721.2.51
# Reglement betreffend das Naturschutzgebiet des Vanil-Noir
Vom 11.01.1983 (Stand 01.04.2019)

### **Art. 1** {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-fr--721.2.51--1}

1. Das «Naturschutzgebiet Vanil-Noir» umfasst die Gebiete, die sich innerhalb der zwei auf dem beiliegenden Plan eingezeichneten Perimeter befinden.
2. Es umfasst die Besitzungen von Pro Natura und jene Gebiete, auf denen Pro Natura Grunddienstbarkeiten besitzt, d.h. insgesamt folgende Artikel des Grundbuchs:
   a) Gemeinde Charmey:
   Eigentum: 32b, 33, 51, 52, 676, 677, 683, 764, 765, 766, 767, 1488, 1489, 1490, 1491.
   Dienstbarkeiten: 29, 30, 31, 32a, 34, 505, 506, 507a, 507b, 559, 560, 674, 675, 678, 679, 680, 681, 682, 684, 685, 768, 769, 770, 771aa, 771ab.
   b) Gemeinde Grandvillard:
   Eigentum: 529, 618, 653, 697, 698, 699a, 699b, 700, 709, 710a, 710b.

### **Art. 2** {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-fr--721.2.51--2}

1. Das Gebiet von Bounavaletta, Artikel 709, 710a, 710b des Grundbuches der Gemeinde Grandvillard, wird zur «integralen Pflanzenschutzzone» erklärt. Sie dient naturwissenschaftlichen Zwecken. Hier ist jede alpwirtschaftliche Nutzung ausserhalb eines zwischen Pro Natura und seinem Pächter vertraglich vereinbarten Perimeters untersagt. Dieser Perimeter ist dem Amt für Wald und Natur bekanntzugeben. Notfälle wie lang andauernde Trockenheit und Futtermangel bleiben vorbehalten und sind ebenfalls vertraglich geregelt.

### **Art. 3** {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-fr--721.2.51--3}

1. Die Signalisationstafeln für das Schutzgebiet werden von Pro Natura bereitgestellt, gesetzt und unterhalten. Auf den Tafeln an den wichtigsten Zufahrtswegen sind namentlich der Schutzperimeter, die signalisierten Wege und Pfade sowie ein Auszug aus dem vorliegenden Reglement aufzuführen.

### **Art. 4** {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-fr--721.2.51--4}

1. Die auf den Signalisationstafeln bezeichneten Wege dürfen von den Besuchern nicht verlassen werden, damit die Ruhe und Integrität des Gebietes und besonders der Bestand der Flora und Fauna gesichert bleiben. Ausnahmen sind nur möglich in Fällen höherer Gewalt und wo die alpwirtschaftliche Nutzung dies unumgänglich macht.

### **Art. 5** {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-fr--721.2.51--5}

1. Jedes Eindringen in das Schutzgebiet mit Motor- oder Luftfahrzeugen ist verboten. Ebenso ist das tiefe Überfliegen untersagt. Zugelassen jedoch werden Transporte, die der Rettung, der alp- und forstwirtschaftlichen Nutzung, dem Betrieb der Berghütten und den bewilligten wissenschaftlichen Untersuchungen dienen. Gemäss dem 1965 erlassenen Verbot sind einzig die Eigentümer und Anwohner berechtigt, mit Fahrzeugen auf den Gros-Mont zu fahren.

### **Art. 6** {#art_6 omnilex-key=ch-lexwork-fr--721.2.51--6}

1. Es ist verboten:
   a) Tiere aller Art zu fangen, zu stören oder zu verfolgen. Die gesetzlichen Bestimmungen über Jagd bleiben vorbehalten;
   b) Pflanzen aller Art zu pflücken, herauszureissen, zu vernichten und einzuführen;
   c) mit Hunden, selbst wenn diese an der Leine geführt werden, das Schutzgebiet zu betreten. Hunde sind einzig bei Rettungsaktionen zugelassen;
   d) ausserhalb der Alphütten Feuer zu entfachen;
   e) Abfälle (Papier, Konservenbüchsen, Plastik usw.) wegzuwerfen oder liegen zu lassen sowie Kehricht zu deponieren oder Material aller Art zu entnehmen;
   f) mit Radios, Tonbandgeräten, Knallkörpern usw. Lärm zu verursachen;
   g) zu kampieren.

### **Art. 7** {#art_7 omnilex-key=ch-lexwork-fr--721.2.51--7}

1. Ausnahmen von diesem Reglement können von der Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft gewährt werden; diese holt vorgängig die Stellungnahme von Pro Natura Freiburg ein.

### **Art. 8** &hellip; {#art_8 omnilex-key=ch-lexwork-fr--721.2.51--8}

### **Art. 9** &hellip; {#art_9 omnilex-key=ch-lexwork-fr--721.2.51--9}

### **Art. 10** {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-fr--721.2.51--10}

1. Der Beschluss vom 22. April 1966 betreffend den Schutz der Flora in der Gegend des Vanil-Noir ist aufgehoben.

### **Art. 11** {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-fr--721.2.51--11}

1. Dieses Reglement tritt mit seiner Genehmigung in Kraft.
2. Es ist im Amtsblatt zu veröffentlichen, in die Amtliche Gesetzessammlung aufzunehmen und im Sonderdruck herauszugeben.