633.1
# Meliorationsgesetz
(MelG)
Vom 31.03.1977 (Stand 01.10.2017)

## 1. I. Allgemeine Bestimmungen

### **Art. 1** Geltungsbereich {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--1}

1. Dieses Gesetz regelt:
   a) die Güterzusammenlegung;
   b) die anderen gemeinschaftlichen Bodenverbesserungen.
2. Vorbehalten bleibt die Gesetzgebung von Bund und Staat über einzelne Meliorationswerke.

### **Art. 2** Zuständigkeit, a) Vorbereitung {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--2}

1. Die politische Gemeinde bereitet die gemeinschaftlichen Bodenverbesserungen vor.
2. Der Regierungsrat kann ihr für eine gemeinschaftliche Bodenverbesserung Grundstücke einer Nachbargemeinde zuweisen.

### **Art. 3** b) Durchführung und Unterhalt {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--3}

1. Durchführung und Unterhalt gemeinschaftlicher Bodenverbesserungen sind Sache der beteiligten Grundeigentümer.

### **Art. 4** Mitwirkung kantonaler Stellen {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--4}

1. Die zuständigen kantonalen Stellen wirken bei gemeinschaftlichen Bodenverbesserungen mit.
2. Sie arbeiten mit der für die Raumplanung zuständigen Stelle zusammen.

### **Art. 5** Interessenabwägung {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--5}

1. Das Interesse, Kulturland und Wald als Produktionsgrundlage der Land- und Forstwirtschaft zu erhalten oder zu verbessern, ist gegen das Interesse abzuwägen, die Natur als Lebensgrundlage und Erholungsbereich des Menschen zu schützen, zu pflegen und zu gestalten.

### **Art. 5bis** Melioration der Linthebene {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--5bis}

1. Der Grosse Rat kann interkantonale Vereinbarungen über die Melioration der Linthebene mit Nachbarkantonen abschliessen.

## 2. II. Güterzusammenlegung

## 2.1. 1. Vorbereitung

### **Art. 6** Zweck {#art_6 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--6}

1. Die Güterzusammenlegung dient:
   a) der wirtschaftlichen Verwendung des Bodens in der Land- und Forstwirtschaft,
   b) der Entflechtung von Nutzungen,
   c) der Einführung des eidgenössischen Grundbuches.

### **Art. 7** Raumplanung {#art_7 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--7}

1. Raumplanung und Güterzusammenlegung sind aufeinander abzustimmen.
2. Die örtlichen Richtpläne und die Zonenpläne sind im Lauf der Güterzusammenlegung zu überprüfen und wenn nötig anzupassen.
3. Die Nutzungsordnung muss für die Neuverteilung bekannt sein.

### **Art. 8** Eröffnung des Verfahrens {#art_8 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--8}

1. Der Gemeinderat eröffnet das Verfahren von sich aus oder auf Antrag von Grundeigentümern.

### **Art. 9** Vorplanung {#art_9 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--9}

1. Der Gemeinderat veranlasst zusammen mit den zuständigen kantonalen Stellen die land- und forstwirtschaftliche Vorplanung als Grundlage für die Neuordnung der Betriebe und für die künftige Bewirtschaftung.

### **Art. 10** Massenland {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--10}

1. Der Gemeinderat fördert den Erwerb von Massenland.

### **Art. 11** Beizugsgebiet {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--11}

1. Die Güterzusammenlegung umfasst in einem natürlich oder wirtschaftlich abgegrenzten Gebiet Wald und Flur, die sich für die landwirtschaftliche Nutzung eignet und voraussichtlich nicht für die Besiedlung benötigt wird.
2. Zur Entflechtung von Nutzungen kann auch Land beigezogen werden, das in der Bauzone liegt und im wesentlichen weder erschlossen noch überbaut ist.
3. Der Gemeinderat bezeichnet das Beizugsgebiet. Sein Beschluss bedarf der Genehmigung der zuständigen Stelle des Staates.

### **Art. 12** Ergänzende Baulandumlegung {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--12}

1. Wenn im Zuge der Entflechtung Land für die bauliche Nutzung neu geordnet und erschlossen werden soll, so ordnet der Gemeinderat ergänzende Baulandumlegungen an.

### **Art. 12bis** Sondernutzungsplan {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--12bis}

1. Politische Gemeinde und Kanton können anstelle oder neben einer Melioration nach diesem Erlass einen Sondernutzungsplan nach den Bestimmungen des Planungs- und Baugesetzes vom 5. Juli 2016 erlassen. Das Sondernutzungsplanverfahren kann eingeleitet werden, wenn verschiedene Planungszwecke bestehen.

### **Art. 13** Beschluss der Grundeigentümer {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--13}

1. Der Gemeinderat beruft die Grundeigentümerversammlung ein. Er veröffentlicht den Zeitpunkt der Versammlung und zeigt ihn den Eigentümern von Liegenschaften im Beizugsgebiet mit eingeschriebenem Brief an.
2. Die Güterzusammenlegung ist beschlossen und der Gesamtkredit bewilligt, wenn die Mehrheit der beteiligten Grundeigentümer, der zugleich mehr als die Hälfte der beigezogenen Fläche gehört, zugestimmt hat. Wer an der Beschlussfassung nicht mitwirkt, gilt als zustimmend.

### **Art. 14** Kosten der Vorbereitung {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--14}

1. Wird die Güterzusammenlegung nicht beschlossen, so trägt die politische Gemeinde die Kosten der Vorbereitung.
2. Die Kosten des Staates sind nicht zu ersetzen.

### **Art. 15** Änderung des Beizugsgebietes {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--15}

1. Der Gemeinderat kann nach Anhören der Meliorationskommission das Beizugsgebiet geringfügig ausdehnen oder einengen, wenn das öffentliche Interesse oder wichtige Interessen eines Grundeigentümers es rechtfertigen.
2. Er kann Bauland vorzeitig aus der Güterzusammenlegung entlassen.
3. Die nachträgliche Änderung des Beizugsgebietes bedarf der Genehmigung der zuständigen Stelle des Staates.

### **Art. 16** Beschluss des Regierungsrates {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--16}

1. Erfordert ein übergeordnetes öffentliches Interesse dringend eine Güterzusammenlegung, so kann der Regierungsrat:
   a) sie vorbereiten, wenn der Gemeinderat die Vorbereitung abgelehnt hat;
   b) die Durchführung anordnen, wenn die Grundeigentümer sie abgelehnt haben.
2. Der Regierungsrat setzt eine Meliorationskommission ein. Der Gemeinderat amtet als Verwaltungskommission, wenn er keine bestellt.

## 2.2. 2. Organisation<strong>*</strong>

### **Art. 17** &hellip; {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--17}

### **Art. 18** &hellip; {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--18}

### **Art. 18bis** Organisations- und Mitwirkungspflicht {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--18bis}

1. Die beteiligten Grundeigentümer gründen ein gemeinschaftliches Unternehmen nach den Vorschriften des Gesetzes über gemeinschaftliche Unternehmen.
2. Die beteiligten Grundeigentümer sind zur Mitwirkung verpflichtet und unterstehen den Vorschriften des Meliorationsgesetzes sowie den Statuten.
3. Die vertragliche Einigung der Grundeigentümer bleibt vorbehalten.

### **Art. 18ter** Anmerkung im Grundbuch {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--18ter}

1. Die politische Gemeinde lässt die Mitgliedschaft im gemeinschaftlichen Bodenverbesserungsunternehmen unmittelbar nach dem Durchführungsbeschluss im Grundbuch anmerken.

### **Art. 19** Meliorationskommission, {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--19}

1. Die Grundeigentümer wählen eine Meliorationskommission mit drei bis sieben Mitgliedern.

### **Art. 20** &hellip; {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--20}

### **Art. 21** &hellip; {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--21}

### **Art. 22** &hellip; {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--22}

### **Art. 23** &hellip; {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--23}

### **Art. 24** &hellip; {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--24}

### **Art. 25** a) Ernennung von Mitgliedern {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--25}

1. …
2. Der Gemeinderat ernennt je ein Mitglied der Verwaltungs- und der Geschäftsprüfungskommission, die zuständige Stelle des Staates, ein Mitglied der Meliorationskommission.
3. …

### **Art. 26** &hellip; {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--26}

### **Art. 27** c) Meliorationskommission {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--27}

1. Die Meliorationskommission:
   a) bewilligt Änderungen an Grundstücken,
   b) ermittelt den alten Bestand und bewertet ihn,
   c) verteilt das Grundeigentum,
   d) …
   e) ordnet die beschränkten dinglichen Rechte,
   f) belastet Grundstücke ausserhalb des Beizugsgebietes,
   g) setzt Mehr- und Minderwerte sowie Beiträge und Entschädigungen fest,
   h) verfügt den Besitzesantritt,
   i) regelt den Unterhalt.
2. Personen, die an der Güterzusammenlegung beteiligt sind, können der Meliorationskommission nicht angehören.

### **Art. 28** &hellip; {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--28}

### **Art. 29** &hellip; {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--29}

### **Art. 30** &hellip; {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--30}

### **Art. 31** &hellip; {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--31}

## 2.3. 3. Durchführung<strong>*</strong>

### **Art. 31bis** Generelles Projekt, a) Grundsatz {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--31bis}

1. Verwaltungs- und Meliorationskommission erarbeiten das generelle Projekt.
2. Das generelle Projekt umschreibt Bauten, Anlagen und andere Massnahmen sowie deren Auswirkungen auf Landschaft und Umwelt.
3. Es bedarf der Genehmigung des zuständigen Departementes. Es ist für jedermann verbindlich.

### **Art. 31ter** b) Bekanntmachung {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--31ter}

1. Der Gemeinderat macht den Entwurf des generellen Projektes vor der Auflage in geeigneter Form bekannt.
2. Angehört werden:
   a) die Stellen des Bundes;
   b) die Stellen des Staates;
   c) die Verwaltungs- und die Meliorationskommission;
   d) die Grundeigentümer;
   e) Organisationen, wenn diesen Einsprache und Rechtsmittel offenstehen.

### **Art. 32** Bewilligungspflicht {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--32}

1. Rechtliche und tatsächliche Änderungen an Grundstücken sind vom Durchführungsbeschluss bis zum Eigentumsübergang bewilligungspflichtig.
2. Die Bewilligung darf nur verweigert werden, wenn eine Änderung den Erfolg der Güterzusammenlegung gefährdet oder die Zusammenlegungsarbeiten wesentlich erschwert.

### **Art. 33** Alter Bestand {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--33}

1. Die dinglichen, die vorgemerkten und die angemerkten Rechte im Beizugsgebiet sind zu ermitteln und zu beschreiben.

### **Art. 34** Bewertung {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--34}

1. Der Wert eines Grundstückes richtet sich nach der möglichen Nutzung.
2. Berücksichtigt werden insbesondere Ertragsfähigkeit, Lage und Beschaffenheit des Grundstückes.
3. Der Regierungsrat erlässt durch Verordnung ergänzende Vorschriften über die Bewertung und das Verfahren.

### **Art. 35** Wertabzug, a) für gemeinschaftliche Bauten und Anlagen {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--35}

1. Das für Strassen, Wege, Kanäle und andere gemeinschaftlich zu nutzende Bauten und Anlagen notwendige Land wird durch einen prozentualen Abzug vom Wert des alten Bestandes beschafft.
2. Der Wertabzug wird nicht entschädigt.

### **Art. 36** b) im Enteignungsverfahren {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--36}

1. Will ein Enteignungsberechtigter im Beizugsgebiet ein öffentliches Werk errichten und kann er den Landbedarf nicht als Mitglied des gemeinschaftlichen Unternehmens durch Realersatz decken, so kann ihm durch einen zusätzlichen prozentualen Abzug vom Wert des alten Bestandes Land beschafft werden. Voraussetzung für den zusätzlichen Abzug ist eine Abtretungspflicht nach Enteignungsrecht.
2. Die Abtretungspflicht ist spätestens dreissig Tage nach Bekanntmachung des Entwurfes zum Neuverteilungsplan beim Regierungsrat geltend zu machen. Dieser entscheidet nach Anhören der Meliorationskommission. Der Entscheid kann mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden.
3. Der Enteigner hat dem Unternehmen volle Entschädigung zu leisten.

### **Art. 37** Neuverteilung des Eigentums {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--37}

1. Der Eigentümer hat grundsätzlich Anspruch auf wertgleichen Realersatz. Der Entzug von Bestandteilen eines Grundstückes, wie Bauten und Bäume, wird in Geld ausgeglichen.
2. Die neuen Grundstücke sollen in ihrer Beschaffenheit nach Möglichkeit den alten entsprechen. Insbesondere sollen sie dem Eigentümer dieselbe Nutzung erlauben.
3. Das Interesse einer als Mitglied beteiligten öffentlich-rechtlichen Körperschaft an Grundstücken für standortgebundene Werke, an Land von besonderer Schönheit oder Eigenart sowie an Ufern von Bächen, Flüssen und Seen ist bei der Neuverteilung angemessen zu berücksichtigen.

### **Art. 38** Bekanntmachung {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--38}

1. Der Entwurf des Neuverteilungsplans ist vor der Auflage in geeigneter Form öffentlich bekanntzumachen.
2. Den beteiligten Grundeigentümern muss Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden.

### **Art. 39** Neuordnung der beschränkten dinglichen Rechte {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--39}

1. Mit der Neuverteilung des Grundeigentums sind auch die beschränkten dinglichen Rechte, die vorgemerkten und die angemerkten Rechte neu zu ordnen.
2. Insbesondere ist zu entscheiden über:
   a) den Untergang hinfällig oder überflüssig gewordener Rechte;
   b) die Ablösung von Rechten, die den Zielen der Güterzusammenlegung entgegenstehen;
   c) die Veränderung bestehender und die Begründung neuer Rechte.
3. Die Ordnung der Grundpfandverhältnisse richtet sich nach dem Bundesrecht.

### **Art. 40** Belastungen ausserhalb des Beizugsgebietes {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--40}

1. Grundstücke ausserhalb des Beizugsgebietes können belastet werden, wenn Strassen, Wege oder Leitungen sich anders nicht zweckmässig anschliessen lassen.

### **Art. 41** Ausgleich von Mehr- und Minderwerten {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--41}

1. Mehr- und Minderwerte sind auszugleichen, insbesondere bei:
   a) Mehr- und Minderzuteilungen,
   b) Zuweisung und Entzug von Bestandteilen eines Grundstückes,
   c) Ablösung und Begründung von beschränkten dinglichen Rechten.
2. Das Unternehmen ist Gläubiger oder Schuldner der Geldforderungen.

### **Art. 42** Beiträge an die Kosten, a) Voraussetzungen und Bemessung {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--42}

1. Wer durch die Güterzusammenlegung Vorteile empfängt, hat an die Kosten beizutragen.
2. Die Beiträge der beteiligten Grundeigentümer sind insbesondere nach Wert und Fläche der Grundstücke zu bemessen.
3. Grundeigentümer ausserhalb des Beizugsgebietes haben Beiträge zu leisten, wenn ihnen ein besonderer Vorteil aus dem Unternehmen erwächst.

### **Art. 43** b) provisorischer Bezug {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--43}

1. Die Beiträge werden zu Beginn der Durchführung provisorisch festgesetzt und in angemessenen Teilzahlungen erhoben.
2. Der Regierungsrat erlässt durch Verordnung die näheren Vorschriften.

### **Art. 44** Besitzesantritt {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--44}

1. Der Besitzesantritt kann für das ganze Beizugsgebiet oder für Teile verfügt werden, nachdem die neuen Grenzen abgesteckt sind.

### **Art. 45** Eigentumsübergang {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--45}

1. Das Eigentum an den zum Ersatz zugewiesenen Grundstücken geht über, sobald der Neuverteilungsplan rechtskräftig wird.
2. Die zuständige Stelle des Staates stellt den Zeitpunkt fest und veröffentlicht ihn im kantonalen Amtsblatt.

## 2.4. 4. Rechtsschutz

### **Art. 46** Öffentliche Auflage {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--46}

1. Folgende Verfügungen sind während dreissig Tagen öffentlich aufzulegen:
   a) Bezeichnung des Beizugsgebietes,
   b) Aufnahme und Bewertung des alten Bestandes,
   c) Neuverteilung.
2. Der Gemeinderat legt das generelle Projekt während dreissig Tagen öffentlich auf.
3. Der Zeitpunkt der Auflage wird im kantonalen Amtsblatt veröffentlicht und den betroffenen Grundeigentümern mit eingeschriebenem Brief angezeigt.

### **Art. 47** Einsprache und Rechtsmittel {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--47}

1. Gegen Verfügungen des Gemeinderates über das Beizugsgebiet, gegen Verfügungen der Verwaltungs- und Meliorationskommission sowie gegen das generelle Projekt kann innert dreissig Tagen bei der erlassenden Behörde schriftlich Einsprache erhoben werden.
2. Einspracheentscheide der Verwaltungskommission können beim Gemeinderat angefochten werden.
3. Im Einsprache- und im Rechtsmittelverfahren können nur Rügen erhoben werden, die im Rahmen des generellen Projektes nicht vorgebracht werden konnten.
4. Im Übrigen richtet sich der Rechtsschutz nach dem Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege.

### **Art. 48** Verbindlichkeit der Bewertung {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--48}

1. Mit der Zuteilung kann die Bewertung nur noch angefochten werden, wenn der Betroffene wesentliche Tatsachen nicht kannte, obwohl er die ihm zumutbare Sorgfalt aufgewendet hatte.

## 3. III. Andere gemeinschaftliche Bodenverbesserungen

### **Art. 49** Begriff {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--49}

1. Als andere gemeinschaftliche Bodenverbesserungen gelten insbesondere:
   a) Strassen,
   b) Seilbahnen,
   c) Entwässerungen,
   d) Bewässerungen,
   e) Wasserversorgungen,
   f) Elektrizitätsversorgungen,
   g) Alpverbesserungen,
   h) Arbeiten zur Sicherung oder zur Wiederherstellung von Kulturland,
   i) Grenzbereinigungen.

### **Art. 50** Grundsatz {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--50}

1. Die Vorschriften dieses Gesetzes über die Güterzusammenlegungen werden sachgemäss angewendet, soweit keine besonderen Vorschriften bestehen.

### **Art. 51** Zuständigkeit<strong>*</strong> {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--51}

1. Der Gemeinderat kann die Durchführung einer anderen gemeinschaftlichen Bodenverbesserung verfügen, wenn kein Beschluss der beteiligten Grundeigentümer zustande kommt.
2. Er führt die Bodenverbesserung durch, wenn kein gemeinschaftliches Unternehmen gegründet wird, und er amtet als Meliorationskommission, wenn er keine solche einsetzt.

### **Art. 52** &hellip; {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--52}

### **Art. 53** Zusammenlegung zur gemeinsamen Bewirtschaftung {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--53}

1. Für die Zusammenlegung von Wald und Flur zur gemeinsamen Bewirtschaftung können die Grundeigentümer privatrechtliche Korporationen kantonalen Rechts gemäss Art. 59 Abs. 3 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches bilden.

## 4. IV. Staatsbeiträge

### **Art. 54** &hellip; {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--54}

### **Art. 55** &hellip; {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--55}

### **Art. 56** &hellip; {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--56}

### **Art. 57** &hellip; {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--57}

### **Art. 58** &hellip; {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--58}

### **Art. 59** &hellip; {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--59}

### **Art. 60** &hellip; {#art_6 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--60}

### **Art. 61** &hellip; {#art_6 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--61}

## 5. V. Schlussbestimmungen

### **Art. 65** Aufhebung bisherigen Rechts {#art_6 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--65}

1. Das Gesetz über Beiträge an Bodenverbesserungen vom 30. Dezember 1889 wird aufgehoben.

### **Art. 66** Vollzugsvorschriften {#art_6 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--66}

1. Der Regierungsrat erlässt die zum Vollzug dieses Gesetzes erforderlichen Vorschriften.
2. Er kann im Rahmen der eidgenössischen Gesetzgebung mit andern Kantonen Vereinbarungen über gemeinschaftliche Bodenverbesserungen abschliessen.

### **Art. 67** &hellip; {#art_6 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--67}

### **Art. 68** Vollzugsbeginn {#art_6 omnilex-key=ch-lexwork-sg--633.1--68}

1. Der Regierungsrat bestimmt, wann dieses Gesetz in Vollzug tritt.