214.2.13
# Verordnung über die Gebühren der Kantonalen Behörde für Grundstückverkehr
Vom 28.11.2023 (Stand 01.01.2024)

### **Art. 1** Grundsatz {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-fr--214.2.13--1}

1. Die Kantonale Behörde für Grundstückverkehr stellt Auslagen sowie feste und verhältnismässige Gebühren nach diesem Tarif in Rechnung.
2. Für Auslagen und Gebühren muss aufkommen, wer einen Nutzen aus einer Verfügung der Kantonalen Behörde für Grundstückverkehr zieht.

### **Art. 2** Feste Gebühren und Auslagen {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-fr--214.2.13--2}

1. Feste Gebühren und Auslagen werden in Rechnung gestellt für:
   a) Auskunft und Nachforschung, die länger als 15 Minuten dauern, je Viertelstunde
   b) Vorprüfung von Akten, je nach Komplexität
   einfach
   mittel
   komplex
   c) Korrespondenz, E-Mail, Anzeige, Mitteilung oder Eröffnung
   d) Augenschein/Ortsbesichtigung und Verfassen des entsprechenden Berichts, je Viertelstunde
   e) Aussetzen des Verfahrens und Einfordern von weiteren Informationen
   f) Fotokopien (Vorderseite oder Vorder- und Rückseite, je Seite)
   g) Verfassen einer Verfügung, je nach Komplexität
   einfach
   mittel
   komplex
   h) Antrag auf Eintragung eines Vermerks im Grundbuch oder Gesuch um Berichtigung des Grundbuchs (Art. 72 Abs. 1 BGBB)
2. Für nicht ausdrücklich vorgesehene Fälle gilt Absatz 1 sinngemäss.

### **Art. 3** Verhältnismässige Gebühren bei Erwerbsbewilligung {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-fr--214.2.13--3}

1. Die verhältnismässigen Gebühren werden aufgrund des Erwerbspreises berechnet.
2. Die verhältnismässigen Gebühren betragen:
   a) bei einem Erwerbspreis bis Fr. 100'000: 0,1 %;
   b) zuzüglich für den Teil über Fr. 100'000: 0,05 %.
3. Sie betragen höchstens Fr. 1'000.

### **Art. 4** Verhältnismässige Gebühren bei Schätzung des Ertragswerts, des höchstzulässigen Preises, des Pachtzinses oder der Belastungsgrenze {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-fr--214.2.13--4}

1. Die verhältnismässigen Gebühren werden aufgrund des von der Kantonalen Behörde für Grundstückverkehr festgelegten Schätzwerts berechnet.
2. Die verhältnismässigen Gebühren betragen:
   a) bei einem Schätzwert bis Fr. 100'000: 0,1 %;
   b) zuzüglich für den Teil über Fr. 100'000: 0,05 %.
3. Umfasst das Gesuch mehrere Schätzungen, so werden die verhältnismässigen Gebühren aufgrund der höchsten Schätzung erhoben.
4. Sie betragen höchstens Fr. 1'000.

### **Art. 5** Verhältnismässige Gebühren {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-fr--214.2.13--5}

1. Die verhältnismässigen Gebühren sind zusätzlich zu den festen Gebühren zu entrichten.
2. Die verhältnismässigen Gebühren können nur einmal erhoben werden, entweder im Rahmen der Berechnung des höchstzulässigen Preises oder im Rahmen der Erwerbsbewilligung.

### **Art. 6** Gebührenbefreiung {#art_6 omnilex-key=ch-lexwork-fr--214.2.13--6}

1. Keine Gebühren werden erhoben:
   a) wenn das Gesuch vom Staat Freiburg gestellt wird;
   b) in den Fällen, die in anderen gesetzlichen Bestimmungen ausdrücklich vorgesehen sind.