332.14
# Verordnung über den Schutz des Stansstaderriedes
Vom 25.09.1996 (Stand 01.01.2016)

## 1 Geschütztes Gebiet

### **Art. 1** Zweck {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-nw--332.14--1}

1. Die Verordnung bezweckt den Schutz und den Unterhalt des Stansstaderriedes und der ihm vorgelagerten See- und Uferzone im Sinne von Art. 18a des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz.

### **Art. 2** Zoneneinteilung {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-nw--332.14--2}

1. Das Schutzgebiet wird in folgende Zonen eingeteilt:
   1. Kernzone;
   2. See- und Uferzone;
   3. Randzone.
2. Die Grenzen und Zonen des Schutzgebietes richten sich nach dem im Anhang enthaltenen Übersichtsplan.

## 2 Zonenvorschriften

## 2.1 Allgemeine Bestimmungen

### **Art. 3** Grundsatz {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-nw--332.14--3}

1. Das Schutzgebiet ist als Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere sowie als Landschaft langfristig zu erhalten.

### **Art. 4** Pflanzen- und Tierschutz {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-nw--332.14--4}

1. Im Schutzgebiet sind verboten:
   1. das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln und Düngern gemäss den Anhängen 2.5 und 2.6 der eidgenössischen Verordnung vom 18. Mai 2005 zur Reduktion von Risiken beim Umgang mit bestimmten besonders gefährlichen Stoffen, Zubereitungen und Gegenständen (Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung, ChemRRV);
   2. das Ansiedeln von standortfremden Pflanzen und Tieren;
   3. das Pflücken, Ausgraben oder Zerstören von wildwachsenden Pflanzen und Pilzen sowie das Entfernen von Bäumen und Sträuchern;
   4. das Töten, Verletzen, Fangen oder Stören von wildlebenden Tieren sowie das Beschädigen ihrer Unterschlupfe, Nester und Gelege.

### **Art. 5** Verbot von baulichen Anlagen {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-nw--332.14--5}

1. Im Schutzgebiet sind verboten:
   1. das Errichten von Bauten und Anlagen aller Art sowie die Erweiterung und der Ausbau des bestehenden Wegnetzes;
   2. die Vornahme von Geländeveränderungen sowie das Ablagern von Gegenständen aller Art;
   3. die Zu- oder Ableitung von Wasser sowie die Veränderung des Wasserhaushaltes.

### **Art. 6** Zutritt {#art_6 omnilex-key=ch-lexwork-nw--332.14--6}

1. Im Schutzgebiet sind verboten:
   1. das Anfachen von Feuer, das Lagern, Zelten und Kampieren;
   2. das Befahren mit Fahrzeugen aller Art, mit Ausnahme für die landwirtschaftliche Nutzung;
   3. das Laufenlassen von Hunden;
   4. das Reiten.

## 2.2 Zonenspezifische Bestimmungen

### **Art. 7** Kernzonen {#art_7 omnilex-key=ch-lexwork-nw--332.14--7}

1. Zusätzlich zu den Verboten gemäss § 4–6 ist in der Kernzone das Betreten untersagt. Gestattet ist das Begehen zum Zwecke der Pflege der Flächen und zum Unterhalt der bestehenden Anlagen und Bauten.

### **Art. 8** See- und Uferzone {#art_8 omnilex-key=ch-lexwork-nw--332.14--8}

1. Zusätzlich zu den Verboten gemäss § 4–6 sind in der See- und Uferzone untersagt:
   1. das Betreten oder Durchschwimmen;
   2. das Befahren, Anlegen oder Ankern mit Wasserfahrzeugen (Booten oder anderen Schwimmkörpern).
2. Der private Schiffsverkehr für die Zu- und Wegfahrt zu Parzelle 371 bleibt gewährleistet.

## 3 Vollzug und Verfahren

### **Art. 9** Direktion {#art_9 omnilex-key=ch-lexwork-nw--332.14--9}

1. Der Vollzug dieser Verordnung obliegt der zuständigen Direktion.
2. Für die Erfüllung von Teilaufgaben können private Organisationen beigezogen werden.

### **Art. 10** Fachkommission {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-nw--332.14--10}

1. Der Vorsteher der zuständigen Direktion wählt auf die verfassungsmässige Amtsdauer eine Fachkommission von fünf bis sieben Mitgliedern. Das Vorschlagsrecht für je ein Kommissionsmitglied haben die politische Gemeinde, die Schulgemeinde, die Ürtekorporation, die Steinag Rozloch, sowie Vereinigungen für Natur- und Heimatschutz, denen gestützt auf § 9 Abs. 2 Vollzugsaufgaben übertragen wurden.

### **Art. 11** Schutz- und Nutzungskonzept {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-nw--332.14--11}

1. Die Gestaltung, die Pflege, der Unterhalt, die Nutzung, die Markierung und die wissenschaftliche Kontrolle sind durch die Fachkommission in einem Schutz- und Nutzungskonzept festzulegen.
2. Dieses Konzept tritt nach erfolgter Genehmigung durch den Regierungsrat in Kraft.

### **Art. 12** Verfahren {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-nw--332.14--12}

1. Das Verfahren richtet sich nach der Verwaltungsrechtspflegegesetz.

## 4 Rechtsschutz

### **Art. 13** &hellip; {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-nw--332.14--13}

## 5 Straf- und Schlussbestimmungen

### **Art. 14** Widerhandlungen {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-nw--332.14--14}

1. Widerhandlungen gegen diese Verordnung werden gemäss Art. 46 NSchG mit Busse bestraft.

### **Art. 15** Rechtskraft {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-nw--332.14--15}

1. Diese Verordnung untersteht dem fakultativen Referendum; sie ist im Amtsblatt zu veröffentlichen.
2. Sie tritt gemäss Art. 46 des Organisationsgesetzes in Kraft und ist in die Gesetzessammlung aufzunehmen.
3. Alle mit ihr in Widerspruch stehenden Bestimmungen sind aufgehoben, insbesondere der Regierungsratsbeschluss Nr. 676 vom 26. April 1948.

## A1 Anhang: Schutzzonenplan

### **Art. 1-1** {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-nw--332.14--1-1}

1. Schutzzonenplan: