10.5120
# Reservat für alpine Flora im Gebiet Waldnacht-Surenen
Vom 13.05.1968 (Stand 30.05.1968)

### **Art. ikel 1** {#art_ikel1 omnilex-key=ch-lexwork-ur--10.5120--ikel 1}

1. Das Gebiet, welches den Talkessel der Waldnacht bis zu den Grathöhen der Geissberge südwärts und zum Kamm der Gibelstöcke, ferner den Kessel des hinteren Gitschentales; und auf der Westseite des Surenenpasses den Taltrog der Blacken- und Hermisalp zwischen Schlossberg, Stalden, über den Grat Scharlisegg bis Stotzigberggrat umfasst, wird als Reservat für alpine Flora erklärt.

### **Art. ikel 2** {#art_ikel2 omnilex-key=ch-lexwork-ur--10.5120--ikel 2}

1. Im gesamten, in Artikel 1 bezeichneten Gebiet, ist jedes Ausreissen, Ausgraben, Abschneiden oder Pflücken von wildwachsenden Pflanzen jeglicher Art verboten. Ausgenommen ist die Alpenrose.
2. Vorbehalten ist einzig die land- und forstwirtschaftliche Nutzung.
3. Vorbehalten ist ferner das Graben der weissen Enziane durch die nach den Satzungen der Korporation Uri hierzu Befugten.

### **Art. ikel 3** {#art_ikel3 omnilex-key=ch-lexwork-ur--10.5120--ikel 3}

1. Zuwiderhandlungen werden durch den Regierungsrat gemäss Artikel 41 der Verordnung mit 20 Franken bis 200 Franken geahndet.

### **Art. ikel 4** {#art_ikel4 omnilex-key=ch-lexwork-ur--10.5120--ikel 4}

1. Die Kontrolle über die Einhaltung dieser Vorschriften und die Anzeige von Übertretungen ist Sache der Polizei, der Wildhüter, Bergführer, Hirten, Alpvögte, des Forstpersonals sowie der mit speziellem Ausweis versehenen Beauftragten.
2. Widerrechtlich gewonnene Pflanzen werden beschlagnahmt.

### **Art. ikel 5** {#art_ikel5 omnilex-key=ch-lexwork-ur--10.5120--ikel 5}

1. Die Verordnung über Pflanzenschutz und Alpenblumenverkauf vom 13. Mai 1968 bleibt überdies vorbehalten.

### **Art. ikel 6** {#art_ikel6 omnilex-key=ch-lexwork-ur--10.5120--ikel 6}

1. Obige Vorschriften treten mit ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft.