131.235

Übersetzung[^1]

# Verfassung der Republik und des Kantons Jura

vom 20. März 1977 (Stand am 1. Januar 2025)[^2]

Das jurassische Volk

im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott, den Menschen und seinen zukünftigen Generationen, in der Absicht, seine Souveränität wiederherzustellen und eine geeinte Gemeinschaft zu gründen,[^3]

gibt sich folgende Verfassung:

*Präambel* 

Das jurassische Volk beruft sich auf die Menschenrechtserklärung von 1789, auf die Allgemeine Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen von 1948 und auf die Europäische Menschenrechtskonvention von 1950[^4].

Gestützt auf diese Grundsätze ist die Republik und der Kanton Jura, hervorgegangen aus dem Akt freier Selbstbestimmung vom 23. Juni 1974, entschlossen, eine gedeihliche Gesellschaft aufzubauen, die Grundrechte zu beachten, verantwortungsvoll mit der Umwelt umzugehen, die soziale Gerechtigkeit und die Zusammenarbeit unter den Völkern zu fördern und aktiv in den Gemeinschaften mitzuwirken, auf die sie sich beruft.[^5]

## **I.** Souveränität {#lvl_I}
##### **Art. 1** Staatsform {#lvl_I/art_1 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--1}
1. Die jurassische Republik ist ein auf Brüderlichkeit gegründeter demokratischer und sozialer Staat.
2. Sie ist ein souveräner Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

##### **Art. 2** Ausübung der Souveränität {#lvl_I/art_2 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--2}
Die Souveränität steht dem Volk zu, das sie unmittelbar oder durch seine Vertreter ausübt.

##### **Art. 3** Sprache {#lvl_I/art_3 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--3}
Das Französische ist Landes- und Amtssprache der Republik und des Kantons Jura.

##### **Art. 4** Zusammenarbeit {#lvl_I/art_4 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--4}
1. Die Republik und der Kanton Jura arbeitet mit den anderen Kantonen der Schweizerischen Eidgenossenschaft zusammen.
2. Sie ist bestrebt, mit ihren Nachbarn eng zusammenzuarbeiten.
3. Sie ist weltoffen und arbeitet mit den um Solidarität bemühten Völkern zusammen.

##### **Art. 5** Wappen {#lvl_I/art_5 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--5}
Die Republik und der Kanton Jura hat das folgende Wappen:

| | «Gespalten von Silber mit rotem Bischofsstab und von Rot mit drei silbernen Balken» |
| --- | --- |

## **II.** Die Grundrechte {#lvl_II}
##### **Art. 6** Gleichheit vor dem Gesetz {#lvl_II/art_6 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--6}
1. Mann und Frau sind gleichberechtigt.
2. Niemand darf wegen seiner Geburt, seiner Herkunft, seiner Rasse, seiner weltanschaulichen Überzeugung, seiner Meinung oder seiner sozialen Stellung benachteiligt oder bevorzugt werden.

##### **Art. 7** Menschenwürde {#lvl_II/art_7 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--7}
1. Die Würde des Menschen ist unantastbar.
2. Jeder Mensch hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit und auf Chancengleichheit.

##### **Art. 8** Freiheitsrechte {#lvl_II/art_8 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--8}
Die persönliche Freiheit ist gewährleistet.

Gewährleistet sind insbesondere:
a. das Recht auf Leben und auf körperliche und geistige Unversehrtheit;
b. das Recht auf Achtung der Privatsphäre und der Wohnung;
c. das Recht auf Ehe und Familie;
d. das Recht auf Pflege und Erziehung der Kinder;
e. die Gedanken-, die Gewissens- und die Religionsfreiheit;
f. die Freiheit der Meinungsbildung, der Meinungsäusserung und der Meinungsverbreitung, insbesondere die Pressefreiheit;
g. die Vereins-, die Versammlungs- und die Demonstrationsfreiheit;
h. die Freiheit des Lernens und der Lehre;
i. die Freiheit der Kunst und der Forschung;
j. die Freiheit der Berufswahl und der Berufsausübung;
k. die Handels- und Gewerbefreiheit;
l. die Niederlassungsfreiheit;
m. der freie Zugang zu öffentlichen Ämtern.

##### **Art. 9** Rechtsschutz im Allgemeinen {#lvl_II/art_9 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--9}
1. Niemand darf seinem verfassungsmässigen Richter entzogen werden.
2. Jede Partei hat Anspruch auf rechtliches Gehör, bevor über ihren Rechtsstreit entschieden wird.
3. Jeder hat ausser in den vom Gesetz vorgesehenen Fällen Anspruch auf Akteneinsicht.
4. Mittellose Parteien haben Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand nach den Vorschriften des Gesetzes.

##### **Art. 10** {#lvl_II/art_10 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--10}

##### **Art. 11** Zensur {#lvl_II/art_11 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--11}
Die Zensur ist untersagt.

##### **Art. 12** Eigentum {#lvl_II/art_12 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--12}
1. Das Eigentum ist in seiner privaten und seiner sozialen Funktion anerkannt und in den Schranken des Gesetzes gewährleistet.
2. Wer enteignet wird, hat Anspruch auf volle und nach Möglichkeit im Voraus zu leistende Entschädigung.
3. Bei überwiegendem öffentlichem Interesse ergreift der Staat Massnahmen, um den Missbrauch des Eigentums insbesondere an Boden, Wohnungen und wichtigen Produktionsmitteln zu verhindern.
4. Der Staat fördert den bäuerlichen Grundbesitz.
5. Das Gesetz kann dem Staat und den Gemeinden ein Vorkaufsrecht in den Fällen einräumen, in denen ein überwiegendes öffentliches Interesse es erfordert.

##### **Art. 13** Beschränkung der Grundrechte {#lvl_II/art_13 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--13}
Die Grundrechte können nur durch Gesetz eingeschränkt werden und nur so weit, als ein überwiegendes öffentliches Interesse es erfordert.

##### **Art. 14** Wirkungen der Grundrechte {#lvl_II/art_14 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--14}
1. Alle Staatsgewalt ist an die Grundrechte gebunden.
2. Jeder achtet bei der Ausübung seiner Grundrechte .die Grundrechte der anderen.

##### **Art. 15** Pflichten {#lvl_II/art_15 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--15}
Jeder hat seine gesetzlichen Pflichten gegenüber dem Staat und den Gemeinden zu erfüllen.

##### **Art. 16** Bürgerrecht {#lvl_II/art_16 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--16}
1. Das Gesetz regelt die Voraussetzungen und das Verfahren für den Erwerb des Kantons- und des Gemeindebürgerrechts.
2. Das Gemeindebürgerrecht begründet das Kantonsbürgerrecht.

## **III.** Die Aufgaben des Staates {#lvl_III}
### **1.** Die Familie {#lvl_III/lvl_1}
##### **Art. 17** {#lvl_III/lvl_1/art_17 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--17}
1. Der Staat schützt und unterstützt die Familie, die Urzelle und Grundlage der Gesellschaft.
2. Er stärkt die Stellung der Familie in der Gemeinschaft.

### **2.** Soziale Sicherheit {#lvl_III/lvl_2}
##### **Art. 18** Grundsatz {#lvl_III/lvl_2/art_18 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--18}
1. Der Staat und die Gemeinden fördern die allgemeine Wohlfahrt und die soziale Sicherheit.
2. Sie schützen insbesondere die Menschen, die wegen ihres Alters, ihrer Gesundheit und ihrer wirtschaftlichen oder sozialen Lage Hilfe brauchen.
3. Sie fördern die Eingliederung der Wanderbevölkerung in ihre jurassische soziale Umwelt.

##### **Art. 19** Recht auf Arbeit {#lvl_III/lvl_2/art_19 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--19}
1. Das Recht auf Arbeit ist anerkannt.
2. Der Staat strebt mit Unterstützung der Gemeinden die Vollbeschäftigung an.
3. Jeder Erwerbstätige hat Anspruch auf den Lohn, der ihm einen menschenwürdigen Lebensunterhalt sichert.
4. Der Staat fördert die berufliche Umschulung.
5. Er fördert die wirtschaftliche und soziale Eingliederung der Behinderten.

##### **Art. 20** Schutz der Erwerbstätigen {#lvl_III/lvl_2/art_20 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--20}
Zum Schutz der Erwerbstätigen trifft der Staat folgende Massnahmen:
a. er organisiert die obligatorische Arbeitslosenversicherung;
b. er richtet einen arbeitsmedizinischen Dienst ein;
c. er erlässt Rechtsvorschriften über die Arbeitsbedingungen;
d. er fördert die Mitbestimmung der Arbeitnehmer in den Unternehmen ;
e. er schützt die Erwerbstätigen und ihre Vertreter bei der Ausübung ihrer Rechte;
f. er überwacht die Einhaltung des Grundsatzes «Gleiche Arbeit, gleicher Lohn»;
g. er anerkennt das Streikrecht; das Gesetz bezeichnet die öffentlichen Dienste, in denen besondere Vorschriften darüber aufgestellt werden können.

##### **Art. 21** Sozialer Frieden {#lvl_III/lvl_2/art_21 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--21}
Der Staat setzt eine kantonale Schlichtungs- und Schiedsstelle ein, die sich bei sozialen Konflikten einschaltet.

##### **Art. 22** Recht auf Wohnung {#lvl_III/lvl_2/art_22 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--22}
1. Das Recht auf Wohnung ist anerkannt.
2. Der Staat und die Gemeinden sorgen dafür, dass jedermann eine angemessene Wohnung zu tragbaren Bedingungen erhält.
3. Sie treffen Massnahmen zum Schutz der Mieter gegen Missbräuche.

##### **Art. 23** Sozialversicherungen und Sozialleistungen {#lvl_III/lvl_2/art_23 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--23}
1. Der Staat und die Gemeinden können die Sozialversicherungen und Sozialleistungen des Bundes ergänzen und weitere einführen.
2. Der Staat führt die Familienzulagen allgemein ein.
3. Das Gesetz geht für die Finanzierung der Sozialversicherungen und Sozialleistungen vom Grundsatz der Solidarität aus.

### **3.** Sozialhilfe {#lvl_III/lvl_3}
##### **Art. 24** {#lvl_III/lvl_3/art_24 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--24}
Die Sozialhilfe ist Aufgabe des Staates und der Gemeinden.

### **4.** Gesundheitswesen {#lvl_III/lvl_4}
##### **Art. 25** Schutz im Allgemeinen {#lvl_III/lvl_4/art_25 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--25}
1. Der Staat und die Gemeinden sorgen für die öffentliche Hygiene und die Volksgesundheit.
2. Sie fördern die Gesundheitsvorsorge und die Berufe, die der Pflege von Kranken und Behinderten dienen.
3. Der Staat regelt und überwacht die Ausübung der medizinischen und paramedizinischen Berufe.

##### **Art. 26** Organisation des Spitalwesens {#lvl_III/lvl_4/art_26 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--26}
1. Der Staat organisiert und koordiniert das gesamte Spitalwesen und die angeschlossenen medizinischen Einrichtungen.
2. Er sorgt für deren Unterhalt.[^6]
3. Er überträgt die Verwaltung einer öffentlichrechtlichen Anstalt.[^7]

##### **Art. 27** Hauspflege {#lvl_III/lvl_4/art_27 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--27}
Der Staat fördert die Hauspflege.

##### **Art. 28** Gesundheitspolizei {#lvl_III/lvl_4/art_28 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--28}
Der Staat organisiert die Gesundheitspolizei.

##### **Art. 29** Versicherungen {#lvl_III/lvl_4/art_29 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--29}
1. Die Kranken-, die Unfall- und die Mutterschaftsversicherung sind obligatorisch.
2. Der Staat fördert die Übernahme der Zahnbehandlungskosten durch die Krankenversicherung.

##### **Art. 30** Sport {#lvl_III/lvl_4/art_30 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--30}
Der Staat fördert den Volkssport.

##### **Art. 31** Gesundheitsrat {#lvl_III/lvl_4/art_31 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--31}
1. Der Staat schafft einen Gesundheitsrat.
2. Das Gesetz regelt Zusammensetzung, Tätigkeit und Zuständigkeit des Gesundheitsrats.

### **5.** Schulwesen {#lvl_III/lvl_5}
##### **Art. 32** Aufgabe {#lvl_III/lvl_5/art_32 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--32}
1. Die Schule hat die Aufgabe, für die volle Entfaltung der Kinder zu sorgen.
2. Sie erzieht und unterrichtet die Kinder solidarisch mit der Familie.
3. Sie erzieht die Kinder zu freien und verantwortungsbewussten Menschen, die fähig sind, ihr Leben selber zu meistern.

##### **Art. 33** Schulpflicht {#lvl_III/lvl_5/art_33 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--33}
Der Schulbesuch ist obligatorisch.

##### **Art. 34** Öffentliche Schulen {#lvl_III/lvl_5/art_34 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--34}
1. Der Staat organisiert und überwacht das öffentliche Schulwesen.
2. Die Aufnahme in den Kindergarten ist gewährleistet.
3. Der Unterricht ist unentgeltlich.
4. Die öffentlichen Schulen achten die Gedanken-, die Gewissens- und die Religionsfreiheit.

##### **Art. 35** Aufgabenverteilung {#lvl_III/lvl_5/art_35 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--35}
1. Der Kindergarten und die obligatorische Volksschule sind Sache des Staates und der Gemeinden.
2. Die Mittelschulen, die Berufsschulen, die Gewerbe- und die Handelsschulen sind Sache des Staates.
3. Die Berufsbildung kann in bestimmten Fällen privaten Einrichtungen übertragen werden.
4. Der Staat sorgt für die Ausbildung und ständige Weiterbildung der Lehrer.

##### **Art. 36** Ausbildung von Behinderten {#lvl_III/lvl_5/art_36 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--36}
Der Staat unterhält oder fördert Sondereinrichtungen, in denen Behinderte eine ihnen angemessene Ausbildung erhalten.

##### **Art. 37** Ausbildung ausserhalb des Kantons {#lvl_III/lvl_5/art_37 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--37}
Der Staat sorgt, wenn nötig durch Vereinbarungen, für Ausbildungsmöglichkeiten, die im Kanton nicht bestehen.

##### **Art. 38** Privatschulen {#lvl_III/lvl_5/art_38 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--38}
1. Das Recht zur Gründung von Privatschulen ist in den Schranken des Gesetzes gewährleistet.
2. Der Staat unterstützt die Privatschulen unter den im Gesetz umschriebenen Voraussetzungen.

##### **Art. 39** Aufsicht {#lvl_III/lvl_5/art_39 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--39}
Alle Schulen stehen unter der Aufsicht des Staates.

##### **Art. 40** Recht auf Ausbildung {#lvl_III/lvl_5/art_40 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--40}
1. Das Recht auf Ausbildung ist anerkannt.
2. Der Staat und die Gemeinden erleichtern den Besuch von Schulen und Universitäten sowie die Berufsausbildung im Allgemeinen.

##### **Art. 41** Schulrat {#lvl_III/lvl_5/art_41 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--41}
1. Der Staat schafft einen Schulrat.
2. Das Gesetz regelt Zusammensetzung, Tätigkeit und Zuständigkeit des Schulrats.

### **6.** Kultur und Erwachsenenbildung {#lvl_III/lvl_6}
##### **Art. 42** Kulturschaffen {#lvl_III/lvl_6/art_42 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--42}
1. Der Staat und die Gemeinden unterstützen das Kulturschaffen im schöpferischen Bereich, in der Forschung, in Veranstaltungen und im Bereich der Verbreitung.
2. Sie sorgen aktiv für die Erhaltung, die Bereicherung und die Pflege des jurassischen Brauchtums, vor allem der Mundart.
3. Sie fördern die Pflege der französischen Sprache.

##### **Art. 43** Erwachsenenbildung {#lvl_III/lvl_6/art_43 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--43}
Der Staat und die Gemeinden fördern die Erwachsenenbildung.

### **7.** Büro für Frauenfragen {#lvl_III/lvl_7}
##### **Art. 44** {#lvl_III/lvl_7/art_44 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--44}
Der Staat schafft ein Büro für Frauenfragen, dessen Aufgaben insbesondere sind:
a. die Stellung der Frau zu verbessern;
b. den Zugang der Frau zu den öffentlichen Aufgaben auf allen Stufen zu fördern;
c. Diskriminierungen der Frau zu beseitigen.

### **7bis.** Nachhaltige Entwicklung {#lvl_III/lvl_7_bis}
##### **Art. 44a** {#lvl_III/lvl_7_bis/art_44_a omnilex-key=ch-fedlex--131.235--44a}
1. Der Staat und die Gemeinden wachen über die Einhaltung des Gleichgewichts zwischen der Bewahrung der natürlichen Umwelt und den Bedürfnissen des wirtschaftlichen und sozialen Lebens.
2. Bei der Ausübung ihrer Aufgaben beachten sie die Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung und sie tragen den Interessen zukünftiger Generationen Rechnung.

### **8.** Umwelt und Raumordnung {#lvl_III/lvl_8}
##### **Art. 45** Umweltschutz {#lvl_III/lvl_8/art_45 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--45}
1. Der Staat und die Gemeinden schützen den Menschen und seinen natürlichen Lebensraum vor Schäden; sie bekämpfen insbesondere die Verschmutzung der Luft, des Bodens und der Gewässer sowie den Lärm.
2. Sie erhalten die Schönheit und Eigenart der Landschaft sowie die Natur- und Kulturdenkmäler.
3. Der Staat schützt die Tier- und Pflanzenwelt, insbesondere den Wald.
4. Er regelt Jagd und Fischerei.

##### **Art. 46** Raumplanung {#lvl_III/lvl_8/art_46 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--46}
1. Der Staat und die Gemeinden sorgen für eine zweckmässige Nutzung des Bodens und für eine geordnete Besiedlung des Landes.
2. Sie erhalten soweit wie möglich die Forst- und die Landwirtschaftsgebiete, in denen Forst- und Landwirtschaft überwiegen.
3. Sie reservieren die für die Entwicklung der Wirtschaft und der Verkehrswege notwendigen Flächen.
4. Sie sind bestrebt, die zur Erholung und Freizeit besonders geeigneten Gebiete der gemeinschaftlichen Benutzung zu erhalten.
5. Sie nehmen Rücksicht auf die Meinung der betroffenen Bevölkerung.

### **9.** Wirtschaft {#lvl_III/lvl_9}
##### **Art. 47** Wirtschaftsentwicklung {#lvl_III/lvl_9/art_47 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--47}
1. Der Staat fördert die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons; er berücksichtigt die Bedürfnisse der Regionen und sorgt für die Vielfalt der Wirtschaftstätigkeiten.
2. Er kann zu diesem Zweck Ämter schaffen und Einrichtungen unterstützen, namentlich einen konsultativen Wirtschafts- und Sozialrat und ein Amt für Wirtschaftsförderung.

##### **Art. 48** Bau- und Strassenwesen {#lvl_III/lvl_9/art_48 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--48}
Der Staat erlässt Vorschriften über das Bau- und das Strassenwesen.

##### **Art. 49** Öffentlicher Verkehr {#lvl_III/lvl_9/art_49 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--49}
Der Staat fördert den öffentlichen Verkehr.

##### **Art. 50** Bodenschätze {#lvl_III/lvl_9/art_50 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--50}
Der Staat kontrolliert die Ausbeutung der Bodenschätze.

##### **Art. 51** Landwirtschaftspolitik {#lvl_III/lvl_9/art_51 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--51}
Der Staat erarbeitet eine Landwirtschaftspolitik.

### **10.** Konsumentenschutz {#lvl_III/lvl_10}
##### **Art. 52** {#lvl_III/lvl_10/art_52 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--52}
Der Staat berücksichtigt die Interessen der Konsumenten.

### **11.** Humanitäre Hilfe {#lvl_III/lvl_11}
##### **Art. 53** {#lvl_III/lvl_11/art_53 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--53}
Der Staat fördert die humanitäre Hilfe und beteiligt sich an der Entwicklungszusammenarbeit mit den benachteiligten Völkern.

### **12.** Öffentliche Ordnung {#lvl_III/lvl_12}
##### **Art. 54** {#lvl_III/lvl_12/art_54 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--54}
Der Staat und die Gemeinden sorgen für die öffentliche Ordnung, für Sicherheit und Ruhe.

## **IV.** Die Organisation des Staates {#lvl_IV}
### **1.** Allgemeine Grundsätze {#lvl_IV/lvl_1}
##### **Art. 55** Gewaltentrennung {#lvl_IV/lvl_1/art_55 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--55}
Die gesetzgebende, die vollziehende und die rechtsprechende Gewalt sind getrennt.

##### **Art. 56** Grundlagen des staatlichen Handelns {#lvl_IV/lvl_1/art_56 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--56}
1. Alles staatliche Handeln muss auf den Grundsätzen der Rechtmässigkeit und von Treu und Glauben beruhen.
2. Es muss verhältnismässig sein.

##### **Art. 57** Haftung {#lvl_IV/lvl_1/art_57 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--57}
Der Staat und die Gemeinden haften für den Schaden, den Behörden und Beamte in Ausübung ihrer amtlichen Tätigkeit widerrechtlich verursachen.

##### **Art. 58** Rückwirkung von Gesetzen {#lvl_IV/lvl_1/art_58 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--58}
Gesetzen, die den einzelnen oder den Gemeinden neue Lasten oder Pflichten auferlegen, darf keine Rückwirkung zukommen.

##### **Art. 59** Übertragung von Befugnissen {#lvl_IV/lvl_1/art_59 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--59}
1. Das Volk, das Parlament und die Regierung können ihre Befugnisse nach den Vorschriften des Gesetzes übertragen.
2. Für Volk und Parlament bestimmt das Gesetz den Gegenstand jeder Übertragung von Befugnissen und legt deren Zweck und Umfang fest.

##### **Art. 60** Notrecht {#lvl_IV/lvl_1/art_60 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--60}
Das Gesetz bestimmt, dass im Krieg oder bei Katastrophen dem Parlament oder der Regierung vorübergehend Befugnisse übertragen werden können, die von der Verfassung abweichen.

##### **Art. 61** Rechtsauskunft und Schlichtung {#lvl_IV/lvl_1/art_61 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--61}
1. Der Staat richtet einen grundsätzlich unentgeltlichen Rechtsauskunftsdienst ein.
2. Er kann eine unabhängige Schlichtungsstelle für Verwaltungsangelegenheiten errichten.

##### **Art. 62** Unvereinbare Ämter {#lvl_IV/lvl_1/art_62 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--62}
1. Niemand darf zwei der folgenden Ämter gleichzeitig ausüben: Abgeordneter im Parlament, Mitglied der Regierung, vollamtlicher Richter, Staatsanwalt.
2. Die Mitglieder der Regierung dürfen keiner Bezirks- oder Gemeindebehörde angehören.
3. Die vollamtlichen Richter dürfen keiner Gemeindebehörde und keiner anderen Bezirksbehörde angehören.
4. Das Mandat eines eidgenössischen Parlamentariers ist mit folgenden Ämtern unvereinbar: Abgeordneter im Kantonsparlament, vollamtlicher Richter, Staatsanwalt und Mitglied der Regierung.[^8]
5. …[^9]
6. Das Gesetz regelt die Unvereinbarkeit von Ämtern für die nebenamtlichen Richter und die Beamten.

##### **Art. 63** Unvereinbarkeit bei Verwandtschaft {#lvl_IV/lvl_1/art_63 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--63}
Das Gesetz regelt die Unvereinbarkeit von Ämtern bei Verwandtschaft und. Verschwägerung.

##### **Art. 64** Doppeltätigkeit {#lvl_IV/lvl_1/art_64 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--64}
Das Amt eines Regierungsmitglieds oder eines vollamtlicher Richters ist mit jeder anderen bezahlten Tätigkeit unvereinbar.

##### **Art. 65** Amtsdauer {#lvl_IV/lvl_1/art_65 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--65}
1. Die Abgeordneten, die Mitglieder der Regierung, die Richterinnen und Richter, die Staatsanwältinnen und Staatsanwälte und die Mitglieder der Bezirks- und der Gemeindebehörden werden für fünf Jahre gewählt.[^10]
2. Die Präsidenten und Vizepräsidenten des Parlaments, der Regierung und des Kantonsgerichts werden für ein Jahr gewählt.
3. Während einer Amtsperiode Gewählte üben ihr Mandat bis zum Ende dieser Periode aus.

##### **Art. 66** Wiederwahlen {#lvl_IV/lvl_1/art_66 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--66}
1. Die Ständeräte und die Parlamentsabgeordneten können nur zweimal nacheinander wiedergewählt werden.
2. Die Mitglieder der Regierung können nur zweimal wiedergewählt werden.[^11]
3. Die Präsidenten und Vizepräsidenten des Parlaments, der Regierung und des Kantonsgerichts können für das gleiche Amt nicht unmittelbar wiedergewählt werden.
4. Die Mitglieder der anderen Behörden des Staates und der Bezirke können unbeschränkt wiedergewählt werden.

##### **Art. 66a** Amtsenthebung {#lvl_IV/lvl_1/art_66 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--66_a}
1. Das Gesetz kann die Amtsenthebung der Mitglieder der Regierung, der richterlichen Behörden und der Gemeinderäte wegen schwerer Verfehlung oder dauerhafter Amtsunfähigkeit vorsehen. Es regelt das Verfahren und die Voraussetzungen.
2. Das Gesetz kann die Abberufung der Regierung vorsehen, wenn die Mehrheit ihrer Mitglieder bei einem Amtsenthebungsverfahren gegen eines der Mitglieder zurücktritt. Es regelt das Verfahren und die Voraussetzungen.

##### **Art. 67** Öffentlichkeit der Verhandlungen {#lvl_IV/lvl_1/art_67 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--67}
Die Verhandlungen des Parlaments und der Generalräte sind öffentlich.

##### **Art. 68** Information der Öffentlichkeit {#lvl_IV/lvl_1/art_68 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--68}
1. Die Kantons- und die Gemeindebehörden informieren die Bevölkerung über ihre Tätigkeit.
2. Sie veröffentlichen die wichtigen Vorhaben in der Weise, dass eine öffentliche Diskussion möglich ist.

##### **Art. 69** Sitz der Behörden {#lvl_IV/lvl_1/art_69 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--69}
1. Das Parlament und die Regierung haben ihren Sitz in Delsberg.
2. Das Kantonsgericht und das erstinstanzliche Gericht haben ihren Sitz in Pruntrut.[^12]
3. Die kantonale Verwaltung ist dezentralisiert.

### **2.** Die politischen Rechte {#lvl_IV/lvl_2}
##### **Art. 70** Stimmberechtigte {#lvl_IV/lvl_2/art_70 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--70}
1. Stimm- und wahlberechtigt in kantonalen Angelegenheiten sind alle Männer und Frauen, die Schweizerbürger und mindestens 18 Jahre alt sind und Wohnsitz im Kanton haben.
2. …[^13]
3. Stimm- und wahlberechtigt in Gemeindeangelegenheiten sind alle Männer und Frauen, die Schweizerbürger und mindestens 18 Jahre alt sind und Wohnsitz in der Gemeinde haben.
4. Das Gesetz bestimmt, in welchen Fällen einem Stimmberechtigten die politischen Rechte entzogen werden.

##### **Art. 71** Inhalt der politischen Rechte {#lvl_IV/lvl_2/art_71 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--71}
Jeder Stimmberechtigte hat das Recht:
a. an den Volkswahlen und -abstimmungen teilzunehmen;
b. unter den in Verfassung und Gesetz genannten Voraussetzungen in ein öffentliches Amt gewählt zu werden;
c. Volksinitiativen und Referenden zu unterzeichnen.

##### **Art. 72** Auswärtige Jurassier {#lvl_IV/lvl_2/art_72 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--72}
Das Gesetz regelt die politischen Rechte der Jurassier, die ausserhalb des Kantons niedergelassen sind.

##### **Art. 73** Ausländer {#lvl_IV/lvl_2/art_73 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--73}
Das Gesetz umschreibt und regelt das Stimm- und Wahlrecht sowie die übrigen politischen Rechte der Ausländer.

##### **Art. 74** Volkswahlen {#lvl_IV/lvl_2/art_74 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--74}
1. Die Stimmberechtigten des Kantons wählen:
a. die Parlamentsabgeordneten und die Stellvertreter;
b. die Mitglieder der Regierung;
c. die Ständeräte.
2. …[^14]
3. Die Stimmberechtigten der Gemeinde wählen:
a. die Generalräte;
b. den Gemeindepräsidenten und die Gemeinderäte;
c. die Mitglieder der anderen Gemeindeorgane, wenn das Gesetz oder das Gemeindereglement es vorsieht.
4. Die Volkswahlen erfolgen in geheimer Abstimmung.
5. Die Ständeräte, die Parlamentsabgeordneten und die Mitglieder der Generalräte werden nach dem Verhältniswahlverfahren gewählt.
6. Die Regierungsmitglieder und die Gemeindepräsidenten werden nach dem Mehrheitswahlverfahren gewählt.[^15]

##### **Art. 75** Kantonale Volksinitiative: Voraussetzungen {#lvl_IV/lvl_2/art_75 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--75}
1. Zweitausend Stimmberechtigte oder fünf Gemeinden können mit einer Initiative in der Form der allgemeinen Anregung oder des ausgearbeiteten Entwurfs die Annahme, die Änderung oder die Aufhebung von Verfassungs- oder Gesetzesbestimmungen verlangen.[^16]
2. Fünftausend Stimmberechtigte können in der Form der allgemeinen Anregung verlangen, dass das Parlament das Standesinitiativrecht in Bundesangelegenheiten ausübt.
3. Die Volksinitiative muss mit dem übergeordneten Recht vereinbar sein, darf nur einen Gegenstand betreffen und nicht undurchführbar sein; andernfalls tritt das Parlament wegen Ungültigkeit nicht darauf ein.[^17]
4. Die Initiative kann unter den im Gesetz genannten Voraussetzungen zurückgezogen werden.

##### **Art. 76** Kantonale Volksinitiative: Verfahren {#lvl_IV/lvl_2/art_76 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--76}
1. Das Parlament entscheidet, ob die Bestimmungen, die es aufgrund einer Volksinitiative in der Form der allgemeinen Anregung annimmt oder ändert, in die Verfassung oder das Gesetz aufgenommen werden.[^18]
2. Beschliesst das Parlament, einer gültigen Volksinitiative keine Folge zu geben, oder gibt es dieser nicht innerhalb von zwei Jahren Folge, so wird die Initiative dem Volk zur Abstimmung unterbreitet.
3. Das Parlament kann jeder Volksinitiative einen Gegenvorschlag gegenüberstellen.
4. Nimmt das Volk eine Initiative in der Form der allgemeinen Anregung an, so muss das Parlament dieser innerhalb von zwei Jahren Folge geben.[^19]
5. Nimmt das Volk sowohl die Initiative wie den Gegenvorschlag an, so gilt die Vorlage als angenommen, welche die meisten Stimmen auf sich vereinigt hat.

##### **Art. 77** Obligatorisches Referendum {#lvl_IV/lvl_2/art_77 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--77}
Der Volksabstimmung werden unterbreitet:
a. der Grundsatzentscheid über eine Totalrevision der Verfassung zusammen mit dem Verfassungszusatz, der ihre Durchführung regelt;
b. die Verfassungsbestimmungen;
c. die Volksinitiativen, denen das Parlament keine Folge gibt;
d. jede nicht gesetzlich festgelegte Ausgabe, sofern es sich um eine einmalige Ausgabe von mehr als 5/100 oder um eine wiederkehrende Ausgabe von mehr als 5/1000 der Einnahmen des letzten Staatsvoranschlags handelt;
e. die Gesetze und Beschlüsse, die dem obligatorischen Referendum unterliegende Ausgaben zur Folge haben;
f. die Verträge, Konkordate und anderen öffentlichrechtlichen Vereinbarungen, die von der Verfassung abweichen oder sie ergänzen oder die dem obligatorischen Referendum unterliegende Ausgaben zur Folge haben;
g.[^20] das Staatsbudget gemäss Artikel 123*a* Absätze 4 und 6.

##### **Art. 78** Fakultatives Referendum {#lvl_IV/lvl_2/art_78 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--78}
Wenn zweitausend Stimmberechtigte oder fünf Gemeinden es verlangen, werden der Volksabstimmung unterbreitet:[^21]
a. die Gesetze;
b. jede nicht gesetzlich festgelegte Ausgabe, sofern es sich um eine einmalige Ausgabe von mehr als 5/1000 oder um eine wiederkehrende Ausgabe von mehr als 5/10'000 der Einnahmen des letzten Staatsvoranschlags handelt;
c. die Verträge, Konkordate und anderen öffentlichrechtlichen Vereinbarungen, die vom Gesetz abweichen oder es ergänzen oder die dem fakultativen Referendum unterliegende Ausgaben zur Folge haben;
d. die Immobiliengeschäfte, die Bürgschaften und die Beteiligung an Wirtschaftsunternehmen, sofern die betreffenden Beträge grösser sind als 5/1000 der Einnahmen des letzten Staatsvoranschlags;
e. die Pläne in den gesetzlich vorgesehenen Fällen;
f. die Standesinitiativen in Bundesangelegenheiten.

##### **Art. 79** Referendum auf Beschluss des Parlaments {#lvl_IV/lvl_2/art_79 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--79}
Das Parlament kann alle seine Entscheidungen der Volksabstimmung unterbreiten.

##### **Art. 80** Petitionsrecht {#lvl_IV/lvl_2/art_80 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--80}
1. Jeder hat das Recht, eine Petition an die Behörden zu richten.
2. Die Behörde, bei der eine Petition eingereicht wird, mussdiese behandeln und beantworten.

##### **Art. 81** Politische Parteien {#lvl_IV/lvl_2/art_81 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--81}
Der Staat anerkennt die Aufgabe der politischen Parteien und unterstützt deren Tätigkeit.

### **3.** Das Parlament {#lvl_IV/lvl_3}
##### **Art. 82** Stellung {#lvl_IV/lvl_3/art_82 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--82}
1. Das Parlament ist die erste Vertretung des Volkes.
2. Es bestimmt die Politik des Kantons.
3. Es übt, unter Vorbehalt der Rechte des Volkes, die gesetzgebende Gewalt aus.
4. Es übt die Oberaufsicht über die Regierung, die Verwaltung und die richterlichen Behörden aus.

##### **Art. 83** Gesetzgebungsbefugnis {#lvl_IV/lvl_3/art_83 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--83}
1. Das Parlament:
a. arbeitet bei einer Teilrevision der Verfassung die entsprechenden Bestimmungen aus;
b. erlässt die Gesetze, namentlich die Einführungsgesetze zum Bundesrecht.
2. Es erlässt die Dekrete zur Inkraftsetzung der wichtigen Ausführungsbestimmungen zum Bundesrecht und zu kantonalen Gesetzen.
3. Die Entwürfe zu Verfassungsbestimmungen, Gesetzen und Dekreten werden in zwei Lesungen beraten.

##### **Art. 84** Andere Befugnisse {#lvl_IV/lvl_3/art_84 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--84}
Das Parlament ist, unter Vorbehalt der Rechte des Volkes, ausserdem befugt:
a. die Mitglieder des Kantonsgerichts, den Staatsanwalt und die Mitglieder der anderen vom Gesetz bezeichneten Behörden zu wählen;
b. die Verträge, Konkordate und anderen öffentlichrechtlichen Vereinbarungen zu genehmigen, die nicht ausschliesslich Sache der Regierung sind;
c. über das allgemeine Regierungsprogramm und seine Verwirklichung zu beraten;
d. die kantonalen Pläne, die die Wirtschaft, das Bauwesen und die Raumordnung betreffen, zu genehmigen und zu bestimmen, wieweit sie verbindlich sind;
e. die Finanzpläne des Staates zu genehmigen;
f. den Staatsvoranschlag zu beschliessen und die Staatsrechnung zu genehmigen;
g. jede nicht gesetzlich festgelegte Ausgabe zu beschliessen, sofern es sich um eine einmalige Ausgabe von mehr als 5/10'000 oder um eine wiederkehrende Ausgabe von mehr als 5/100'000 der Einnahmen des letzten Staatsvoranschlags handelt;
h. über den Abschluss von Immobiliengeschäften und von Bürgschaften sowie über die Beteiligung an Wirtschaftsunternehmen zu beschliessen, sofern die betreffenden Beträge grösser sind als 5/10'000 der Einnahmen des letzten Staatsvoranschlags;
i. öffentliche Anleihen zu bewilligen;
j. die Geschäftsberichte der Regierung, der Gerichte und der selbständigen kantonalen Anstalten zu genehmigen;
k. in Kompetenzstreitigkeiten zu entscheiden, in denen der Verfassungsgerichtshof Partei ist;
l. das Begnadigungsrecht auszuüben;
m. Amnestie zu gewähren;
n. zu den Vernehmlassungen der Regierung in wichtigen Bundesangelegenheiten Stellung zu nehmen;
o. das Standesinitiativrecht in Bundesangelegenheiten auszuüben;
p. zusammen mit anderen Kantonen die ausserordentliche Einberufung der Bundesversammlung und die Volksabstimmung über ein Bundesgesetz oder einen Bundesbeschluss zu verlangen;
q. jede andere Befugnis auszuüben, welche ihm die Verfassung oder das Gesetz überträgt.

##### **Art. 85** Zusammensetzung {#lvl_IV/lvl_3/art_85 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--85}
1. Das Parlament zählt sechzig Abgeordnete.
2. Das Gesetz regelt die Wahl von Stellvertretern.

##### **Art. 86** Wahlen {#lvl_IV/lvl_3/art_86 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--86}
1. Für die Wahl des Parlaments bildet jeder Bezirk einen Wahlkreis.
2. Jedem Wahlkreis stehen von vornherein drei Sitze zu; die übrigen werden im Verhältnis zur Bevölkerungszahl verteilt.

##### **Art. 87** Einberufung {#lvl_IV/lvl_3/art_87 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--87}
Das Parlament tritt auf Einberufung durch den Präsidenten zusammen:
a. in den im Geschäftsreglement vorgesehenen Fällen;
b. auf seinen besonderen Beschluss;
c. auf Verlangen der Regierung;
d. wenn 12 Abgeordnete es unter Angabe der Verhandlungsgegenstände verlangen.

##### **Art. 88** Unabhängigkeit der Parlamentarier {#lvl_IV/lvl_3/art_88 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--88}
1. Die Abgeordneten üben ihr Mandat frei aus.
2. Sie können für Äusserungen, die sie in Ausübung ihres Mandats machen, nicht belangt werden.
3. Sie sind für solche Äusserungen nur dem Parlament verantwortlich.

### **4.** Die Regierung {#lvl_IV/lvl_4}
##### **Art. 89** Stellung {#lvl_IV/lvl_4/art_89 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--89}
1. Die Regierung leitet die Politik des Kantons.
2. Sie übt die vollziehende Gewalt aus und führt die Verwaltung.
3. Sie vertritt den Staat.

##### **Art. 90** Gesetzgebung {#lvl_IV/lvl_4/art_90 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--90}
1. Die Regierung wirkt an der Ausarbeitung der Gesetzgebung mit und kann dem Parlament Verfassungs-, Gesetzes- oder Dekretsbestimmungen vorschlagen.
2. Unter Vorbehalt der Befugnisse des Parlaments erlässt sie die Durchführungsverordnungen zum Bundesrecht und zu kantonalen Gesetzen und Dekreten.

##### **Art. 91** Dringlichkeitsrecht {#lvl_IV/lvl_4/art_91 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--91}
1. In dringlichen Fällen kann die Regierung Verordnungen erlassen und Massnahmen ergreifen, die von Beschlüssen, Dekreten oder Gesetzen abweichen.
2. Diese Verordnungen und Massnahmen bleiben in Kraft, solange die notwendigen Vorkehrungen nicht verfassungsgemäss getroffen werden können, längstens jedoch ein Jahr.

##### **Art. 92** Andere Befugnisse {#lvl_IV/lvl_4/art_92 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--92}
1. Unter Vorbehalt der Befugnisse von Volk und Parlament:
a. ernennt die Regierung die Beamten und betraut andere Personen mit kantonalen öffentlichen Ämtern;
b. beschliesst die Regierung jede nicht gesetzlich festgelegte Ausgabe;
c. entscheidet die Regierung über den Abschluss von Immobiliengeschäften und Bürgschaften sowie über die Beteiligung an Wirtschaftsunternehmen.
2. Ausserdem ist die Regierung befugt:
a. öffentlichrechtliche Vereinbarungen von geringer Tragweite abzuschliessen;
b. dem Parlament zu Beginn jeder Legislaturperiode ein allgemeines Regierungsprogramm vorzulegen;
c. dem Parlament am Ende jeder Legislaturperiode einen Bericht über die Verwirklichung ihres Regierungsprogramms vorzulegen;
d. unter Vorbehalt der Befugnisse des Parlaments die Staatstätigkeit zu planen und für die Verwirklichung der Pläne zu sorgen;
e. den Staatsvoranschlag und die Staatsrechnung vorzubereiten und dem Parlament zu unterbreiten;
f. das Vermögen und die Finanzen des Staates zu verwalten;
g. die öffentliche Ordnung sicherzustellen und zu diesem Zweck über die kantonalen Truppen zu verfügen;
h. die Gesetze, Dekrete und Beschlüsse sowie die Gerichtsurteile zu vollziehen;
i. die Arbeit der Behörden zu koordinieren und die Verwaltung in den Schranken des Gesetzes zu organisieren;
j. die Aufsicht über die Gemeinden auszuüben;
k. die Aufsicht über die selbständigen kantonalen Anstalten auszuüben;
l. über die Klagen und Beschwerden in den vom Gesetz bestimmten Fällen zu entscheiden;
m. das Kantonsbürgerrecht zu erteilen;
n. unter Vorbehalt der Befugnisse des Parlaments in den Vernehmlassungsverfahren der Bundesbehörden Stellung zu nehmen;
o. die eidgenössischen Parlamentarier regelmässig zu konsultieren und zu informieren;
p. jede andere Befugnis auszuüben, die ihr das Gesetz einräumt oder die keiner bestimmten Behörde zugewiesen ist.

##### **Art. 93** Zusammensetzung und Wahl {#lvl_IV/lvl_4/art_93 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--93}
1. Die Regierung setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen.
2. Für die Wahl der Regierung bildet der Kanton einen einzigen Wahlkreis.

##### **Art. 94** Präsident und Vizepräsident {#lvl_IV/lvl_4/art_94 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--94}
Der Präsident und der Vizepräsident der Regierung werden vom Parlament gewählt.

##### **Art. 95** Kollegialitätsprinzip {#lvl_IV/lvl_4/art_95 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--95}
1. Die Regierung handelt als Kollegialbehörde.
2. Die wichtigen Geschäfte fallen immer in ihre Zuständigkeit.

##### **Art. 96** Departemente {#lvl_IV/lvl_4/art_96 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--96}
1. Jedes Regierungsmitglied leitet ein Departement, dessen Aufgaben das Gesetz bestimmt.
2. Die Koordination zwischen den Departementen muss sichergestellt sein.

##### **Art. 97** Beziehung zum Parlament {#lvl_IV/lvl_4/art_97 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--97}
1. Die Regierung kann dem Parlament Anträge unterbreiten.
2. Sie nimmt an den Sitzungen des Parlaments teil und kann sich zu jedem Gegenstand äussern.

##### **Art. 98** Konsultativrat der auswärtigen Jurassier {#lvl_IV/lvl_4/art_98 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--98}
Der Staat schafft einen Konsultativrat der Jurassier, die ausserhalb des Kantons Wohnsitz haben.

##### **Art. 99** Verwaltung {#lvl_IV/lvl_4/art_99 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--99}
1. Jeder Beamte steht im Dienst des Volkes.
2. Die Verwaltung muss wirksam und wirtschaftlich seih.

##### **Art. 100** Selbständige Anstalten oder Einrichtungen {#lvl_IV/lvl_4/art_100 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--100}
Das Gesetz kann bestimmte Staatsaufgaben selbständigen Anstalten oder Einrichtungen übertragen.

### **5.** Die richterlichen Behörden {#lvl_IV/lvl_5}
##### **Art. 101** Unabhängigkeit {#lvl_IV/lvl_5/art_101 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--101}
Die Gerichte sind unabhängig.

##### **Art. 102** Erstinstanzliches Gericht {#lvl_IV/lvl_5/art_102 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--102}
1. Die erstinstanzliche Gerichtsbarkeit wird für das ganze Kantonsgebiet vom Gericht erster Instanz ausgeübt.[^22]
2. Das Kantonsgericht entscheidet erstinstanzlich in den vom Gesetz vorgesehenen Fällen.

##### **Art. 103** Kantonsgericht {#lvl_IV/lvl_5/art_103 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--103}
Die zweitinstanzliche Gerichtsbarkeit wird vom Kantonsgericht ausgeübt.

##### **Art. 104** Verfassungsgerichtshof {#lvl_IV/lvl_5/art_104 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--104}
1. Der Verfassungsgerichtshof des Kantonsgerichts überprüft die Verfassungsmässigkeit der Gesetze auf Antrag und vor deren Inkrafttreten.[^23]
2. Er beurteilt in den Schranken des Gesetzes:
a. Streitigkeiten über die Rechtmässigkeit kantonaler und kommunaler Dekrete, Beschlüsse, Verordnungen und Reglemente;
b. Streitigkeiten über die Autonomie der Gemeinden, der anerkannten Kirchen und ihrer Kirchgemeinden;
c. Streitigkeiten über die Ausübung der politischen Rechte, über die Gültigkeit kantonaler Wahlen und Abstimmungen und, auf Beschwerde hin, über die Gültigkeit von Wahlen und Abstimmungen in den Bezirken und den Gemeinden;
d. Kompetenzstreitigkeiten zwischen kantonalen Behörden, sofern der Verfassungsgerichtshof nicht selber Partei ist;
e. die anderen im Gesetz genannten Streitigkeiten.

##### **Art. 105** Jugendliche {#lvl_IV/lvl_5/art_105 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--105}
Der Jugendschutz untersteht in Strafsachen einer besonderen Gerichtsbarkeit.

##### **Art. 106** Strafuntersuchung und Staatsanwaltschaft {#lvl_IV/lvl_5/art_106 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--106}
Die Strafverfolgung wird von der Staatsanwaltschaft wahrgenommen.

##### **Art. 107** Organisation, Befugnisse und Verfahren {#lvl_IV/lvl_5/art_107 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--107}
Das Gesetz regelt die Einzelheiten der Wahl der richterlichen Behörden, ihrer Organisation, ihrer Befugnisse sowie das Verfahrensrecht unter Vorbehalt des Bundesrechts.

## **V.** Die Bezirke und die Gemeinden {#lvl_V}
### **1.** Die Bezirke {#lvl_V/lvl_1}
##### **Art. 108** Rechtsstellung {#lvl_V/lvl_1/art_108 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--108}
1. Die Bezirke sind kantonale Verwaltungskreise.[^24]
2. Das Gesetz regelt ihre Organisation.
3. Es bestimmt die Art der Wahl ihrer Behörden und deren Aufgaben.
4. …[^25]

##### **Art. 109** Anzahl und Grenzen {#lvl_V/lvl_1/art_109 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--109}
1. Das Kantonsgebiet ist in drei Bezirke eingeteilt: Delsberg, Freiberge, Pruntrut.
2. Die Grenzen der Bezirke werden durch das Gesetz festgelegt.

### **2.** Die Gemeinden {#lvl_V/lvl_2}
#### **a.** Allgemeine Bestimmungen {#lvl_V/lvl_2/lvl_a}
##### **Art. 110** Rechtsnatur und Autonomie {#lvl_V/lvl_2/lvl_a/art_110 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--110}
1. Die Gemeinden und die Gemeindeverbände sind Körperschaften des öffentlichen Rechts.
2. Ihr Bestand und ihre Autonomie sind in den Schranken der Verfassung und des Gesetzes gewährleistet.

##### **Art. 111** Aufsicht {#lvl_V/lvl_2/lvl_a/art_111 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--111}
1. Die Gemeinden stehen unter der Aufsicht der Regierung.
2. Die Regierung beaufsichtigt insbesondere ihre Finanzverwaltung und die Durchführung der ihnen von Bund und Kanton übertragenen Aufgaben.
3. Stellt die Regierung Unregelmässigkeiten fest, so trifft sie die vom Gesetz vorgesehenen Massnahmen.
4. In schwerwiegenden Fällen kann die Regierung die Gemeindeorgane suspendieren und durch eine ausserordentliche Verwaltung ersetzen.
5. Können die Gemeindeorgane nicht bestellt werden, so setzt die Regierung eine ausserordentliche Verwaltung ein.

##### **Art. 112** Zusammenschluss, Teilung, Grenzänderung {#lvl_V/lvl_2/lvl_a/art_112 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--112}
1. Die Gemeinden können ohne Zustimmung ihrer Stimmberechtigten und ohne Genehmigung des Parlaments weder ihre Grenzen ändern, noch sich zusammenschliessen, noch sich teilen oder einem anderen Bezirk angeschlossen werden.
2. Der Staat erleichtert den Zusammenschluss von Gemeinden.
3. In den vom Gesetz vorgesehenen Ausnahmefällen und unter den im Gesetz genannten Voraussetzungen kann das Parlament über den Zusammenschluss von zwei oder mehr Gemeinden oder über die Grenzänderung zwischen Gemeinden entscheiden.

##### **Art. 113** Gemeindeverbände {#lvl_V/lvl_2/lvl_a/art_113 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--113}
1. Die Gemeinden haben das Recht, sich für bestimmte Aufgaben von gemeinsamem Interesse in Verbänden zusammenzuschliessen, in die auch ausserkantonale Gemeinden aufgenommen werden können.
2. Die Gründungsurkunde und das Verbandsreglement müssen von den betreffenden Gemeinden angenommen und von der Regierung genehmigt werden.
3. Die Regierung übt über die Gemeindeverbände dieselbe Aufsicht aus wie über die Gemeinden.
4. In den vom Gesetz vorgesehenen Fällen kann die Regierung die Gründung eines Gemeindeverbands beschliessen und dessen Gründungsurkunde und Reglement erstellen.

#### **b.** Die Einwohnergemeinden {#lvl_V/lvl_2/lvl_b}
##### **Art. 114** Aufgaben {#lvl_V/lvl_2/lvl_b/art_114 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--114}
Die Einwohnergemeinde nimmt die örtlichen Aufgaben wahr, für die weder der Bund noch der Kanton zuständig sind.

##### **Art. 115** Organisation {#lvl_V/lvl_2/lvl_b/art_115 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--115}
1. Die Einwohnergemeinde gibt sich ein Organisationsreglement.
2. Dieses Reglement muss von den stimmberechtigten Einwohnern angenommen und von der Regierung genehmigt werden.
3. Die Regierung erteilt ihre Genehmigung, wenn das Reglement mit der Verfassung und dem Gesetz übereinstimmt.

##### **Art. 116** Organe {#lvl_V/lvl_2/lvl_b/art_116 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--116}
Die Einwohnergemeinde muss die folgenden Organe haben:
a. die stimmberechtigten Einwohner;
b. den Gemeinderat;
c. die vom Gesetz bestimmten ständigen Kommissionen.

##### **Art. 117** Stimmberechtigte Einwohner {#lvl_V/lvl_2/lvl_b/art_117 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--117}
1. Die Gemeindesouveränität steht den stimmberechtigten Einwohnern zu.
2. Die stimmberechtigten Einwohner äussern ihren Willen in der Gemeindeversammlung oder durch Urnenabstimmung.
3. Die Befugnisse der stimmberechtigten Einwohner, die Organisation und der Geschäftsgang der Gemeindeversammlung, die Urnenabstimmungen und das Initiativrecht werden durch das Gesetz geregelt, das auf das Gemeindereglement verweisen kann.

##### **Art. 118** Generalrat {#lvl_V/lvl_2/lvl_b/art_118 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--118}
1. Die Gemeindeversammlung kann durch einen Generalrat ersetzt werden.
2. Die Wahl, die Befugnisse, die Organisation und der Geschäftsgang des Generalrats sowie das Referendumsrecht gegen seine Entscheidungen werden durch das Gesetz geregelt, das auf das Gemeindereglement verweisen kann.

##### **Art. 119** Gemeinderat {#lvl_V/lvl_2/lvl_b/art_119 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--119}
1. Der Gemeinderat ist die vollziehende und verwaltende Behörde der Einwohnergemeinde.
2. Der Gemeindepräsident hat den Vorsitz.
3. Die Wahl, die Befugnisse, die Organisation und der Geschäftsgang des Gemeinderats werden durch das Gesetz geregelt, das auf das Gemeindereglement verweisen kann.

#### **c.** Die anderen Gemeinden {#lvl_V/lvl_2/lvl_c}
##### **Art. 120** {#lvl_V/lvl_2/lvl_c/art_120 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--120}
Im Kanton gibt es ausser den Einwohnergemeinden gemischte Gemeinden, Bürgergemeinden und Teilgemeinden, deren Rechtsstellung das Gesetz bestimmt.

## **VI.** Die Finanzen {#lvl_VI}
### **1.** Steuern und Abgaben {#lvl_VI/lvl_1}
##### **Art. 121** Steuerhoheit {#lvl_VI/lvl_1/art_121 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--121}
1. Der Staat und die Gemeinden erheben die zur Erfüllung ihrer Aufgaben notwendigen Steuern und anderen öffentlichen Abgaben.
2. Die öffentlichen Abgaben werden durch Gesetz eingeführt und in den Grundzügen geregelt.

##### **Art. 122** Steuerpflicht {#lvl_VI/lvl_1/art_122 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--122}
Die Steuerpflichtigen beteiligen sich solidarisch, entsprechend ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, an den Lasten des Staates und der Gemeinden.

### **2.** Die Verwaltung der öffentlichen Finanzen {#lvl_VI/lvl_2}
##### **Art. 123** Allgemeine Bestimmungen {#lvl_VI/lvl_2/art_123 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--123}
1. Der Staat und die Gemeinden müssen wirtschaftlich verwaltet werden.
2. Der Staat berücksichtigt bei der Verwaltung seiner Finanzen die Bedürfnisse des ganzen Kantons.
3. Der Staat und die Gemeinden erstellen Finanzpläne, die von der Planung der öffentlichen Aufgaben ausgehen.
4. Das Gesetz regelt die Grundsätze der Verwaltung der öffentlichen Finanzen.
5. Der Staat organisiert die Kontrolle der Kantons- und der Gemeindefinanzen.

##### **Art. 123a** Schuldenbremse {#lvl_VI/lvl_2/art_123 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--123_a}
1. Das Staatsbudget muss einen Selbstfinanzierungsgrad von 80 % oder höher aufweisen.
2. Im Falle eines Bilanzfehlbetrags oder falls die Bruttoschuld um das Anderthalbfache höher ist als der für die kantonalen Steuereinnahmen budgetierte Betrag, muss der Selbstfinanzierungsgrad mindestens 100 % betragen.
3. Das Parlament kann mit einer Mehrheit von mindestens zwei Dritteln der Stimmen der Parlamentsmitglieder von den Absätzen 1 und 2 abweichen, wenn ausserordentliche Umstände dies erfordern; es kann indessen nicht während zweier aufeinander folgender Jahre davon abweichen.
4. Falls eine Mehrheit von zwei Dritteln der Parlamentsmitglieder nicht erreicht werden kann oder wenn das Parlament von den Absätzen 1 und 2 im Vorjahr abgewichen ist, muss ein Staatsbudget, welches deren Anforderungen nicht entspricht, obligatorisch dem Volk zur Abstimmung unterbreitet werden.
5. Nimmt das Volk das Staatsbudget an, so kann die Ausnahmeregelung im Sinne von Absatz 3 auf das nächste Budget wieder Anwendung finden.
6. Lehnt das Volk das Staatsbudget ab, so arbeitet das Parlament ein neues aus. Falls dieses den Anforderungen der Absätze 1 und 2 nicht entspricht, ist es obligatorisch dem Volk zur Abstimmung zu unterbreiten.
7. Im Weiteren regelt das Gesetz die Einzelheiten der Schuldenbremse.

##### **Art. 124** Öffentlichkeit von Rechnung und Voranschlag {#lvl_VI/lvl_2/art_124 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--124}
Voranschlag und Rechnung des Staates, der Gemeinden, der Gemeindeverbände, ihrer Anstalten und Einrichtungen sind öffentlich.

##### **Art. 125** Finanzierung {#lvl_VI/lvl_2/art_125 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--125}
Mit jedem Entwurf eines Gesetzes, Dekrets oder Beschlusses, der Ausgaben zur Folge hat, wird ein Finanzierungsplan vorgelegt.

### **3.** Der Finanzausgleich {#lvl_VI/lvl_3}
##### **Art. 126** {#lvl_VI/lvl_3/art_126 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--126}
Der Staat trifft Massnahmen, um die Ungleichheiten zwischen Gemeinden mit unterschiedlicher Wirtschafts- und Finanzkraft zu mildern.

### **4.** Die selbständigen Wirtschaftseinrichtungen {#lvl_VI/lvl_4}
##### **Art. 127** Kantonalbank {#lvl_VI/lvl_4/art_127 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--127}
1. Der Staat errichtet eine Kantonalbank, die seiner Aufsicht untersteht.
2. Er bürgt für ihre Verbindlichkeiten.
3. Die Kantonalbank unterstützt die Wirtschaftspolitik des Kantons.

##### **Art. 128** Andere Einrichtungen {#lvl_VI/lvl_4/art_128 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--128}
Der Staat, die Gemeinden und die Gemeindeverbände können sich an Wirtschaftsunternehmen beteiligen oder solche Unternehmen gründen.

### **5.** Die Regalien {#lvl_VI/lvl_5}
##### **Art. 129** {#lvl_VI/lvl_5/art_129 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--129}
Das Bergregal und das Salzregal sind dem Staat vorbehalten.

## **VII.** Kirche und Staat {#lvl_VII}
##### **Art. 130** Anerkannte Kirchen {#lvl_VII/art_130 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--130}
1. Die römisch-katholische Kirche und die evangelisch-reformierte Kirche des Kantons sind als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannt.
2. Das Parlament kann andere Kirchen von Bedeutung und dauerndem Bestand als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkennen.
3. Die anderen religiösen Gemeinschaften unterstehen dem Privatrecht.

##### **Art. 131** Autonomie {#lvl_VII/art_131 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--131}
1. Die anerkannten Kirchen organisieren sich selbständig.
2. Jede anerkannte Kirche gibt sich eine Kirchenverfassung, die von ihren Mitgliedern angenommen und von der Regierung genehmigt werden muss.
3. Die Regierung muss die Kirchenverfassung genehmigen, wenn sie nach demokratischen Grundsätzen angenommen worden ist und mit der Verfassung und dem Gesetz übereinstimmt.

##### **Art. 132** Mitgliedschaft in einer anerkannten Kirche {#lvl_VII/art_132 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--132}
1. Jeder Einwohner des Kantons gehört der Kirche seines Bekenntnisses an, wenn er deren Bedingungen erfüllt.
2. Jedes Mitglied einer anerkannten Kirche kann schriftlich seinen Austritt erklären.

##### **Art. 133** Kirchgemeinden {#lvl_VII/art_133 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--133}
1. Die anerkannten Kirchen teilen das Kantonsgebiet nach den Bestimmungen ihrer Kirchenverfassung in Kirchgemeinden ein.
2. Die Kirchgemeinden sind Körperschaften des öffentlichen Rechts.

##### **Art. 134** Finanzen {#lvl_VII/art_134 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--134}
1. Die anerkannten Kirchen oder ihre Kirchgemeinden können Steuern in Form von Zuschlägen auf den vom Gesetz näher bestimmten Steuern erheben.
2. Der Staat und die Gemeinden wirken durch ihre Verwaltung bei der Erhebung der Kirchensteuern mit.
3. Entscheide der anerkannten Kirchen oder deren Kirchgemeinden in Steuersachen unterliegen der Beschwerde gemäss dem anwendbaren Recht.[^26]
4. Das Gesetz bestimmt, in welchen Fällen der Staat den Kirchen Beiträge leistet.

## **VIII.** Revision der Verfassung {#lvl_VIII}
##### **Art. 135** Grundsatz {#lvl_VIII/art_135 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--135}
1. Die Verfassung kann ganz oder teilweise geändert werden.
2. Jede Revision muss der Volksabstimmung unterbreitet werden.

##### **Art. 136** Teilrevision {#lvl_VIII/art_136 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--136}
1. Die Teilrevision wird nach dem Gesetzgebungsverfahren durchgeführt.
2. Sie kann einen oder mehrere Artikel umfassen.
3. Sie darf nur einen Gegenstand betreffen.

##### **Art. 137** Totalrevision {#lvl_VIII/art_137 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--137}
1. Die Totalrevision der Verfassung wird dem Volk durch Volksinitiative oder durch das Parlament beantragt.
2. Ein Verfassungszusatz regelt die Einzelheiten.
3. Wird der Verfassungszusatz abgelehnt, so unterbreitet das Parlament dem Volk innert eines Jahres einen neuen Entwurf.

##### **Art. 138** {#lvl_VIII/art_138 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--138}

##### **Art. 139** {#lvl_VIII/art_139 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--139}

## Schluss- und Übergangsbestimmungen {#disp_u1}
##### **Art. 1** {#disp_u1/art_1 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--1}
Der Verfassungsrat bestimmt das gleichzeitige oder schrittweise Inkrafttreten der Bestimmungen dieser Verfassung.

##### **Art. 2** {#disp_u1/art_2 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--2}
Die jurassische Verfassung ersetzt für das Gebiet der Republik und des Kantons Jura die Verfassung des Kantons Bern.

##### **Art. 3** {#disp_u1/art_3 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--3}
^1^Die Gesetzgebung des Kantons Bern wird mit dem Inhalt übernommen, den sie am Tag vor Inkrafttreten dieser Verfassung hat, soweit sie ihr nicht widerspricht und nicht aufgrund eines vom Verfassungsrat ausgearbeiteten und von den Stimmberechtigten angenommenen Gesetzes geändert wurde.

^2^Die Gesetzgebung wird zur Gesetzgebung der Republik und des Kantons Jura und bleibt es, solange sie nicht in der von der Verfassung vorgeschriebenen Form geändert wird.

##### **Art. 4** {#disp_u1/art_4 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--4}
^1^Der Verfassungsrat ist als Parlament tätig bis zu dem Tag, an dem sich das jurassische Parlament konstituiert.

^2^Er nimmt dessen Befugnisse wahr, ausgenommen jene nach Artikel 84 Buchstabe b der Verfassung.

##### **Art. 5** {#disp_u1/art_5 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--5}
^1^Das Büro des Verfassungsrates ist als Regierung tätig bis zu dem Tag, an dem sich die jurassische Regierung konstituiert.

^2^Es nimmt deren Befugnisse wahr, ausgenommen jene nach Artikel 92 Buchstabe a der Verfassung.

^3^Der Verfassungsrat bestimmt die Aufgaben des Büros.

##### **Art. 6** {#disp_u1/art_6 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--6}
^1^…[^27]

^2^Das Parlament konstituiert sich am dritten Montag nach seiner Wahl, die Regierung am darauffolgenden Tag.

^3^Beschwerden über die Ausübung der politischen Rechte, über die Organisation der Wahlen und die Ermittlung der Ergebnisse werden von einer besonderen Kommission des Verfassungsrates beurteilt.

##### **Art. 7** {#disp_u1/art_7 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--7}
Die Ständeräte werden für die Zeit bis zum Ende der Legislaturperiode des Nationalrates gewählt.

##### **Art. 8** {#disp_u1/art_8 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--8}
In Abweichung von Artikel 62 Absatz 4[^28]der Verfassung darf kein Regierungsmitglied in den acht Jahren nach der Wahl der ersten Regierung Mitglied der Bundesversammlung sein.

##### **Art. 9** {#disp_u1/art_9 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--9}
^1^Das Gesetz erleichtert den Erwerb des jurassischen Bürgerrechts für die Schweizerbürger, die am 23. Juni 1974 im Gebiet des neuen Kantons niedergelassen waren.

^2^Diese Gesetzesbestimmungen bleiben längstens fünf Jahre in Kraft.

##### **Art. 10** {#disp_u1/art_1 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--10}
^1^Alle bei den Verwaltungs- und den Gerichtsbehörden des Kantons Bern hängigen Geschäfte gehen auf die zuständigen Behörden der Republik und des Kantons Jura über, sobald diese sich konstituiert haben.

^2^Das Büro des Verfassungsrates beziehungsweise die Regierung kann mit dem Kanton Bern vereinbaren, dass bestimmte hängige Geschäfte von den Berner Behörden erledigt werden, sofern die betroffenen Personen damit einverstanden sind.

##### **Art. 11** {#disp_u1/art_1 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--11}
^1^Der Regierungsrat bestimmt das Inkrafttreten dieser Änderung[^29].

^2^Durch Gesetz kann eine Übergangsfrist für die Einführung der neuen Gerichtsorganisation vorgesehen werden.

^3^Für die Zeit zwischen dem Inkrafttreten dieser Änderung und dem Jahr 2002 werden die Richter des erstinstanzlichen Gerichts und die Untersuchungsrichter vom Parlament gewählt.

^4^Der Regierungsrat kann bis zum Inkrafttreten der Änderung des Gesetzes über die Gerichtsorganisation die notwendigen Bestimmungen auf dem Verordnungsweg erlassen.

##### **Art. 12** {#disp_u1/art_1 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--12}
Die Regierung bestimmt das Inkrafttreten dieser Änderung[^30].

##### **Art. 13** {#disp_u1/art_1 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--13}
Die Regierung bestimmt das Inkrafttreten dieser Änderung[^31].

##### **Art. 14** {#disp_u1/art_1 omnilex-key=ch-fedlex--131.235--14}
^1^Die Regierung bestimmt das Inkrafttreten dieser Änderung[^32].

^2^Die Abgeordneten, die Mitglieder der Regierung, die Richterinnen und Richter, die Staatsanwältinnen und Staatsanwälte und die Mitglieder der Bezirks- und der Gemeindebehörden, die vor dem Inkrafttreten dieser Änderung gewählt worden sind, bleiben dies bis zum Ende ihrer vierjährigen Wahlperiode.

^3^Wenn sie im Lauf einer vierjährigen Legislaturperiode im Sinne von Absatz 2, aber erst nach dem Inkrafttreten dieser Änderung gewählt worden sind, sind sie es nur bis zum Ende dieser Legislaturperiode.

^4^Ab Inkrafttreten dieser Änderung können Mitglieder der Regierung nur zweimal wiedergewählt werden; dabei werden Wahlen und Wiederwahlen, die vor dem Inkrafttreten dieser Änderung stattgefunden haben, angerechnet.

## Sachregister {#disp_u2}
Die Zahlen verweisen auf die Artikel und Artikelteile der Verfassung

Abgeordnete

– Amtsdauer 65^1^, UeB 14^2–4^
– des Parlamentes, Zahl 85
– Information und Auskünfte an die eidgenössischen Parlamentarier 92^2^n
– Unabhängigkeit 88
– unvereinbare Ämter 62
– Verantwortlichkeit 88^3^
– Volkswahl 74
– Wiederwahl 66, UeB 14^2–4^

Alter

– um Wähler zu sein 70
– um gewählt zu werden 71 b

 **Amnestie** Kompetenz des Parlaments 84 m

Amt, öffentliches

– Amtsdauer 65, UeB 14^2–4^
– Amtsenthebung 66*a* 
– Recht, gewählt zu werden 71 b
– Unvereinbarkeiten 62–64

Anleihen, öffentliche

– Kompetenz des Parlamentes 84 i

Anstaltenoder Einrichtungen

– autonome 100
– wirtschaftliche 127, 128
– Kantonalbank 127
– Andere Einrichtungen 128
– Genehmigung der Geschäftsberichte 84 j

Arbeit

– «Gleiche Arbeit, gleicher Lohn» 20 g
– Recht auf Arbeit 19
– Schutz der Erwerbstätigen 20

Ausbildung

– Ausbildung ausserhalb des Kantons 37
– Ausbildung von Behinderten 36
– Berufsbildung 35^2, 3^, 40^2^
– des Lehrkörpers 35^4^
– Recht auf 40

Ausgaben

– fakultatives Referendum 78 b, c, d
– Finanzierung 125
– Kompetenz des Parlamentes 84 g
– Kompetenz der Regierung 92^1^b
– obligatorisches Referendum 77 d, e, f, g

Auskunft, Rechts-

– Rechtsauskunftsdienst 61^1^

Ausländer

– politische Rechte 73
– Wanderbevölkerung 18^3^

Bauwesen

– Bau- und das Strassenwesen 48
– kantonale Pläne, Genehmigung durch das Parlament 84 d

Beamte

– Ernennungen, Kompetenz der Regierung 92^1^a
– unvereinbare Ämter 62^6^
– Verantwortlichkeit 57
– Verwaltung 99

Befugnisse

– der Regierung 90–92, UeB 5^2^
– der richterlichen Behörden 107
– der stimmberechtigten Einwohner der Gemeinden 117^3^
– des Gemeinderats 119^3^
– des Generalrats 118^2^
– des Parlaments 83, 84, 90^2^, 92^1, 2 d+n^
– Übertragung 59, 60

Behinderte

– Ausbildung 36
– Pflege 25^2^
– wirtschaftliche und soziale Integration 19^5^

 **Behörden** , richterliche 101–107

– Amtsenthebung 66*a* 
– Organisation – bei Verwaltungs- und Gerichtsbehörden des Kantons Bern hängige Geschäfte UeB 10
        – erstinstanzliche Gerichte 102
        – Jugendliche 105
        – Kantonsgericht 103
        – Strafuntersuchung und Staatsanwaltschaft 106
        – Organisation, Befugnisse und Verfahren 107
        – Unabhängigkeit des Gerichte 101
        – Verfassungsgerichtshof 104
– Rechtsschutz – Gewaltentrennung 55
        – im Allgemeinen 9
        – Oberaufsicht 82

 **Beruf** Freiheit 8 j

 **Beschwerden** 92 l

Bezirke

– Amtsdauer der Mitglieder der<br /> Behörden 65^1^, UeB 14^2–4^
– Anzahl und Grenzen 109
– Rechtsstellung 108
– unvereinbare Ämter 62^2, 3^
– Wiederwahl der Mitglieder der<br /> Behörden 66^4^, UeB 14^2, 3^

Bildung

– Kultur und Weiterbildung von Erwachsenen 42, 43
– Schule 32–41

 **Bodenschätze** 50

Budgets. Rechnung und Voranschlag

Bundesrecht

– Einführung und Vollzug 83^1^b,^2^, 90^2^

Bundesversammlung

– unvereinbare Ämter 62^4^, UeB 8
– ausserordentliche Einberufung, Kompetenz des Parlamentes 84 p
– Konsultation und Information der eidgenössischen Parlamentarier, Kompetenz der Regierung 92^2^o

Bürger

– Kantonsbürgerrecht 16^2^, 92^2^m,<br /> UeB 9
– politische Rechte 70–81
– Gleichheit vor dem Gesetz 6

 **Bürgschaften** s. Immobiliengeschäfte

 **Büro für Frauenfragen** 44

 **Dekrete** , Gesetze, Verordnungen

– Kompetenz des Parlamentes 83^2^
– Streitigkeiten über deren Rechtmässigkeit 104^2^a

 **Demonstration** Freiheit 8 g

 **Departemente** 96

Dringlichkeitsrecht

– Kompetenz der Regierung 91
– Notrecht 60

Eidgenossenschaft

– ausserordentliche Einberufung der Bundesversammlung 84 p
– Mandat des eidgenössischen<br /> Parlamentariers – unvereinbare Ämter 62^4^
– souveräner Kanton 1^2^
– Sozialversicherungen und Sozialleistungen 23
– Standesinitiativen in Bundesangelegenheiten 78 f
– Vernehmlassungsverfahren der Bundesbehörden 84 n, 92^2^n
– Vollzugs- und Einführungsgesetze zum Bundesrecht 83, 90^2^
– Wahl der Abgeordneten in den<br /> Ständerat 74^1^c

 **Eigentum** Garantie 12

 **Enteignung** 12^2^

 **Entzug der politischen Rechte** 70^4^

 **Erwachsene** Kultur und Bildung 42, 43

Familie

– Familienzulagen 23^2^
– Recht auf das Familienleben 8 c
– Schutz der – 17
– Zusammenarbeit mit der Schule 32^2^

 **Finanzausgleich** 126

 **Finanzen** 121–129

– der Kirchen 134
– Finanzpläne des Staates, Genehmigung durch das Parlament 84 e
– Regalien 129
– Steuern und Abgaben – Steuerhoheit 121
        – Steuerpflicht 122
– Verwaltung der öffentlichen Finanzen – Allgemeine Bestimmungen 123
        – Schuldenbremse 123*a* 
        – Öffentlichkeit von Rechnung und<br /> Voranschlag 124
        – Finanzierung 125
        – Finanzausgleich 126
        – selbständigen Wirtschaftseinrichtungen 127, 128
– Verwaltung der Vermögen und Finanzen des Staates 92 f

Finanzierung

– der Sozialversicherungen und Sozialleistungen 23^3^
– Finanzierungsplan 125

 **Fischerei** 45^4^

 **Forschung** Freiheit 8 i

Frauen

– Büro für Frauenfragen 44
– Gleichheit vor dem Gesetz 6^1^
– «Gleiche Arbeit, gleicher Lohn» 20 f

 **Freiheiten** Grundrechte 8

Freizeit und Erholung

 – Raumplanung 46^4^

 **Frieden** , sozialer 21

Fristen

– Initiativen 76^4^
– Totalrevision der Verfassung, Ablehnung eines Verfassungszusatzes 137^3^

 **Fusion** , Zusammenschluss, Teilung, Grenzänderung von Gemeinden 112

Gebiet

– Raumplanung 46

 **Gedanken** Freiheit 8 e

– in der Schule 34^4^

Gemeinden

– Allgemeine Bestimmungen 110–113
– Einwohnergemeinden – Aufgaben 114
        – Generalrat 118
        – Gemeinderat 119
        – Organisation 115
        – Organe 116
        – Stimmberechtigte Einwohner 117
– Aufgaben der Gemeinenden in Zusammenarbeit mit dem Staat 18, 19, 22, 23
– Amtsdauer 65^1^, UeB 14^2–4^
– andere Gemeinden 120
– Anzahl der Gemeinden – für eine Initiative 75^1^
        – für ein fakultatives Referendum 78
– Ausbildung 40^2^
– Finanzausgleich 126
– Fusion, Zusammenschluss, Teilung, Grenzänderung 112
– Gemeindebürgerrecht 16
– Gesundheitswesen 25^1, 2^
– Information der der Öffentlichkeit 68
– kommunale Wahlen 74^3^
– Kultur und Erwachsenenbildung 42, 43
– Öffentliche Ordnung 54
– Pflichten gegenüber den Gemeinden 15
– Raumplanung 44*a* , 46
– Rückwirkung von Gesetzen 58
– Schule 35^1^
– Sozialhilfe 24
– Stimm- und wahlberechtigt in Gemeindeangelegenheiten 70^3^
– Streitigkeiten über die Autonomie der Gemeinden 104^2^b
– Umweltschutz 45^1, 2^
– unvereinbare Ämter 62
– Vorkaufsrecht 12^5^

 **Gemeindepräsident** 119^2^

– Mehrheitswahl 74^6^
– Volkswahl 74^3^b

Gemeinderat

– Amtsenthebung 66*a* 
– Grundsatz 116 b, 119
– Volkswahl 74^3^b

 **Gemeindeverbände** 110, 113

 **Gemeinschaften** , religiöse 130

Generalrat

– Öffentlichkeit der Verhandlungen 67
– unvereinbare Ämter 62^2, 3^
– Verhältniswahlverfahren 74^5^
– Volkswahl 74^3^a

 **Gerichte** 

– erstinstanzliche Gerichte 102
– richterliche Behörden<br /> s. Behörden, richterliche
– Sitz 69^2^

Gerichtsurteile

– Vollzug 92^2^h

Geschäftsberichte

– der Regierung, der Gerichte Gerichte und der selbständigen kantonalen Anstalten, Genehmigung durch das Parlament 84 j

Gesetze

– Kompetenz des Parlamentes 83^1^b, 84 p
– Kompetenz der Regierung 92^2^h
– Referendum – obligatorisches 77 e
        – fakultatives 78 a
– Rückwirkung 58
– Verfassungsmässigkeit 104^1^

Gesetzgebung

– des Kantons Bern UeB 3
– Kompetenz der Regierung 90
– Kompetenz des Parlamentes 83

 **Gesundheit** , öffentliche25–31

– Pflege s. Pflege
– Spitäler s. Spitäler
– Raumplanung 46^4^

 **Gesundheitspolizei** 28

 **Gesundheitsrat** 31

Gewalten, Behörden

– Gewaltentrennung 55
– Koordination der Arbeit der Behörden 92^2^i
– richterliche Behörden s. Behörden, richterliche
– Sitz der Behörden 69
– unvereinbare Ämter 62
– Wiederwahl 66, UeB 14^2–4^

Gewissen

– Gewissensfreiheit 8 e
– Gewissensfreiheit in der Schule 34^4^

Gleichheit

– vor dem Gesetz 6
– «Gleiche Arbeit, gleicher Lohn» 20 f

Gnade

– Recht, Kompetenz des Parlamentes 84 l

 **Handel** und Gewerbe Freiheit 8 k

 **Handeln, staatliches** Grundlagen 56

 **Heirat** , Ehe Recht 8 c

Hilfe

– Humanitäre – 53
– Sozialhilfe 24

 **Hygiene** 25^1^

 **Immobiliengeschäfte,** Bürgschaften und Beteiligungen an Wirtschaftsunternehmen

– Kompetenz des Parlamentes 84 h
– Kompetenz der Regierung 92^1^c
– fakultatives Referendum 78 d

Informationder Öffentlichkeit

– über die Tätigkeit der Behörden 68^1^
– über wichtige Vorhaben 68^2^

Initiative

– des Staates in Bundesangelegenheiten 75^2^, 78 f
– Voraussetzungen für eine kantonale Volksinitiative (Standesinitiative) 75
– Verfahren bei einer Standesinitiative 76
– Kompetenz des Parlamentes 84 o
– Recht 71 c
– Revision der Verfassung 137^1^

Institution, private Einrichtungen

– Berufsbildung 35^3^

Interesse, öffentliches

– Beschränkung der Grundrechte 13
– Vorkaufsrecht für den Staat und die Gemeinden 12^5^

 **Jagd** 45^4^

Jugendliche

– Jugendschutz in Strafsachen 105

Jurassier, auswärtige

– Konsultativrat 98
– politischen Rechte 72

Kanton

– kantonale Schlichtungs- und Schiedsstelle 21
– Kantonsbürgerrecht 16
– souveräner Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft 1^2^
– Stimm- und Wahlberechtigte in kantonalen Angelegenheiten 70^1^

 **Kantonalbank** 127

 **Kantone** Zusammenarbeit 4^1^, 84 p

Kantonsgericht

– Amtsdauer des Präsidenten und Vizepräsidenten 65^2^
– zweitinstanzliche Rechtsprechung 103
– Sitz 69^2^
– Verfassungsgerichtshof 104
– Wahl durch das Parlament 84 a
– Wiederwahl des Präsidenten und Vizepräsidenten 66^3^

Kinder

– Recht auf Pflege und Erziehung der Kinder 8 d
– Schule 32–41

Kirchgemeinden133

Kirchen

– Anerkannte Kirchen 130
– Finanzen 134
– Kirchgemeinden 133
– Kirchenverfassung 131^2, 3^, 133^1^
– Mitgliedschaft in einer anerkannten Kirche 132
– Streitigkeiten über die Autonomie 104^2^b

 **Klagen und Beschwerden** 92 l

 **Kollegialität** 95

 **Kompetenzdelegation** 59, 60

Kompetenzen

– Delegation (Übertragung von<br /> Befugnissen) 59, 60
– des Parlamentes 83, 84
– der Regierung 89–92
– Kompetenzkonflikte zwischen kantonalen Behörden 104^2^d
– Notrecht 60

 **Konkordate** s. Verträge

 **Konsumenten** Schutz 52

Kreise

– Wahlkreise – für Parlamentswahlen 86^1^
        – für Regierungswahlen 93^2^
– Verwaltungskreise 108^1^

Kultur

– kulturelle Aktivitäten 42

Kulturschaffen

– jurassisches Brauchtum 42^2^
– Natur- und Kulturdenkmäler 45^2^

 **Kunst** Freiheit 8 i

Landwirtschaft

– bäuerlicher Grundbesitz 12^4^
– Landwirtschaftspolitik 51
– Mietgericht 102^1^a
– Raumplanung 46^2^

 **Leben** Recht

– und auf körperliche und geistige Unversehrtheit 8 a
– auf Achtung der Privatsphäre und der Wohnung 8 b
– auf Ehe und Familie 8 c

 **Lehre** Freiheit 8 h

Lehrer

– Aus- und Weiterbildung 35^4^

Leistungen

– Sozialleistungen des Bundes 23^1^

 **Medizin** 25^2, 3^

 – arbeitsmedizinischer Dienst 20 b
 – Spitäler s. Spitäler

Mediation

– Schlichtungsstelle für Verwaltungsangelegenheiten 61^2^

 **Meinung** Freiheit 8 f

 **Menschenwürde** Grundrecht 7

 **Mieter** Schutz gegen Missbräuche 22^3^

Migrantens. Wanderbevölkerung

Militär

– Verfügbarkeit von kantonalen Truppen 92^2^g

 **Mundart** 42^2^

 **Nachhaltige Entwicklung** 44*a* 

 **Niederlassung** Freiheit 8 l

Notrecht60

Oberaufsicht

– der Gemeinden 92^2^j
– der Regierung 82^4^
– der Schulen 39
– der Verwaltung und der richterlichen Behörden 82^4^
– von Gemeindeverbänden 113^3^

 **öffentliche Bildung** s. Schule

öffentlicher Dienst

– Streikrecht, besondere Vorschriften 20 g

öffentliches Amt

– freier Zugang 8 m
– Recht, gewählt zu werden 71 b

Öffentlichkeit

– der Verhandlungen 67
– von Rechnung und Voranschlag 124

 **Ordnung** , öffentliche 54, 92^2^g

Organisation

– des Spitalwesens 26
– des Staates 55–107
– der richterlichen Behörden 107
– der Bezirke 108^2^
– der Einwohnergemeinden 115
– der Gemeindeversammlung 117^3^
– des Generalrats 118^3^
– des Gemeinderats 119^3^
– der Wahlen UeB 6^3^
– Gerichtsorganisation UeB 11^2+4^

Parlament82–88

– Amtsdauer – der Abgeordneten 65^1^, UeB 14^2, 3^
        – Präsident, Vizepräsident 65^2^
– fakultatives Referendum 78 f
– Gewaltentrennung 55
– Kompetenzdelegation 59
– Notrecht 60
– Öffentlichkeit der Verhandlungen 67
– Referendum auf Beschluss des Parlaments 79
– Rolle des Verfassungsrates UeB 4
– Sitz des Parlamentes 69^1^
– Standesinitiativrecht in Bundesangelegenheiten 75^2^
– Wahlen – der Abgeordneten 74^1^a
        – Verhältniswahlverfahren 74^5^
– Wiederwahl – der Abgeordneten 66^1^, UeB 14^2, 3^
        – Präsident, Vizepräsident 66^3^
– unvereinbare Ämter 62^1, 4^

 **Parlamentarier** s. Abgeordnete

 **Parteien** , politische 81

 **Petition** Recht 80

 **Pflanzenwelt** Schutz 45^3^

Pflege

– Hauspflege 27
– von Kranken 25^2^
– Zahnbehandlung 29^2^

 **Pflichten** gegenüber dem Staat und den Gemeinden 15

Pläne

– fakultatives Referendum 78 e
– Genehmigung durch das Parlament 84 d
– Verwirklichung durch die Regierung 92^2^d

Politik

– allgemein – Regierungsprogramm und Bericht über die Verwirklichung 92^2^b, c
        – Rolle des Parlamentes 82^2^
        – Rolle der Regierung 89^1^
– Landwirtschaftspolitik 51
– Wirtschaftspolitik 127^3^

 **Presse** Freiheit 8 f

Rat,Konsultativrat

– Konsultativrat der auswärtigen Jurassier 98
– konsultativen Wirtschafts- und Sozialrat 47^2^
– Gemeinderat s. Gemeinderat
– Generalrat s. Generalrat
– Gesundheitsrat s. Gesundheitsrat
– Schulrat s. Schulrat
– Ständerat s. Ständerat
– Staatsrat s. Staatsrat
– Verfassungsrat s. Verfassungsrat

Raumplanung

– Genehmigung von kantonalen Plänen durch das Parlament 84 d
– Grundsatz 46
– Nachhaltige Entwicklung 44*a* 

Rechnung und Voranschlag

– Kompetenz des Parlamentes 84 f
– Kompetenz der Regierung 92^2^e
– Schuldenbremse 123*a* 
– Öffentlichkeit 124

Rechte

– bei den ersten Wahlen<br /> UeB 6^3^
– Beschränkung der Grundrechte 13, 14^2^
– Grundrechte 6–16
– politische Rechte 70–81
– Rechtsgleichheit 6^1^
– Streitigkeiten über die Ausübung der politischen Rechte 104^2^c
– Wirkungen der Grundrechte 14
– Rechte – auf Leben und auf körperliche und geistige Unversehrtheit 8 a
        – Recht auf Achtung des Privatlebens und der Wohnung 8 b
        – das Recht auf Ehe und Familie 8 c
        – das Recht auf Pflege und Erziehung der Kinder 8 d
        – auf seinem verfassungsmässigen Richter 9^1^
        – auf unentgeltlichen Rechtsbeistand 9^4^
        – auf Arbeit 19
        – auf Wohnung 22
        – auf Ausbildung 40
        – Bürgerrecht 16
        – Rechtsschutz 9
        – zur Gründung von Privatschulen 38^1^

 **Rechtsbeistand** , unentgeltlicher 9^4^

Referendum

– auf Beschluss des Parlaments 79
– fakultatives Referendum 78
– obligatorisches Referendum 77
– Recht 71 c

 **Regalien** 129

Regierung

– Amtsdauer – der Mitglieder der Regierung 65^1^,<br /> UeB 14^2–4^
        – von Präsident und Vizepräsident 65^2^
– Amtsenthebung 66*a* 
– Büro des Verfassungsrates UeB 5
– Einberufung des Parlamentes 87 c
– Gewaltentrennung 55
– Kompetenzdelegation 59
– Notrecht 60
– Oberaufsicht s. Oberaufsicht
– Sitz der Regierung 69^2^
– Wahlen – der Mitglieder der Regierung durch das Volk 74^1^b
        – Mehrheitswahl 74^6^
        – von Präsident und Vizepräsident des Parlaments 94
– Wiederwahl – der Mitglieder der Regierung 66^2^,<br /> UeB 14^2–4^
        – von Präsident und Vizepräsident 66^3^
– unvereinbare Ämter 62^1, 2, 4^, 64

Regierungsprogramm

– Beratung durch das Parlament 84 c

 **Religion** Freiheit 8 e

– in der Schule 34^4^

Richter

– Amtsdauer 65^1^, UeB 14^2, 3^
– Recht auf den verfassungsmässigen Richter 9^1^
– Rechtsschutz – im Allgemeinen 9
– unvereinbare Ämter 62^1, 3, 4, 6^

 **Rückwirkung von Gesetzen** 58

 **Schuldenbremse** 123*a* 

 **Schule** 32–41

 **Schulrat** 41

Schutz

– der Mieter 22^3^
– der Erwerbstätigen 20
– Konsumentenschutz 52
– Rechtsschutz – im Allgemeinen 9
– Umweltschutz 45

 **Sicherheit** , soziale 18–23

 **Souveränität** 1–5

– Ausübung 2

Soziale Konflikte

– kantonale Schlichtungs- und<br /> Schiedsstelle 21

Spitäler

– Organisation des Spitalwesens 26

 **Sport** 30

Sprache

– französischen Sprache 42^3^
– Landes- und Amtssprache 3
– Mundart 42^2^

Staat17–107

– Aufgaben des Staats 17–54
– demokratischer und sozialer Staat 1^1^
– Kirche und Staat 130–134
– Organisation des Staats – Grundsätze 55–69
        – politische Rechte 70–81
– Parlament s. Parlament
– Pflichten gegenüber dem Staat 15
– Regierung s. Regierung
– richterliche Behörden s. Behörden, richterliche
– Souveränität 1^2^
– Vertretung 89^3^
– Vorkaufsrecht 12^5^

 **Staatsanwalt** 

– Amtsdauer 65^1^, UeB 14^2, 3^
– Staatsanwaltschaft 106
– unvereinbare Ämter 62^1, 4^
– Wahl durch das Parlament 84 a

Staatsgewalt

 – Bindung an die Grundrechte 14^1^

Ständerat

– unvereinbare Ämter 62^4^
– Verhältniswahlverfahren 74^5^
– Volkswahl 74^1^c, UeB 7
– Wiederwahl der Abgeordneten 66^1^

Steuern

– und Abgaben 121, 122
– Kirchensteuer 134

 **Strafuntersuchung** 106

 **Strassen s** . Bau- und Strassenwesen

 **Streik** Recht 20 g

Teilnahme

– Mitbestimmung in den Unternehmen 20 d
– an Wirtschaftsunternehmen s. Immobiliengeschäfte

 **Tierwelt** Schutz 45^3^

 **Truppen** , kantonale92^2^g

 **Umwelt** Schutz 45

Unabhängigkeit

– der Gerichte 101
– der Parlamentarier 88

Ungültigkeit

– einer Initiative 75^3^

Unternehmen, Wirtschaftsunternehmen

– Beteiligung des Staats – Kompetenz der Regierung 92 c
        – Kompetenz des Parlamentes 84 h

Unterricht

– Freiheit des Lernens und der Lehre 8 h
– Unentgeltlichkeit 34^3^

Unvereinbarkeiten

– Doppelfunktion 64
– unter Verwandten 63
– unvereinbare Ämter 62

 **Unversehrtheit , körperliche und geistige** Recht 8 a

Verantwortlichkeit

– des Staates und der Gemeinden 57
– der Abgeordneten 88^3^

 **Verein** Freiheit 8 g

Vereinbarungen

– öffentlichrechtliche – Ausbildung ausserhalb des Kantons 37
        – fakultatives Referendum 78 c
        – Kompetenz der Regierung 92^2^a
        – obligatorisches Referendum 77 f

Verfahren

– bei der kantonalen Volksinitiative 76
– für den Erwerb des Bürgerrechts 16^1^
– Gesetzgebungsverfahren 136^1^
– Mehrheitswahlverfahren 74^6^
– Verfahrensrecht 107
– Verhältniswahlverfahren 74^5^
– Vernehmlassungsverfahren 92^2n^

Verfassung

– des Kantons Bern UeB 2
– des Kantons Jura – Inkrafttreten UeB 1
– Kantonale Volksinitiative für Verfassungsänderungen – Voraussetzungen 75
        – Verfahren 76
– Revision – Derogation, Notrecht 60
        – Kompetenz des Parlamentes 83^1^a
        – obligatorisches Referendum 77 a, b
        – Prinzip 135
        – Teilrevision 136, 77 b, 83^1^a,^3^
        – Totalrevision 137
– Kirchenverfassung 131^2, 3^, 133^1^

Verfassungsgerichtshof

– Organisation 104
– Kompetenzkonflikte behandelt durch das Parlament 84 k

Verfassungsrat

– Gesetzgebung UeB 3^1^
– Inkrafttreten der Verfassung UeB 1
– Rolle des Parlamentes UeB 4
– Rolle des Büros des Verfassungsrates<br /> UeB 5

 **Verhandlungen** Öffentlichkeit 67

 **Verkehr** , öffentlicher 49

Vernehmlassungen der Bundesbehörden

– Antwort der Regierung 92^2^n
– Kompetenz des Parlamentes 84 n

 **Veröffentlichen von Vorhaben** 68^2^

 **Versammlung** Freiheit 8 g

 **Verschmutzung** 45^1^

Versicherungen

– Arbeitslosenversicherung 20 a
– Kranken-, Unfall- und Mutterschaftsversicherung 29
– Sozialversicherungen und Sozialleistungen des Bundes 23
– Zahnbehandlung 29^2^

 **Verträge,** Konkordate und öffentlichrechtliche Vereinbarungen

– fakultatives Referendum 78 c
– Genehmigung durch das Parlament 84 b
– Kompetenz der Regierung 92^2^a
– obligatorisches Referendum 77 f

Vertretung

– des Volks durch das Parlament 82^1^

Verwaltung

– Beamte s. Beamte
– bei den Verwaltungs- und den Gerichtsbehörden des Kantons Bern hängige Geschäfte UeB 10
– Gemeinden – Gemeinderat 119
        – ausserordentliche Verwaltung 111^4, 5^
– Kirchensteuer 134^2^
– Leitung der Verwaltung 89^2^
– Oberaufsicht 82^4^
– Organisation 92^2^i
– Regierung s. Regierung
– richterlichen Behörden<br /> s. Behörden, richterliche
– Sitz der kantonalen Verwaltung 69^3^
– unabhängige Schlichtungsstelle für Verwaltungsangelegenheiten 61^2^
– unvereinbare Ämter 62–64
– Verwaltungskreise 108^1^
– Verwaltung von Vermögen und Finanzen des Staates 92^2^f

Verwandtschaft

– unvereinbare Ämter 63

Volk

– Ausübung der Souveränität 2
– Kompetenzdelegation 59
– Vertretung durch das Parlament 82^1^

Volksabstimmung

– fakultatives Referendum 78
– kantonale Volksinitiative 76^2^
– obligatorisches Referendum 77
– Recht 71 a
– Rechtmässigkeit, Streitigkeiten 104^2^c
– über ein Bundesgesetz, einen Bundesbeschluss, Kompetenz des Parlamentes 84 p

Volkswahl

– geheime – 74^4^
– Mehrheitswahl 74^6^
– Verhältniswahl 74^5^

 **Vollbeschäftigung** 19^2^

Vorkaufsrecht

– Recht des Staates und der Gemeinden 12^5^

Wählbarkeit

– freie Zugang zu öffentlichen Ämtern 8 m
– Recht, gewählt zu werden 71 b

Wahlen, Ernennungen

– durch das Parlament – Präsident und Vizepräsident der Regierung 94
        – die Mitglieder des Kantonsgerichts, den Staatsanwalt und die Mitglieder der anderen vom Gesetz bezeichneten Behörden 84 a
– durch die Regierung – Beamte 92^1^a
– erste Wahl und Konstitution von Parlament und Regierung UeB 6
– Streitigkeiten über deren Rechtmässigkeit 104^2^c
– Volkswahlen – Geheimnis 74^4^
        – Gemeindewahlen 74^3^
        – kantonale – 74^1^
        – Rechte 71 a
        – Stimmberechtigte 116 a, 117
        – Verhältniswahlen 74^5^
        – Mehrheitswahlen 74^6^

 **Wähler** 70

– Anzahl der Stimmberechtigten – für eine Volksinitiative 75^1, 2^
        – für ein fakultatives Referendum 78
– Rechte der Stimmberechtigten 71
– Stimmberechtigte 116 a, 117

Wald

– Raumplanung 46^2^
– Schutz 45^3^

Wanderbevölkerung

– Eingliederung in ihre jurassische soziale Umwelt 18^3^

 **Wappen** 5

Wirtschaft

– Raumplanung 46^3^
– Entwicklung 47
– kantonale Pläne, Kompetenz des Parlamentes 84 d

 **Wirtschaftsförderung** , Amt 47^2^

Wohnsitz(Wohnung)

– Recht auf Achtung 8 b
– für das Stimm- und Wahlrecht 70^1^

 **Wohnung** Recht 22

 **Zensur** Verbot 11

 **Zulagen** , Familienzulagen 23^2^

Zusammenarbeit

– mit den anderen Kantonen, Nachbarn und den um Solidarität bemühten Völkern 4
– Entwicklungszusammenarbeit mit den benachteiligten Völkern 53

[^1]: Der Text in der französischen Originalsprache findet sich unter der gleichen Nummer in der entsprechenden Ausgabe dieser Sammlung.
[^2]: Diese Veröffentlichung basiert auf jenen der Änderungen im Rahmen der Gewährleitungsbotschaften im BBl. Sie kann vorübergehend von der Veröffentlichung in der kantonalen Gesetzessammlung abweichen.
[^3]: Angenommen in der Volksabstimmung vom 28. Nov. 2010, in Kraft seit 28. Nov. 2010. Gewährleistungsbeschluss vom 6. März 2012 (BBl  **2012**  3861Art. 1 Ziff. 8, **2011**  8041).
[^4]: SR  **0.101**
[^5]: Zweiter Abs. angenommen in der Volksabstimmung vom 28. Nov. 2010, in Kraft seit  28. Nov. 2010. Gewährleistungsbeschluss vom 6. März 2012 (BBl  **2012**  3861Art. 1  Ziff. 8, **2011**  8041).
[^6]: Angenommen in der Volksabstimmung vom 26. Sept. 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005. Gewährleistungsbeschluss vom 6. Okt. 2005 (BBl  **2005**  5995Art. 1 Ziff. 72891).
[^7]: Angenommen in der Volksabstimmung vom 28. Nov. 1993, in Kraft seit 28. Nov. 1993. Gewährleistungsbeschluss vom 16. Sept. 1996 (BBl  **1996**  IV 864Art. 1 Ziff. 8, I 1301).
[^8]: Angenommen in der Volksabstimmung vom 5. April 1987, in Kraft seit 5. April 1987. Gewährleistungsbeschluss vom 9. März 1988 (BBl  **1988**  I 1448Art. 1 Ziff. 5 249).
[^9]: Aufgehoben in der Volksabstimmung vom 5. April 1987, mit Wirkung seit 5. April 1987. Gewährleistungsbeschluss vom 9. März 1988 (BBl  **1988**  I 1448Art. 1 Ziff. 5 249).
[^10]: Angenommen in der Volksabstimmung vom 7. März 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010. Gewährleistungsbeschluss vom 2. März 2011 (BBl  **2011**  2927Art. 1 Ziff. 5, **2010**  7945).
[^11]: Angenommen in der Volksabstimmung vom 7. März 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010. Gewährleistungsbeschluss vom 2. März 2011 (BBl  **2011**  2927Art. 1 Ziff. 5, **2010**  7945).
[^12]: Angenommen in der Volksabstimmung vom 29. Nov. 1998, in Kraft seit 1. Jan. 2001. Gewährleistungsbeschluss vom 14. Juni 2000 (BBl  **2000**  3643Art. 1 Ziff. 91107).
[^13]: Aufgehoben in der Volksabstimmung vom 29. Nov. 1998, mit Wirkung seit 1. Jan. 2001. Gewährleistungsbeschluss vom 14. Juni 2000 (BBl  **2000**  3643Art. 1 Ziff. 91107).
[^14]: Aufgehoben in der Volksabstimmung vom 29. Nov. 1998, mit Wirkung seit 1. Jan. 2001. Gewährleistungsbeschluss vom 14. Juni 2000 (BBl  **2000**  3643Art. 1 Ziff. 91107).
[^15]: Angenommen in der Volksabstimmung vom 29. Nov. 1998, in Kraft seit 1. Jan. 2001. Gewährleistungsbeschluss vom 14. Juni 2000 (BBl  **2000**  3643Art. 1 Ziff. 91107).
[^16]: Angenommen in der Volksabstimmung vom 5. Juni 2016, in Kraft seit 5. Juni 2016. Gewährleistungsbeschluss vom 12. Juni 2017 (BBl  **2017**  4419Art. 51499).
[^17]: Angenommen in der Volksabstimmung vom 26. Sept. 2004, in Kraft seit 1. Sept. 2006. Gewährleistungsbeschluss vom 6. Okt. 2005 (BBl  **2005**  5995Art. 1 Ziff. 72891).
[^18]: Angenommen in der Volksabstimmung vom 26. Sept. 2004, in Kraft seit 1. Sept. 2006. Gewährleistungsbeschluss vom 6. Okt. 2005 (BBl  **2005**  5995Art. 1 Ziff. 72891).
[^19]: Angenommen in der Volksabstimmung vom 26. Sept. 2004, in Kraft seit 1. Sept. 2006. Gewährleistungsbeschluss vom 6. Okt. 2005 (BBl  **2005**  5995Art. 1 Ziff. 72891).
[^20]: Angenommen in der Volksabstimmung vom 17. Mai 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2011. Gewährleistungsbeschluss vom 8. Dez. 2010 (BBl  **2011**  257Art. 1 Ziff. 5, **2010**  4901).
[^21]: Angenommen in der Volksabstimmung vom 5. Juni 2016, in Kraft seit 5. Juni 2016. Gewährleistungsbeschluss vom 12. Juni 2017 (BBl  **2017**  4419Art. 51499).
[^22]: Angenommen in der Volksabstimmung vom 30. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2011. Gewährleistungsbeschluss vom 10. Dez. 2009 (BBl  **2009**  9137Art. 1 Ziff. 55961).
[^23]: Angenommen in der Volksabstimmung vom 30. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2011. Gewährleistungsbeschluss vom 10. Dez. 2009 (BBl  **2009**  9137Art. 1 Ziff. 55961).
[^24]: Angenommen in der Volksabstimmung vom 29. Nov. 1998, in Kraft seit 1. Jan. 2001. Gewährleistungsbeschluss der BVers vom 14. Juni 2000 (BBl  **2000**  3643Art. 1 Ziff. 91107).
[^25]: Aufgehoben in der Volksabstimmung vom 29. Nov. 1998, mit Wirkung seit 1. Jan. 2001. Gewährleistungsbeschluss der BVers vom 14. Juni 2000 (BBl  **2000**  3643Art. 1 Ziff. 91107).
[^26]: Angenommen in der Volksabstimmung vom 30. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2011. Gewährleistungsbeschluss vom 10. Dez. 2009 (BBl  **2009**  9137Art. 1 Ziff. 55961).
[^27]: Aufgehoben in der Volksabstimmung vom 7. März 2010, mit Wirkung seit 1. Juli 2010. Gewährleistungsbeschluss vom 2. März 2011 (BBl  **2011**  2927Art. 1 Ziff. 5, **2010**  7945).
[^28]: Es handelt sich um Art. 62 Abs. 4 in der Fassung vom 20. März 1977.
[^29]: Es handelt sich um die Änderungen der Art. 69, 70, 74, 102 und 108 (Reform der Gerichtsorganisation), in Kraft seit 1. Jan. 2001.
[^30]: Es handelt sich um die Änderung des Art. 26 Abs. 2 (Übertragung der Gesundheitskosten auf den Kanton), in Kraft seit 1. Jan. 2005.
[^31]: Es handelt sich um: die Änderungen der Art. 75 Abs. 1 und 3 sowie 76 Abs. 1 und 4 (Einführung der Volksinitiative in der Form des ausgearbeiteten Entwurfs), in Kraft seit 1. Sept. 2006; die Aufhebung von Art. 10 und die Änderungen der Art. 102 Abs. 1, 103, 104 Abs. 1, 106, 107 und 134 Abs. 3 (Umsetzung der neuen Straf- und der neuen Zivilprozessordnung des Bundes), in Kraft seit 1. Jan. 2011; die Änderung des Art. 77 Bst. g und des Art. 123*a* (Einführung einer Schuldenbremse), in Kraft seit 1. Jan. 2011.
[^32]: Es handelt sich um die Änderungen der Art. 65 Abs. 1, 66 Abs. 2 und die Aufhebung von Art. 6 Abs. 1 der Schluss- und Übergangsbestimmungen (Änderung der Dauer der Legislaturperioden und Wiederwahl der Regierungsmitglieder), in Kraft seit 1. Juli 2010.