915.11
# Verordnung über die landwirtschaftliche und bäuerlich-hauswirtschaftliche Beratung
(LBV)
Vom 05.11.1997 (Stand 01.04.2021)

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### **Art. 1** Geltungsbereich&nbsp;<strong>*</strong> {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-be--915.11--1}

1. Diese Verordnung regelt, nach welchen Grundsätzen die landwirtschaftliche und bäuerlich-hauswirtschaftliche Beratung durchgeführt und organisiert wird.

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### **Art. 2–4** &hellip; {#art_2–4 omnilex-key=ch-lexwork-be--915.11--2–4}

### **Art. 5** Beratung {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-be--915.11--5}

1. Die Beratung erfüllt durch Hilfe zur Selbsthilfe folgende Ziele:
   a Förderung von wettbewerbsfähigen und nachhaltig wirtschaftenden landwirtschaftlichen Unternehmen,
   b Erarbeitung und Förderung wirksamer landwirtschaftlicher Vermarktungsstrukturen in der Region und
   c Förderung der Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Gewerbe und Tourismus.
2. Die Beratung unterstützt die landwirtschaftliche Bevölkerung bei der Weiterentwicklung ihrer beruflichen Qualifikationen, hilft ihr die Probleme in der Betriebsführung eigenverantwortlich zu lösen und unterstützt sie bei der Weiterentwicklung der fachlichen, betriebswirtschaftlichen und sozialen Kompetenzen.
3. Bei der Durchführung der Beratung ist auf die erschwerten Produktions- und Lebensbedingungen im Berggebiet und in Randregionen gebührend Rücksicht zu nehmen.

### **Art. 5a** Beratungsleistungen {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-be--915.11--5a}

1. Beratungsleistungen werden erbracht
   a als Einzelberatung auf individuelle Nachfrage hin,
   b durch Information, Weiterbildung und Projektbegleitung (Gruppenberatung).

### **Art. 6** Organisation&nbsp;<strong>*</strong> {#art_6 omnilex-key=ch-lexwork-be--915.11--6}

1. Die landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentren sind zuständig für die Beratung.
2. Das Amt für Landwirtschaft und Natur (LANAT) bestimmt das Angebot an Beratungsleistungen.

### **Art. 7** Beigezogene Dritte {#art_7 omnilex-key=ch-lexwork-be--915.11--7}

1. Der Kanton kann betreffend die Beratung mit anderen Kantonen, Institutionen und Organisationen zusammenarbeiten.
2. Die Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion schliesst die entsprechenden Leistungsvereinbarungen ab und geht die Beitragsverpflichtungen ein.
3. …

### **Art. 8** &hellip; {#art_8 omnilex-key=ch-lexwork-be--915.11--8}

## 3 &hellip;

### **Art. 9–10** &hellip; {#art_9–10 omnilex-key=ch-lexwork-be--915.11--9–10}

## 4 &hellip;

### **Art. 11–12** &hellip; {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-be--915.11--11–12}

### **Art. 13** Schulrat&nbsp;<strong>*</strong> {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-be--915.11--13}

1. Der Schulrat der kantonalen landwirtschaftlichen und bäuerlich-hauswirtschaftlichen Berufsfachschule berät die Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion und das LANAT in grundsätzlichen Fragen der landwirtschaftlichen und bäuerlich-hauswirtschaftlichen Beratung.

### **Art. 14–17** &hellip; {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-be--915.11--14–17}

## 5 &hellip;

### **Art. 18** Beiträge und Entschädigungen&nbsp;<strong>*</strong> {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-be--915.11--18}

1. Die Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion kann berufsbildende Kurse, berufskundliche Veranstaltungen, Wettbewerbe und Vorträge, die von landwirtschaftlichen Organisationen veranstaltet werden, durch Beiträge unterstützen.
2. …
3. Das LANAT setzt die Entschädigungen für die nebenamtlichen Beratungskräfte fest.
4. …

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### **Art. 19** Gebührenbemessung&nbsp;<strong>*</strong> {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-be--915.11--19}

1. Die Gebühren für Beratungsleistungen bemessen sich nach dem Grad des öffentlichen Interesses an der Leistung.
2. Für Beratungsleistungen, die überwiegend im privaten Interesse der Empfängerin oder des Empfängers liegen, werden marktgerechte Gebühren erhoben.
3. Für Beratungsleistungen mit hohem öffentlichem Interesse werden die Gebühren angemessen herabgesetzt.

## 7 Schlussbestimmungen

### **Art. 20** Aufhebung von Erlassen {#art_20 omnilex-key=ch-lexwork-be--915.11--20}

1. Folgende Erlasse werden aufgehoben:
   1. Verordnung vom 19. Oktober 1994 über die landwirtschaftliche und bäuerlich-hauswirtschaftliche Berufsbildung,
   2. Verordnung vom 23. Januar 1995 über die Organisation der Lehrlingsausbildung der Käserinnen und Käser,
   3. Beschluss der Landwirtschaftsdirektion vom 16. Januar 1989 betreffend Reglement über die Berufslehre und die Lehrlingsprüfung für Landwirte,
   4. Beschluss der Landwirtschaftsdirektion vom 1. Juli 1992 betreffend Reglement über die Fähigkeitsprüfung für Landwirte,
   5. Direktionsverordnung vom 14. August 1996 über die landwirtschaftliche Meisterprüfung.

### **Art. 21** Inkrafttreten {#art_21 omnilex-key=ch-lexwork-be--915.11--21}

1. Diese Verordnung tritt auf den 1. Januar 1998 in Kraft.