40.3235
# Interkantonale Vereinbarung zwischen den Kantonen Uri und Glarus über die Ausübung der Fischerei im Staubecken des Fätschbachwerks auf dem Urnerboden
Vom 20.12.2005 (Stand 01.01.2006)

### **Art. ikel 1** Fischereiberechtigung {#art_ikel1 omnilex-key=ch-lexwork-ur--40.3235--ikel 1}

1. Zur Ausübung der Fischerei im Staubecken des Fätschbachwerks auf dem Urnerboden sind die Inhaberinnen und Inhaber eines Urner oder Glarner Fischerpatentes berechtigt.

### **Art. ikel 2** Abgrenzung der Fischereiberechtigung {#art_ikel2 omnilex-key=ch-lexwork-ur--40.3235--ikel 2}

1. Die Grenzen der gegenseitigen Fischereiberechtigung bilden einerseits die Staumauer, anderseits die Eigentumsgrenze der NOK, bezeichnet durch Marksteine. Die Grenze der Fischereiberechtigung der Glarner Fischerinnen und Fischer gegen den Urnerboden wird gebildet durch die Linie zwischen den letzten Marksteinen auf beiden Ufern.

### **Art. ikel 3** Fanggeräte und Fangmethoden {#art_ikel3 omnilex-key=ch-lexwork-ur--40.3235--ikel 3}

1. Erlaubt ist das Fischen vom Ufer aus mit einer von der Hand geführten Angelrute je Patentinhaberin oder Patentinhaber, unter Verwendung eines natürlichen oder künstlichen Köders, nämlich:
   a) das Fliegenfischen mit maximal 1 Fliege, Nymphe oder Streamer, mit oder ohne Schwimmkörper
   b) das Grund- oder Zapfenfischen
   c) das Spinnfischen
2. Folgende Fangmethoden oder ‑geräte sind verboten:
   a) die Verwendung von lebenden oder toten Köderfischen
   b) die Verwendung von Angeln mit Widerhaken

### **Art. ikel 4** Schonzeiten {#art_ikel4 omnilex-key=ch-lexwork-ur--40.3235--ikel 4}

1. Die Ausübung der Fischerei ist vom 1. Mai bis 30. September erlaubt. Während dieser Zeit gelten keine besonderen Schontage.
2. Die übrige Zeit gilt als Schonzeit.

### **Art. ikel 5** Fangmindestmass für Forellen {#art_ikel5 omnilex-key=ch-lexwork-ur--40.3235--ikel 5}

1. Das Fangmindestmass für Forellen beträgt 25 cm, gemessen von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen.

### **Art. ikel 6** Tagesfangbeschränkung {#art_ikel6 omnilex-key=ch-lexwork-ur--40.3235--ikel 6}

1. Im Tag dürfen insgesamt nicht mehr als sechs Fische gefangen werden.

### **Art. ikel 7** Fischbesatz {#art_ikel7 omnilex-key=ch-lexwork-ur--40.3235--ikel 7}

1. Der Fischbesatz wird zwischen den zuständigen Amtsstellen der Kantone Uri und Glarus abgesprochen.

### **Art. ikel 8** Ergänzende Vorschriften {#art_ikel8 omnilex-key=ch-lexwork-ur--40.3235--ikel 8}

1. Im Übrigen gelten für die Ausübung der Fischerei die einschlägigen Fischereivorschriften der Kantone Uri und Glarus.

### **Art. ikel 9** Strafbestimmungen {#art_ikel9 omnilex-key=ch-lexwork-ur--40.3235--ikel 9}

1. Übertretungen der Fischereivorschriften im Staubecken des Fätschbachwerkes auf dem Urnerboden werden von der zuständigen Behörde desjenigen Kantons geahndet, in dem die Übertretung erfolgt ist.
2. Die Strafbestimmungen richten sich nach dem kantonalen Fischereirecht.

### **Art. ikel 10** Dauer und Kündigung der Vereinbarung {#art_ikel1 omnilex-key=ch-lexwork-ur--40.3235--ikel 10}

1. Die Vereinbarung gilt auf unbestimmte Dauer.
2. Sie kann unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten auf das Ende eines Kalenderjahres gekündigt werden.

### **Art. ikel 11** Aufhebung bisherigen Rechts {#art_ikel1 omnilex-key=ch-lexwork-ur--40.3235--ikel 11}

1. Der Vertrag zwischen den Kantonen Uri und Glarus über die Ausübung der Fischerei im Staubecken des Fätschbachwerkes auf dem Urnerboden vom 2. August 1977 wird aufgehoben.

### **Art. ikel 12** Inkrafttreten {#art_ikel1 omnilex-key=ch-lexwork-ur--40.3235--ikel 12}

1. Diese Vereinbarung tritt am 1. Januar 2006 in Kraft.
2. Sie ist vom Bund zu genehmigen.