933.15
# Übereinkommen betreffend die Fischerei im luzernisch-zugerischen Grenzabschnitt des Aabaches
Vom 27.12.1958 (Stand 01.01.1959)

### **Art. 1** {#art_1 omnilex-key=ch-lexwork-zg--933.15--1}

1. Die Verleihung des Fischereirechtes im genannten Grenzabschnitt erfolgt auf dem Wege der Verpachtung.

### **Art. 2** {#art_2 omnilex-key=ch-lexwork-zg--933.15--2}

1. Die Pachtbestimmungen werden von den zuständigen Departementen beider Kantone gemeinsam aufgestellt.

### **Art. 3** {#art_3 omnilex-key=ch-lexwork-zg--933.15--3}

1. Soweit Übereinkommen oder Pachtvertrag keine speziellen Vorschriften enthalten, kommt das luzernische Gesetz betreffend die Fischerei vom 29. Oktober 1917 mit zugehöriger Verordnung vom 18. Dezember 1942 in der Fassung vom 24. Mai 1956 zur Anwendung. Allfällige besondere Weisungen der zuständigen Behörden bleiben vorbehalten.

### **Art. 4** {#art_4 omnilex-key=ch-lexwork-zg--933.15--4}

1. Verpachtung und Verwaltung erfolgen durch das Staatswirtschaftsdepartement des Kantons Luzern. Vor der Verpachtung hat das Staatswirtschaftsdepartement die Angebote der zugerischen Forstdirektion zu unterbreiten und ihre Zustimmung zum Pächter-Vorschlag einzuholen.

### **Art. 5** {#art_5 omnilex-key=ch-lexwork-zg--933.15--5}

1. Allfälligen Interessenten aus beiden Vertragskantonen ist je die Hälfte der Fischereikarten (Pächter- und Gastkarten) zur Verfügung zu stellen.

### **Art. 6** {#art_6 omnilex-key=ch-lexwork-zg--933.15--6}

1. Die Einnahmen und Ausgaben, die durch die Verpachtung und Verwaltung erwachsen, werden zwischen den beiden Kantonen hälftig geteilt. Die Abrechnung erfolgt jeweils auf Ende eines Kalenderjahres.

### **Art. 7** {#art_7 omnilex-key=ch-lexwork-zg--933.15--7}

1. Die Fischereiaufseher beider Kantone sind berechtigt, im Vertragsgebiet ohne Rücksicht auf die Kantonsgrenze die Einhaltung der Vorschriften über die Fischerei zu überwachen. Die Polizeiorgane haben bei der Ausübung der Fischereiaufsicht mitzuwirken. Die Verzeigung von Übertretungen erfolgt bei der zuständigen Behörde des Tatortes. Die Vertragskantone setzen sich von der Erledigung der Verzeigungen gegenseitig in Kenntnis.

### **Art. 8** {#art_8 omnilex-key=ch-lexwork-zg--933.15--8}

1. Übertretungen der Pachtbestimmungen werden mit Busse von Fr. 5.– bis Fr. 400.– bestraft, soweit nicht die Strafbestimmungen des Bundesgesetzes betreffend die Fischerei in Betracht kommen. Ausserdem kann das verliehene Recht des Fischfanges entzogen werden.

### **Art. 9** {#art_9 omnilex-key=ch-lexwork-zg--933.15--9}

1. Dieses Übereinkommen tritt auf die Dauer von 8 Jahren, erstmals auf den 1. Januar 1959, in Kraft. Es gilt jeweils für eine weitere Dauer von 8 Jahren, sofern es nicht ein Jahr vor Ablauf der Vertragsdauer durch einen Kanton gekündigt wird.