Art. 2 of the Federal Council decree of 23 November 1917 on the general debt moratorium; scope and prerequisites of the wartime moratorium. The extraordinary moratorium is reserved for debtors who can credibly ensure equal treatment of creditors and the preservation of their coverage; it is not available where the debtor merely seeks to avert imminent enforcement in order to realize assets privately at a better price. A moratorium is also excluded where the secured claims remain enforceable by pledge realization and thus full satisfaction of creditors is not attainable. The debtor must further make plausible that he will be able to pay instalments to all creditors within the statutory period.
18 Entseheidungeri der Schuldbetreibung - will nun aber gar' nicht diesen Zweck erreichen, sondern jetzt schon, während der Kriegszeit, die Liegenschaften, die seine Hauptaktiven bilden, versilbern. Er verlangt die Stundung nur zu dem Zwecke, um die infoJge von Betreibungen in Aussicht. stehende Zwangsverwertung zu verhüten. weil er glaubt, dass er durch freihändigen Verkauf auch in der gegenwärtigen Zeit einengrössern Erlös erzielen könne. Hiefür ist aber die Betreibungs- stundung nicht geschaffen worden ; sonst könnte sie jeder Schuldner in Anspruch nehmen, der während des Krieges vor der betreibungsrechtlichen Verwertung steht. Dazu kommt, dass die Stundung die Zwangsverwer- tung der Liegenschaften nicht verhindern. könnte. weil, wie sich aus dem Güterverzeichnis ergibt, eine Reihe von Hypothekarzinsell, für die die Liegen chaften pfandrecht- licl haften, schon seit zwei Jahren verfallen sind und daher für diese trotz einer Stundung die Betreibung auf Pfandverwertung nach Art. 9 und 10 BStV durchgeführt werden kann. Und da diese Liegenschaften sein Haupt- vermögen darstellen und diese jetzt zur Kriegszeit ver- wertet werden m ü s sen, wobei ein für die Chirogra- phargläubiger verwendbarer Überschuns ausgeschlossen ist. so ist eine Vollbefriedigung seiner Gläubiger auf alle Fälle ausgeschlossen und damit fehlt auch die erste Voraussetzung für die BewiIligung einer Stundung. . Endlich könnte die Stundung auch deshalb nicht be- willigt werden, weil kein 'Anhaltspunkt dafür besteht. dass der Rekurrent allen seinen Gläubigern bis 30. Juni 1918 Abschlagszahlungen leisten könnte. ohne solche aber eine Stundung nach Art. 2 des Bundesratsbeschlusses betreffend Befristung der allgemeinen Betreibungsstun- dung . vom 23. November 1917' nicht mehr zulässig ist. Der Rekurrent hat allerdings erklärt, er wolle 500 Fr. abzahlen. Allein die beigefügte Bemerkung zeigt, da S er keineswegs sicher ist, eine solche Zahlung leisten m können. Er hat selbst zugegeben, dass er keine flüssigen Mittel besitze. und nach der Feststellung der Vorinstanz. und Konkurskammer. N0 5. , l besteht keine Aussicht darauf. dass die Fertigung des vom Rekurrenten abgeschlossenen Liegenschaftskaufes zu Stande komme und der Käufer seine Verpflichtungen erfülle. 5. Eztrait d8 l'arrit du al ftvrier 1918 dans la cause Eggis S ais i e. Le iroit du debiteur poursuivi a la revendication d'une chose ne peut faire l'objet d'une saisie. D'une fanon generale, le pretendu droit du debiteur poursuivi a la revendication d'une chose ne peut faire l'objet d'une saisie, et l'office ne doit pas donner suite a une requisition de cette nature. La saisie, il est vrai. peut comprendre non seulement des creances mais d'autres droits appartenant au debiteur vis-a-vis de tiers, puisque l'article 91 LP oblige le debiteur a indiquer a l'officier qui y procMe tous ses biens, creances et autres dronts compris . Mais il resulte d'autres textes que le drOlt tendant a obtenir la remise d'une chose ne rentre pas dans la ategorie de droits vises par I'art. 91 : aux termes des art. 106 et suivants la questioll de savoir si une chose appartient ou non au debiteur poursuivi doit etre tranchee par le juge, prealablement a sa realisation au profit du creancier poursuivallt, et a cet effet la chose doit etre isie elle:nneme, meme lorsqu'elle ll'est pas en posseSSlOn du deblteur et que celui-ci Oll un tiers affirment qu'il n'a pas de droit sur elle. Si donc le creancier poursui- vant pretend qu'un objet trouve chez un tiers n'appattient pas en realite a ce tiers, lequel est tenu de le livrer au debiteur poursuivi, en d'autres termes que le debiteur est en droit de le revendiquer. le creancier a non seulement le droit, mais le devoir de faire saisir la chose elle-meme, afin que le tiers puisse affirmer son droit de propriete et forcer le creancier al'actionner en conte station de ce droit et a prouver a eet effet que la chose appartient en realite au debiteur poursuivi et non pas au tiers possesseul'.
20 Entscheidungen der Schuldbetreibungs- Le dnbiteur poursuivi a Up. interet evident et digne de protectIon que cette procedure soit observee. Car s'il est vraiment proprietaire, il doit pouvoir e?tiger que Ia chose elle-meme soit realisee, et non seulement un droit de revendication conteste. Or, teIle serait la consequence du procede sanctionne en l'espeee par l'instance cantonale: saisie du droit de revend,iquer I), vente aux encheres de ce droit et, par consequent, dans le cours ordinaire des choses, produit bien inferieur a celui de Ia vente de la chose elle-meme. Quant au creancier, il ne saurait se soustraire par cette voie detournee a l'obligation qui lui incombe d'actionner, avanttout,le tiers en remise de la chose, s'il entend se faire payer sur elle, soutenant qu'elle appartient en realite au debiteur poursuivi. . Le tiers possesseur enfin qui se pretend proprietaire de Ia chose peut exiger egalement que la procedure de revendication, teIle qu'elle est prevue aux articles 106 et suivants, soit observee avant toute realisation au profit du creancier poursuivant. 6. AaRS aus aem Intscheia vom. 9'1. lebraar 19l8 i. S. !trDascoDi. Ein Schuldnerder durch unredliche Handlungen seine Gläu- biger benachteillgt hat, kann keine allgemeine Betreibungs- stundung beanspruchen. Es ergibt sich aus der Vermögensaufstellung vom 18. Juni 1917, dem Güterverzeichnis und dem Gutachten des gerichtlichen Experten, dass der Rekurrent kurz vor Einreichung des Stundungsgesuch,es den Hauptteil seiner unbelasteten Aktiven, nämlich das Geschäfts- inventar, der Aktiengesellschaft Bernasconi ohne Über- bindung der Geschäftsschulden abgetreten hat und dass ihm hiefür Aktien übergeben wurden, deren Nomi- . und Konkurskammer. Ne 7. :Zl nalbetrag zwar den in den Büchern eingesetzten Wert des Inventars erreicht, denen aber schon unmittelbar nach der Gesellschaftsgründung nur ein Wert von etwa 16% des Nominalbetrages beigemessen worden ist. Damit wurde den Kurrentgläubigern ihre Hauptdeckung entzogen. Sodann steht fest, dass der Rekurrent von den erhaltenen Aktien 61 Stück im NominaIbetrage von 30,500 Fr. sogleich gewissen Gläubigern an Zahlungs- statt übergab. Beide Handlungen, die Veräusserung von Aktiven und die Zahlung einzelner Schulden, wurden vom Rekurrenten im Bewusstsein seiner Überschnldung vorgenommen. Auf die Wohltat der allgemeinen l3etrei- bungsstundung können aber nur Schuldner Anspruch erheben, die Gewähr für eine gleichmässige Befriedigung aller Gläubiger bieten. Wenn auch nicht ausdrücklich in der Verordnung ausgesprochen, so ergibt sich dieser Grundsatz doch aus der allgemeinen Erwägung, dass nur der Schuldner, zu dem die Gläubiger das Vertrauen haben können, dass er nach Möglichkeit eine Vermin- derung ihrer Deckung zu vermeiden suche, eine so aus- serordentliche Vergünstigung, wie die allgemeine Betrei- bungsstundung beanspruchen darf. 7.lntsoheid. vom 21. Kirz 1918 i. S. Iaraelitlaoher Bpitalverein Die Bestimmung des Art. 64 SchKG findet auch für die Zu stellung an den Vertreter einer juristischen Person oder Ge- sellschaft entsprechende Anwendung. A. -Der rekurrierende Israelitische Spitalverein in Basel ist eine juristische Person. Als sein Sitz ist im Han- delsregister die Wohnung des Präsidenten Isaak Dreyfus- Strauss eingetragen. Ein besonderes Geschäftslokal besitzt der Verein nicht. Am 23. Januar 1918 wurde gegen ihn von Frau Emma Soland eine Betreibung eingeleitet. Der Zahlungsbefehl wurde in der Wohnung des Präsiden-