# VERORDNUNG (EG) Nr. 1236/2007 DER KOMMISSION

vom 22. Oktober 2007

zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006 im Hinblick auf die Anwendung der Verordnung (EG) Nr. 378/2007 des Rates über die fakultative Modulation

## Preamble

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 des Rates vom 20. September 2005 über die Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) [^1] , insbesondere auf Artikel 91,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1782/2003 des Rates vom 29. September 2003 mit gemeinsamen Regeln für Direktzahlungen im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik und mit bestimmten Stützungsregelungen für Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe und zur Änderung der Verordnungen (EWG) Nr. 2019/93, (EG) Nr. 1452/2001, (EG) Nr. 1453/2001, (EG) Nr. 1454/2001, (EG) Nr. 1868/94, (EG) Nr. 1251/1999, (EG) Nr. 1254/1999, (EG) Nr. 1673/2000, (EWG) Nr. 2358/71 und (EG) Nr. 2529/2001 [^2] , insbesondere auf Artikel 155,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 378/2007 des Rates vom 27. März 2007 mit Bestimmungen zur fakultativen Modulation der Direktzahlungen gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1782/2003 mit gemeinsamen Regeln für Direktzahlungen im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik und mit bestimmten Stützungsregelungen für Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe sowie zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1290/2005 [^3] , insbesondere auf Artikel 6 Buchstabe b,

in Erwägung nachstehender Gründe:

**(1)** Gemäß Artikel 1 der Verordnung (EG) Nr. 378/2007 können die Mitgliedstaaten, in denen zum Zeitpunkt ihres Inkrafttretens die Regelung der zusätzlichen Kürzungen von Direktzahlungen gemäß Artikel 1 der Verordnung (EG) Nr. 1655/2004 der Kommission vom 22. September 2004 mit Vorschriften für den Übergang von der fakultativen Modulation gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1259/1999 des Rates zur obligatorischen Modulation gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1782/2003 des Rates [^4] zur Anwendung kommt, oder denen aufgrund des Artikels 70 Absatz 4a der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 eine Ausnahme von der Anforderung der Kofinanzierung von Gemeinschaftsbeihilfen gewährt wurde, im Zeitraum von 2007 bis 2012 auf alle in ihrem Hoheitsgebiet in einem gegebenen Kalenderjahr im Sinne des Artikels 2 Buchstabe e der Verordnung (EG) Nr. 1782/2003 zu gewährenden Beträge von Direktzahlungen im Sinne des Artikels 2 Buchstabe d der Verordnung (EG) Nr. 1782/2003 eine Kürzung („fakultative Modulation“ genannt) anwenden.

**(2)** Die sich infolge der Anwendung der fakultativen Modulation ergebenden Nettobeträge stehen in dem Mitgliedstaat, in dem sie frei geworden sind, als gemeinschaftliche Unterstützung für Maßnahmen im Rahmen der Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum zur Verfügung und werden somit zur Finanzierung der Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 und ihrer Durchführungsverordnungen, insbesondere der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006 der Kommission vom 15. Dezember 2006 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 des Rates über die Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) [^5] verwendet.

**(3)** In Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006, nach dem der in Artikel 16 der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 genannte Inhalt der Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum festgelegt wird, ist in Teil A unter Nummer 6 ein Finanzierungsplan mit zwei Tabellen aufgeführt, der geändert werden sollte, damit die Mitgliedstaaten, die die fakultative Modulation anwenden, die entsprechenden Beträge in der Tabelle angeben können.

**(4)** Die mit der Verordnung (EG) Nr. 378/2007 eingeführte Regelung für die fakultative Modulation ersetzt die Vorschriften der Verordnung (EG) Nr. 1655/2004, die folglich aufgehoben werden muss.

**(5)** Die Verwendung der Beträge, die gemäß den zuvor mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1259/1999 des Rates vom 17. Mai 1999 zur Festlegung von Gemeinschaftsregeln für Direktzahlungen im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik [^6] eingeführten Regeln für die fakultative Modulation einbehalten wurden, muss jedoch weiterhin gewährleistet sein.

**(6)** Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ausschusses für die Entwicklung des ländlichen Raums, des Verwaltungsausschusses für Direktzahlungen und des Ausschusses für die Agrarfonds —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

## **Artikel 1**

Anhang II Teil A der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006 wird wie folgt geändert:

**1.** Die Tabelle unter Nummer 6.1 erhält die Fassung der Tabelle im Anhang der vorliegenden Verordnung.

| 2. | „( 1 ): Sofern das Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum verschiedene Arten von Regionen abdeckt und die ELER-Kofinanzierungssätze differenziert werden, ist Tabelle 6.2 für jede Art von Region sowie für die Beträge, die sich aus der fakultativen Modulation ergeben, zu wiederholen: Konvergenzregion, Regionen in äußerster Randlage und kleinere Inseln des Ägäischen Meeres, sonstige Regionen, Beträge, die sich aus der fakultativen Modulation ergeben.“ | „( 1 ) | Sofern das Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum verschiedene Arten von Regionen abdeckt und die ELER-Kofinanzierungssätze differenziert werden, ist Tabelle 6.2 für jede Art von Region sowie für die Beträge, die sich aus der fakultativen Modulation ergeben, zu wiederholen: Konvergenzregion, Regionen in äußerster Randlage und kleinere Inseln des Ägäischen Meeres, sonstige Regionen, Beträge, die sich aus der fakultativen Modulation ergeben.“ |
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| „( 1 ) | Sofern das Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum verschiedene Arten von Regionen abdeckt und die ELER-Kofinanzierungssätze differenziert werden, ist Tabelle 6.2 für jede Art von Region sowie für die Beträge, die sich aus der fakultativen Modulation ergeben, zu wiederholen: Konvergenzregion, Regionen in äußerster Randlage und kleinere Inseln des Ägäischen Meeres, sonstige Regionen, Beträge, die sich aus der fakultativen Modulation ergeben.“ |  |  |

## **Artikel 2**

Die Verordnung (EG) Nr. 1655/2004 wird aufgehoben.

Für die Verwendung der gemäß Artikel 1 der Verordnung (EG) Nr. 1655/2004 und Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1259/1999 einbehaltenen Beträge wenden die Mitgliedstaaten jedoch weiterhin die Artikel 3, 4 und 5 der Verordnung (EG) Nr. 1655/2004 an.

## **Artikel 3**

Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im *Amtsblatt der Europäischen Union* in Kraft.

## Final provisions

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat. Brüssel, den 22. Oktober 2007 *Für die Kommission* Mariann FISCHER BOEL *Mitglied der Kommission*

[^1] [ABl. L 277 vom 21.10.2005, S. 1](http://publications.europa.eu/resource/oj/JOL_2005_277_R_TOC) . Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 2012/2006 ( [ABl. L 384 vom 29.12.2006, S. 8](http://publications.europa.eu/resource/oj/JOL_2006_384_R_TOC) ).

[^2] [ABl. L 270 vom 21.10.2003, S. 1](http://publications.europa.eu/resource/oj/JOL_2003_270_R_TOC) . Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 552/2007 der Kommission ( [ABl. L 131 vom 23.5.2007, S. 10](http://publications.europa.eu/resource/oj/JOL_2007_131_R_TOC) ).

[^3] [ABl. L 95 vom 5.4.2007, S. 1](http://publications.europa.eu/resource/oj/JOL_2007_095_R_TOC) .

[^4] [ABl. L 298 vom 23.9.2004, S. 3](http://publications.europa.eu/resource/oj/JOL_2004_298_R_TOC) .

[^5] [ABl. L 368 vom 23.12.2006, S. 15](http://publications.europa.eu/resource/oj/JOL_2006_368_R_TOC) . Verordnung geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 434/2007 ( [ABl. L 104 vom 21.4.2007, S. 8](http://publications.europa.eu/resource/oj/JOL_2007_104_R_TOC) ).

[^6] [ABl. L 160 vom 26.6.1999, S. 113](http://publications.europa.eu/resource/oj/JOL_1999_160_R_TOC) . Verordnung aufgehoben durch die Verordnung (EG) Nr. 1782/2003.

„6.1. Jährliche Beteiligung des ELER (in EUR) Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 ELER insgesamt Konvergenzregionen Beträge, die sich aus der fakultativen Modulation ergeben

Für Mitgliedstaaten mit Konvergenz- und Nichtkonvergenzregionen.

Für Mitgliedstaaten, die die fakultative Modulation gemäß der Verordnung (EG) Nr. 378/2007 anwenden.“

[^1]: . Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 2012/2006 ().
[^2]: . Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 552/2007 der Kommission ().
[^3]: .
[^4]: .
[^5]: . Verordnung geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 434/2007 ().
[^6]: . Verordnung aufgehoben durch die Verordnung (EG) Nr. 1782/2003.