# Allgemeine Bauverordnung (ABV)

700.2

# Allgemeine Bauverordnung (ABV)¹⁴

(vom 22. Juni 1977)¹

Der Regierungsrat beschliesst:

## I. — Allgemeine Begriffe {#art_i omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--I}

## § 1 {#art_1 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--1}

¹ Bauten und Anlagen im Sinne des Planungs- und Bau-gesetzes² sind:

a. Bauten, die im Boden eingelassen oder mit einer gewissen Ortsbezogenheit darauf stehend ihrem Umfang nach geeignet sind, die Umgebung durch Luft- und Lichtverdrängung, Überlagerung einer freien Bodenfläche oder durch sonstige Einwirkungen zu beeinflussen,

b. alle planungs- und baurechtlich bedeutsamen äusserlichen Veränderungen von Grundstücken oder deren Nutzung.

² Bauten und Anlagen sind namentlich:⁸

Gebäude,

Mauern und Einfriedigungen,

Reklamen,

Aussenantennen,

Anlagen für die Nutzung von Sonnenenergie,

Sport-, Spiel- und Erholungsanlagen,

Schwimmbassins,

Campingplätze,

selbstständige Fahrzeugabstellplätze, Werk- und Lagerplätze,

Anlagen für die Materialgewinnung und -ablagerung,

Verkehrs- und andere Transportanlagen,

Tankstellen.

## § 2 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--2}

¹⁴,¹⁶ Gebäude sind ortsfeste Bauten, die zum Schutz von Menschen, Tieren oder Sachen eine feste Überdachung und in der Regel weitere Abschlüsse aufweisen.

## § 2 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--2}

a.¹³,¹⁶ Kleinbauten sind freistehende Gebäude mit einer Grundfläche von höchstens 50 m², deren Gesamthöhe 4,0 m, bei Schrägdächern 5,0 m, nicht überschreitet und die nur Nebennutzflächen enthalten.

Bauten und Anlagen

Gebäude

Kleinbauten und Anbauten

1. 1.25 - 127

700.2

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

2 Anbauten sind mit einem anderen Gebäude zusammengebautete Gebäude mit einer Grundfläche von höchstens 50 m², deren Gesamthöhe 4,0 m, bei Schrägdächern 5,0 m, nicht überschreitet und die nur Nebennutzflächen enthalten.

Unterirdische Bauten

## § 2 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--2}

b.¹³,¹⁶ Unterirdische Bauten sind Gebäude, die, mit Ausnahme der Erschliessung sowie der Geländer und Brüstungen, vollständig unter dem massgebenden bzw. unter dem tiefer gelegten Terrain liegen.

Unterniveau-bauten

## § 2 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--2}

c.¹³,¹⁶ Unterniveaubauten sind Gebäude, die das massgebende bzw. das tiefer gelegte Terrain in der Fassadenflucht an keiner Stelle um mehr als 0,5 m überragen. Im Bereich der Erschliessung wird ab dem massgebenden Terrain gemessen.

Ausstattungen

## § 3 {#art_3 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--3}

Ausstattungen sind Nebeneinrichtungen zu Bauten und Anlagen, wie Spielplätze, Ruheplätze, Lärmwälle, Fahrzeugabstellplätze und innere Zufahrten.

Ausrüstungen

## § 4 {#art_4 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--4}

⁸ Ausrüstungen sind technische Einrichtungen von Bauten und Anlagen, die der Benützung oder der Sicherheit dienen.

Massgebendes Terrain

## § 5 {#art_5 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--5}

¹⁴,¹⁶ ¹ Als massgebendes Terrain gilt der natürlich gewachsene Geländeverlauf. Kann dieser infolge früherer Abgrabungen und Aufschüttungen nicht mehr festgestellt werden, ist vom natürlichen Geländeverlauf der Umgebung auszugehen.

² Aus planerischen oder erschliessungstechnischen Gründen kann das massgebende Terrain in einem Planungs- oder im Baubewilligungsverfahren abweichend festgelegt werden.

Fassadenflucht

## § 6 {#art_6 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--6}

¹³,¹⁶ ¹ Die Fassadenflucht ist die Mantelfläche, gebildet aus den lotrechten Geraden durch die äussersten Punkte des Baukörpers über dem massgebenden Terrain.

² Vorspringende und unbedeutend rückspringende Gebäudeteile werden nicht berücksichtigt.

Fassadenlinie

## § 6 {#art_6 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--6}

a.¹³,¹⁶ Die Fassadenlinie ist die Schnittlinie von Fassadenflucht und massgebendem Terrain.

Projizierte Fassadenlinie

## § 6 {#art_6 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--6}

b.¹³,¹⁶ Die projizierte Fassadenlinie ist die Projektion der Fassadenlinie auf die Ebene der amtlichen Vermessung.

Vorspringende Gebäudeteile

## § 6 {#art_6 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--6}

c.¹³,¹⁶ ¹ Vorspringende Gebäudeteile ragen höchstens 2 m über die Fassadenflucht hinaus und dürfen, mit Ausnahme der Dachvorsprünge, die Hälfte des zugehörigen Fassadenabschnitts nicht überschreiten.

Allgemeine Bauverordnung (ABV)
700.2

² Für den zulässigen Anteil des zugehörigen Fassadenabschnitts werden mehrere vorspringende Gebäudeteile auf unterschiedlichen Stockwerken zusammengezählt.

## § 6 {#art_6 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--6}

d.¹³,¹⁶ ¹ Rückspringende Gebäudeteile sind gegenüber der Hauptfassade zurückversetzt.

² Unbedeutend rückspringende Gebäudeteile sind um höchstens 1,5 m gegenüber der Fassadenflucht zurückversetzt und überschreiten einen Fünftel des zugehörigen Fassadenabschnitts nicht.

## § 7 {#art_7 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--7}

¹³,¹⁶ Der Baubereich umfasst den bebaubaren Bereich, der abweichend von Abstandsvorschriften und Baulinien in einem Nutzungsplan festgelegt ist.

Rückspringende Gebäudeteile
Baubereich

## II. — Die Arealüberbauung (§ 69 PBG)¹³ {#art_i omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--Ii}

## § 8 {#art_8 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--8}

¹⁴,¹⁶ Für die Bemessung der Arealfläche gelten sinngemäss die entsprechenden Bestimmungen über die anrechenbare Grundstücksfläche für Nutzungsziffern.

Messweise

## III. {#art_i omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--Iii}

Die Nutzungsziffern (§§ 254 ff. PBG)

## 1. Die Ausnützungssziffer (§ 255 Abs. 4 PBG)¹⁴

## § 9 {#art_9 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--9}

¹⁴,¹⁶ Dach-, Attika- und Untergeschosse, die im Sinne von § 276 Abs. 2 PBG² ein Vollgeschoss ersetzen, gelten für die Berechnung der Ausnützungssziffer als Vollgeschosse.

## § 10 {#art_1 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--10}

⁸,¹⁶ Als nicht anrechenbar gelten:

a. der Freizeit dienende Gemeinschaftsmehrzweckräume von Mehrfamilienhäusern und Einfamilienhaussiedlungen, soweit sie mindestens 20 m² erreichen und bei größerem Ausmass 2% der anrechenbaren Geschossfläche nicht übersteigen,
b. der Arbeitsplatzgestaltung dienende Nebenräume bis zu 2% der anrechenbaren Geschossfläche,
c.¹⁴ verglaste Balkone, Veranden und Loggien sowie Wintergärten und Windfänge ohne heiztechnische Installationen, soweit sie dem Energiesparen dienen, bis zu 20% der Summe aller anrechenbaren Geschossflächen.

Dach-, Attika- und Untergeschosse

Nicht anrechenbare Nebenräume

1.1.25 - 127

700.2

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

## 2. Die Überbauungsziffer (§ 256 PBG)¹⁴

Dem Energiesparen dienende Bauteile

## § 11 {#art_1 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--11}

¹⁴,¹⁶ Für verglaste Balkone, Veranden und Loggien sowie Wintergärten und Windfänge ohne heiztechnische Installationen, soweit sie dem Energiesparen dienen, kann die Überbauungsziffer um bis zu 20% der zonengemässen Grundziffer erhöht werden.

## 3. Die Grünflächenziffer (§ 257 PBG)²⁰

Anrechenbare Grünflächen

## § 12 {#art_1 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--12}

¹⁵,¹⁹ ¹ Als natürliche Bodenflächen gelten Flächen, die einen natürlichen Bodenaufbau und natürliche Versickerungseigenschaften aufweisen.

² Als bepflanzte Bodenflächen gelten Flächen mit einer hinreichenden Humusschicht, die eine dauerhafte Bepflanzung ermöglicht und die nicht regelmässig austrocknet.

## 4. Die Baumassenziffer (§ 258 PBG)¹⁹

Aufteilung der Baumassenziffer

## § 13 {#art_1 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--13}

¹⁴,¹⁶ ¹ Die Gemeinden können die Baumassenziffer aufteilen und je gesondert regeln für

a. Hauptgebäude,
b. Kleinbauten und Anbauten.

² Für verglaste Balkone, Veranden und Loggien sowie Wintergärten und Windfänge ohne heiztechnische Installationen, soweit sie dem Energiesparen dienen, gilt eine zusätzliche Baumassenziffer. Sie beträgt 20% der zonengemässen Grundziffer.

§§ 14–16.⁶

## IV. {#art_i omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--Iv}

Besondere Nutzungsanordnungen (§ 49 a Abs. 3 PBG)⁸

## § 17 — ⁶ {#art_1 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--17}

Zurechnung

## § 18 {#art_1 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--18}

⁸ Der besonderen Nutzung werden die ihr unmittelbar dienenden Räume unter Einschluss der dazugehörigen Erschließungsflächen und Sanitärräume samt inneren Trennwänden zugerechnet.

## § 19 — ⁶ {#art_1 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--19}

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

700.2

## § 20 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--20}

⁸ ¹ Grenzen Räume für die besondere Nutzung unmittelbar an sonstige Räume oder an gemeinsame Nebenräume und Erschließungsanlagen, erstreckt sich ihre Fläche bis zur halben Stärke der Trennwand.

² Gemeinsame Nebenräume und Erschließungsflächen werden nach dem tatsächlichen Verhältnis zwischen besonderer und sonstiger Nutzung aufgeteilt.

Gemischte Bauten

## V. {#art_v omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--V}

Begriff und Messweise des kommunalen Grenzabstandes (§ 260 PBG)

## § 21 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--21}

¹ Der Grenzabstand setzt sich aus dem Grundabstand und dem Mehrhöhenzuschlag sowie dem Mehrlängenzuschlag gemäss Bau- und Zonenordnung zusammen.⁸

² Treffen die Voraussetzungen für Mehrlängen- und Mehrhöhenzuschlag zusammen, so werden dem Grundabstand vorerst der Zuschlag für die Mehrlänge und hernach derjenige für die Mehrhöhe hinzugefügt.

## § 22 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--22}

¹⁶ ¹ Der Grundabstand ist der kleinste erforderliche Grenzabstand ohne Mehrlängen- und Mehrhöhenzuschlag; er wird rechtwinklig zur projizierten Fassadenlinie und radial über die Gebäudeecken gemessen.¹⁴

² Bestehen gemäss Bau- und Zonenordnung zwei verschiedene grosse Grundabstände, so ist der kleinere über die Gebäudeecken radial herumzuschlagen.

## § 23 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--23}

¹ Der Mehrlängenzuschlag entspricht einem bestimmten Teil der als Mehrlänge qualifizierten Fassadenlänge; der Zuschlag kann auf ein Höchstmaß begrenzt werden.

² Der Mehrlängenzuschlag wird rechtwinklig zu den Fassaden gemessen; über die Gebäudeecken fällt er außer Ansatz.

## § 24 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--24}

¹ Bei seitlich gegliederten Fassaden wird die für den Mehrlängenzuschlag massgebende Länge für jeden Fassadenteil für sich bestimmt.

² Zurückliegende Fassadenteile werden durch vorspringende Teile hindurch bis zur äußersten sichtbaren Gebäudekante in oder vor der Fassadenflucht gemessen; vorspringende Teile gelten nur dann als selbstständige Fassadenteile, wenn ihr gegenseitiger Abstand wenigstens der Summe zweier Grundabstände entspricht.

A. Begriff

B. Grundabstand

C. Mehrlängen-zuschlag

## I. — Im Allgemeinen {#art_i omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--I}

## II. — Bei besonderem Fassadenverlauf {#art_i omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--Ii}

1.1.25-127

700.2

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

3 Bei abgewinkelten oder abgerundeten Fassaden wird die für den Mehrlängenzuschlag massgebende Länge gleich wie bei den seitlich gegliederten Fassaden bestimmt; dabei ist die Abwinklung oder Abrundung als seitlich gegliederte Fassade mit unendlich kleinen Abtreppungen zu betrachten.

## III. — Bei Kleinbauten und Anbauten {#art_i omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--Iii}

## § 25 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--25}

14.16 Kleinbauten und Anbauten fallen bei der Berechnung des Mehrlängenzuschlages ausser Betracht, sofern die Bau- und Zonenordnung nicht etwas anderes bestimmt.

D. Mehrhöhen-zuschlag

## § 26 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--26}

Der Mehrhöhenzuschlag im Sinne von § 260 Abs. 2 PBG² wird rechtwinklig zu den Fassaden und radial über die Gebäudeecken gemessen.

## VI. {#art_v omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--Vi}

Die Fassadenlänge (§ 292 PBG und §§ 6 c und 6 d)¹⁴

Begriff

## § 27 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--27}

14.16 ¹ Die Fassadenlänge entspricht dem Fassadenabschnitt, der für die Berechnung der zulässigen Breite vorspringender und unbedeutend rückspringender Gebäudeteile sowie von Dachaufbauten massgebend ist.

² Zur Fassadenlänge werden oberirdische Vorsprünge über mehr als einem Geschoss hinzugerechnet, wenn sie in der Richtung der betreffenden Fassade eine geschlossene Höhe von mehr als 1,3 m aufweisen.

³ Die Bau- und Zonenordnung kann bestimmen, dass die für den Mehrlängenzuschlag massgeblichen Fassadenlängen von benachbarten Hauptgebäuden zusammengerechnet werden, wenn der Gebäudeabstand ein bestimmtes Mass unterschreitet.⁹

## VII. — Die Gebäudelänge und Gebäudebreite (§ 49 PBG)⁸ {#art_v omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--Vii}

Begriff

## § 28 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--28}

14.16 ¹ Die Gebäudelänge ist die längere Seite des flächenkleinsten Rechtecks, welches die projizierte Fassadenlinie umfasst.

² Die Gebäudebreite ist die kürzere Seite des flächenkleinsten Rechtecks, welches die projizierte Fassadenlinie umfasst.

³ Anbauten fallen ausser Ansatz, sofern die Bau- und Zonenordnung nicht etwas anderes bestimmt.

Allgemeine Bauverordnung (ABV)
700.2

## VIII. {#art_v omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--Viii}

Das Untergeschoss (§ 275 Abs. 3 PBG)¹⁴

## § 29 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--29}

¹⁴,¹⁶ Das mittlere Mass, um welches Untergeschosse über die Fassadenlinie hinausragen dürfen, wird berechnet aus der Summe der Fassadenflächen über der Fassadenlinie, geteilt durch die Länge der projizierten Fassadenlinie.

Messweise

## IX. — Besondere Begriffe {#art_i omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--Ix}

## § 30 {#art_3 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--30}

¹ Als wesentliche Beeinträchtigung durch Schattenwurf im Sinne von § 284 PBG² gilt:¹⁸

a. bei überbauten Grundstücken: die an den mittleren Wintertagen länger als drei Stunden dauernde Beschattung der bewohnten oder in Wohnzonen liegenden Nachbargebäude, in der Regel an ihrem Fusspunkt gemessen,
b. bei unüberbauten Grundstücken in Wohnzonen: die an den mittleren Wintertagen länger als drei Stunden dauernde Beschattung überbaubarer Flächen des Nachbargrundstückes, sofern dadurch eine den örtlichen Verhältnissen und der Bau- und Zonenordnung entsprechende Überbauung verunmöglicht oder erheblich erschwert wird.

² Keine wesentliche Beeinträchtigung durch Schattenwurf liegt indessen vor, wenn mit einem in allen Teilen den Vorschriften entsprechenden kubischen Vergleichsprojekt nachgewiesen wird, dass eine der Bau- und Zonenordnung entsprechende Überbauung keine geringere Beschattung des Nachbargrundstückes nach sich zieht.

³ Ist in Wohnzonen die Überbauung auf dem Nachbargrundstück erheblich überaltert oder steht sie zu den Zielen der Bau- und Zonenordnung in einem starken Missverhältnis, gelten zugleich die Regeln für überbaute und unüberbaute Grundstücke.

## § 31 {#art_3 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--31}

¹ Als offen im Sinne von § 286 PBG² gilt eine Überbauung, deren Gebäude nach allen Seiten frei stehen.

² Als geschlossen gilt eine Überbauung, bei der Gebäude einseitig oder mehrseitig zusammengebaut oder auf eine Grenze gestellt sind oder gestellt werden dürfen bzw. müssen.

## § 32 {#art_3 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--32}

⁸ Als mit Einfamilienhäusern vergleichbare Wohnungsarten im Sinne der §§ 303–305 PBG² gelten Wohnungen, die

a. nicht an einem gemeinsamen Treppenhaus mit anderen Wohnungen liegen und einen unmittelbaren Zugang ins Freie haben,
b. sich überdies in einem Gebäudeteil befinden, der äusserlich ähnlich einem Einfamilienhaus in Erscheinung tritt.

Beeinträchtigung durch Schattenwurf

Offene und geschlossene Überbauung

Einfamilienhausähnliche Wohnungsarten

1.1.25-127

700.2

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

§§ 32 a und 33.⁶

## § 33 {#art_3 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--33}

a.¹⁵

## X. — Inkrafttreten {#art_x omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--X}

Inkraftsetzung

## § 34 {#art_3 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--34}

Diese Verordnung tritt nach der Genehmigung durch den Kantonsrat⁴ und der Veröffentlichung im Amtsblatt auf den vom Regierungsrat zu bestimmenden Zeitpunkt in Kraft³.

## Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 11. Mai 2016 (OS 72, 60)

Bis zur Anpassung der Bau- und Zonenordnung an die Änderung vom 14. September 2015 des Planungs- und Baugesetzes bleiben die folgenden Bestimmungen in der vor Inkrafttreten der Änderung vom 11. Mai 2016 gültigen Fassung anwendbar: §§ 2, 2 a, 2 b, 2 c, 5, 6, 6 a, 6 b, 6 c, 6 d, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 22, 25, 27, 28, 29.

¹ OS 46, 770 und GS V, 91.

² LS 700.1.

³ In Kraft seit 1. Juli 1978.

⁴ Vom Kantonsrat genehmigt am 29. August 1977.

⁵ Vgl. Art. III, Abs. 3 und 4 der Gesetzesänderung vom 1. September 1991 (OS 51, 817). In Kraft seit 1. Februar 1992 (OS 52, 48).

⁶ Aufgehoben durch RRB vom 25. September 1991 (OS 52, 44). In Kraft seit 1. Februar 1992 (OS 52, 48).

⁷ Eingefügt durch RRB vom 25. September 1991 (OS 52, 44). In Kraft seit 1. Februar 1992 (OS 52, 48).

⁸ Fassung gemäss RRB vom 25. September 1991 (OS 52, 44). In Kraft seit 1. Februar 1992 (OS 52, 48).

⁹ Eingefügt durch RRB vom 5. August 1992 (OS 52, 216). In Kraft seit 1. Oktober 1992 (OS 52, 240).

¹⁰ Fassung gemäss RRB vom 5. August 1992 (OS 52, 216). In Kraft seit 1. Oktober 1992 (OS 52, 240).

Allgemeine Bauverordnung (ABV)
700.2

11 Eingefügt durch RRB vom 14. Mai 2003 (OS 58, 199). In Kraft seit 1. Januar 2004 (OS 58, 250).
12 Eingefügt durch RRB vom 10. September 2008 (OS 64, 127; AB1 2008, 1535). In Kraft seit 1. Juli 2009.
13 Eingefügt durch RRB vom 11. Mai 2016 (OS 72, 60; AB1 2016-05-27). In Kraft seit 1. März 2017.
14 Fassung gemäss RRB vom 11. Mai 2016 (OS 72, 60; AB1 2016-05-27). In Kraft seit 1. März 2017.
15 Aufgehoben durch RRB vom 11. Mai 2016 (OS 72, 60; AB1 2016-05-27). In Kraft seit 1. März 2017.
16 Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 11. Mai 2016. In Kraft seit 1. März 2017 (siehe Anhang).
17 Fassung gemäss Berichtigung vom 24. April 2019 (OS 74, 188). In Kraft seit 24. April 2019.
18 Fassung gemäss RRB vom 18. März 2020 (OS 76, 263; AB1 2020-03-27). In Kraft seit 1. August 2021.
19 Eingefügt durch RRB vom 14. September 2022 (OS 79, 427; AB1 2022-09-30). In Kraft seit 1. Dezember 2024.
20 Fassung gemäss RRB vom 14. September 2022 (OS 79, 427; AB1 2022-09-30). In Kraft seit 1. Dezember 2024.

1. 1.25 - 127

700.2
Allgemeine Bauverordnung (ABV)

Anhang 1¹⁴
zur Allgemeinen Bauverordnung (erläuternde Skizzen für die Mess- und Berechnungsweisen gemäss Planungs- und Baugesetz [PBG] und der Allgemeinen Bauverordnung [ABV])

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

700.2

![img-0.jpeg](img-0.jpeg)
Figur 1.1 Ausstattung (§ 3 ABV)

![img-1.jpeg](img-1.jpeg)
Figur 1.2 Ausrüstung (§ 4 ABV)

1.1.25 - 127

700.2

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

![img-2.jpeg](img-2.jpeg)
Figur 2.1–2.3 Gebäude, Kleinbauten und Anbauten (§§ 2, 2 a ABV)

![img-3.jpeg](img-3.jpeg)
Figur 2.4 und 2.5 Unterirdische Bauten, Unterniveaubauten (§§ 2 b, 2 c ABV)

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

700.2

Figur 3.1 und 3.2 Fassadenflucht und Fassadenlinie (§§ 6, 6 a ABV)

![img-4.jpeg](img-4.jpeg)
Ebenes Gelände: (Fassadenlinie = projizierte Fassadenlinie)

![img-5.jpeg](img-5.jpeg)

![img-6.jpeg](img-6.jpeg)

1. 1.25 - 127


700.2

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

![img-7.jpeg](img-7.jpeg)
Figur 3.3 Projizierte Fassadenlinie (§ 6 b ABV)

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

700.2

Figur 3.4 Vorspringende Gebäudeteile (§ 6 c ABV)

![img-8.jpeg](img-8.jpeg)

1.1.25 - 127


700.2

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

![img-9.jpeg](img-9.jpeg)
Figur 3.5 Rückspringende und unbedeutend rückspringende Gebäudeteile (§ 6 d ABV)

![img-10.jpeg](img-10.jpeg)
Figur 4.1 und 4.2 Gebäudelänge, Gebäudebreite (§ 28 ABV)

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

700.2

![img-11.jpeg](img-11.jpeg)
Figur 5.1 Gesamthöhe (§ 281 PBG)

1.1.25-127

700.2

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

![img-12.jpeg](img-12.jpeg)
Figur 5.2 Fassadenhöhe (§ 278 PBG)

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

700.2

![img-13.jpeg](img-13.jpeg)
Figur 5.3 Kniestockhöhe (§ 275 Abs. 5 PBG)

![img-14.jpeg](img-14.jpeg)
Figur 5.4 Lichte Höhe (§ 304 PBG)

1.1.25-127

700.2

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

![img-15.jpeg](img-15.jpeg)
Figur 6.1 Geschosse und Geschosszahl (§ 276 PBG)

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

700.2

Figur 6.2 Untergeschosse (§ 275 Abs. 3 PBG)

- Fassadenlinie
- a zulässiges Mass für vorspringende Gebäudeteile
- b zulässiges Durchschnittsmass für das Hinausragen des UG
- c zulässiges Mass für Untergeschosse
- ☐ Anteil des Geschosses über der Fassadenlinie
- UG Untergeschoss
- UIB Unterirdische Baute

![img-16.jpeg](img-16.jpeg)

![img-17.jpeg](img-17.jpeg)

![img-18.jpeg](img-18.jpeg)

1.1.25 - 127

700.2

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

![img-19.jpeg](img-19.jpeg)
Figur 6.3 Dachgeschosse (§ 275 Abs. 2 PBG)

![img-20.jpeg](img-20.jpeg)

b zulässiges Mass für die Kniestockhöhen von Dachgeschossen

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

700.2

![img-21.jpeg](img-21.jpeg)
Figur 6.4 Attikageschosse (§ 275 Abs. 4 PBG)

![img-22.jpeg](img-22.jpeg)
Figur 7.1 Bebaubarer Bereich und Baubereich (§ 7 ABV)

1.1.25-127

700.2

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

![img-23.jpeg](img-23.jpeg)
Figur 7.2–7.4 Abstände und Abstandsbereiche (§ 260 PBG)
Baulinie tritt an Stelle der Abstandsvorschrift

A Grenzabstand
G Gebäudeabstand
mG mindestens einzuhaltender Gebäudeabstand
mG mindestens einzuhaltender Grenzabstand
— Baulinie
— Fassadenlinie
O-O Parzellengrenze

![img-24.jpeg](img-24.jpeg)
Kleiner und grosser Grenzabstand

kleiner Grenzabstand
grosser Grenzabstand
mindestens einzuhaltender Grenzabstand
Fassadenlinie

![img-25.jpeg](img-25.jpeg)
Grosser Grenzabstand und Mehrlängenzuschlag
kleiner Grenzabstand
mit Mehrlängenzuschlag
grosser Grenzabstand
mindestens einzuhaltender Grenzabstand
Fassadenlinie

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

700.2

Figur 7.5 Begriffe (§ 260 PBG / §§ 21–26 ABV)

![img-26.jpeg](img-26.jpeg)

1. 1.25 - 127


700.2

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

![img-27.jpeg](img-27.jpeg)
Figur 7.6 Grenzabstand bei gestaffelten Fassaden (§§ 21–26 ABV)

![img-28.jpeg](img-28.jpeg)

![img-29.jpeg](img-29.jpeg)

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

700.2

Figur 7.7 Grenzabstand eines komplizierten Baukörpers (§§ 21–26 ABV)

![img-30.jpeg](img-30.jpeg)

1.1.25 - 127

700.2

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

![img-31.jpeg](img-31.jpeg)
Figur 7.8 Grenzabstand eines abgerundeten Baukörpers (§§ 21–26 ABV)

![img-32.jpeg](img-32.jpeg)
Figur 7.9 Grenzabstand infolge Mehrhöhe über 12 m (§ 270 Abs. 2 PBG)

![img-33.jpeg](img-33.jpeg)
Figur 7.10 Grenzabstand infolge Überschreitung der zulässigen Fassadenhöhe (§ 260 PBG)

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

700.2

![img-34.jpeg](img-34.jpeg)
Figur 7.11 Grenz-, Gebäude-, Wald- und Bachabstände (§§ 260 ff. PBG / §§ 21–26 ABV)

1.1.25 - 127

700.2

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

![img-35.jpeg](img-35.jpeg)
Figur 7.12 Fassadenlänge (§ 260 PBG / § 27 ABV)

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

700.2

![img-36.jpeg](img-36.jpeg)
Figur 7.13 Fassadenhöhe mit Einfluss von Grenz- und Baulinienabstand (§§ 270 und 278 ff. PBG)¹⁷

![img-37.jpeg](img-37.jpeg)
Profillinie einer W5 (max. Fassadenhöhe = 18.00 m)

1.1.25 - 127

700.2

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

Figur 8.1 Anrechenbare Grundstücksfläche (§ 259 PBG)
![img-38.jpeg](img-38.jpeg)
* Freihalteflächen und Grünflächen, soweit sie Bestandteil der Bauzonen und mit einer entsprechenden Nutzungsziffer belegt sind.

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

700.2

Figur 8.2 Ausnütungsziffer (§ 255 PBG)

Abs. 2: Dach- und Untergeschosse

Beispiel: Wohnzone W2: 2 VG
1 DG
1 UG
AZ 30%
1000 m² (anrechenbare Grundstücksfläche)

![img-39.jpeg](img-39.jpeg)

![img-40.jpeg](img-40.jpeg)

zulässig 300 m² anrechenbare Wohnfläche

(DG und UG nicht anrechenbar)

zulässig 300 m² anrechenbare Wohnfläche auf 1 VG

(je max. 150 m² im DG und UG nicht anrechenbar)

1. 1.25 - 127

700.2

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

![img-41.jpeg](img-41.jpeg)
Figur 8.3 Baumassenziffer (§ 258 PBG)

![img-42.jpeg](img-42.jpeg)
Figur 8.4 Anrechenbare Gebäudefläche (§ 256 PBG)

Allgemeine Bauverordnung (ABV)
700.2

Figur 9.1 Dachaufbauten (§ 292 PBG)

![img-43.jpeg](img-43.jpeg)

1.1.25 - 127

700.2

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

## Anhang 2

## Verordnung über die nähere Umschreibung der Begriffe und Inhalte der baurechtlichen Institute sowie über die Mess- und Berechnungsweisen (Allgemeine Bauverordnung)¹

(vom 22. Juni 1977; Stand 28. Februar 2017)

## Der Regierungsrat beschliesst:

Gebäude

## § 2 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--2}

⁸ ¹ Gebäude sind Bauten und Anlagen, die einen Raum zum Schutz von Menschen oder Sachen gegen äussere, namentlich atmosphärische Einflüsse mehr oder weniger vollständig abschliessen.

² Nicht als Gebäude gelten Bauten und Anlagen, deren grösste Höhe nicht mehr als 1,5 m beträgt und die eine Bodenfläche von höchstens 2 m² überlagern.

Gewachsener Boden

## § 5 {#art_5 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--5}

¹ Gewachsener Boden ist der bei Einreichung des Baugesuchs bestehende Verlauf des Bodens.

² Auf frühere Verhältnisse ist zurückzugreifen, wenn der Boden

a. innert eines Zeitraums von 10 Jahren vor der Baueingabe in einem im Zeitpunkt der Ausführung der Bewilligungspflicht unterliegenden Ausmass aufgeschüttet und das neue Terrain in der baurechtlichen Bewilligung oder in einem förmlichen Planungs- oder Projektgenehmigungsverfahren nicht ausdrücklich als künftig gewachsener Boden erklärt worden ist;

b. im Hinblick auf die beabsichtigte Nutzung des Grundstückes oder zur Umgehung von Bauvorschriften umgestaltet worden ist.

## II. — Die Arealüberbauungen (§ 69 PBG)⁸ {#art_i omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--Ii}

§§ 6 und 7.⁶

¹ Weitergeltung gemäss (OS 72, 60).

Allgemeine Bauverordnung (ABV)
700.2

## § 8 {#art_8 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--8}

¹ Für die Bemessung der Arealfläche gelten sinngemäss die entsprechenden Bestimmungen über die massgebliche Grundfläche für Nutzungsziffern.

2 . . . ⁶
3 . . . ⁶

## III. {#art_i omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--Iii}

Die Nutzungsziffern (§§ 254 ff. PBG)

## 1. Die Ausnütungsziffer⁵ (§ 255 Abs. 3 PBG)⁸

## § 9 {#art_9 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--9}

¹⁰ Dach- und Untergeschosse, die im Sinne von § 276 Abs. 2 PBG² ein Vollgeschoss ersetzen, sowie Untergeschosse, die mehrheitlich über dem gewachsenen Boden liegen, gelten für die Berechnung der Ausnütungsziffer als Vollgeschosse.

Dach- und Untergeschosse

## § 10 {#art_1 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--10}

⁸ Als nicht anrechenbar gelten:

a. der Freizeit dienende Gemeinschaftsmehrzweckräume von Mehrfamilienhäusern und Einfamilienhaussiedlungen, soweit sie mindestens 20 m² erreichen und bei größerem Ausmass 2% der anrechenbaren Geschossfläche nicht übersteigen;
b. der Arbeitsplatzgestaltung dienende Nebenräume bis zu 2% der anrechenbaren Geschossfläche;
c. verglaste Balkone, Veranden und Vorbauten ohne heiztechnische Installationen, soweit sie dem Energiesparen dienen, bis zu 10% der Summe aller anrechenbaren Geschossflächen.

Nicht-anrechenbare Nebenräume

## 2. Die Freiflächenziffer (§ 257 Abs. 3 PGB)

## § 11 {#art_1 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--11}

Als Spiel-, Ruhe- und Gartenflächen anrechenbar gelten:

a. einfache Garten- und kleine Gerätehäuschen sowie überdeckte und seitlich mindestens zur Hälfte der Abwicklung offene Gartensitzplätze;
b. Spiel-, Ruhe- und Gartenanlagen auf Dachflächen, soweit sie mit der übrigen diesem Zwecke dienenden Fläche zusammenhängen und über einen freien Zugang verfügen.

Anrechenbarkeit zur Spiel-, Ruhe- und Gartenfläche

Anrechenbare Bereiche

## § 12 {#art_1 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--12}

¹ Als oberirdisch gelten alle über dem gewachsenen Boden liegenden Gebäudeteile.

² Als Witterungsbereich gilt der äußere Teil des offenen Raumes bis zu einer Tiefe, die der halben Raumhöhe entspricht.

1.1.25 - 127

700.2

Allgemeine Bauverordnung (ABV)

3 Wird die Konstruktionsstärke der Fassade und des Dachs aufgrund der Wärmedämmung grösser als 35 cm, ist sie nur bis zu diesem Mass zu berücksichtigen.¹²

Aufteilung der Baumassenziffer

## § 13 {#art_1 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--13}

¹¹ Die Gemeinden können die Baumassenziffer aufteilen und je gesondert regeln für

a. Hauptgebäude,
b. besondere Gebäude im Sinne von § 273 PBG² und
c. verglaste Balkone, Veranden und andere Vorbauten ohne heiztechnische Installationen, soweit sie dem Energiesparen dienen.

B. Grundabstand

## § 22 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--22}

¹ Der Grundabstand ist der kleinste erforderliche Grenzabstand ohne Mehrlängen- und Mehrhöhenzuschlag; er wird rechtwinklig zu den Fassaden und radial über die Gebäudeecken gemessen.

² Bestehen gemäss Bau- und Zonenordnung zwei verschiedene grosse Grundabstände, so ist der kleinere über die Gebäudeecken radial herumzuschlagen.

## III. — Bei besonderen Gebäuden {#art_i omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--Iii}

## § 25 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--25}

⁸ Besondere Gebäude im Sinne von § 49 Abs. 3 PBG² fallen bei der Berechnung des Mehrlängenzuschlages ausser Betracht, sofern die Bau- und Zonenordnung nicht etwas anderes bestimmt.

## VI. — Die Fassadenlänge (§ 260 PBG) {#art_v omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--Vi}

Begriff

## § 27 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--27}

¹ Zur Fassadenlänge werden oberirdische Vorsprünge über mehr als einem Geschoss hinzugerechnet, wenn sie in der Richtung der betreffenden Fassade eine geschlossene Höhe von mehr als 1,3 m aufweisen.

² Die Bau- und Zonenordnung kann bestimmen, dass die für den Mehrlängenzuschlag massgeblichen Fassadenlängen von benachbarten Hauptgebäuden zusammengerechnet werden, wenn der Gebäudeabstand ein bestimmtes Mass unterschreitet.⁹

Begriff

## § 28 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--28}

⁸¹ Als Gebäudelänge gilt die längere Seite des flächenkleinsten Rechtecks, welches die senkrecht auf den Erdboden projizierte grösste, durch die massgebliche Fassadenlänge gebildete Gebäudeumfassung umschreibt. Als Gebäudebreite gilt die kürzere Seite dieses Rechtecks.

² Besondere Gebäude im Sinne von § 49 Abs. 3 PBG² fallen ausser Ansatz, sofern die Bau- und Zonenordnung nicht etwas anderes bestimmt.

Allgemeine Bauverordnung (ABV)
700.2

## VIII. — Mess- und Berechnungsweise {#art_v omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--Viii}

(§§ 49, 255–260, 270, 275, 278–281 und 292 PBG)⁸

## § 29 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--29}

¹ Alle Höhenmasse werden im Lot gemessen.

² Für andere Masse und Berechnungen enthalten die Skizzen im Anhang erläuternde Darstellungen zu den entsprechenden Vorschriften.

Einzelheiten

¹ OS 46, 770 und GS V, 91.
² LS 700.1.
³ In Kraft seit 1. Juli 1978.
⁴ Vom Kantonsrat genehmigt am 29. August 1977.
⁵ Vgl. Art. III, Abs. 3 und 4 der Gesetzesänderung vom 1. September 1991 (OS 51, 817). In Kraft seit 1. Februar 1992 (OS 52, 48).
⁶ Aufgehoben durch RRB vom 25. September 1991 (OS 52, 44). In Kraft seit 1. Februar 1992 (OS 52, 48).
⁷ Eingefügt durch RRB vom 25. September 1991 (OS 52, 44). In Kraft seit 1. Februar 1992 (OS 52, 48).
⁸ Fassung gemäss RRB vom 25. September 1991 (OS 52, 44). In Kraft seit 1. Februar 1992 (OS 52, 48).
⁹ Eingefügt durch RRB vom 5. August 1992 (OS 52, 216). In Kraft seit 1. Oktober 1992 (OS 52, 240).
¹⁰ Fassung gemäss RRB vom 5. August 1992 (OS 52, 216). In Kraft seit 1. Oktober 1992 (OS 52, 240).
¹¹ Eingefügt durch RRB vom 14. Mai 2003 (OS 58, 199). In Kraft seit 1. Januar 2004 (OS 58, 250).
¹² Eingefügt durch RRB vom 10. September 2008 (OS 64, 127; AB1 2008, 1535). In Kraft seit 1. Juli 2009.

1. 1.25 - 127

700.2
Allgemeine Bauverordnung (ABV)

Skizzen für die Mess- und Berechnungsweisen gemäss Planungs- und Baugesetz (PBG) und der Allgemeinen Bauverordnung (ABV)

Anhang zur Allgemeinen Bauverordnung vom 22. Juni 1977/25. September 1991


Die Ausstattung

## § 3 — ABV {#art_3 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--3}

![img-44.jpeg](img-44.jpeg)

Ausstattungen
sind Nebeneinrichtungen zu Bauten und Anlagen

Die Ausrüstung

## § 4 — ABV {#art_4 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--4}

![img-45.jpeg](img-45.jpeg)

Ausrüstungen
sind technische Einrichtungen von Bauten und Anlagen

Die Grundfläche
$259 PBG

# Massgebliche Grundfläche

![img-46.jpeg](img-46.jpeg)

GF = massgebliche Grundfläche

Die Ausnützungssziffer

## § 255 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--255}

Abs. 2: Dach- und Untergeschosse

Beispiel: Wohnzone W2:
2 VG
1 DG
1 UG
AZ 30%
Grundfläche 1000m²

![img-47.jpeg](img-47.jpeg)

![img-48.jpeg](img-48.jpeg)

zulässig 300m² anrechenbare Wohnfläche

(DG und UG nicht anrechenbar)

zulässig 300m² anrechenbare Wohnfläche auf 1 VG

(je max. 150m² im DG und UG nicht anrechenbar)

# Die Freiflächenziffer

Berechnung der Freiflächenziffer (FZ)

## § 257 — PBG {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--257}

## § 11 — ABV {#art_1 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--11}

![img-49.jpeg](img-49.jpeg)

Freiflächenziffer (FZ) = $\frac{\text{anrechenbare Freifläche (FF)}}{\text{massgebende Grundfläche (GF)}} \text{ in } \%$

# Die Überbauungsziffer

Berechnung der Überbauungsziffer (ÜZ)

![img-50.jpeg](img-50.jpeg)

## § 256 — PBG {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--256}

Überbauungsziffer (ÜZ) = $\frac{\text{überbaute Fläche}}{\text{massgebliche Grundfläche (GF)}} \text{ in } \%$

# Die Baumassenziffer

## Berechnung der Baumassenziffer (BZ)

## § 258 — PBG {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--258}

## § 12 — ABV {#art_1 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--12}

![img-51.jpeg](img-51.jpeg)

$$
\text{Baumassenziffer} = \frac{\text{oberirdische Baumasse} \quad \text{BM}}{\text{massgebliche Grundfläche GF}}
$$

$$
BZ = \frac{\text{Länge L} \cdot \text{Breite B} \cdot \text{Höhe H}}{\text{GF}}
$$

## Witterungsbereich

![img-52.jpeg](img-52.jpeg)

Witterungsbereich ist nicht anzurechnen

Die Abstände

Begriffe

## § 260 — PBG {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--260}

## § 21 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--21}

-26 ABV

![img-53.jpeg](img-53.jpeg)

G = Grundabstand
MLZ = Mehrlängenzuschlag
MHZ = Mehrhöhenzuschlag
g = erforderlicher Grenz-abstand
GL = Grundlänge gemäss Bauordnung
ML = Mehrlänge
MH = Mehrhöhe
GH = Gebäudehöhe

![img-54.jpeg](img-54.jpeg)

zulässige Gebäudehöhe für die Regelüberbauung

Die Abstände
§§ 21-26 ABV

# Grenzabstand bei gestaffelten Fassaden
(Darstellung auf eine Fassade beschränkt)

![img-55.jpeg](img-55.jpeg)

![img-56.jpeg](img-56.jpeg)

![img-57.jpeg](img-57.jpeg)

Die Abstände

§§ 21-26 ABV

# Grenzabstandsbild eines komplizierten Baukörpers

(Abstände aller Fassaden überlagert)

Annahmen:
G = allseitig 6m
GL = 15m
MLZ = 1/3 ML, max MLZ = 7m

![img-58.jpeg](img-58.jpeg)

Die Abstände

§§ 21-26 ABV

# Grenzabstand eines abgerundeten Baukörpers

![img-59.jpeg](img-59.jpeg)

Grenzabstand infolge
Mehrhöhe über 12m

Grenzabstand infolge
Überschreitung der
zulässigen Gebäudehöhe

## § 270 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--270}

Abs. 2 PBG

![img-60.jpeg](img-60.jpeg)
Grenzabstand infolge Mehrhöhe = 3.50m + 3.00m = 6.50m

## § 260 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--260}

Abs. 2 PBG

![img-61.jpeg](img-61.jpeg)
W2:
2 x 3.30m + 1.50m = 8.10m
9.60m - 8.10m = 1.50m
G = 3.50m + 1.50m = 5.00m

Die Abstände

Grenz-, Gebäude-, Wald- und Bachabstände

§§ 26Off PBG

§§ 21-26 ABV

![img-62.jpeg](img-62.jpeg)

![img-63.jpeg](img-63.jpeg)

Die Fassadenlänge

## § 260 — PBG {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--260}

## § 27 — ABV {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--27}

![img-64.jpeg](img-64.jpeg)

Gebäudelänge / Gebäudebreite

## § 49 — PBG {#art_4 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--49}

## § 28 — ABV {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--28}

![img-65.jpeg](img-65.jpeg)

§§ 270 u.278 ff PBG

# Die Gebäudehöhe mit Einfluss von Grenz- u. Baulinienabstand

![img-66.jpeg](img-66.jpeg)

Profillinie einer W5 (max. Gebäudehöhe 5 × 3.3 + 1.5 = 18.00 m)

![img-67.jpeg](img-67.jpeg)

Zentrumszone mit 5 Geschossen (max. Gebäudehöhe 5 × 4.0 + 1.5 = 21.50 m)

Messweise der Firsthöhe

## § 281 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--281}

Abs. 1 PBG

![img-68.jpeg](img-68.jpeg)
mögliche Dochformen

![img-69.jpeg](img-69.jpeg)
A–A' parallel B–B'

Messweise des Kniestocks

## § 275 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--275}

Abs. 2 PBG

![img-70.jpeg](img-70.jpeg)
max. 0.9m (bzw. 1.3m) lichte Höhe (Fertigbau)

Firsthöhe

## § 281 {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--281}

Abs. 2 PBG

![img-71.jpeg](img-71.jpeg)

H1 nicht zulässig, überschreitet zulässige Gebäudehöhe
H2 zulässig

![img-72.jpeg](img-72.jpeg)

Dachaufbauten

## § 292 — PBG {#art_2 omnilex-key=ch-zh-erlass--erlass-700_2--292}

![img-73.jpeg](img-73.jpeg)
bei Schrägdächern

![img-74.jpeg](img-74.jpeg)
bei Flachdächern

— — — — Firstbegrenzungslinie