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# Reglement über den Zertifikatsstudiengang (Certificate of Advanced Studies) Philosophie + Medizin an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern
Vom 17.12.2010 (Stand 01.08.2021)

## 1 Allgemeine Bestimmungen

### **Art. 1** Gegenstand und Geltungsbereich {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-lu--542l--1}

1. Der Zertifikatsstudiengang Philosophie + Medizin (CAS Philosophie + Medizin) befähigt Akteure im Gesundheitswesen, ihre medizinischen Aufgaben im Zusammenhang von Wissenschaft und Gesellschaft philosophisch zu beurteilen, und zielt darauf ab, aktuelle Grenzfragen und Konfliktfelder der Medizin zu reflektieren.
2. Der CAS Philosophie + Medizin richtet sich an Spezialärzte und Allgemeinpraktiker, an Spitalkader und im Gesundheitswesen tätige Fachleute.
3. Soweit dieses Reglement keine besonderen Bestimmungen aufstellt, gilt das Rahmenreglement für die Weiterbildung an der Universität Luzern.

### **Art. 2** Organisation {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-lu--542l--2}

1. Der CAS Philosophie + Medizin wird im Auftrag der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät unter der Verantwortung eines ordentlichen Professors oder einer ordentlichen Professorin der Fakultät (wissenschaftliche Gesamtleitung) sowie eines Co-Leiters oder einer Co-Leiterin (operative Studienleitung) durchgeführt. Diese werden von der Fakultät eingesetzt und bilden gemeinsam die Studienleitung.
2. Zur Durchführung kann die Studienleitung Partnerschaften mit anderen Institutionen aus der akademischen Lehre und Forschung sowie mit Organisationen und Vereinen ähnlicher Zielsetzung wie der Zertifikatsstudiengang eingehen.

### **Art. 3** Umfang und Struktur des Studiengangs {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-lu--542l--3}

1. Der Studiengang wird berufsbegleitend durchgeführt.
2. Der Studiengang ist modular aufgebaut. Jedes Modul enthält vier thematische Einheiten (Seminare). Der gesamte Studiengang umfasst 3 frei wählbare Module plus 2 Methodikseminare. Ein Seminar besteht aus Präsenzstunden (jeweils 1 Kurstag) sowie Vor- und Nachbereitungszeit.
3. Zur Absolvierung der Module gehört ein schriftlicher Leistungsnachweis.
4. Im Studiengang sind Studienleistungen im Umfang von 13 ECTS-Punkten wie folgt zu erbringen:
   a. 12 ECTS-Punkte durch die erfolgreiche Absolvierung von 3 Modulen und den jeweils geforderten Leistungsnachweis,
   b. 1 ECTS-Punkt durch die erfolgreiche Absolvierung von zwei Methodikseminaren, wovon eines ein Basisseminar sein muss.

### **Art. 4** Zulassung {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-lu--542l--4}

1. Voraussetzung für die Zulassung sind einschlägige Berufserfahrungen und ein Universitäts- oder Fachhochschulstudium mit Bachelorabschluss. Daneben sind weitere Zulassungen «sur dossier» möglich.
2. Über die Zulassung entscheidet die Studienleitung, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Zulassungsstelle der Universität.
3. Pro Kurs werden in der Regel 15 bis maximal 25 Teilnehmende zugelassen. Bei weniger als 15 zugelassenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern entscheidet die Studienleitung über die Durchführung des Kurses.

### **Art. 5** Module und Zertifikatsarbeit {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-lu--542l--5}

1. Die Module sind erfolgreich absolviert durch bestätigte Teilnahme am Unterricht und den jeweils geforderten Leistungsanachweis. Für die Leistungsnachweise werden die Wertungen «bestanden» oder «nicht bestanden» erteilt. Zudem müssen 80 Prozent des erforderlichen Präsenzunterrichts besucht werden. Absenzen, die über 20 Prozent der Präsenzzeiten hinausgehen, müssen kompensiert werden.
2. …
3. …
4. …
5. …

## 2 Weitere Regelungen

### **Art. 6** Lehrkörper {#art_6 omnilex-key=ch-lexwork-lu--542l--6}

1. Der Lehrkörper setzt sich zusammen aus Dozentinnen und Dozenten der Universität Luzern, vornehmlich der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, sowie aus beigezogenen Dozentinnen und Dozenten, die an anderen Universitäten und Hochschulen oder in der Praxis tätig sind. Die Studienleitung ist für die Auswahl des Lehrkörpers verantwortlich, die nach wissenschaftlichen und didaktischen Kriterien erfolgt.
2. Der Lehrkörper wird für seine Tätigkeit separat entschädigt. Der Honoraransatz ist einheitlich und wird von der Studienleitung festgelegt.
3. Für Dozentinnen und Dozenten der Universität Luzern besteht keine Verpflichtung und kein Anspruch zur Mitwirkung am Studiengang.

### **Art. 7** Lehrplan {#art_7 omnilex-key=ch-lexwork-lu--542l--7}

1. Inhaltlich berücksichtigen die Module aktuelle Themen des wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurses im Gesundheitswesen. Der Lehrplan wird von der Studienleitung entwickelt und bei Bedarf angepasst.

### **Art. 8** Qualitätssicherung und Reporting {#art_8 omnilex-key=ch-lexwork-lu--542l--8}

1. Der CAS Philosophie + Medizin wird durch systematische Rückmeldeverfahren und Auswertungen kontrolliert und permanent evaluiert.
2. Die Studienleitung berücksichtigt die Erkenntnisse aus den Qualitätskontrollen bei der fortlaufenden Planung und Entwicklung sowie bei der Verpflichtung von Lehrpersonen.
3. Die Studienleitung erstattet der Fakultätsversammlung jährlich Bericht.

### **Art. 9** Zertifikat {#art_9 omnilex-key=ch-lexwork-lu--542l--9}

1. Wer den Studiengang erfolgreich abschliesst, erwirbt ein Zertifikat, das von der Studienleitung ausgestellt und zusätzlich vom Dekan oder von der Dekanin der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät unterzeichnet wird.
2. Das Zertifikat enthält die Bezeichnung «Certificate of Advanced Studies (Universität Luzern) in Philosophie + Medizin», die Angabe der erbrachten Studienleistungen, die Ausbildungsthemen und die Ausbildungsdauer.

## 3 Schlussbestimmungen

### **Art. 10** Überschüsse {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-lu--542l--10}

1. Die Universitätsleitung entscheidet über die Verwendung von Überschüssen.

### **Art. 11** Rechtspflege {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-lu--542l--11}

1. Gegen Verfügungen im Zusammenhang mit diesem Reglement kann innert 30 Tagen beim Bildungs- und Kulturdepartement des Kantons Luzern schriftlich und begründet Beschwerde geführt werden.

### **Art. 12** Inkrafttreten {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-lu--542l--12}

1. Das Reglement tritt am 1. Januar 2011 in Kraft. Es ist zu veröffentlichen.