Verfassungsgerichtshof G56/11 ua

G56/11 uaVerfassungsgericht12.10.2012

Regest

Sozialhilfe, Mindestsicherung, Rechtspolitik, Übergangsbestimmung, Wirkung aufschiebende, VfGH / Bedenken, VfGH / Prüfungsumfang, VfGH / Präjudizialität, VfGH / Feststellung Wirkung, VfGH / Anlassverfahren

Gesamter Gesetzestext

Verfassungsgerichtshof G56/11 ua

  • Dokumenttyp: Entscheidungstext
  • Entscheidungsdatum: 12.10.2012

Spruch

I. Der Antrag auf Aufhebung von ArtIV Abs6 des Gesetzes vom 26. November 2009, mit dem das Gesetz zur Chancengleichheit für Menschen mit Behinderung (Kärntner Chancengleichheitsgesetz - K-ChG) erlassen sowie das Kärntner Grundversorgungsgesetz und das Kärntner Mindestsicherungsgesetz geändert werden, LGBl. für Kärnten Nr. 8/2010, wird abgewiesen.

II. 1. §12 Abs4 des Kärntner

Mindestsicherungsgesetzes, LGBl. für Kärnten Nr. 15/2007 idF LGBl. für Kärnten Nr. 8/2010, war bis zum Ablauf des 31. Dezember 2010 verfassungswidrig.

2. §12 Abs4 des Kärntner Mindestsicherungsgesetzes, LGBl. für Kärnten Nr. 15/2007 idF LGBl. für Kärnten Nr. 8/2010 ist auch in den zu Zlen. KUVS-1331/4/2010, KUVS-1579/2/2010, KUVS-1416/8/2010, KUVS-1549/6/2010 und KUVS-1582/7/2010 beim Unabhängigen Verwaltungssenat für Kärnten anhängigen Verfahren nicht mehr anzuwenden.

3. Der Landeshauptmann von Kärnten ist zur unverzüglichen Kundmachung dieser Aussprüche im Landesgesetzblatt für Kärnten verpflichtet.

III. Im Übrigen werden die Anträge zurückgewiesen.

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