# VERORDNUNG (EG) Nr. 1445/2006 DER KOMMISSION

vom 29. September 2006

zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1200/2005 hinsichtlich der Zulassung des zur Gruppe der Mikroorganismen gehörenden Futtermittelzusatzstoffes „ *Bacillus cereus* var. *toyoi* “

(Text von Bedeutung für den EWR)

## Preamble

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. September 2003 über Zusatzstoffe zur Verwendung in der Tierernährung [^1] , insbesondere auf Artikel 9 Absatz 2,

in Erwägung nachstehender Gründe:

**(1)** Die Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 sieht die Zulassung von Zusatzstoffen zur Verwendung in der Tierernährung sowie die Grundlagen und Verfahren für die Erteilung einer solchen Zulassung vor.

**(2)** Die zur Gruppe der „Mikroorganismen“ gehörende Zubereitung *Bacillus cereus* var. *toyoi* (NCIMB 40112/CNCM I-1012) wurde durch die Verordnung (EG) Nr. 1200/2005 der Kommission [^2] im Einklang mit der Richtlinie 70/524/EWG des Rates [^3] auf unbegrenzte Zeit als Futtermittelzusatzstoff für Masthühner und Mastkaninchen zugelassen. Anschließend wurde dieser Zusatzstoff gemäß Artikel 10 der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 als bereits bestehendes Produkt in das Gemeinschaftsregister für Futtermittelzusatzstoffe eingetragen.

**(3)** Im Einklang mit Artikel 7 der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 wurde ein Antrag auf Änderung der Zulassung dieser Zubereitung vorgelegt, um deren Verwendung in Futtermitteln zu ermöglichen, die folgende Kokzidiostatika enthalten: Diclazuril (Clinacox 0,5 % und Clinacox 0,2 %), Narasin-Nicarbazin (Maxiban G160) und Maduramicin-Ammonium (Cygro 1 %) für Masthühner. Dem Antrag waren die gemäß Artikel 7 Absatz 3 der Verordnung verlangten Angaben und Unterlagen beigefügt.

**(4)** Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit („die Behörde“) kam in ihrem Gutachten vom 5. November 2005 zu dem Schluss, dass die Kompatibilität des Zusatzstoffes *Bacillus cereus* var. *toyoi* (NCIMB 40112/CNCM I-1012) mit Diclazuril (Clinacox 0,5 % und Clinacox 0,2 %), Narasin-Nicarbazin (Maxiban G160) und Maduramicin-Ammonium (Cygro 1 %) gegeben ist [^4] . Für das Gutachten wurde außerdem der Bericht über die Methode zur Analyse des Futtermittelzusatzstoffs in Futtermitteln geprüft, der von dem durch die Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 eingerichteten gemeinschaftlichen Referenzlabor vorgelegt worden ist.

**(5)** Die Bewertung dieser Zubereitung hat ergeben, dass die Bedingungen für die Zulassung gemäß Artikel 5 der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 erfüllt sind.

**(6)** Die Verordnung (EG) Nr. 1200/2005 sollte daher entsprechend geändert werden.

**(7)** Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

## **Artikel 1**

Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 1200/2005 wird gemäß dem Anhang zur vorliegenden Verordnung geändert.

## **Artikel 2**

Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im *Amtsblatt der Europäischen Union* in Kraft.

## Final provisions

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat. Brüssel, den 29. September 2006 *Für die Kommission* Markos KYPRIANOU *Mitglied der Kommission*

[^1] [ABl. L 268 vom 18.10.2003, S. 29](http://publications.europa.eu/resource/oj/JOL_2003_268_R_TOC) . Verordnung geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 378/2005 der Kommission ( [ABl. L 59 vom 5.3.2005, S. 8](http://publications.europa.eu/resource/oj/JOL_2005_059_R_TOC) ).

[^2] [ABl. L 195 vom 27.7.2005, S. 6](http://publications.europa.eu/resource/oj/JOL_2005_195_R_TOC) .

[^3] [ABl. L 270 vom 14.12.1970, S. 1](http://publications.europa.eu/resource/oj/JOL_1970_270_R_TOC) . Richtlinie aufgehoben durch die Verordnung (EG) Nr. 1831/2003..

[^4] Gutachten des Wissenschaftlichen Gremiums für Zusatzstoffe, Erzeugnisse und Stoffe in der Tierernährung über die Änderung der Zulassungsbedingungen des gemäß der Richtlinie 70/524/EWG des Rates als Futterzusatzstoff zugelassenen Mikroorganismen-Produkts *Bacillus cereus* var. *toyoi* (NCIMB 40112/CNCM I-1012) (Toyocerin®). Angenommen am 30. November 2005. *The EFSA Journal* (2005) 288, S. 1–7.

Der Eintrag für E 1701, *Bacillus cereus* var. *toyoi* (NCIMB 40112/CNCM I-1012), in Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 1200/2005 erhält folgende Fassung:

EG-Nr. Zusatzstoff Chemische Bezeichnung, Beschreibung Tierart oder Tierkategorie Höchstalter Mindestgehalt Höchstgehalt Sonstige Bestimmungen Geltungsdauer der Zulassung KBE/kg Alleinfuttermittel Mikroorganismen „E 1701 *Bacillus cereus* var. *toyoi* NCIMB 40112/CNCM I-1012 Zubereitung von *Bacillus cereus* var. *toyoi* mit mindestens 1 × 10 10 KBE/g Zusatzstoff Mastkaninchen — 0,1 × 10 9 5 × 10 9 In der Gebrauchsanweisung sind für den Zusatzstoff und die Vormischung die Lagertemperatur, die Haltbarkeit und die Pelletierstabilität anzugeben. Kann in Mischfuttermitteln mit folgenden zugelassenen Kokzidiostatika eingesetzt werden: Robenidin, Salinomycin-Natrium. Unbegrenzt Masthühner — 0,2 × 10 9 1 × 10 9 In der Gebrauchsanweisung sind für den Zusatzstoff und die Vormischung die Lagertemperatur, die Haltbarkeit und die Pelletierstabilität anzugeben. Kann in Mischfuttermitteln mit folgenden zugelassenen Kokzidiostatika eingesetzt werden: Monensin-Natrium, Lasalocid-Natrium, Salinomycin-Natrium, Decoquinat, Robenidin, Narasin, Halofuginon, Diclazuril, Narasin-Nicarbazin, Maduramicin-Ammonium. Unbegrenzt“

[^1]: . Verordnung geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 378/2005 der Kommission ().
[^2]: .
[^3]: . Richtlinie aufgehoben durch die Verordnung (EG) Nr. 1831/2003..
[^4]: Gutachten des Wissenschaftlichen Gremiums für Zusatzstoffe, Erzeugnisse und Stoffe in der Tierernährung über die Änderung der Zulassungsbedingungen des gemäß der Richtlinie 70/524/EWG des Rates als Futterzusatzstoff zugelassenen Mikroorganismen-Produkts Bacillus cereus var. toyoi (NCIMB 40112/CNCM I-1012) (Toyocerin®). Angenommen am 30. November 2005. The EFSA Journal (2005) 288, S. 1–7.