414.110.12

# Übereinkunft zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und dem Zürcherischen Regierungsrat betreffend die Ausscheidung der gemeinsamen paläontologischen Sammlungsobjekte

(Aussonderungsvertrag vom 28. Dezember 1905, Art. 6 Ziff. III und IV)

vom 1./31. März 1909 (Stand am 31. März 1909)

Der Schweizerische Bundesrat<br />und<br />der Zürcherische Regierungsrat

sind übereingekommen, die Ausscheidung der paläontologischen Objekte der gemeinsamen Sammlungen des Polytechnikums und der Hochschule in Zürich, statt durch den Spruch eines Schiedsgerichtes gemäss Artikel 6 Ziffer III des Aussonderungsvertrages vom 28. Dezember 1905[^1], durch nachfolgende vertragliche Übereinkunft zu ordnen.

##### **Art. 1** {#art_1 omnilex-key=ch-fedlex--414.110.12--1}
1. Von den genannten Sammlungen sollen der Hochschule Zürich zufallen:
a. die unter Glas im Saal 19*d* des Polytechnikums aufgestellten Fossilien;
b. aus der stratigraphischen Hauptsammlung und der zoologisch geordneten Schubladensammlung im Saale 29*c* eine durch den Professor der Geologie zu treffende Auswahl von Dubletten behufs Erzielung einer wesentlichen Ergänzung der unter Buchstabe*a* genannten Objekte;
c. die fossilen Wirbeltiere, nämlich die Rothsche Sammlung, die Mammutfunde von Niederweningen, Dinotherium, Höhlenbär und die Wirbeltiergruppen im Saale 30*c* .
2. Dubletten sind so viel als möglich der geologischen Sammlung zu belassen nach Auswahl durch den Professor der Zoologie oder Paläozoologie.

##### **Art. 2** {#art_2 omnilex-key=ch-fedlex--414.110.12--2}
Alle übrigen Objekte der gemeinsamen paläontologischen Sammlungen gehen in das Eigentum des Polytechnikums über.

##### **Art. 3** {#art_3 omnilex-key=ch-fedlex--414.110.12--3}
Die geologische Sammlung hat das Recht, vor Abgabe der Objekte an die zoologische Sammlung davon Gipsabgüsse zu nehmen, soweit dies wünschenswert erscheint und ohne Schaden geschehen kann.

##### **Art. 4** {#art_4 omnilex-key=ch-fedlex--414.110.12--4}

##### **Art. 5** {#art_5 omnilex-key=ch-fedlex--414.110.12--5}
Solange gemeinsame Professuren für naturgeschichtliche Disziplinen bestehen, soll bei Neuanschaffungen und Zuwendungen der in diesem Vertrage festgesetzte Teilungsgesichtspunkt eingehalten werden.

[^1]: SR  **414.110.1**