz kann die Anwendbarkeit privater Ausführungsbestimmungen vorsehen. Es regelt die Voraussetzungen und Grenzen der Anwendbarkeit.[^44]

##### **§ 79** b) Planung {#chap_5/lvl_B/art_79 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--79}
1. Der Grosse Rat genehmigt die vom Gesetz bezeichneten Pläne der staatlichen Tätigkeiten.
2. Das Gesetz regelt die Bindung der Behörden, die Mitbeteiligung des Grossen Rates sowie das Verfahren.

##### **§ 80** c) Parlamentarische Oberaufsicht {#chap_5/lvl_B/art_80 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--80}
Der Grosse Rat übt die Oberaufsicht über alle Behörden und Organe aus, die kantonale Aufgaben wahrnehmen.

##### **§ 81** d) Budgetierung und Berichterstattung {#chap_5/lvl_B/art_81 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--81}
1. Der Grosse Rat setzt das Budget fest und genehmigt den Jahresbericht mit der Jahresrechnung.[^45]
2. Er beschliesst unter Vorbehalt der Zuständigkeiten des Volkes über neue Ausgaben und die Aufnahme fremder Gelder.

##### **§ 82** e) Weitere Zuständigkeiten {#chap_5/lvl_B/art_82 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--82}
1. Der Grosse Rat

a. genehmigt die internationalen und interkantonalen Verträge, soweit nicht der Regierungsrat durch Gesetz zum endgültigen Abschluss als zuständig erklärt wird;
b. übt die den Kantonen in der Bundesverfassung[^46]eingeräumten bundesstaatlichen Mitwirkungsrechte aus (Art. 86, 89, 89^bis^und 93[^47]);
c. kann zu den Vernehmlassungen, die der Regierungsrat an Bundesbehörden richtet, Stellung nehmen;
d. entscheidet Zuständigkeitskonflikte zwischen kantonalen Behörden;
e. regelt die vom Kanton ausgerichteten Besoldungen, Pensionen, Ruhegehälter und allfällige Invaliden- und Hinterbliebenenrenten;
f. setzt die dem Kanton und seinen Anstalten zukommenden Gebühren fest, soweit Gesetze nichts anderes vorsehen;
g. erlässt allgemeinverbindliche Raumnutzungspläne des Kantons;
h.[^48] wählt:
        1. die Präsidentinnen und Präsidenten sowie die Mitglieder der für das ganze Kantonsgebiet zuständigen Gerichte, mit Ausnahme des Zwangsmassnahmengerichtes und der Schlichtungsstelle für Gleichstellungsfragen,
        2. die Vizepräsidentin oder den Vizepräsidenten des Obergerichtes,
        3. die stimmberechtigten Mitglieder der Justizleitung;
i. verleiht das Kantonsbürgerrecht an Ausländer;
k. übt das Begnadigungsrecht aus;
l.[^49] regelt durch Dekret das öffentliche Beschaffungswesen.
2. Weitere Zuständigkeiten können dem Grossen Rat durch Gesetz eingeräumt werden, sofern sie nicht rechtsetzender Natur sind.
3. Erfordern internationale oder interkantonale Verträge Verfassungsänderungen, sind diese vor der Genehmigung oder dem endgültigen Abschluss vorzunehmen.

##### **§ 83** 4. Verfahrensordnung. a) Konstituierung {#chap_5/lvl_B/art_83 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--83}
Das Präsidium des Grossen Rates besteht aus dem Präsidenten und zwei Vizepräsidenten. Der Präsident und die beiden Vizepräsidenten werden jährlich neu gewählt.[^50]

##### **§ 84** b) Kommissionen und Fraktionen {#chap_5/lvl_B/art_84 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--84}
1. Der Grosse Rat kann zur Vorbereitung der Beratungen Kommissionen aus seiner Mitte bilden.
2. Durch Gesetz können diesen Kommissionen bestimmte Entscheidungsbefugnisse aus den Zuständigkeiten des Grossen Rates übertragen werden. Dem Grossen Rat muss jedoch die Möglichkeit gewahrt bleiben, ein einzelnes Geschäft an sich zu ziehen.
3. Die Mitglieder des Grossen Rates können Fraktionen bilden. Diesen werden Beiträge ausgerichtet.

##### **§ 85** c) Vorschlagsrecht {#chap_5/lvl_B/art_85 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--85}
Das Recht, dem Grossen Rat neue Gegenstände zur Beratung zu unterbreiten, haben die Mitglieder, die Fraktionen und ständigen Kommissionen des Grossen Rates, der Regierungsrat und die Justizleitung.

##### **§ 86** 5. Organisationsrecht {#chap_5/lvl_B/art_86 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--86}
1. Soweit die Verfassung keine Bestimmungen enthält, werden die Grundzüge der Organisation des Grossen Rates und des Verkehrs zwischen dem Grossen Rat und dem Regierungsrat sowie der Justizleitung durch Gesetz geregelt.[^51]
2. Die weiteren Bestimmungen über die Geschäftsführung trifft der Grosse Rat in einer Geschäftsordnung.

### **C.** Der Regierungsrat {#chap_5/lvl_C}
##### **§ 87** 1. Stellung und Zusammensetzung {#chap_5/lvl_C/art_87 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--87}
1. Der Regierungsrat ist die leitende und oberste vollziehende Behörde des Kantons.
2. Er besteht aus fünf Mitgliedern.

##### **§ 88** 2. Wahl {#chap_5/lvl_C/art_88 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--88}
1. Der Regierungsrat wird vom Volk nach dem Mehrheitswahlverfahren bestellt.
2. Es darf nicht mehr als ein Mitglied des Regierungsrates der Bundesversammlung angehören.

##### **§ 89** 3. Die Zuständigkeiten des Regierungsrates. a) Regierungstätigkeiten {#chap_5/lvl_C/art_89 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--89}
1. Der Regierungsrat bezeichnet unter Vorbehalt der Befugnisse der Stimmberechtigten und des Grossen Rates die hauptsächlichen Ziele und Mittel des staatlichen Handelns. Er plant und koordiniert die staatlichen Tätigkeiten.
2. Dem Regierungsrat obliegt weiter:
a. die Wahrung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit;
b. die Vertretung des Kantons nach innen und nach aussen;
c. die Pflege der Beziehungen mit den Behörden des Bundes und anderer Kantone;
d. der endgültige Abschluss internationaler und interkantonaler Verträge, soweit ihn Gesetze für zuständig erklären;
e. die Vornahme von Wahlen, soweit diese nicht anderen Organen übertragen sind.

##### **§ 90** b) Leitung der Verwaltung {#chap_5/lvl_C/art_90 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--90}
1. Der Regierungsrat steht der kantonalen Verwaltung vor. Er beaufsichtigt die andern Träger von öffentlichen Aufgaben.
2. Er sorgt für die rechtmässige und wirksame Tätigkeit der Verwaltung und bestimmt im Rahmen von Verfassung und Gesetz die zweckmässige Organisation.
3. Im Rahmen des Budgets der grossrätlichen Steuerungsbereiche setzt er die Budgets der ihm zugewiesenen Steuerungsbereiche fest.[^52]
4. Er entscheidet nach Massgabe des Gesetzes über Verwaltungsbeschwerden.[^53]
5. Er versagt Erlassen die Anwendung, die Bundesrecht, kantonalem Verfassungs- oder Gesetzesrecht widersprechen.[^54]

##### **§ 91** c) Rechtssetzung {#chap_5/lvl_C/art_91 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--91}
1. Der Regierungsrat legt dem Grossen Rat Entwürfe zu Verfassungsänderungen, Gesetzen und Dekreten vor.
2. Er kann rechtsetzende Bestimmungen in der Form der Verordnung erlassen. Der Zweck und die Grundsätze der inhaltlichen Gestaltung der Verordnung müssen im Gesetz oder im Dekret festgelegt sein.
2bis. Der Regierungsrat kann die zum Vollzug des Bundesrechts notwendigen Bestimmungen erlassen,

a. soweit das Bundesrecht den Inhalt des Ausführungsrechts im Sinne von Absatz 2 festlegt;
b. in den übrigen Fällen, sofern zeitliche Dringlichkeit besteht; die Verordnungsbestimmungen verlieren spätestens zwei Jahre nach ihrem Inkrafttreten die Gültigkeit.[^55]
3. Er erlässt zu internationalen und interkantonalen Verträgen die notwendigen Verordnungen, soweit nicht kantonale Gesetze erforderlich sind.
4. Er kann überdies Verordnungen erlassen, um eingetretenen oder unmittelbar drohenden Störungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit sowie sozialen Notständen zu begegnen. Solche Verordnungen fallen spätestens zwei Jahre nach ihrem Inkrafttreten dahin.
5. Die Zuständigkeit des Regierungsrates zur Rechtssetzung darf nicht übertragen werden.

##### **§ 92** 4. Kollegialsystem {#chap_5/lvl_C/art_92 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--92}
1. Der Regierungsrat fasst seine Beschlüsse als Kollegialbehörde.
2. Er wählt den Landammann und den Landstatthalter auf die Dauer eines Jahres. Eine Wiederwahl für das nächstfolgende Jahr ist ausgeschlossen.
3. Der Staatsschreiber leitet die Staatskanzlei, die dem Regierungsrat als allgemeine Stabsstelle dient.

##### **§ 93** 5. Kantonale Verwaltung {#chap_5/lvl_C/art_93 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--93}
1. Die kantonale Verwaltung wird in Departemente gegliedert. Es können dezentralisierte Verwaltungseinheiten gebildet werden.
2. Die Departemente werden durch Mitglieder des Regierungsrates geleitet.
3. Verwaltungsobliegenheiten des Kantons können selbständigen Anstalten, Gemeinden, interkantonalen und interkommunalen Organisationen oder gemischtwirtschaftlichen Unternehmen übertragen werden. Ausnahmsweise können auch privatrechtliche Organisationen mit der Erfüllung solcher Aufgaben betraut werden, sofern der Rechtsschutz der Bürger und die Aufsicht durch den Regierungsrat sichergestellt sind.

##### **§ 94** 6. Organisations- und Anstaltsrecht {#chap_5/lvl_C/art_94 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--94}
1. Soweit die Verfassung keine Bestimmungen enthält, werden die Grundzüge der Organisation des Regierungsrates, der kantonalen Verwaltung und des Beamtenrechts durch Gesetz geregelt.
2. Unselbständige Anstalten können unter den Voraussetzungen, die für das Verordnungsrecht des Regierungsrates massgebend sind, Bestimmungen über ihre Organisation und die Benützung ihrer Einrichtungen erlassen.
3. Selbständige Anstalten legen im Rahmen des Gesetzes ihre Organisation und die ihnen zukommenden Gebühren fest.

### **D.** Die Gerichte {#chap_5/lvl_D}
##### **§ 95** 1. Richterliche Unabhängigkeit {#chap_5/lvl_D/art_95 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--95}
1. Die Gerichte sind unabhängig und nur Gesetz und Recht unterworfen.
2. Sie sind gehalten, Erlassen die Anwendung zu versagen, die Bundesrecht oder kantonalem Verfassungs- oder Gesetzesrecht widersprechen.

##### **§ 96** 2. Justizverwaltung {#chap_5/lvl_D/art_96 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--96}
1. Die Justizverwaltung ist Sache der Gerichte. Unter Vorbehalt der Zuständigkeit anderer Behörden plant die Justizleitung die Tätigkeiten der Gerichte, setzt deren Budgets fest und übt die Aufsicht aus. Sie vertritt die Gerichte im Verkehr mit anderen Behörden.[^56]
2. Es dürfen nicht mehr als zwei Mitglieder des Obergerichtes der Bundesversammlung angehören.

##### **§ 97** 3. Gerichtsorganisation und Verfahrensrecht. a) Allgemeines {#chap_5/lvl_D/art_97 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--97}
1. Die Gerichte sind durch Gesetz übersichtlich und einfach einzurichten. Es soll verlässlich und rasch Recht gesprochen werden können.[^57]
2. Der Kanton sorgt für unentgeltliche Rechtsauskunftsstellen.
3. Es bestehen Gerichte für die Zivil-, Straf- und Verwaltungsgerichtsbarkeit. Ein Gericht kann für mehrere Gerichtsbarkeiten eingesetzt werden.
4. Die Schiedsgerichtsbarkeit in vermögensrechtlichen Streitigkeiten wird anerkannt. Schiedsurteile können nach Massgabe des Gesetzes an staatliche Gerichte weitergezogen werden.
5. Die Justizleitung kann in der Form des Reglements Bestimmungen über die betriebliche Organisation der Gerichte erlassen. Der Zweck und die Grundsätze der inhaltlichen Gestaltung des Reglements müssen im Gesetz oder im Dekret festgelegt sein.[^58]

##### **§ 98** b) Zivilgerichte {#chap_5/lvl_D/art_98 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--98}
1. Die Zivilgerichtsbarkeit wird ausgeübt durch:
a.[^59] die Schlichtungsbehörden;
b. die Bezirksgerichtspräsidenten;
c. die Bezirksgerichte;
c^bis^.[^60] die Einzelrichterinnen und Einzelrichter am Obergericht;
d. das Obergericht.
2. Arbeitsrechtliche, handelsrechtliche, mietrechtliche und versicherungsrechtliche Streitigkeiten können besonderen Gerichten zugewiesen werden.[^61]

##### **§ 99** c) Strafgerichte {#chap_5/lvl_D/art_99 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--99}
1. Die Strafgerichtsbarkeit wird ausgeübt durch:
a.[^62] das Zwangsmassnahmengericht;
a^bis^.[^63] die Bezirksgerichtspräsidenten;
b. die Bezirksgerichte;
c. …[^64]
d. das Obergericht.
2. Das Gesetz kann kantonale Verwaltungsstellen und Gemeindebehörden ermächtigen, geringfügige Bussen auszufällen.
3. Die Strafkompetenz für die vom Bundesrecht vorgesehenen Bussen des Steuerstrafrechts wegen Verletzung von Verfahrenspflichten und Steuerhinterziehung kann durch das Gesetz den Steuerbehörden und den Verwaltungsgerichten zugewiesen werden.[^65]

##### **§ 100** d) Verwaltungsgerichte {#chap_5/lvl_D/art_100 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--100}
1. Die Verwaltungsgerichtsbarkeit wird ausgeübt durch:
a. das Spezialverwaltungsgericht;
b. das Obergericht;
c. das Justizgericht.
2. Zuständigkeitskonflikte zwischen Verwaltungsbehörden und Verwaltungsgerichten entscheidet die Abteilung Verwaltungsgericht des Obergerichtes.
3. Streitigkeiten über die Haftung von Kanton und Gemeinden sowie von Organisationen und Personen, die übertragene öffentliche Aufgaben erfüllen, entscheidet die Abteilung Verwaltungsgericht des Obergerichtes. Das Gesetz kann Ausnahmen vorsehen.

### **E.** Ombudsmann {#chap_5/lvl_E}
##### **§ 101** Ombudsmann {#chap_5/lvl_E/art_101 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--101}
Durch Gesetz kann das Amt des kantonalen Ombudsmannes geschaffen werden.

## **Sechster Abschnitt:** Die Gliederung des Kantons {#chap_6}
### **A.** Die Bezirke {#chap_6/lvl_A}
##### **§ 102** Stellung und Aufgaben {#chap_6/lvl_A/art_102 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--102}
Die Bezirke sind dezentralisierte Gebietsorganisationen des Kantons für Aufgaben der kantonalen Verwaltung, der Rechtspflege und für Wahlen. Es bestehen Bezirksgerichte.

##### **§ 103** Bestand {#chap_6/lvl_A/art_103 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--103}
1. Der Kanton wird in die Bezirke Aarau, Baden, Bremgarten, Brugg, Kulm, Laufenburg, Lenzburg, Muri, Rheinfelden, Zofingen und Zurzach eingeteilt.
2. Die Zuteilung der Gemeinden zu den Bezirken sowie Grenzänderungen erfolgen nach Anhörung der betroffenen Gemeinden durch Dekret. Lehnt eine Gemeinde die Zuteilung ab, unterliegt der Beschluss des Grossen Rates der fakultativen Volksabstimmung.[^66]

### **B.** Die Gemeinden {#chap_6/lvl_B}
##### **§ 104** Stellung und Aufgaben {#chap_6/lvl_B/art_104 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--104}
1. Die Gemeinden sind selbständige Körperschaften des öffentlichen Rechts. Sie fördern das Wohl und die Entfaltung ihrer Einwohner.
2. Die Einwohnergemeinden versehen die Aufgaben von lokaler Bedeutung, soweit diese nicht in die Zuständigkeit anderer Organisationen fallen.
3. Die Ortsbürgergemeinden verwalten das Ortsbürgergut, unterstützen die Einwohnergemeinden und fördern das Kulturleben.

##### **§ 105** Bestand {#chap_6/lvl_B/art_105 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--105}
1. Für den Zusammenschluss, die Aufteilung und die Neueinteilung der Einwohnergemeinden sind die an der Urne ermittelte Zustimmung der betroffenen Gemeinden und die Genehmigung des Grossen Rates erforderlich.
2. In einer Einwohnergemeinde gibt es nur eine einzige Ortsbürgergemeinde. Ortsbürgergemeinden können sich mit den entsprechenden Einwohnergemeinden vereinigen, wenn beide Gemeinden es beschliessen.

##### **§ 106** Selbständigkeit {#chap_6/lvl_B/art_106 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--106}
1. Die Gemeinden sind im Rahmen von Verfassung und Gesetz befugt, sich selbst zu organisieren, ihre Behörden und Beamten zu wählen, ihre Aufgaben nach eigenem Ermessen zu erfüllen und ihre öffentlichen Sachen selbständig zu verwalten.
2. Der Gesetzgeber gewährt den Gemeinden möglichst weiten Handlungsspielraum.

##### **§ 107** Organisation {#chap_6/lvl_B/art_107 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--107}
1. Notwendige Organe jeder Gemeinde sind die Gesamtheit der Stimmberechtigten an der Urne, die Gemeindeversammlung oder der Einwohnerrat, der Gemeinderat und der Gemeindeammann.
2. Die Gemeinden legen im Rahmen von Verfassung und Gesetz ihre Organisation in einer Gemeindeordnung fest.

##### **§ 108** Zusammenarbeit der Gemeinden; Zusammenschlüsse {#chap_6/lvl_B/art_108 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--108}
1. Der Kanton fördert und regelt die Zusammenarbeit unter den Gemeinden. Er kann Gemeindezusammenschlüsse unterstützen.[^67]
2. Mehrere Gemeinden können sich zur Erfüllung bestimmter Aufgaben zu Gemeindeverbänden zusammenschliessen. Die Organisation wird in Satzungen getroffen, die der Genehmigung des Regierungsrates unterliegen.
3. Durch Gesetz können die Gemeinden verpflichtet werden, Gemeindeverbände zu bilden oder einem Gemeindeverband beizutreten.
4. Die Stimmberechtigten der angeschlossenen Gemeinden haben in den Gemeindeverbänden nach Massgabe des Gesetzes Wahl-, Antrags- und Entscheidungsrechte.

## **Siebenter Abschnitt:** Staat und Kirche {#chap_7}
##### **§ 109** Religionsgemeinschaften {#chap_7/art_109 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--109}
1. Die evangelisch-reformierte, die römisch-katholische und die christkatholische Kirche werden als Landeskirchen mit öffentlich-rechtlicher Selbständigkeit und eigener Rechtspersönlichkeit anerkannt.
2. Der Grosse Rat kann weitere Kirchen und Religionsgemeinschaften öffentlich-rechtlich anerkennen, womit für sie die nachfolgenden Vorschriften sinngemäss zur Anwendung kommen.
3. Die übrigen Religionsgemeinschaften unterstehen dem Privatrecht. Sie haben die Möglichkeit, die Zugehörigkeit ihrer Mitglieder in staatlichen Registern eintragen zu lassen.

##### **§ 110** Selbständigkeit der Landeskirchen {#chap_7/art_110 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--110}
1. Die Landeskirchen organisieren sich im Rahmen dieser Verfassung nach demokratischen Grundsätzen selbständig.
2. Sie geben sich ein Organisationsstatut, dessen Erlass und Änderung der Genehmigung des Grossen Rates unterliegt. Diese ist zu erteilen, wenn das Organisationsstatut weder Bundesrecht noch kantonalem Recht widerspricht.
3. Oberstes Organ jeder Landeskirche ist die Synode. Diese wählt das vollziehende Organ und erlässt das Organisationsstatut.

##### **§ 111** Zugehörigkeit zu den Landeskirchen {#chap_7/art_111 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--111}
1. Kantonseinwohner gehören der Landeskirche ihrer Konfession an, wenn sie die im Organisationsstatut genannten Erfordernisse erfüllen.
2. Der Austritt kann jederzeit durch schriftliche Erklärung vorgenommen werden.
3. Das Stimm- und Wahlrecht wird durch das Organisationsstatut geregelt.

##### **§ 112** Kirchgemeinden {#chap_7/art_112 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--112}
1. Die Landeskirchen setzen sich nach den Bestimmungen ihres Organisationsstatuts aus Kirchgemeinden zusammen.
2. Die Kirchgemeinden sind selbständige Körperschaften des öffentlichen Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit. Jede Kirchgemeinde wählt eine Kirchenpflege als vollziehendes Organ ihre Abgeordneten in die Synode und ihre Pfarrer.

##### **§ 113** Finanzwesen {#chap_7/art_113 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--113}
1. Für die Erfüllung kirchlicher Aufgaben, die im Organisationsstatut aufgezählt sind, können die Kirchgemeinden von ihren Angehörigen Steuern erheben.
2. Die Steuerpflicht richtet sich nach der staatlichen Steuergesetzgebung und Veranlagung. Das Organisationsstatut hat für die Beschlüsse der Kirchgemeinden über Steuerfuss und Ausgaben ein Referendumsrecht vorzusehen.
3. Den Landeskirchen steht das Recht zu, von ihren Kirchgemeinden gleichmässige Beiträge zu beziehen.
4. Die Landeskirchen sind für den Finanzausgleich unter den Kirchgemeinden besorgt.
5. Die Landeskirchen und Kirchgemeinden verwalten ihr Vermögen und ihre Einkünfte selbständig nach den staatlichen Grundsätzen, die für die Verwaltung öffentlichen Gutes und öffentlicher Einkünfte gelten.

##### **§ 114** Rechtsschutz {#chap_7/art_114 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--114}
1. Die Landeskirchen sind für einen genügenden Rechtsschutz der Konfessionsangehörigen und der Kirchgemeinden besorgt.
2. Letztinstanzliche Entscheide der landeskirchlichen Behörden sind nach Massgabe der Gesetzgebung an staatliche Organe weiterziehbar. Diesen steht die Kontrolle hinsichtlich der Übereinstimmung der Entscheide mit der Verfassung und dem Organisationsstatut zu.

##### **§ 115** Verhältnis zum Bistum Basel {#chap_7/art_115 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--115}
Die Bistumsverhältnisse der römisch-katholischen Landeskirche richten sich nach den Übereinkommen der Diözesanstände unter sich und mit der Kurie. Die Vertretung des Kantons in der Diözesankonferenz des Bistums Basel wird durch Abgeordnete der römisch-katholischen Landeskirche besorgt.

## **Achter Abschnitt:** Finanzordnung {#chap_8}
##### **§ 116** Finanzhaushalt und Finanzplanung {#chap_8/art_116 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--116}
1. Der Finanzhaushalt ist sparsam, wirtschaftlich, konjunkturgerecht und auf die Dauer ausgeglichen zu führen. Die Einhaltung dieser Grundsätze ist durch eine ausreichende Kontrolle zu überprüfen.
2. Der Kanton und die Gemeinden sorgen für eine umfassende Aufgaben- und Finanzplanung, die mit der Finanzplanung des Bundes in Einklang zu halten ist.
3. Die Aufgaben und Ausgaben sind laufend auf ihre Notwendigkeit und Zweckmässigkeit sowie auf ihre finanziellen Auswirkungen und ihre Tragbarkeit hin zu überprüfen.

##### **§ 117** Gesetzliche Grundlagen {#chap_8/art_117 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--117}
1. Der kantonale Finanzhaushalt, die Erhebung von kantonalen Abgaben und der Finanzausgleich sind durch Gesetz zu regeln. Der Grosse Rat ist ermächtigt, den Steuerfuss innerhalb eines durch das Gesetz begrenzten Rahmens festzusetzen.
2. Die Gemeinden beziehen ihre Steuern nach kantonalem Recht. Sie setzen den Steuerfuss fest.

##### **§ 118** Beschaffung der Mittel {#chap_8/art_118 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--118}
1. Der Kanton und die Gemeinden beschaffen ihre Mittel durch:
a. die Erhebung von Steuern, Gebühren und Beitragen;
b. die Erträgnisse des Vermögens;
c. Beiträge und Anteile an Einnahmen öffentlicher Körperschaften, Unternehmungen und Einrichtungen;
d. die Aufnahme von Darlehen und Anleihen.
2. Gemeindeverbände bestreiten ihre Ausgaben aus Leistungen der Mitglieder sowie aus Gebühren und Beiträgen.

##### **§ 119** Gestaltung der Steuern {#chap_8/art_119 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--119}
1. Bei der Ausgestaltung der Steuern sind die Grundsätze der Solidarität und der Leistungsfähigkeit der Steuerpflichtigen zu beachten.
2. Die Steuern sind so zu bemessen, dass die gesamte Belastung der Steuerpflichtigen mit Abgaben nach sozialen Grundsätzen tragbar ist, die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft nicht überfordert, der Wille zur Einkommens- und Vermögenserzielung nicht geschwächt und die Selbstvorsorge gefördert wird.
3. Steuerhinterziehungen und Widerstände gegen die Steuererhebung sind wirksam zu ahnden.

##### **§ 120** Finanzausgleich {#chap_8/art_120 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--120}
1. Der Kanton stellt den Finanzausgleich sicher.
2. Durch den Finanzausgleich sollen ausgewogene Verhältnisse in der Steuerbelastung und in den Leistungen der Gemeinden zustande gebracht und die zeitgemässe Entwicklung der Gemeinden ermöglicht werden.
3. An die Ausrichtung von Finanzausgleichsbeiträgen können aufgrund des Gesetzes Bedingungen und Auflagen geknüpft werden.

## **Neunter Abschnitt:** Die Revision der Verfassung {#chap_9}
##### **§ 121** 1. Freie Revisionsmöglichkeit {#chap_9/art_121 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--121}
Die Verfassung kann jederzeit ganz oder teilweise revidiert werden.

##### **§ 122** 2. Teilrevisionen {#chap_9/art_122 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--122}
1. Die Teilrevisionen der Verfassung werden auf dem Wege der Gesetzgebung mit obligatorischer Volksabstimmung vorgenommen.
2. Gegenstand einer Teilrevision können sein:
a. eine einzelne Verfassungsbestimmung; oder
b. eine Mehrzahl von Verfassungsbestimmungen, die einen einheitlichen Regelungsbereich ausmachen.

##### **§ 123** 3. Totalrevisionen. a) Einleitung einer Totalrevision {#chap_9/art_123 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--123}
1. Das Volk entscheidet aufgrund eines Volksinitiativbegehrens oder eines Beschlusses des Grossen Rates vorweg, ob eine Totalrevision der Verfassung einzuleiten ist.
2. Die Totalrevision ist durch einen Verfassungsrat vorzunehmen.

##### **§ 124** b) Ausarbeitung durch den Verfassungsrat {#chap_9/art_124 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--124}
1. Der Verfassungsrat wird auf Anordnung des Regierungsrates aus allen Stimmberechtigten in derselben Mitgliederzahl und auf die gleiche Weise wie der Grosse Rat gewählt.
2. Der Verfassungsrat erlässt eine Geschäftsordnung und bestimmt sein Verfahren.

##### **§ 125** c) Volksabstimmung {#chap_9/art_125 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--125}
Die revidierte Verfassung unterliegt der Volksabstimmung.

## **Zehnter Abschnitt:** Übergangsordnung {#chap_10}
##### **§ 126** Inkrafttreten {#chap_10/art_126 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--126}
1. Diese Verfassung tritt auf den 1. Januar des der Gewährleistung durch die Bundesversammlung[^68]folgenden Jahres in Kraft.
2. Auf diesen Zeitpunkt ist die Staatsverfassung vom 23. April 1885[^69]des Kantons Aargau aufgehoben.

##### **§ 126a** Personen- und Funktionsbezeichnungen {#chap_10/art_126 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--126_a}
Die in der Kantonsverfassung genannten Personen- und Funktionsbezeichnungen beziehen sich auf beide Geschlechter.

##### **§ 127** Aufhebung bisherigen Rechts {#chap_10/art_127 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--127}
Bestimmungen im bisherigen Recht, welche dieser Verfassung widersprechen, sind aufgehoben. Vorbehalten bleiben besondere Bestimmungen dieser Übergangsordnung.

##### **§ 128** Beschränkte Weitergeltung bisherigen Rechts {#chap_10/art_128 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--128}
1. Erlasse, die in einem nach dieser Verfassung nicht mehr vorgesehenen Verfahren geschaffen worden sind, bleiben weiter in Kraft.
2. Die Änderung dieser Erlasse richtet sich nach dieser Verfassung. Insbesondere können Bestimmungen, die nach dieser Verfassung der Gesetzesform bedürfen, nur auf dem Wege der Gesetzgebung abgeändert werden.
3. Bestimmungen über die Erfüllung öffentlicher Aufgaben, die einer verfassungsmässigen Grundlage im Sinne von § 26 Absatz 1 dieser Verfassung entbehren, bleiben bis zu ihrer Änderung in Kraft.
4. Auf die Änderung bisheriger internationaler und interkantonaler Verträge findet § 82 Absatz 3 dieser Verfassung Anwendung.
5. Dem Grossen Rat unterbreitete Anträge auf Erlass gesetzlicher Bestimmungen oder zur Fassung von Beschlüssen nach § 63 dieser Verfassung werden nach bisherigem Recht behandelt, wenn sie im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verfassungsänderung vom 18. Dezember 2001 beim Grossen Rat hängig waren.[^70]

##### **§ 129** Übergangsfristen für behördliche Ermächtigungen {#chap_10/art_129 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--129}
1. Spätestens fünf Jahre nach Inkrafttreten dieser Verfassung fallen Ermächtigungen des Grossen Rates und des Regierungsrates zur Ausgabenbewilligung, Anleihensaufnahme und Rechtssetzung dahin, soweit sie § 63 Absätze 1, 2 und 3, § 78 Absätze 1 und 2 oder § 91 Absatz 2 dieser Verfassung nicht entsprechen.
2. Der Grosse Rat kann innert fünf Jahren, vom Inkrafttreten dieser Verfassung an gerechnet, solche Ermächtigungen der Behörden den Bestimmungen von § 63 Absätze 2 und 3, § 78 Absatz 2 und § 91 Absatz 2 anpassen. Soweit diese Beschlüsse nicht als Dekrete und Verordnungen gemäss. 78 Absatz 2 und § 91 Absatz 2 ergehen können, unterliegen sie der Volksabstimmung gemäss § 63 Absatz 1 und. 131 dieser Verfassung.

##### **§ 130** Erlass neuen Rechts {#chap_10/art_130 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--130}
1. Ist neues Recht zu erlassen, so haben es die Behörden beförderlich auszuarbeiten.
2. Die Gesetzgebung zu § 69 Absätze 3 und 4 ist spätestens bis ein Jahr vor Beginn der Amtsperiode 1985/89 der Volksabstimmung zu unterbreiten.
3. Die Landeskirchen haben ihre Organisationsstatute innert drei Jahren, vom Inkrafttreten dieser Verfassung an gerechnet, dem Grossen Rat zur Genehmigung zu unterbreiten.

##### **§ 131** Begehren um fakultative Volksabstimmungen {#chap_10/art_131 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--131}
Bis zum Erlass gesetzlicher Bestimmungen gelten für das Recht, fakultative Volksabstimmungen gemäss § 63 Absatz 1 dieser Verfassung zu begehren, folgende Bestimmungen:
a. Die Referendumsfrist dauert 90 Tage ab amtlicher Veröffentlichung der dem fakultativen Referendum unterstellten Erlasse und Beschlüsse.
b. Die Zustimmung zum Referendumsbegehren erfolgt durch Einzelunterschrift auf Unterschriftenlisten.
c. Jede Unterschriftenliste muss die Bezeichnung des referendumspflichtigen Erlasses oder Beschlusses mit dem Datum der Verabschiedung durch den Grossen Rat, die Einwohnergemeinde der stimmberechtigten Unterzeichner sowie den Hinweis darauf enthalten, dass sich strafbar macht, wer das Ergebnis einer Unterschriftensammlung für ein Referendum fälscht (Art. 282 StGB[^71]).
d. Der Stimmberechtigte muss seinen Namen handschriftlich und leserlich auf die Unterschriftenliste schreiben und alle weitern zur Feststellung der Identität nötigen Angaben, wie Vornamen, Jahrgang und Adresse, machen. Er darf das gleiche Referendumsbegehren nur einmal unterschreiben.
e. Die Unterschriftenlisten sind rechtzeitig vor Ablauf der Referendumsfrist der Gemeindekanzlei der Einwohnergemeinde, in welcher die Unterzeichner stimmberechtigt sind, zuzustellen. Der Gemeindeschreiber bescheinigt kostenlos das Stimmrecht der in der Einwohnergemeinde stimmberechtigten Unterzeichner, worauf die Unterschriftenlisten umgehend den Absendern zurückzugeben sind.
f. Die Stimmrechtsbescheinigung muss in Worten oder Ziffern die Zahl der bescheinigten Unterschriften angeben, datiert sein, die eigenhändige Unterschrift des Gemeindeschreibers sowie den Stempel des Bescheinigenden aufweisen.
g. Die Stimmrechtsbescheinigung wird verweigert, wenn und soweit die in Bst. c und d dieses Paragraphen genannten Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Der Verweigerungsgrund ist auf der Unterschriftenliste anzugeben. Hat der Stimmberechtigte mehrfach unterschrieben, so wird nur eine Unterschrift bescheinigt.
h. Das Referendumsbegehren ist innerhalb der Referendumsfrist der Staatskanzlei einzureichen.
i. Die Staatskanzlei kann Mängel der Bescheinigung vor und nach Ablauf der Referendumsfrist beheben lassen, soweit das Zustandekommen des Referendums davon abhängt.
k. Ungültig sind Unterschriften auf Listen, welche die gestellten Erfordernisse nicht erfüllen oder nach Ablauf der Referendumsfrist eingereicht worden sind, sowie Unterschriften von Unterzeichnern, deren Stimmrecht nicht, ungültig oder zu Unrecht bescheinigt worden ist.
l. Nach Ablauf der Referendumsfrist stellt der Regierungsrat fest, ob das Referendum gültig zustande gekommen ist, und veröffentlicht die entsprechende Verfügung unter Angabe der Zahl der gültigen und ungültigen Unterschriften im Amtsblatt des Kantons Aargau.

##### **§ 132** Verschiedene Übergangsbestimmungen {#chap_10/art_132 omnilex-key=ch-fedlex--131.227--132}
1–3. …[^72]
4. Die Amtsperiode der in § 61 Abs. 1 Bst. a, c, e und f genannten Behördenmitglieder, der Fachrichterinnen und Fachrichter der Bezirksgerichte sowie der Schulrätinnen und Schulräte, welche im Jahr 2013 beginnt, dauert bis 31. Dezember 2016. Die nachfolgende vierjährige Amtsperiode beginnt am 1. Januar 2017.[^73]
5. Die Amtsperiode der vom Grossen Rat gewählten Behörden und Mitarbeitenden des Kantons, welche im Jahr 2013 beginnt, dauert bis 31. Dezember 2018. Die nachfolgende vierjährige Amtsperiode beginnt am 1. Januar 2019.[^74]

## Sachregister {#lvl_u11}
Die Zahlen verweisen auf die Paragraphen und Paragraphenteile der Verfassung
 **Abfallbeseitigung** 44
 **Abgaben** s. Steuern
 **Abkommen** s. Verträge
 **Abstimmungen** s. Volksabstimmungen
 **Abwässer** Ableitung 44
 **Ämter** Wählbarkeit, Unvereinbarkeit und<br />Ausstand 69
 **Amtsdauer** 70
 **Amtsjahr** 132
 **Amtssitz** 71
 **Amtssprache** 71*a* 
 **Alter** als Voraussetzung zur Stimmberechtigung 59
 **Altstoffe** Wiederverwertung 44
 **Anhörung** bei Vorlagen 66
Anleihen
– Kompetenz des Grossen Rates 81^2^
– Volksabstimmung 63^1^^e, 3^
 **Anregung** allgemeine
– bei Gesetzesinitiativen 64^1^
– bei Volksinitiativbegehren 64^2^
Anstalten
– Gebührenfestsetzung 82^1^^f^
– Organisation 94^2, 3^
 **Arbeitsgerichte** s. Gerichte
Arbeitslosigkeit
– Schutz und Milderung 25^2^^b^, 39^4^
 s. auch Staatsziele
 **Armenrecht** 22^2^
 **Auen-Schutzpark** 42^5^
Aufgaben
– vom Bund übertragene 3^2^
– der Gemeinden 26^3^, 27, 104
– des Kantons 25–27
– einzelne Aufgaben 28 ff.
– interkantonale 4
– Verantwortlichkeit von Organisationen und Privaten 75^2, 3^, 100^3^
 **Aufsicht** (Oberaufsicht)
– des Grossen Rates 80
– des Regierungsrates 90^1^, 93^3^
– des Staates über – Gemeinden 5
    – Privatschulen 33^2^
 **Ausbildung** s. Bildung, Erziehung und Ausbildung, Schulwesen
Ausgaben
– laufende Überprüfung 116^3^
– Volksabstimmung, fakultative 63^1^^d,^^2^ – in Kirchgemeinden 113^2^
– Zuständigkeit des Grossen Rates 81^1^
 **Ausstand** s. Unvereinbarkeit
 **Auslandschweizer** 59^3^
 **Baudenkmäler** Schutz 36^2^
 **Bauwesen** 47
Beamte
– Ausstand, Unvereinbarkeit 69^4, 5^
– Beamtenrecht, Regelung durch Gesetz 94^1^
– Verantwortlichkeit 75^1, 3^
– Verpflichtung auf Verfassung und<br /> Gesetz 74
– Wahl durch – Gemeinden 106^1^
    – Regierungsrat 89^2^^e^
    – Volk 61^1^
 **Begnadigung** 82^1^^k^
 **Behörden** 68 ff.
– Amtsdauer 70
– Amtseid 74
– Amtssprache 71*a* 
– Ausübung der Staatsgewalt 1
– Grundsätze der Tätigkeit 68
– Informationspflicht 73
– Schulbehörden 31
– Verantwortlichkeit 75
– Wählbarkeit, Unvereinbarkeit,<br /> Ausstand 69
 **Berufsausübung** Freiheit 20
 **Berufsbildung** 30^1–3^
 **Berufswahlfreiheit** 20
 **Beteiligung an gemischtwirtschaftlichen und privaten Unternehmungen** 58
Bezirke
– Bezirksgerichte s. Gerichte
– Bezirksschulrat, Zuständigkeit 31^b^
– Einteilung 103
– Stellung und Aufgaben 102
– Wahlkreise 77^2^
 **Bildung** 28–35, s. auch Staatsziele
 **Bistum Basel** 115
 **Boden** s. Umweltschutz
 **Bodenschätze** Gewinnung 55^1^^c^
 **Briefgeheimnis** 15
 **Budget** 
– Festsetzung durch Grossen Rat 81^1^
– Festsetzung durch Leitungsorgan der Gerichte 96^1^
– Festsetzung durch Regierungsrat 90^3^
Bund
– bundesstaatliche Mitwirkungsrechte 82^1^^b^
– Bundesaufgaben, Erfüllung 3
 **Bundesversammlung** 
– Begrenzung der Zahl der – Oberrichter 96^2^
    – Regierungsräte 88^2^
Bürger
– Bürgerrecht 6
– Gleichheit vor dem Gesetz 10
– Niederlassungsfreiheit 16
– Stimmrecht 59, 60
 s. auch Grundrechte
Bussen
– Ausfällung 99^2^
– Strafkompetenz 99^3^
 **Datenmissbrauch** Schutz 15
 **Denkmäler** s. Kulturpflege
 **Departemente** s. Kantonale Verwaltung
Eigentum
– Beschränkungen 21^2, 4^
– Garantie 21^1^
– Streuung 50^2^
 **Einnahmen** von Kanton und<br />Gemeinden 118^1^
 **Einwohnergemeinden** s. Gemeinden
 **Einwohnerrat** 62^2^, 63^4^, 107^1^
 **Energie** 54
 **Enteignung** 21^3, 4^
 **Entlastung** , administrative von Unternehmen 50^2bis^
 **Erholungslandschaft** Schutz 43
 **Erwachsenenbildung** 30^4^
 **Erziehung** 28–35
 **Fachschulen** 30^2^, 32
 **Fakultatives Referendum** s. Referendum
 **Familie** Schutz 38
 **Festnahme** s. Freiheitsentzug
 **Finanzausgleich** 117^1^, 120
– Landeskirchen 113^4^
 **Finanzhaushalt und -kontrolle** 116, 117
– Mittelbeschaffung 118^1^
 **Finanzplan** 116^2^
 **Fischereiregal** 55
 **Flora und Fauna** , Schutz s. Umweltschutz
Forschung
– Beitragsleistung 32^1^
– Einrichtungen 32^2^
– Freiheit 14
– medizinische 41^4^
 **Freiheitsrechte** s. Grundrechte
 **Freiheitsentzug** 23
 **Freizügigkeitsrecht** 16
 **Friede** , sozialer 50
 **Friedensrichter** 
– Wahl 61^1^^f^
 **Fürsorge** 39
Gebäudefeuerversicherung
– Regalrecht 55^1^^f^
Gefangene
– Rechte und Pflichten 40
 **Gegenvorschlag** 62^1^^d^
Gemeinden
– Aufgaben 26, 27, 29^1^, 104
– Behörden – Bussenkompetenz 99^2^
    – Volkswahl 61^1^^h^
– Bestand, Einteilung 105
– Gemeindesteuern 117^2^
– Gemeindeverbände 108^2–4^, 118^2^
– Gemeindeversammlung 59^2^, 62^2^, 63^4^, 107^1^
– Organisation 107 – Selbständigkeit 5, 106
– Zusammenarbeit 108
– Zuteilung der Gemeinden zu den Bezirken sowie Grenzänderungen 103^2^
Gemeindezusammenschlüsse108^1^
Gerichte
– Arbeitsgericht 98^2^
– Bezirksgerichte 98^1^, 99^1^, 102
– Friedensrichter s. Friedensrichter
– Einzelrichter 98^1cbis^
– Handelsgericht 98^2^
– Jugendgericht 99^1^
– Justizleitung 96^1^, 97^5^
– Justizgericht 100^1^
– Justizverwaltung 96
– Mietgericht 98^2^
– Obergericht 98^1^, 99^1^, 100 – Mitgliedschaft in der Bundesversammlung 96^1^
– Öffentlichkeit der Verhandlungen 72^2^
– Organisation und Verfahren 97
– Schlichtungsbehörden 98^1^
– Spezialverwaltungsgericht 100^1^
– Strafbefehlsrichter 99
– Strafgerichte 99
– Unabhängigkeit 95
– Wahl der Mitglieder 82^h^
– Zivilgerichte 98
– Zwangsmassnahmengericht 99^1^
Gesetz
– dringliches 78^4^
– Gesetzesinitiative 62^1^^d^, 64
– Rechtsetzung 78, 91
– Rückwirkung, Verbot 24
– Volksabstimmung 62^1^^b^, 63
– Volksinitiativbegehren 64, 65
– Vollzug 87^1^
 **Gesteine** Schutz s. Umweltschutz
 **Gesuche und Eingaben** s. Petitionsfreiheit
 **Gesundheitswesen** 41
Gewaltenteilung
– Grundsatz 68^2^
 **Gewässerschutz** s. Umweltschutz
Glaubens- und Gewissensfreiheit
– Grundsatz 11^1^
– Schranken 11^2^
 **Grenzänderungen und** **‑bereinigungen** **<br />** 47^1^, 103^2^
Grosser Rat
– Amtsdauer 70
– Anhörungen 66
– Beschlüsse 62^1c, e^, 63^1c–e^
– bundesstaatliche Mitwirkungsrechte 82^1^^b^
– Fraktionen 84^3^
– Kommissionen 84^1, 2^
– Konstituierung 83
– Meinungsäusserung 75^4^
– Oberaufsicht 80
– Organisation 86
– Planung 79
– Sitzverteilung 77^3^
– Verantwortlichkeit 75
– Vertretung 76^3^
– Volkswahl 61^1^^a^
– Vorschlagsrecht 85
– Wahl 77
– Wählbarkeit, Unvereinbarkeit und<br /> Ausstand 69
– Zusammensetzung 76^2^
– Zuständigkeiten – finanzielle 81
    – Rechtsetzung 78
    – bei Volksinitiativbegehren 65
    – weitere 82
 **Grundeigentum** Garantie 21
 **Grundrechte** 7–24
 **Haftung des Staates** s. Verantwortlichkeit
 **Handelsgericht** s. Gerichte
 **Heilquellen und** **‑bäder** Schutz 43
 s. auch Regalrechte
 **Heime** 29^4, 5^, 39^3^
 **Historische Stätten** s. Kulturpflege
 **Hochschulen** s. Schulwesen
 **Information der Öffentlichkeit** 73
 **Informationsfreiheit** 13
Initiative
– Volksinitiative – Abstimmung 62^1^^c, d^
    – Gesetzesinitiative 64
    – Verfassungsinitiative 64
– Behandlung von Initiativen durch den  Grossen Rat 65
 **Interkantonale und internationale Verträge** s. Verträge
 **Jagdregal** 55^1^^a^
 **Jahresbericht** , des Grossen Rates 81^1^
 **Jugend** 
– Jugendbelange 38^bis^
– Jugendschutz 13^3^, 15^3^
 **Kanton** 
– Beteiligung an gemischtwirtschaftlichen und privaten Unternehmungen 58
– Beziehungen und Organisation 3–5
– Übertragung von Aufgaben 93^3^
– Verfassung s. Verfassung
– Verwaltung s. Verwaltung
– Verhältnisse und Organisation
– Vertretung des Kantons durch den Regierungsrat
 **Kantonalbank** 57
 **Kinder** , die benachteiligt sind
– ausgleichende Massnahmen 34^3^
 **Kindergarten** s. Volksschule
Kirchen
– Anerkennung 109
– Austritt 111^2^
– Freiheit der Religionsgemeinschaften 12
– Kirchgemeinden 112 – Steuerhoheit 113
– Organisation 110, 111^3^
– Rechtsschutz 114
– Synode 110^3^
– Verhältnis zum Bistum Basel 115
– Zugehörigkeit zu den Landeskirchen 111
 **Klim** **a** 42*a* 
 **Kulturpflege und** **‑güter** 36
 **Kultusfreiheit** s. Kirchen
 **Kunstfreiheit** 14
 **Landammann** Wahl 92^2^
 **Landeskirchen** s. Kirchen
 **Landschaftsschutz** s. Umweltschutz
 **Landstatthalter** Wahl 92^2^
 **Landwirtschaft** Förderung 51^a^
 **Lärmbekämpfung** s. Umweltschutz
Leben
– polizeilicher Schutz 27
– Recht auf Leben 15^1^
 **Luftreinhaltung** s. Umweltschutz
 **Medien** , Massenmedien 13^3^, 37
 **Medizinalpersonen** s. Gesundheitswesen
 **Medizinische Versorgung** s. Gesundheitswesen
 **Mehrheitswahlverfahren** 61^3^
 **Meinungsfreiheit** 13
 **Menschenwürde** Achtung 9, 15^4^
 **Mietgerichte** s. Gerichte
 **Minderheiten** ethnische 48
 **Mittelschulen** s. Schulwesen
 **Natur** s. Umweltschutz
 **Niederlassungsfreiheit** 16
 **Notverordnung** des Regierungsrates 91^4^
 **Obergericht** s. Gerichte
 **Öffentliche Aufgaben** s. Aufgaben
 **Öffentliche Ordnung** s. Sicherheit
 **Öffentliches Beschaffungswesen** 82^1 l^
 **Öffentliches Interesse** Wahrung 68
 **Öffentliche Sachen** 46
 **Öffentlicher Verkehr** s. Verkehrswesen
Öffentlichkeit
– Öffentlichkeitsprinzip 72^1^
– Information 73
– Verhandlungen im Grossen Rat 72^2^
 **Ombudsmann** 101
 **Organisationen** 
– Verantwortlichkeit bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben 75^2, 3^, 100^3^
 **Ortsbürgergemeinden** 104^3^, 105^2^
 **Parlament** s. Grosser Rat
 **Parteien** politische 67
 **Partialrevision** s. Revision
 **Personalrecht** 70^2^
 **Bezeichnungen** von Personen und Funktionen126a
 **Persönliche Freiheit** 15
 **Petitionsfreiheit** 19
 **Planung** der Aufgaben und Ausgaben 116
 **Planungsreferendum** 63^1^^b^
 **Pressefreiheit** 13
 **Private** 
– Ausführungsbestimmungen 78^5^
– Verantwortlichkeit bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben 75^2, 3^, 100^3^
 **Privatschulen** s. Schulwesen
 **Privatsphäre** Schutz 15^2^
 **Raumplanung** 45
 **Rechnung** , Jahresrechnung 81^1^
Rechte
– politische – Initiative s. Initiative
    – Stimm- und Wahlrecht 59
    – Volksabstimmung 62, 63
    – Volkswahlen 61
– verfassungsmässige s. Grundrechte
 **Rechtliches Gehör** Anspruch 22^1^, 23^1^
 **Rechtsauskunftsstellen** 97^2^
 **Rechtsgleichheit** 10
Rechtspflege
– allgemeine s. Gerichte
– Gewaltentrennung 68^2^
– Kompetenzstreitigkeiten, Entscheid 100^2^
– unentgeltliche 22^2^
 **Rechtsstaatliches Handeln** 2
 **Referendum** (Volksabstimmung)
– fakultatives 63 – Übergangsregelung 131
– obligatorisches 62
– Vertragsreferendum 63^1^^c^
– Verfassungsreferendum 122, 123
 **Regalgüter** Vorbehalt bestehender Privatrechte 55^2^
 **Regalrechte** des Kantons 55
– als Vorbehalt zur Wirtschaftsfreiheit 20^2^
Regierungsrat
– Amtsdauer 70
– Funktion 87^1^
– Kollegialsystem 92^1^
– Kompetenzen 89
– Leitung der Verwaltung 90
– Mitgliedschaft in der Bundesversammlung 88^2^
– Organisation 94
– Rechtsetzung 91
– Staatskanzlei 92^3^
– Wahl 61^1^^c^, 88
– Wählbarkeit, Unvereinbarkeit und<br /> Ausstand 69
– Zusammensetzung 87^2^
 **Religion** s. Glaubensfreiheit, Kirchen
 **Religionsgemeinschaften** s. Kirchen
 **Revision** der Verfassung
– Grundsatz 121
– Teilrevision 122
– Totalrevision 123 – Ausarbeitung durch einen Verfassungsrat 124
 **Rückwirkung von Erlassen** Verbot 24
 **Salzverkaufsregal** 55
 **Schadenshaftung** von Kanton und<br />Gemeinde 75
 **Schlichtungsbehörden** 98^1^
 **Schulwesen** 28–35
– Grundlage 28, 35
– Hochschulen 32
– Kostentragung 34
– Mittelschulen 30
– Privatschulen 33
– Schulbehörden 31
– Sonderschulen 29^4, 5^
– staatliche Lehrziele 35
– Volksschulen 29^1–3, 5^
 **Schutzgebiete** s. Umweltschutz
 **Schweizer Bürger** s. Bürger
 **Sicherheit** und öffentliche Ordnung
– Wahrung 27
– Zuständigkeit des Regierungsrates 89^2^^a^
 **Sittlichkeit öffentliche** Schutz 27
 **Sonderschulen** s. Schulwesen
 **Souveränität des Volkes** 1
 **Sozialhilfe** 39
 **Spitäler** s. Gesundheitswesen
Staat
– Grundsatz jeglicher Tätigkeit 2
– Staatsgewalt 1
– Staatskanzlei 92^3^
– Staatsverfassung s. Verfassung
– Staatsziele 25
Ständeräte
– Stimmrecht 59
– Volkswahl 61^1^^d^
Steuerfuss
– Festsetzung – in den Gemeinden 117^2^
    – im Kanton 117^1^
    – in den Kirchgemeinden 113^2^
Steuern
– Bemessung 119
– Grundlage der Erhebung 117
– Kirchgemeinden 113^1, 2^
– Mittelbeschaffung 118
 s. auch Finanzausgleich
Stimmrecht
– Allgemeines 59
– Ausübung 60
– im Gemeindeverband 108^4^
– in der Landeskirche 111^3^
– Stimmpflicht 59^2^
 **Strafgerichte** s. Gerichte
 **Strafvollzug** 40
 **Strassen** s. Verkehrswesen
 **Synode** s. Kirchen
 **Teilrevision der Verfassung** s. Verfassung
 **Tierwelt** Schutz s. Umweltschutz
 **Totalrevision der Verfassung** <br />s. Verfassung
 **Turnen und Sport** Förderung 41^6^
 **Übergangsordnung** 126–132
 **Übertragung** von Aufgaben 93^3^
 **Umschulung** s. Arbeitslosigkeit
Umweltschutz
– Allgemeines 42
– Auen-Schutzpark 42^5^
– Abfallbeseitigung 44
– Heilquellen 43
– Klima 42*a* 
 **Unselbständige Anstalten** s. Anstalten
 **Untergrund** Nutzung 55^1^^g^
 **Unternehmen** 
– gemischtwirtschaftliche – Beteiligung des Kantons 58
    – Übertragung von Verwaltungsaufgaben 93^3^
– kleine und mittlere 50^2bis^
– Verantwortlichkeit bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben 75^2, 3^, 100^3^
 **Unterricht** an öffentlichen Schulen
– Grundsätze 35
– Unentgeltlichkeit 34^1^
 **Untersuchungsgefangene** Rechte und<br />Pflichten 40
 **Unvereinbarkeiten** 
– Grosser Rat und Beamte 69^4^
– Grosser Rat, Regierungsrat, Obergericht und Justizgericht 69^3^
– Höchstzahl in der Bundesversammlung – von Oberrichtern 96^2^
    – von Regierungsräten 88^2^
 **Unversehrtheit** Recht auf – 15
Verantwortlichkeit
– Behörden und Beamte 75^1, 3^
– Organisationen und Personen, die übertragene öffentliche Aufgaben erfüllen 75^2, 3^
– Mitglieder des Grossen Rates 75^4^
– Rechtsweg 100^3^
 **Vereinigungsfreiheit** 18
 **Verfahren** 
– allgemeine Verfahrensgarantien 22
– besondere Verfahrensgarantien 23
Verfassung
– Rechtsgrundlage zur Erfüllung der<br /> Aufgaben 26^1^
– Verfassungsinitiative s. Initiative
– Verfassungsrat 61^1b^, 124
– Verfassungsrevision s. Revision
– Volksabstimmung 62^1a^
 **Verhaftung** s. Freiheitsentzug
Verhältnis
– zu andern Kantonen 4
– zur Eidgenossenschaft 3
– Zuständigkeit des Regierungsrates 89^2^^c^
 **Verhältnismässigkeit der öffentlichen** **<br /> Tä** **tigkeit** 2
 **Verhältniswahlverfahren** 61^2^
 **Verkehrswesen** 49
 **Vermessung und Kataster** 47^2^
 **Vernehmlassungen** s. Anhörung
 **Versammlungsfreiheit** 17
 **Versicherungen** 56
 **Versicherungsgericht** s. Gerichte
 **Verträge** interkantonale und internationale
– fakultative Volksabstimmung 63^1^^c^
– Genehmigung durch den – Grossen Rat 82^1^^a^ – Voraussetzung 82^3^
    – Regierungsrat 89^2^^d^
    – Übergangsregelung 128^4^
 **Vertretung des Kantons** durch den Regierungsrat 89^2^^b^
Verwaltung
– Gliederung 93
– Leitung 90
– Organisation 94
– Verantwortlichkeit 100^3^
– Verwaltungsaufgaben, Übertragung 93^3^
– Zuständigkeitskonflikte 100^2^
– Verwaltungsbeschwerden 90^4^
– Verwaltungsgericht s. Gerichte
– Verwaltungstätigkeit, Grundsatz 68^1^
 s. auch Regierungsrat
 **Volk** 
– Staatsgewalt 1
– Volksinitiativbegehren s. Initiative
 **Volksabstimmungen** 
– fakultative 63 – in den Gemeinden 63^4^
    – Übergangsordnung 131
– nachträgliche 78^4^
– obligatorische 62 – in den Gemeinden 62^2^
 s. auch Revision der Verfassung
 **Volksinitiativbegehren** s. Initiative
 **Volksschule** 29
 **Volkswahlen** s. Wahlen
 **Vollzug** 
– des Bundesrechts 78^1^, 91^2bis^
– der kantonalen Gesetze 87^1^
– von Strafen und Massnahmen 40
 **Vorschläge der Bürger** 19, 66^2^
 **Vorsorgeeinrichtungen** s. Sozialhilfe
 **Wählbarkeit** Voraussetzung 69
Wahlen
– Berechtigung s. Stimmrecht
– durch den Grossen Rat 82^1^^h^
– durch den Regierungsrat 89^2^^e^
– in die Landeskirchen 111
– Mehrheitswahlverfahren 61^3^
– Volkswahlen 61
– Wahlkreise 77
– Verhältniswahlverfahren 61^2^
 **Wald** Bewirtschaftung 51^b^
Widerverwertungvon Altstoffen 44
Wasser
– Reinhaltung 42^2^
– Versorgung 53
Wirtschaft
– Wirtschaftsfreiheit 20^1^
– Wirtschaftspolitik 50
– wirtschaftspolizeiliche Vorschriften 52
 **Wissenschaften** s. Kulturpflege
 **Wissenschaftsfreiheit** 14
Wohnung
– Förderung des sozialen Wohnungsbaus 47^3^
– Unverletzlichkeit 15^2^
– Vermittlung 25^2^^c^
 **Zensurverbot** 13^4^
 **Zivilgerichte** s. Gerichte
 **Zusammenarbeit mit andern Kantonen** 4
 **Zwangsmassnahmengericht** 99^1^^a^

[^1]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 9. Juni 2024, in Kraft seit 30. Juni 2024.  Gewährleistungsbeschluss vom 17. März 2025 (BBl  **2025**  966Art. 6; **2024**  2852).
[^2]: Diese Veröffentlichung basiert auf jenen der Änderungen im Rahmen der Gewährleistungsbotschaften im BBl. Sie kann vorübergehend von der Veröffentlichung in der kantonalen Gesetzessammlung abweichen.
[^3]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 1. Juni 2008, in Kraft seit 1. März 2011.  Gewährleistungsbeschluss vom 28. Mai 2009 (BBl  **2009**  4801Art. 1 Ziff. 31191).
[^4]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 11. März. 2012, in Kraft seit 1. Aug. 2013.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).
[^5]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 11. März. 2012, in Kraft seit 1. Aug. 2013.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).
[^6]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 11. März. 2012, in Kraft seit 1. Aug. 2013.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).
[^7]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 11. März. 2012, in Kraft seit 1. Aug. 2013.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).
[^8]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 27. Sept. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2022. Gewährleistungsbeschluss vom 21. Sept. 2021 (BBl  **2021**  2340Art. 3 Abs. 1,1414).
[^9]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 25. Juni 1995, in Kraft seit 14. April 1997. Gewährleistungsbeschluss vom 16. Sept. 1996 (BBl  **1996**  IV 864Art. 1 Ziff. 6, I 1301).
[^10]: Aufgehoben in derVolksabstimmung vom 11. März. 2012, mit Wirkung seit 1. Aug. 2013.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).
[^11]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 6. Juni 1993, in Kraft seit 4. Okt. 1994.  Gewährleistungsbeschluss vom 9. Juni 1994 (BBl  **1994**  III 319Art. 1 Ziff. 5; **1993**  IV 465).
[^12]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 1. Juni 2008, in Kraft seit 1. Sept. 2008.  Gewährleistungsbeschluss vom 28. Mai 2009 (BBl  **2009**  4801Art. 1 Ziff. 31191).
[^13]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 17. Juni 2012, in Kraft seit 1. Aug. 2012.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).
[^14]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 17. Juni 2012, in Kraft seit 1. Aug. 2012.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).
[^15]: Aufgehoben in derVolksabstimmung vom 17. Juni 2012, mit Wirkung seit 1. Aug. 2012.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).
[^16]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 27. Sept. 1998, in Kraft seit 1. Sept. 1999. Gewährleistungsbeschluss vom 10. Juni 1999 (BBl  **1999**  5181Art. 1 Ziff. 8 2514).
[^17]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 23. Sept. 2012, in Kraft seit 23. Sept. 2012. Gewährleistungsbeschluss vom 23. Sept. 2013 (BBl  **2013**  7827Art. 1 Ziff. 53931).
[^18]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 11. März. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).
[^19]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 25. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Juli 2019.  Gewährleistungsbeschluss vom 16. Sept. 2019 (BBl  **2019**  6865Art. 33929).
[^20]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 11. März. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).
[^21]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 11. März. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).
[^22]: Aufgehoben in derVolksabstimmung vom 13. Juni. 2010, mit Wirkung seit 1. Jan. 2013. Gewährleistungsbeschluss vom 29. Sept. 2011 (BBl  **2011**  7619Art. 1 Ziff. 74467).
[^23]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 24. Febr. 2008, in Kraft seit 1. Juli 2008.  Gewährleistungsbeschluss vom 18. Dez. 2008 (BBl  **2009**  555Art. 1 Ziff. 4, **2008**  6053).
[^24]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 24. Febr. 2008, in Kraft seit 1. Juli 2008.  Gewährleistungsbeschluss vom 18. Dez. 2008 (BBl  **2009**  555Art. 1 Ziff. 4, **2008**  6053).
[^25]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 2. Juni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003.  Gewährleistungsbeschluss vom 12. März 2003 (BBl  **2003**  2887Art. 1 Ziff. 6, **2002**  6686).
[^26]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 2. Juni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003.  Gewährleistungsbeschluss vom 12. März 2003 (BBl  **2003**  2887Art. 1 Ziff. 6, **2002**  6686).
[^27]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 2. Juni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003.  Gewährleistungsbeschluss vom 12. März 2003 (BBl  **2003**  2887Art. 1 Ziff. 6, **2002**  6686).
[^28]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 2. Juni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003.  Gewährleistungsbeschluss vom 12. März 2003 (BBl  **2003**  2887Art. 1 Ziff. 6, **2002**  6686).
[^29]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 2. Juni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003.  Gewährleistungsbeschluss vom 12. März 2003 (BBl  **2003**  2887Art. 1 Ziff. 6, **2002**  6686).
[^30]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 11. März. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).
[^31]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 11. März. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).
[^32]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 24. Sept. 2000, in Kraft seit 1. Juli 2002.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. Dez. 2001 (BBl  **2001**  6542Art. 1 Ziff. 64879).
[^33]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 11. März 2007, in Kraft seit 1. Juli 2008. Gewährleistungsbeschluss vom 6. März 2008 (BBl  **2008**  2493Art. 1 Ziff. 9, **2007**  7663).
[^34]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 11. März 2007, in Kraft seit 1. Juli 2008. Gewährleistungsbeschluss vom 6. März 2008 (BBl  **2008**  2493Art. 1 Ziff. 9, **2007**  7663).
[^35]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 27. Sept. 2009, in Kraft seit 1. März 2010. Gewährleistungsbeschluss vom 8. Dez. 2010 (BBl  **2011**  257Art. 1 Ziff. 1, **2010**  4901).
[^36]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 27. Sept. 2009, in Kraft seit 1. März 2010. Gewährleistungsbeschluss vom 8. Dez. 2010 (BBl  **2011**  257Art. 1 Ziff. 1, **2010**  4901).
[^37]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 27. Sept. 2009, in Kraft seit 1. März 2010. Gewährleistungsbeschluss vom 8. Dez. 2010 (BBl  **2011**  257Art. 1 Ziff. 1, **2010**  4901).
[^38]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 18. Mai 2003, in Kraft seit 1. Sept. 2004. Gewährleistungsbeschluss vom 10. März 2004 (BBl  **2004**  1393Art. 1 Ziff. 5, **2003**  8087).
[^39]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 25. Sept. 2022, in Kraft seit 1. Jan. 2023. Gewährleistungsbeschluss vom 20. Sept. 2023 (BBl  **2023**  2331Art. 5 Abs. 2,1495).
[^40]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 24. Febr. 2008, in Kraft seit 1. Juli 2008.  Gewährleistungsbeschluss vom 18. Dez. 2008 (BBl  **2009**  555Art. 1 Ziff. 4, **2008**  6053).
[^41]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 24. Febr. 2008, in Kraft seit 1. Juli 2008.  Gewährleistungsbeschluss vom 18. Dez. 2008 (BBl  **2009**  555Art. 1 Ziff. 4, **2008**  6053).
[^42]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 2. Juni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003.  Gewährleistungsbeschluss vom 12. März 2003 (BBl  **2003**  2887Art. 1 Ziff. 6, **2002**  6686).
[^43]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 2. Juni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003.  Gewährleistungsbeschluss vom 12. März 2003 (BBl  **2003**  2887Art. 1 Ziff. 6, **2002**  6686).
[^44]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 5. Juni 2005, in Kraft seit 1. Aug. 2005.  Gewährleistungsbeschluss vom 12. Juni 2006 (BBl  **2006**  6127Art. 1 Ziff. 42813).
[^45]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 5. Juni 2005, in Kraft seit 1. Aug. 2005.  Gewährleistungsbeschluss vom 12. Juni 2006 (BBl  **2006**  6127Art. 1 Ziff. 42813).
[^46]: SR  **101**
[^47]: [BS **1** 3;AS  **1949**  1511; **1977**  807,2228]. Den genannten Bestimmungen entsprechen heute die Art. 45, 136, 140, 141, 151, 159, 160 und 165 der BV vom 18. April 1999  (SR  **101** ).
[^48]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 11. März. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).
[^49]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 5. Juni 2005, in Kraft seit 1. Aug. 2005.  Gewährleistungsbeschluss vom 12. Juni 2006 (BBl  **2006**  6127Art. 1 Ziff. 42813).
[^50]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 5. Juni 2005, in Kraft seit 1. Aug. 2005.  Gewährleistungsbeschluss vom 12. Juni 2006 (BBl  **2006**  6127Art. 1 Ziff. 42813).
[^51]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 11. März. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).
[^52]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 5. Juni 2005, in Kraft seit 1. Aug. 2005.  Gewährleistungsbeschluss vom 12. Juni 2006 (BBl  **2006**  6127Art. 1 Ziff. 42813).
[^53]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 5. Juni 2005, in Kraft seit 1. Aug. 2005.  Gewährleistungsbeschluss vom 12. Juni 2006 (BBl  **2006**  6127Art. 1 Ziff. 42813).
[^54]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 5. Juni 2005, in Kraft seit 1. Aug. 2005.  Gewährleistungsbeschluss vom 12. Juni 2006 (BBl  **2006**  6127Art. 1 Ziff. 42813).
[^55]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 2. Juni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003.  Gewährleistungsbeschluss vom 12. März 2003 (BBl  **2003**  2887Art. 1 Ziff. 6, **2002**  6686).
[^56]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 11. März. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).
[^57]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 13. Juni. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011.  Gewährleistungsbeschluss vom 29. Sept. 2011 (BBl  **2011**  7619Art. 1 Ziff. 74467).
[^58]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 11. März. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).
[^59]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 13. Juni. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011.  Gewährleistungsbeschluss vom 29. Sept. 2011 (BBl  **2011**  7619Art. 1 Ziff. 74467).
[^60]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 13. Juni. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011.  Gewährleistungsbeschluss vom 29. Sept. 2011 (BBl  **2011**  7619Art. 1 Ziff. 74467).
[^61]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 13. Juni. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011.  Gewährleistungsbeschluss vom 29. Sept. 2011 (BBl  **2011**  7619Art. 1 Ziff. 74467).
[^62]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 13. Juni. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011.  Gewährleistungsbeschluss vom 29. Sept. 2011 (BBl  **2011**  7619Art. 1 Ziff. 74467).
[^63]: In Kraft seit 1. Jan. 2003.
[^64]: Aufgehoben in derVolksabstimmung vom 11. März. 2012, mit Wirkung seit 1. Jan. 2013.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).
[^65]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 18. April 1999, in Kraft seit 1. Jan. 2001. Gewährleistungsbeschluss vom 14. Juni 2000 (BBl  **2000**  3643Art. 1 Ziff. 51107).
[^66]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 13. Febr. 2011, in Kraft seit 1. Juli 2011.  Gewährleistungsbeschluss vom 6. März 2012 (BBl  **2012**  3861Art. 1 Ziff. 4, **2011**  8041).
[^67]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 30. Nov. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004. Gewährleistungsbeschluss vom 12. Juni 2006 (BBl  **2006**  6127Art. 1 Ziff. 42813).
[^68]: Die Gewährleistung erfolgte am 15. Dez. 1981 (BBl  **1981**  III 1131).
[^69]: [AGS **1** 1]
[^70]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 2. Juni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003.  Gewährleistungsbeschluss vom 12. März 2003 (BBl  **2003**  2887Art. 1 Ziff. 6, **2002**  6686).
[^71]: SR  **311.0**
[^72]: Aufgehoben in derVolksabstimmung vom 27. Nov. 2011, mit Wirkung seit 1. Jan. 2012.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2617Art. 1 Ziff. 3, **2012**  8513).
[^73]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 11. März. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).
[^74]: Angenommen in derVolksabstimmung vom 11. März. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013.  Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl  **2013**  2619Art. 1 Ziff. 5195).