668.31
# Einführungsverordnung zur Besteuerung der digitalen Wirtschaft im OECD-Zwei-Säulen-Modell
(EV OECD-Zwei-Säulen-Modell)
Vom 13.12.2023 (Stand 01.01.2024)

### **Art. 1** Gegenstand {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-be--668.31--1}

1. Diese Verordnung regelt die angemessene Berücksichtigung der Gemeinden am Rohertrag der Ergänzungssteuer des Bundes gemäss Artikel 197 Ziffer 15 Absatz 6 BV.

### **Art. 2** Berücksichtigung der Einwohnergemeinden {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-be--668.31--2}

1. Der Kanton überweist den zu berücksichtigenden Einwohnergemeinden (Art. 247 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG]) jeweils 33 Prozent der eingegangenen Ergänzungssteuern gemäss Artikel 197 Ziffer 15 Absatz 6 BV.
2. Zu berücksichtigen sind Einwohnergemeinden, sofern ihnen Geschäftseinheiten gemäss Artikel 3 der eidgenössischen Verordnung vom 22. Dezember 2023 über die Mindestbesteuerung grosser Unternehmensgruppen (Mindestbesteuerungsverordnung, MindStV) steuerlich zugehörig sind und diese eine Ergänzungssteuer gemäss Absatz 1 getragen haben.
3. Sind mehrere Einwohnergemeinden zu berücksichtigen, so wird der Anteil nach Höhe des massgebenden Gewinns der einzelnen Geschäftseinheiten verteilt.

### **Art. 3** Berücksichtigung der Kirchgemeinden {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-be--668.31--3}

1. Der Kanton überweist den zu berücksichtigenden Kirchgemeinden (Art. 10 ff. des Gesetzes vom 21. März 2018 über die bernischen Landeskirchen [Landeskirchengesetz, LKG]) jeweils fünf Prozent der eingegangenen Ergänzungssteuern gemäss 197 Ziffer 15 Absatz 6 BV.
2. Artikel 2 Absätze 2 und 3 gilt sinngemäss für die Kirchgemeinden.

### **Art. 4** Berücksichtigung im harmonisierten Steuerertrag {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-be--668.31--4}

1. Die Anteile an der Ergänzungssteuer gemäss Artikel 2 fliessen in den harmonisierten Steuerertrag gemäss Artikel 8 des Gesetzes vom 27. November 2000 über den Finanz- und Lastenausgleich (FILAG).

### **Art. 5** Inkrafttreten und Befristung {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-be--668.31--5}

1. Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2024 in Kraft und gilt bis zum 31. Dezember 2026.