30.2135
# Verordnung über die Bereitschaftsentschädigung für Hebammen
Vom 15.11.2017 (Stand 01.01.2018)

### **Art. ikel 1** Grundsatz {#art_ikel1 omnilex-key=ch-lexwork-ur--30.2135--ikel 1}

1. Der Kanton richtet den freipraktizierenden Hebammen, die über eine Berufsausübungsbewilligung nach Artikel 19 Gesundheitsgesetz im Kanton Uri verfügen, eine Bereitschaftsentschädigung aus.

### **Art. ikel 2** Voraussetzungen {#art_ikel2 omnilex-key=ch-lexwork-ur--30.2135--ikel 2}

1. Eine freipraktizierende Hebamme hat Anspruch auf Bereitschaftsentschädigung, sofern sie:
   a) die gebärende Frau mit zivilrechtlichem Wohnsitz im Kanton Uri während einer Hausgeburt oder einer Beleghebammen-Geburt in einem Spital oder Geburtshaus mit entsprechendem Leistungsauftrag auf der Spitalliste des Kantons Uri (RB 20.3235) betreut
   b) die gebärende Frau mit zivilrechtlichem Wohnsitz im Kanton Uri im Anschluss an die Geburt im Wochenbett zu Hause pflegt

### **Art. ikel 3** Erlöschen {#art_ikel3 omnilex-key=ch-lexwork-ur--30.2135--ikel 3}

1. Der Anspruch erlischt, sobald vertraglich oder gesetzlich eine gleichwertige Entschädigung geleistet wird.

### **Art. ikel 4** Höhe {#art_ikel4 omnilex-key=ch-lexwork-ur--30.2135--ikel 4}

1. Die Bereitschaftsentschädigung beträgt:
   a) 400 Franken für eine Hausgeburt
   b) 400 Franken für eine Beleghebammen-Geburt
   c) 200 Franken für eine Wochenbettbetreuung

### **Art. ikel 5** Antragstellung {#art_ikel5 omnilex-key=ch-lexwork-ur--30.2135--ikel 5}

1. Hebammen mit Anspruch auf Bereitschaftsentschädigung reichen ihre Gesuche zusammen mit den erforderlichen Nachweisen spätestens ein halbes Jahr nach der Geburt der zuständigen Direktion ein.

### **Art. ikel 6** Vollzug {#art_ikel6 omnilex-key=ch-lexwork-ur--30.2135--ikel 6}

1. Die zuständige Direktion wird mit dem Vollzug beauftragt.

### **Art. ikel 7** Inkrafttreten {#art_ikel7 omnilex-key=ch-lexwork-ur--30.2135--ikel 7}

1. Die Verordnung untersteht dem fakultativen Referendum.
2. Sie tritt am 1. Januar 2018 in Kraft.