651.112
# Ausführungsbestimmungen über die Jagdbann-, Wildschutz- und Sondergebiete
Vom 21.05.1991 (Stand 01.08.2023)

### **Art. 1** Eidgenössische Jagdbanngebiete {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-ow--651.112--1}

1. Gemäss bundesrätlicher Verordnung bestehen folgende eidgenössische Jagdbanngebiete:
   a. Banngebiet Hutstock (Obwalden und Nidwalden): Grenzen: Von der Storegg (P. 1742) den Fussweg hinunter bis an den Luterseebach und diesem entlang zur Engelberger-Aa; der Engelberger-Aa entlang aufwärts bis zur Einmündung des Trüebenbaches, weiter der Kantonsgrenze folgend über Bitzistock (P. 1895), den Laubergrat (P. 2449.9), Rotstöckli bis zum Jochstock (P. 2563.5) und hinunter zum Jochpass (P. 2209.2). In nordwestlicher Richtung zum Graustock (P. 2661.8), dem Grat folgend zum Fikenloch (P. 2406), dann dem markierten Fussweg entlang gegen Follenseeli, Hengliboden, zum Henglibach. Von der Henglibachbrücke in nördlicher Richtung zum Fuss des Tannenstockes (Markierung), dann weiter nördlich zum Fuss der Barglenkante (P. 2515). Von hier in südwestlicher Richtung am Fuss des Felsens folgend bis zu den Türmli (Markierung), am südlichen Ende des Tannenbandes in westlicher Richtung hinauf über den Grat (P. 2305) und hinunter zur Bettenalpschrote (Markierung und Hinweistafeln), dem Fuss des Felsens folgend über Heumatt zum Bettenalpbach, diesem abwärts folgend bis Hugschwendistrasse und dieser entlang bis zur Waldmattbrücke. Von hier in östlicher Richtung dem Bächlein aufwärts bis zur Unterbodenstrasse (Einmündung Fomattweg), auf der Strasse nördlich nach Rütigraben-Turrenbach und weiter der Rütistrasse folgend bis zur Bergstation der Rütialpbahn. Dann den Weg aufwärts über Ober Stafel und Gruebi bis an die Kantonsgrenze (P. 2204) und dieser in nördlicher Richtung folgend bis Storegg (P. 1742).
   b. Banngebiet Hahnen (Obwalden): Grenzen: Vom Restaurant Ende der Welt an dem Bärenbach aufwärts bis zum Teufelsstein und von da in gerader Richtung bis Sättelistock (P. 2636.9), der Kantonsgrenze entlang über Planggengrat, Laucherenstock, Ruchstock, Rot-Grätli, Engelberger-Rotstock, Wissigstock, Stotziberggrat bis Wissberg (P. 2627.2). Von da in westlicher Richtung über die Felskante, übers Leiterli und über die Felskante zum Chalberdössli und hinunter zum Tätschbach (Markierung). Den Bach abwärts bis oberhalb Wasserfassung (Markierung) und von hier zur Dagenstalhütte. Dann dem markierten Wanderweg nach abwärts bis zur Klosterhütte im unteren Dagenstal. Von dort in westlicher Richtung dem Waldrand folgend bis zum Wanderweg, danach dem Wanderweg folgend bis zu dessen letzter Kehre. Von dort in gerader Linie abwärts bis zum Kiessammelbecken am Chüelauibach, dem Spazierweg nach Wegscheid-Rütelihöhe-Holzgass-Tellenstein-Matter, Berg-Winkelstein-Waldrand Schwändi, weiter den Markierungen bis zum Stall Vorderist Rüti, Vorderhorbis, dem Waldrand entlang bis hinter das Restaurant Ende der Welt, im linken Winkel den Markierungen folgend bis zum Bärenbach.
   c. Banngebiet Bannalp-Walenstöcke (Obwalden): Grenzen: Von Rigidalstock (P. 2593) in westlicher Richtung entlang dem Leiterligraben bis Höhenkurve 2140. Von hier in nordwestlicher Richtung entlang den Felsbändern bis Planggenegg und von da dem oberen Weg folgend über Spissegg bis Walenkreuz. Von da der Kantonsgrenze entlang über Walegg bis Rigidalstock.

### **Art. 2** Kantonale Wildschutzgebiete {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-ow--651.112--2}

1. Als kantonale Wildschutzgebiete, in denen jede Jagdausübung verboten ist, gelten:
   a. Städerried, Alpnach: Das Schongebiet umfasst die ganze Naturschutzzone. Die genauen Grenzen sind auf den Informationstafeln ersichtlich. Diese befinden sich an folgenden Standorten: Koordinaten 2664.300/1200.640; 2664.800/1200.600; 2664.200/1200.360; 2665.280/1200.260. Ausgenommen ist die Jagd auf Kormorane im Bereich der Sarner-Aa.
   b. Wichelsee: Von der Nationalstrassenunterführung Chernmatt über das Stollenportal zum oberen Rand des Wartdossen. Von hier der oberen Krete des Dossen folgend bis zum Etschidossen. Dem Dossen folgend nordwärts einschliessend das Felsband und, wo letzteres sich verliert, ab oberen Waldrand bei Etschi verlaufend bis zum Stauwehr. Von hier der Sarneraa folgend bis zur ersten Fussgängerbrücke unterhalb des Stauwehrs. Von dort in direkter Linie über den Kiessammler der Grossen Schliere zur Nationalstrassenunterführung Schlierenrüti. Von da der Nationalstrasse N8 entlang zur Nationalstrassenunterführung Chernmatt.
   c. Giswilerstock: Von der Panoramastrasse bei Einmündung des Brosmattsträssli diesem entlang über Brosmatt bis Mittlist-Fluonalp (P. 1582), von hier gegen Rüebenhütten (P. 1587), dann in südlicher Richtung zu den Hochspannungsmasten (Dundelegg), westwärts der Gemeindegrenze folgend bis Mändli (P. 2063), von da dem Grat entlang nach der Chringen (P. 1915), von der Chringen abwärts der Hochspannungsleitung folgend bis zum Jänzimattsträssli, diesem und der Panoramastrasse entlang bis zur Einmündung des Brosmattsträssli.
   d. Sachsler Dorfbach: In 1000 m ü.M. vom Sachsler Dorfbach ausgehend der Wolflisbergstrasse folgend über Unterholz, entlang der neuen Müllerenschwandstrasse bis zum Selibach, dem Selibach nach bis zu dessen Ausgang, von da auf den Grat und allem Grat entlang bis Büeldössli, Stockalp (P. 2028.8), Stuckli (P. 1800), in Burgletsflue dem Waldrand entlang bis zur Erschliessungsstrasse, dieser folgend bis zur Riederbergstrasse und darauf zum Sachsler Dorfbach, von da dem Bach entlang bis zur Wolflisbergstrasse, dieser entlang bis zum Ausgangspunkt Sachsler Dorfbach.
   e. Ranft: Vom Hotel Paxmontana in gerader östlicher Linie der Starkstromleitung EWO folgend über die Grosse Melchaa bis in die Strasse Kerns-St. Niklausen-Melchtal, dieser Strasse in südlicher Richtung entlang bis zur Starkstromleitung EWO, die die Strasse von Engiberg Richtung Flüeli überquert, der Starkstromleitung in westlicher Richtung folgend über die Grosse Melchaa bis in die Strasse Flüeli-Melchtal und der Strasse in nördlicher Richtung entlang bis zum Hotel Paxmontana.
   f. Wasserwild-Schongebiete Sarnersee-Nord und Sarneraa: Die Jagd auf Wasserwild ist unterhalb (nördlich) der durch Bojen und Uferzeichen markierten Wasserlinie Seehof, Sachseln, bis zur Einmündung des Gerengräbli in den Sarnersee, Wilen, auf der Wasserfläche und am angrenzenden Ufer bis zu einer Landtiefe von 50 m sowie in einem beidseitig 10 m breiten Uferstreifen entlang der Sarneraa zwischen Sarnersee-Nord und Wichelsee verboten.
   g. Eugenisee Engelberg: Die Jagd auf Wasserwild ist auf dem ganzen Eugenisee in Engelberg und am angrenzenden Ufer bis zu einer Landtiefe von 50 m verboten.
   h. Hanenried, Sachseln: Das Gebiet ist abgegrenzt durch den Seeweg, über den Radweg entlang der Schwerzbachstrasse, Zufahrt zur Liegenschaft Ried (Ried 2), Verbindungslinie zum östlichen Siedlungsrand am Seeufer (Ried Ost 55), ab dort Begrenzungslinie mit Uferabstand 50 Meter bis zum Bootssteg Zollhaus und zum Seeweg.

### **Art. 3** Anwendbare Vorschriften {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-ow--651.112--3}

1. Die Vorschriften der Verordnung über die eidgenössischen Jagdbanngebiete, über das Jagdverbot, das Tragen von Schusswaffen, die Wildhut und die Hegeabschüsse sind auf die kantonalen Wildschutzgebiete sachgemäss anwendbar.
2. Der Regierungsrat kann in begründeten Ausnahmefällen zeitlich befristete Massnahmen zur Regulierung bestimmter Arten anordnen.

### **Art. 4** Sondergebiete {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-ow--651.112--4}

1. Als Sondergebiete mit besonderen Abschussbestimmungen, welche in den jährlichen Ausführungsbestimmungen über die Jagdausübung festgelegt werden, gelten:
   a. Sarneraatal: Vom Lopper der Kantonsgrenze entlang Richtung Rengg bis Pilatus Kulm. Der Zahnradbahnlinie abwärts bis Ämsigen, dem höheren Weg zur Schluecht folgend, nach der Vorderen Unteren Chretzenalp, weiter der Strasse entlang nach Lütholdsmatt und bis Schybachbrücke; weiter in nördlicher Richtung aufwärts nach Feldalp bis zur Kantonsgrenze (P. 1701); in westlicher Richtung der Kantonsgrenze folgend bis zur Panoramastrasse, dieser weiter bis zur Einmündung Brosmattsträssli, entlang dem Brosmattsträssli über Fluonalp zur Rüebenhütte, dann in südlicher Richtung zu den Hochspannungsmasten (Dundelegg). Der Hochspannungsleitung folgend bis zur Brünigstrasse, dieser entlang bis Abzweigung Obsee, der Obseestrasse entlang bis Diesselbach, von hier auf der linksufrigen Strasse dem Lungerersee entlang bis Kaiserstuhl, von hier der Brunnenmadstrasse folgend bis Brücke über Kl. Melchaa, der Strasse folgend über Wägis, Altersboden, Flüeli, Sachseln, Edisried zur Kantonsstrasse. In Giswil Abzweigung Mörlistrasse, über gedeckte Brücke über Laui nach Grossteil, Forst Wilen, Strasse über Husen nach Stalden, der Kantonsstrasse folgend nach Ramersberg, über Tumli zur Zimmertalstrasse, Schwandiriedstrasse, Schwarzenberg- und Guberstrasse nach Schoried, über Chlewigen zur Schlierenbrücke der Kantonsstrasse, dieser folgend nach Alpnachstad, dem See entlang zum Lopper.
   b. ...

### **Art. 5** Inkrafttreten {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-ow--651.112--5}

1. Diese Ausführungsbestimmungen treten auf den 1. Juni 1991 in Kraft.