414.26
# Reglement über den Studiengang Sekundarstufe I der Pädagogischen Hochschule Thurgau
Vom 24.02.2011 (Stand 18.09.2023)

## 1. Allgemeine Bestimmungen

### **Art. 1** Ziele, Umfang und Struktur der Ausbildung&nbsp;<strong>*</strong> {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--1}

1. Der Studiengang Sekundarstufe I der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG) führt zur Lehrbefähigung für die Sekundarstufe I (Schuljahre 9 bis 11) gemäss dem Reglement der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) über die Anerkennung von Lehrdiplomen für den Unterricht auf der Primarstufe, der Sekundarstufe I und an Maturitätsschulen.
2. Es können zusätzlich Lehrbefähigungen für weitere Fächer der Sekundarstufe I erworben werden.
3. Ziele, Umfang, Struktur und Profilbildung des im Modulsystem konzipierten Studiengangs und Studiengangvarianten werden in Studienplänen geregelt.

### **Art. 1a** Aufnahmekommission {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--1a}

1. Für das Zulassungs- und Aufnahmeverfahren wird eine Aufnahmekommission eingesetzt.
2. Sie setzt sich zusammen aus dem Prorektor oder der Prorektorin Ausbildung und den Leitern oder Leiterinnen Aufnahmeverfahren aller Studiengänge.

### **Art. 2** Generelle Zulassung {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--2}

1. Wer über eine gymnasiale Maturität oder ein schweizerisches Hochschuldiplom verfügt, wird ohne Aufnahmeverfahren zum Integrierten Bachelor-Master-Studiengang Sekundarstufe I zugelassen.
2. Wer über eine Berufsmaturität oder Fachmaturität verfügt und die Ergänzungsprüfung gemäss dem Reglement der EDK über die Ergänzungsprüfung für die Zulassung von Inhaberinnen und Inhabern eines eidgenössischen Berufsmaturitätszeugnisses oder eines gesamtschweizerisch anerkannten Fachmaturitätszeugnisses zu den universitären Hochschulen bestanden hat, ist wie Inhaber und Inhaberinnen einer gymnasialen Maturität zum Integrierten Bachelor-Master-Studiengang Sekundarstufe I zugelassen.
2bis Inhaberinnen und Inhaber eines Abschlusses einer dreijährigen anerkannten Schule der Sekundarstufe II oder eines eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses mit mehrjähriger Berufserfahrung, die den Äquivalenznachweis zur Ergänzungsprüfung für die Zulassung von Inhaberinnen und Inhabern eines eidgenössischen Berufsmaturitätszeugnisses oder eines gesamtschweizerisch anerkannten Fachmaturitätszeugnisses zu den universitären Hochschulen an einer anderen Ausbildungsinstitution erfolgreich erbracht haben, sind zum Integrierten Bachelor-Master-Studiengang Sekundarstufe I ebenfalls zugelassen.
3. Bei Personen, die über eine ausländische Maturität oder ein ausländisches Hochschuldiplom verfügen, kann die Aufnahmekommission für die Zulassung aufgrund einer Gleichwertigkeitsprüfung zusätzliche Leistungen verlangen oder Auflagen anordnen. Die Hochschulleitung erlässt ergänzende Richtlinien.
4. Personen, die über ein von der EDK anerkanntes Lehrdiplom für die Primarstufe (Schuljahre 3 bis 8, alle sechs Schuljahre oder einen Teil davon) verfügen, sind direkt zum Masterstudiengang Sekundarstufe I basierend auf Primarlehrdiplom (Stufenerweiterung) zugelassen. Bei Inhaberinnen und Inhabern eines von der EDK anerkannten altrechtlichen Primarlehrdiploms (Schuljahre 3 bis 8 oder einen Teil davon) kann die Zulassung mit zusätzlichen Auflagen im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens verbunden sein.
5. …
6. Personen, die über einen Bachelorabschluss einer Universität oder Fachhochschule in mindestens einem für die Sekundarstufe I relevanten Unterrichtsfach verfügen, sind zum Konsekutiven Masterstudiengang Sekundarstufe I basierend auf fachwissenschaftlichem Hochschulabschluss zugelassen. Je nach Vorbildung kann die Zulassung mit Auflagen verbunden sein. Die Hochschulleitung erlässt ergänzende Richtlinien.

### **Art. 2a** Persönliche Zulassungsvoraussetzungen {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--2a}

1. Die Zulassung zum Studium setzt Vertrauenswürdigkeit und einen guten Leumund voraus.
2. Bewerber und Bewerberinnen ohne deutschsprachigen Vorbildungsausweis auf Sekundarstufe II müssen Deutschkenntnisse auf dem Niveau C2 gemäss dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen nachweisen.

### **Art. 3** Anmeldung {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--3}

1. Der Prorektor oder die Prorektorin Ausbildung legt die Anmeldetermine fest und publiziert sie.
2. Der Anmeldung sind sämtliche für die Aufnahme erforderlichen Unterlagen beizulegen, so namentlich Nachweise über Ausbildungsabschlüsse, andere Qualifikationen oder die Berufserfahrung und den Allgemeinbildungsstand. Es können zusätzliche Unterlagen verlangt werden.
3. Zur Abklärung der Vertrauenswürdigkeit und des Leumunds ist ein aktueller Strafregisterauszug oder bei Wohnsitz im Ausland eine gleichwertige Urkunde vorzulegen. Die Aufnahmekommission kann weitere Abklärungen anordnen und insbesondere Einsicht in Strafurteile verlangen.
4. Die Kosten für die einzureichenden Unterlagen und Abklärungen trägt der Kandidat oder die Kandidatin.

### **Art. 4–5** &hellip; {#art_4–5 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--4–5}

### **Art. 5a** Zulassung sur dossier {#art_5a omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--5a}

1. Für die Zulassung sur dossier zum Integrierten Bachelor-Master-Studiengang Sekundarstufe I gelten die Voraussetzungen gemäss Art. 2 Abs. 2 des Reglements der EDK über die Anerkennung von Lehrdiplomen für den Unterricht auf der Primarstufe, der Sekundarstufe I und an Maturitätsschulen.
2. Das Zulassungsverfahren sur dossier umfasst
   1. eine Standortbestimmung und
   2. eine Prüfung, in der die Kandidaten und Kandidatinnen den Nachweis ihrer Studierfähigkeit zu erbringen haben.
3. Der Prorektor oder die Prorektorin Ausbildung ist zuständig für die Organisation und Durchführung des Zulassungsverfahrens sur dossier. Die Hochschulleitung erlässt ergänzende Richtlinien.

### **Art. 5b** Zulassung zum nachträglichen Erwerb einer zusätzlichen Lehrbefähigung {#art_5b omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--5b}

1. Zum Erwerb einer Lehrbefähigung für zusätzliche Fächer wird zugelassen, wer über ein von der EDK anerkanntes Lehrdiplom für die Sekundarstufe I verfügt.

### **Art. 6** Aufnahmebeschränkung für Personen mit Wohnsitz im Ausland&nbsp;<strong>*</strong> {#art_6 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--6}

1. Die Zahl der zu Studium oder Aufnahmeverfahren zugelassenen Personen mit zivilrechtlichem Wohnsitz im Ausland ist beschränkt.

### **Art. 7** Wartefrist {#art_7 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--7}

1. Wer an der PHTG, einer anderen Pädagogischen Hochschule oder einer anerkannten Lehrerbildungsinstitution infolge Nichteignung zum Beruf, einer strafrechtlichen Verurteilung, eines disziplinarrechtlichen Vergehens oder Nichtbestehens von Leistungsnachweisen, Praktika oder weiteren Qualifikationsleistungen vom Weiterstudium ausgeschlossen wurde, kann frühestens nach einer zweijährigen Wartefrist zum Studium zugelassen werden.
2. Erfolgte der Ausschluss aufgrund des Nichtbestehens von Leistungsnachweisen, Praktika oder weiteren Qualifikationsleistungen, ist eine Zulassung zum Studium vor Ablauf der Wartefrist möglich, wenn der Student oder die Studentin nachweist, dass die Anforderungen, die zum Nichtbestehen geführt haben, nicht Bestandteil des Studiengangs sind, für den die Zulassung beantragt wird.

### **Art. 8** &hellip; {#art_8 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--8}

### **Art. 9** Gaststudenten und Gaststudentinnen, Hörer und Hörerinnen {#art_9 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--9}

1. Als Gaststudent oder Gaststudentin können an einer anderen Hochschule eingeschriebene Studierende für bestimmte Veranstaltungen zugelassen werden.
2. Als Hörer oder Hörerin kann für bestimmte Veranstaltungen zugelassen werden, wer das 17. Altersjahr vollendet hat.
3. Es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Zulassung und den Erwerb von Qualifikationen oder Abschlüssen.

### **Art. 9a** Zulassungsentscheid {#art_9 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--9a}

1. Sind die Zulassungsvoraussetzungen zweifelsfrei erfüllt, wird die Aufnahme bestätigt.
2. Ergeben sich Zweifel an der Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen, entscheidet die Aufnahmekommission. Ausserdem entscheidet sie über die Nichtzulassung aufgrund der Aufnahmebeschränkung für Personen mit Wohnsitz im Ausland.
3. Gegen Entscheide der Aufnahmekommission kann innert zehn Tagen bei der Hochschulleitung Einsprache geführt werden.

### **Art. 10–11** &hellip; {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--10–11}

### **Art. 11a** Beginn des Studiums {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--11a}

1. Der reguläre Eintritt ins Studium erfolgt zu Beginn des Herbstsemesters.
2. Abweichungen sind möglich, insbesondere bei Wiederaufnahme des Studiums, bei Wechsel von einer anderen Pädagogischen Hochschule und beim Erwerb einer weiteren Lehrbefähigung.

## 2. Berufseignungsabklärung&nbsp;<strong>*</strong>

### **Art. 12** Vorausgesetzte Berufseignung&nbsp;<strong>*</strong> {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--12}

1. Die Berufseignung der Studenten und Studentinnen wird abgeklärt, insbesondere in den folgenden überfachlichen Bereichen:
   1. Kommunikation
   2. Reflexion
   3. Lern- und Arbeitsverhalten
   4. Belastbarkeit
2. Zusätzlich wird die Sprachkompetenz Deutsch überprüft.
3. Auf Verlangen ist eine Bescheinigung eines Vertrauensarztes der PHTG und ein aktueller Strafregisterauszug oder bei Wohnsitz im Ausland eine gleichwertige Urkunde beizubringen. Allfällige Kosten trägt der Kandidat oder die Kandidatin.
4. Die Hochschulleitung erlässt ergänzende Richtlinien.

### **Art. 13** Ordentliche Abklärung {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--13}

1. Die ordentliche Abklärung erfolgt zu Beginn des Studiums.
2. Die Beurteilung der vorausgesetzten Berufseignung basiert auf einer Standortbestimmung, die sich aus folgenden Elementen zusammensetzt:
   1. Selbsteinschätzung des Studenten oder der Studentin im Rahmen eines Berichtes
   2. Einschätzung der Dozenten und Dozentinnen, die den Studenten oder die Studentin unterrichten
   3. Beurteilung der Leistungen in den Praktika
   4. Einschätzung eines Mentors oder einer Mentorin
   5. Sprachkompetenzprüfung Deutsch

### **Art. 14** Zuständigkeiten und Verfahren&nbsp;<strong>*</strong> {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--14}

1. Der Student oder die Studentin wird während der Berufseignungsabklärung durch einen Mentor oder eine Mentorin begleitet.
2. Der Leiter oder die Leiterin des Studiengangs koordiniert die Standortbestimmung und wertet sie aus.
3. Ergeben sich aus der Standortbestimmung keine Zweifel an der Berufseignung, teilt dies der Leiter oder die Leiterin des Studiengangs dem Studenten oder der Studentin schriftlich mit.
4. Ergeben sich aus der Standortbestimmung Zweifel an der Berufseignung oder steht die Nichteignung zumindest in Teilen fest, leitet der Leiter oder die Leiterin des Studiengangs die Angelegenheit an die Beurteilungskonferenz weiter. Die Weiterleitung kann mit einem Antrag verbunden werden.

### **Art. 15** Beurteilungskonferenz {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--15}

1. Die Beurteilungskonferenz setzt sich zusammen aus allen Dozenten und Dozentinnen, die den Studenten oder die Studentin unterrichten, dem Mentor oder der Mentorin sowie dem Leiter oder der Leiterin des Studiengangs. Sie wird vom Leiter oder von der Leiterin des Studiengangs geführt.
2. Bei Zweifeln an der Berufseignung kann die Beurteilungskonferenz die Abklärungszeit verlängern oder vertiefte Abklärungen treffen und hierzu weitere Beurteilungspersonen beiziehen. Der Student oder die Studentin ist zur Mitwirkung verpflichtet. Der Leiter oder die Leiterin des Studiengangs teilt dem Studenten oder der Studentin das Ergebnis der Abklärungen mit.
3. Bei zumindest teilweise fehlender Berufseignung ordnet die Beurteilungskonferenz in den betreffenden Teilbereichen Auflagen zur Verbesserung an, wenn Aussicht auf genügende Entwicklung besteht. Allfällige Kosten gehen zulasten des Studenten oder der Studentin.

### **Art. 16** Ausschluss {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--16}

1. Besteht keine Aussicht auf genügende Entwicklung in den betreffenden Teilbereichen oder hat trotz angeordneter Auflagen keine genügende Entwicklung stattgefunden, ordnet die Hochschulleitung den Ausschluss vom Studium an der PHTG an.

### **Art. 17** Ausserordentliche Abklärung {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--17}

1. Ergeben sich in den nachfolgenden Studienjahren Zweifel an der Berufseignung, kann der Leiter oder die Leiterin des Studiengangs eine erneute Abklärung einleiten oder die Angelegenheit der Beurteilungskonferenz unterbreiten.
2. Die Grundsätze gemäss den Bestimmungen für die ordentliche Abklärung gelten sinngemäss.

## 3. Leistungsnachweise&nbsp;<strong>*</strong>

### **Art. 18** Leistungsnachweise {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--18}

1. Ein Leistungsnachweis belegt die erfolgreiche Teilnahme an einem Modul oder mehreren Modulen.
2. Leistungsnachweise werden vom zuständigen Dozenten oder der zuständigen Dozentin durchgeführt.
3. Der Prorektor oder die Prorektorin Ausbildung kann den Zusammenzug von Leistungsnachweisen mehrerer Module für die Qualifikation anordnen. Er oder sie regelt die Verrechnung der Qualifikationen der Leistungsnachweise zu einer zusammenfassenden Qualifikation.
4. …
5. Wer unerlaubte Hilfsmittel verwendet oder sich anderweitig unerlaubte Vorteile verschafft, hat den Leistungsnachweis nicht erfüllt.

### **Art. 19** Formen von Leistungsnachweisen {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--19}

1. Leistungsnachweise können insbesondere folgende Formen aufweisen:
   1. mündliche Prüfung
   2. schriftliche Prüfung
   3. Referat
   4. Präsentation
   5. schriftliche Arbeit
   6. praktische Arbeit
   7. Portfolio
   8. Präsenzleistungen
2. …

### **Art. 20** Leistungsbeurteilung {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--20}

1. Der zuständige Dozent oder die zuständige Dozentin beurteilt die Leistung entweder anhand der Bewertungsskala des European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS) oder mit den Prädikaten «erfüllt» und «nicht erfüllt».
2. Der Prorektor oder die Prorektorin Ausbildung bestimmt, wann die Skala und wann die Beurteilung durch Prädikate zur Anwendung gelangt.
3. Die Skala sieht folgende Noten vor:
   1. A: hervorragend
   2. B: sehr gut
   3. C: gut
   4. D: befriedigend
   5. E: ausreichend
   6. FX: nicht bestanden (Verbesserung erforderlich)
   7. F: nicht bestanden (erhebliche Verbesserung erforderlich)
4. Bei Verwendung der Skala gilt ein Leistungsnachweis als erfüllt, wenn er mindestens mit der Note E beurteilt wurde.

### **Art. 21** Nichterfüllen des Leistungsnachweises {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--21}

1. Ein nicht erfüllter Leistungsnachweis kann zweimal wiederholt werden.
2. Ist ein Modul wegen nicht erfüllter Präsenzleistung nicht bestanden, ist die Wiederholung des entsprechenden Moduls zwingend. In den übrigen Fällen des Nichtbestehens eines Leistungsnachweises kann beim Leiter oder bei der Leiterin des Studiengangs eine Modulwiederholung auf freiwilliger Basis beantragt werden.
3. …
3bis Ein nicht bestandenes Praktikum kann einmal wiederholt werden.
3ter Ein wiederholter Leistungsnachweis wird maximal mit dem Prädikat «erfüllt» beziehungsweise mit der Note «E» beurteilt.
4. Der Prorektor oder die Prorektorin Ausbildung kann in begründeten Fällen auf Antrag des Leiters oder der Leiterin des Studiengangs Ausnahmen erlauben und gleichzeitig Auflagen oder andere Massnahmen anordnen.
5. Die Hochschulleitung erlässt ergänzende Richtlinien.

### **Art. 22** Endgültiges Nichterfüllen {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--22}

1. Wird der Leistungsnachweis auch bei der zweiten Wiederholung oder ein Praktikum bei der Wiederholung nicht erfüllt oder erweisen sich die angeordneten Massnahmen als nicht wirksam, ordnet die Hochschulleitung den Ausschluss vom Studium an der PHTG an.

### **Art. 23** Leistungsnachweise als Voraussetzung für das weitere Studium {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--23}

1. Der Prorektor oder die Prorektorin Ausbildung kann bestimmen, welche Leistungsnachweise erfüllt sein müssen, damit eine weiterführende Lehrveranstaltung besucht oder die Diplomprüfung absolviert werden kann.

### **Art. 24** Anrechnung bereits erbrachter Leistungen&nbsp;<strong>*</strong> {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--24}

1. Bereits vor dem Studium erbrachte formale Studien- und Bildungsleistungen sowie validierte Unterrichtspraxis können gemäss den Vorgaben von Art. 12 Abs. 1 des Reglements der EDK über die Anerkennung von Lehrdiplomen für den Unterricht auf der Primarstufe, der Sekundarstufe I und an Maturitätsschulen angerechnet werden.
2. Die Hochschulleitung regelt das Anrechnungsverfahren durch Richtlinien.

## 4. Zwischenabschluss

### **Art. 25** Abschluss Bachelorstudium im Rahmen des Integrierten Bachelor-Master-Studiengangs Sekundarstufe I&nbsp;<strong>*</strong> {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--25}

1. Das Bachelorstudium gilt als erfolgreich abgeschlossen, wenn
   1. die Berufseignungsabklärung erfolgreich abgeschlossen wurde,
   2. Studienleistungen im Umfang von mindestens 180 ECTS-Kreditpunkten erworben und
   3. die entsprechenden Leistungen im Portfolio erbracht wurden.
1bis Es wird der Titel «Bachelor of Arts PHTG in Secondary Education» verliehen. Dieser Titel ist nicht mit einer Lehrbefähigung verbunden.
…

## 5. Masterarbeit

### **Art. 26** Masterarbeit {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--26}

1. Mit der Masterarbeit weisen die Studenten und Studentinnen nach, dass sie eine berufsrelevante Fragestellung unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Methoden und Erkenntnisse bearbeiten können. Die Masterarbeit muss zwingend einen zielstufenspezifischen berufspraktischen Bezug aufweisen.
2. Die Hochschulleitung erlässt Richtlinien zum Verfassen der Masterarbeit.

### **Art. 26a** Bewertung {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--26a}

1. Der zuständige Dozent oder die zuständige Dozentin bewertet die Masterarbeit gemeinsam mit einem Experten oder einer Expertin anhand der ECTS-Bewertungsskala.
2. Besonders herausragende Arbeiten können prämiert und im Einverständnis mit dem Autor oder der Autorin publiziert werden.

### **Art. 27** Annahme&nbsp;<strong>*</strong> {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--27}

1. Die Annahme der Masterarbeit wird bestätigt.
2. Masterarbeiten gelten als angenommen, wenn sie
   1. fristgerecht abgegeben wurden und
   2. mindestens mit der Note E beurteilt wurden.
3. Masterarbeiten werden nicht angenommen, wenn sie ohne wichtigen Grund nach Ablauf der gesetzten Frist abgegeben wurden oder wenn unerlaubte Hilfsmittel verwendet wurden.
4. Wird innert gesetzter Frist ein Gesuch gestellt, kann die Annahmefrist in begründeten Fällen verlängert werden.

### **Art. 28** Verbesserung {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--28}

1. Ungenügende Arbeiten werden unter Ansetzung einer Nachfrist zur einmaligen Verbesserung zurückgewiesen.
2. Bleibt die verbesserte Arbeit ungenügend oder unterbleibt die Verbesserung, ordnet die Hochschulleitung den Ausschluss vom Studium an der PHTG an.

## 6. Diplomprüfungen

### **Art. 29** Anmeldung {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--29}

1. Der Prorektor oder die Prorektorin Ausbildung legt die Anmeldefristen für die Diplomprüfungen fest.

### **Art. 30** Prüfungsform {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--30}

1. Die Diplomprüfung umfasst ein Kolloquium auf der Grundlage der Masterarbeit.
2. …
3. Die Hochschulleitung erlässt Richtlinien zur Diplomprüfung.

### **Art. 31** Zulassung {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--31}

1. Zur Diplomprüfung wird zugelassen, wer
   1. die Berufseignungsabklärung bestanden hat,
   2. die entsprechenden Leistungen im Portfolio erbracht hat,
   3. die Masterarbeit bestanden hat und
   4. zur Prüfung angemeldet ist.

### **Art. 32** Durchführung {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--32}

1. Der Prorektor oder die Prorektorin Ausbildung ist für die Durchführung der Prüfungen verantwortlich und ernennt die Prüfenden sowie die Experten und Expertinnen.
2. Die Prüfenden werden in der Durchführung der Prüfung und in der Bewertung von den Experten oder Expertinnen beraten.

### **Art. 33** Bewertung {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--33}

1. Die Diplomprüfung wird anhand der ECTS-Bewertungsskala bewertet.
2. …

### **Art. 34** Bestehen und Wiederholung&nbsp;<strong>*</strong> {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--34}

1. Die Diplomprüfung ist bestanden, wenn sie mindestens mit der Note E beurteilt wurde.
2. Wer unerlaubte Hilfsmittel verwendet oder sich anderweitig unerlaubte Vorteile verschafft, hat die Prüfung nicht bestanden.
3. Eine nicht bestandene Diplomprüfung kann einmal wiederholt werden.
4. Bei erneutem Nichtbestehen ordnet die Hochschulleitung den Ausschluss vom Studium an der PHTG an.

## 6a. Studienabschluss und Titel&nbsp;<strong>*</strong>

### **Art. 35** Lehrdiplom und Diplomzeugnis {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--35}

1. Das Lehrdiplom wird gemäss den Vorgaben des Reglements der EDK über die Anerkennung von Lehrdiplomen für den Unterricht auf der Primarstufe, der Sekundarstufe I und an Maturitätsschulen ausgestellt und enthält zusätzlich insbesondere das Thema der Masterarbeit.
2. Das Diplomzeugnis enthält die Abschlussnoten aller Studienfächer und der Diplomprüfung.
3. Im Diplomzusatz («Diploma Supplement») werden die erreichten Leistungen näher umschrieben.
4. Wer den Studiengang erfolgreich abgeschlossen hat, ist berechtigt, sich als «diplomierter Lehrer für die Sekundarstufe I (EDK)» oder «diplomierte Lehrerin für die Sekundarstufe I (EDK)» zu bezeichnen.
5. Zudem wird der Titel «Master of Arts PHTG in Secondary Education» verliehen.
6. Lehrbefähigungen für zusätzliche Fächer der Sekundarstufe I werden mit einem Erweiterungsdiplom nach den Vorgaben der EDK bescheinigt.

## 7. Schlussbestimmung

### **Art. 36** &hellip; {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--36}

### **Art. 37** Übergangsbestimmung {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-tg--414.26--37}

1. Studenten und Studentinnen der Studienjahrgänge 2022/2023 und aller vorhergehenden Studienjahrgänge beenden ihr Studium nach dem Reglement über den Studiengang Sekundarstufe I der Pädagogischen Hochschule Thurgau in der Fassung vom 31. August 2020.