916.510
# Verordnung zum Alpgesetz
(Alpverordnung)
Vom 12.02.1996 (Stand 01.12.2014)

### **Art. 1** Örtlicher Geltungsbereich {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-ai--916.510--1}

1. Dem Alpgesetz und dieser Verordnung unterstehen:
   a) Alle Alpen begrenzt durch (inklusive) Schaienrossberg, Mittlerer Rossberg, Soll, Hasler, Häldeli, Bommeli, Bärstein, untere Mans, Chlihütten, Gätteri, obere Bommen, mittlere Bommen, vordere Bommen, obere Neuenalp, untere Neuenalp, Vorderleu, Ahorn, unteres Sönderli, untere Helchen, mittlere Helchen, oberer Orlehan, Grossspitz, Neuenalp, obere Helchen, vordere Wasserschaffen, oberer Rotstein, Dornesseln, vorderes Tüflöchli, Grossloch, mittlerer Hackbühl, hinterer Hackbühl, Bälmli und Gross Eugst;
   b) im Fähnerengebiet die Alpen Bildstein, unterer Bildstein, Bildsteinkopf, Fähnernspitz, Förstli, Gross Bildstein, Gross Heieren, Heubühl, Klein Heieren, Loos und Neuenalp;
   c) die Einzelalpen Feusenalp, Göbsi, Ochsenhöhi und Stigershöhi.

### **Art. 2** Bewirtschaftungs- und Nutzungsgrundsätze für gemeinsam genutzte Alpen {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-ai--916.510--2}

1. Separate Bewirtschaftungsvorschriften, die für gemeinsam genutzte Alpen erlassen werden, bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Genehmigung der Standeskommission.
2. Die Stallhaltung ist dem Grasbestand anzupassen. Das Wegweisen und das Treiben von Tieren ist während der gesamten Alpzeit verboten. An gefährlichen Stellen darf das Vieh gehütet oder abgekehrt, bei Schneewetter dem Gras nachgefahren werden.

### **Art. 3** Nichtbewirtschaftete Alpen {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-ai--916.510--3}

1. Bei Vorliegen eines wesentlichen öffentlichen Interesses vergibt das Land- und Forstwirtschaftsdepartement (nachfolgend Departement genannt) die Bewirtschaftungsrechte für nicht bewirtschaftete Alpen.

### **Art. 4** Auftrieb von Schafen und Verwendung von Handelsdünger {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-ai--916.510--4}

1. Gesuche um Auftrieb von Schafen sowie um Verwendung von Handelsdünger sind bis Ende Februar beim Departement einzureichen.

### **Art. 5** Vorschriften für Hunde {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-ai--916.510--5}

1. Während der Alpzeit sind Hunde an der Leine zu führen. Von dieser Vorschrift sind die Hunde der Bewirtschafter ausgenommen.

### **Art. 6** Festlegung von Fahrradrouten sowie von Start- und Landegebieten {#art_6 omnilex-key=ch-lexwork-ai--916.510--6}

1. Gesuche für die Festlegung von Fahrradrouten sowie von Start- und Landegebieten im Sinne von Art. 8 Abs. 1 und 2 des Alpgesetzes sind dem Departement einzureichen. Das Departement regelt in Zusammenarbeit mit dem Justiz-, Polizei- und Militärdepartement und dem Volkswirtschaftsdepartement die Festlegung der Routen. Die betroffenen Grundeigentümer sowie die Bezirke der gelegenen Sache sind anzuhören.

### **Art. 7** Geltendmachung von Beiträgen {#art_7 omnilex-key=ch-lexwork-ai--916.510--7}

1. Gesuche um Ausrichtung von Beiträgen im Sinne von Art. 9 des Alpgesetzes sind beim Departement einzureichen, welches zudem festlegt, welche Unterlagen hiezu beizubringen sind. Dieses leitet die Gesuche mit einem entsprechenden Antrag an die Standeskommission weiter, welche darüber entscheidet.

### **Art. 8** &hellip; {#art_8 omnilex-key=ch-lexwork-ai--916.510--8}

### **Art. 9** Hilfe bei Naturkatastrophen {#art_9 omnilex-key=ch-lexwork-ai--916.510--9}

1. Liegt Gefahr im Verzug, kann das Departement die ihm notwendig erscheinenden Massnahmen im Sinne von Art. 12 des Alpgesetzes sofort in die Wege leiten und die entsprechenden Kosten im nachhinein verlegen.

### **Art. 10** &hellip; {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-ai--916.510--10}

### **Art. 11** Inkrafttreten {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-ai--916.510--11}

1. Diese Verordnung tritt nach Annahme durch den Grossen Rat auf den 1. April 1996 in Kraft.