177.250
# Verordnung des Grossen Rates über die Besoldung der Lehrpersonen
(LBV)
Vom 18.11.1998 (Stand 01.01.2024)

### **Art. 1** Geltungsbereich {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-tg--177.250--1}

1. Diese Verordnung regelt die Besoldung der Lehrpersonen an den Volks-, Berufs- und Mittelschulen. Sie gilt als Richtlinie für die vom Kanton subventionierten Sonderschulen.

### **Art. 2** Besoldungsrahmen {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-tg--177.250--2}

1. Der Besoldungsrahmen besteht aus Lohnbändern mit folgenden Eckwerten:
   | 1 | Fr. 68'482 (100 %) | Fr. 103'408 (151 %) |
   | 2 | Fr. 72'356 (100 %) | Fr. 109'258 (151 %) |
   | 3 | Fr. 79'003 (100 %) | Fr. 119'295 (151 %) |
   | 4 | Fr. 82'449 (100 %) | Fr. 124'497 (151 %) |
   | 5 | Fr. 87'952 (100 %) | Fr. 132'807 (151 %) |
   | 6 | Fr. 93'440 (100 %) | Fr. 141'095 (151 %) |
   | 7 | Fr. 103'548 (100 %) | Fr. 152'215 (147 %) |
   | 8 | Fr. 110'793 (100 %) | Fr. 162'866 (147 %) |
2. Ein Lohnband wird in 29 Lohnpositionen unterteilt. Innerhalb eines Lohnbandes steigt die Besoldung jährlich linear mit einem Knickpunkt an. Dieser liegt in den Lohnbändern 1 bis 6 auf der Lohnposition 13 und bei den Lohnbändern 7 und 8 auf der Lohnposition 12, jeweils bei 130 % des Minimallohnes.
3. Der lineare Anstieg gemäss Abs. 2 entspricht der individuellen Besoldungsanpassung von einem Prozent des Staatspersonals. Soweit der Grosse Rat für das Staatspersonal eine individuelle Besoldungsanpassung von mehr als einem Prozent beschliesst, wird die Gesamtlohnsumme der Lehrpersonen analog zur generellen Besoldungsanpassung um den über einem Prozent liegenden Wert erhöht.

### **Art. 3** Einreihung {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-tg--177.250--3}

1. Die Lehrpersonen werden wie folgt eingereiht:
   | Kindergarten- und Kindergarten-Unterstufen-Lehrpersonen, Primarlehrpersonen | 3 |
   | Sonderklassen- und Sonderschullehrpersonen | 4–6 |
   | Sekundarlehrpersonen | 6 |
   | Berufsfachschullehrpersonen | 4–8 |
   | Mittelschullehrpersonen | 4–8 |
   | Schulische Heilpädagoginnen und Schulische Heilpädagogen | 4–6 |
2. Der Regierungsrat regelt die Einreihung von weiteren Lehrberufen.
3. Lehrpersonen, die nicht über einen für die Erteilung des Unterrichts an einer bestimmten Schulstufe oder einem bestimmten Schultypus erforderlichen Ausbildungsausweis verfügen, sind tiefer zu besolden.

### **Art. 4** Qualifikation {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-tg--177.250--4}

1. Die Besoldung basiert auf dem Besoldungsrahmen und einer qualifizierten Beurteilung der Lehrpersonen.
2. Der Regierungsrat regelt die Art dieser Beurteilung sowie den Zeitpunkt der Einführung des Qualifikationssystems.
3. Der Regierungsrat kann Übergangsbestimmungen erlassen.

### **Art. 5** Zulagen für besondere Aufgaben {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-tg--177.250--5}

1. Der Regierungsrat kann für Lehrpersonen mit besonderen Aufgaben oder Funktionen Zulagen beschliessen.

### **Art. 6** Verbot von Ortszulagen {#art_6 omnilex-key=ch-lexwork-tg--177.250--6}

1. Die Gemeinden dürfen den Lehrpersonen für die Erfüllung ihres Grundauftrages keine geldwerten Leistungen zukommen lassen, die in dieser Verordnung nicht vorgesehen sind.

### **Art. 7** Zusatzlektionen {#art_7 omnilex-key=ch-lexwork-tg--177.250--7}

1. Zusatzlektionen sind Lektionen, welche die Pflichtstundenzahl überschreiten.
2. Sie sind zu einem Ansatz zu entschädigen, der unter dem jeweiligen Lektionenansatz liegt, soweit sie nicht in einem der nachfolgenden Semester kompensiert werden können.

### **Art. 8** Dienstaltersgeschenk {#art_8 omnilex-key=ch-lexwork-tg--177.250--8}

1. Das Dienstaltersgeschenk entspricht jenem für das Staatspersonal, soweit es sich um finanzielle Abgeltungen handelt. Es ist in bar auszurichten.
2. Massgebend ist die Zahl der ohne Unterbruch im thurgauischen Schuldienst verbrachten Dienstjahre. Das Dienstaltersgeschenk ist vom Kanton oder derjenigen Schulgemeinde zu entrichten, in welcher die Lehrperson zum Zeitpunkt der Fälligkeit tätig ist.

### **Art. 9** Lehraufträge, Vikariate {#art_9 omnilex-key=ch-lexwork-tg--177.250--9}

1. Der Regierungsrat setzt die Besoldungen der Lehrbeauftragten, Vikarinnen und Vikare fest.

### **Art. 10** Verrechnung {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-tg--177.250--10}

1. Die Arbeitnehmerbeiträge an die gesetzlich vorgeschriebenen Vorsorgeeinrichtungen sowie weitere Sozialabgaben werden von der Besoldung abgezogen.
2. Ansprüche des Kantons oder einer Schulgemeinde aus dem Dienstverhältnis können mit der Besoldung verrechnet werden.

### **Art. 11** Verweis auf die Besoldungsverordnung, Anhörung {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-tg--177.250--11}

1. Die Bestimmungen der Verordnung des Grossen Rates über die Besoldung des Staatspersonals (BesVO) betreffend die Besoldung unter besonderen Umständen, die Auszahlung, die Kinder-, Ausbildungs- und Familienzulagen sowie die generelle Besoldungsanpassung gelten auch für die gemäss dieser Verordnung besoldeten Lehrpersonen.
2. Bei Besoldungsänderungen ist der Verband der Thurgauer Schulgemeinden anzuhören.

### **Art. 12–13** &hellip; {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-tg--177.250--12–13}