Art. 49 BV; cantonal civil procedure requiring an oath as evidence; judicial competence to replace a statutory religious oath with a secular affirmation. Where the legislator has prescribed the oath in a fixed religious form, the courts are bound to apply that form and lack authority to substitute an affirmation or other evidentiary formula on their own initiative. Art. 49 BV prevents compulsion to perform a religious act, but it does not confer on the judiciary a legislative power to create alternative evidentiary rules. Any substitution of the oath, and any corresponding sanctions for false statements, must be established by the legislature (consid. 1-3).
genen Ausweg ergreift; dann müssen aber auch die strafrechtlichen Folgen für die Fälle, da die abgegebene Erklärung resp. Betheue rung sich als unwahr herausstellt, gesetzlich normirt werden, was selbstverständlich wiederum nicht durch die Gerichte, sondern nur durch die gesetzgebende Behörde geschehen kann. Ebenso möglich ist aber auch, daß der Gesetzgeber dazu gelangt, den ganzen Abschnitt der Civilprozeßordnung, welcher von dem Beweise und den Be weismitteln handelt, zu revidiren und den Eid überhaupt als Beweismittel zu eliminiren. Demnach hat das Bundesgericht erkannt: Die Beschwerde ist begründet und das Urtheil des thurgaui schen Obergerichtes vom 25. Oktober 1877 aufgehoben.