Art. 17 Hague Convention on Civil Procedure of 17 July 1905; security for costs and foreign appellant-defendant. If cantonal law subjects a defendant who lodges an appeal to the same security-for-costs obligation as a plaintiff, the treaty protection accorded to plaintiffs against such security extends, by necessary implication, to the defendant in his role as appellant. A defendant does not become a plaintiff by pursuing an appellate remedy; however, domestic classification cannot be used to circumvent the international guarantee. Where the national rule would impose security solely because the litigant resides abroad, it is incompatible with Art. 17 if applied to the appealing defendant (consid. on the analogy with Aigner and Delvaux).
VI. STAATSVERTRÄGE TRAlTES INTERNATIONAUX 53. Urteil vom G. Dezember 1919 i. S. Pattiera gegen Banger. Behandelt die nationale Gesetzgebung den Beklagten, sobald er ein Rechtsmittel ergreift, in Beziehung auf die Ausländer- kautionspflicht wie einen Kläger, so muss sich der Schutz, den Art. 17 der Haager Übereinkunft betr. Zivilprozessrecht vom 17. Juli 1905 diesem gewährt. auch auf den Beklagten in seiner Stellung als Rechbmittelkläger J) erstrecken. A. -Der Rekurrent, der in Dresden wohnt, ist in Zürich von den Rekursbeklagten mit einer Klage belangt worden. Gegen das in diesem Prozesse gefällte Urteil des Bezirksgerichts Zürich ergriff er die Berufung an das Obergericht des Kantons Zürich. Durch Beschluss vom 20. Oktober 1919 forderte ihn die H. Kammer des Obergerichtes auf, für die allfällig , ihn treffenden Prozesskosten und Prozessentschädigun- gen binnen einer zehntägigen Frist eine Kaution von 2000 Fr. zu leisten unter der Androhung, dass sonst Rückzug der Berufung gefolgert würde. . Diese Kautionsauflage stützt sich auf 59 zürch. ZPO, . wonach der Kläger .. . sowie derjenige, welcher gegen einen erstinstanzlichen Entscheid ein Rechtsmittel er- greift, für die Prozesskosten und Prozessentschädigung angemessene Kaution zu leisten hat, sofern er in der Schweiz keinen festen Wohnsitz hat.)) B. -Gegen den Beschluss des Obergerichts hat Pattiera am 1. November 1919 die staatsrechtliche Be- schwerde an das Bundesgericht ergriffen mit dem Antrag auf Aufhebung. Er macht gelte:ad, dasfl Art. 17 der Haager Überein- kunft betreffend Zivilprozessrecht vom 17. Juli 1905 Staatsverträge. ::- 0 ;):1 verletzt sei, indem er auf das Urteil des Bumlesgeriehts i. S. Aigner vom 16. März 1917 (AS -43 I S. 99) verweist. C. -Die 11. Kammer des Obergerichts hat auf Gegcn- bemerkungen verzichtet. D. --Die Rekursbeklagten beantragen Abweisung der Beschwerde. Sie berufen sich auf eincn in den BI. für zürch. Rechtspr. (Bd. 18 Nr. 144) ahgedruckten Entseht"id fies ziircherlschen Obergerichts. Das Bundesgel'ichl ziehL in Erwägung: Das Bundesgericht hat im Entscheid i. S. Aigner (jeOen Roedl vom 16. März 1917 (AS 43 I S. 101 fr.) ,., 0 ausgeführt, dass es mit Art. 17 der Haager Uberem- kuuft vom 17. Juli 1905 unvereinbar sei, einen Beklagten, der ein Rechtsmittel ergreift, nach 39 ziircher. ZPO deshalb zur Sicherheitsleislung für die Prozesskosten anzuhalten, weil er im Aunlallde wohnt. Und im Ellt- scheid i. S. Delvaux gegen Epstein vom 20. Juni 1918 (AS -4-4 I S. 77 rf.) hat das Bundesgericht, unter etwas einschränkender Motivierung, daran festgehalten, dass der Beklagte, der ein Rechtsmittel ergreift, gle h d:-m Kläger den Schutz des Art. 17 der Haager l!berelll- kunft geniesse. Im vorliegenden Fan handelt es SIch nun um eine wesenllieh gleiche Sachlage wie beim Urteil i.. S. Aigner gegen Roedl, und es besteht kein genügender Grund, um den damals aufgestellten und im Entscheid i. S. Delvaux gegen Epstein bestätigten Standpunkt auf- zugeben. Allerdings wird d,'r Beklagte dadurch, dass er einen Prozess vor die obere Instanz durch Berufung oder Beschwerde weiterzieht, prozess rechtlich nicht zum Kläger. Wenn ihn aber die natio:lale Gnsetzgenun? in Beziehung auf die AusländerkautIonspfhcht WIe emen Kläoer behandelt, sobald er ein Rechtsmittel ergreift, so mus sich der Schutz, den der Staatsvertrag dem Kläger gewährt, notwendig auch auf ihn in seiner Stellung als " Rechtsmittelkläger erstrecken. Als Beklagter, als wel- cher er internationalrechtlich erscheint, kann ihm nach
der nationalen Ordnung eine Kaution nicht, auferlegt werden; behandelt ihn aber diese letztere als Kläger, UlU ihn so zur Kaution zu verhalten, so steht dem das inter- nationale Recht entgegen; dieses hat die Wirkung, das5 der beklagte Rechtsmittelkläger hinsichtlich der Kautions- pflicht entweder als Beklagter behandelt oder von der Kautionspflicht entbunden werden muss. Demnach erkennl das BumlesgericlIl : Der Rekur wird gutgeheissen und der Beschluss der II. Kammer des Obergerichts des Kantons Ziirich vom 20. Oktober 191.9 aufgehoben. VII. ORGANISATION DER BUNDESRECHTSPFLEGE ORGANISATION JUDICIAIRE FEDER ALE 54. Sentanza clel 90 dicembre 1919 nella causa Calvi , contro Grigioni. La questione, sc a ragione Ic, autorita calltOllali competenti abbiano accordato ad un coneessionario di derivazione di acque pub bliche Ia facolta di espropriare i diritti di un pri- vato ehe si oppongono all'attuazione deH'opera, e tU competenza deI Consiglio federale. ,.4,. -Marco Calvi in Roveredo e, per cessione, in possesso di uu diritto di derivazione delle acque della Calancasca in Val Mesocco par l'esercizio di un suo maglio sito sn quel di Grono. La concessione data deI 1837, fu conseguita contro il versamento di una somma di fr. 2000 una volta tanto, e da al concessionario il diritto perpetuo di derivare l'acqua deI fiurne Calancasca sotto e sopra Organisation der BUlldcsrcrhtspflegc. o ,', L il ponte deI Harne. Attualmellte 1a presa d'acqua a"viene- al disotto del ponte deI Hame. B. -Con risoluzione deI 20 maggio /6 giugno 1919 il Piecolo Consiglio deI Cantone dei Grigioni approvava Ull contratto 15 ottobre 1918 conchiuso da J. Büchi, ingegnere in Zurigo (contratto che fu poi assunto dalla Societa di Alurninio in Neuhausen), col quale al prefato sig. Büchi veniva concessa l'utilizzazione delle acque della Calan- casca e dei suoi affluenti di parte dest.ra per un irnpianto idraulico di vasta mole. Il progetto prevede la presa d'acqua presso Molino, al disopra della derivazione Calvi: 10 scarico delle acque sortenti dalle turbine e previsto al disopra deI canale di Roveredo. C. -Contro la precitata risoluzionc deI Piccolo Consi- glio Calvi ha interposto ricorso di diritto pubblico alle- gando in sostallza, che U Piccolo Consiglio non aveva il diritto, ratificando la concessione Büchi, di decretarne la pubblica utilita riconoscendo a1 con( , ss .. nario qw:')1n di valersi deHn procedura di esproprio in suo confronto. Cfllvi sostiene, inoltre, che nel casQ. J.essun interesse pubblico e in giuoco, tratt:mdosi di UlW pura specu- . lazione dei Comuni concedenti c, sulla questione della competenza, fa capo, tra altro, alla legge t'ederale 22 dicernbre 1916 sull'utilizzazione delle forz( i( rauliche (art. 43, 40 ecc.). D. -La ditta Societa Aluminiu di Neuhausen e il Piccolo. Consiglio, basandosi essi pure sulla legge federale precitata (art. 43), sollevano l'eccezione d'incornpetenza deI Tribunale federale. E. -Con ufficio deI 17 Ilovembre 1919 il Tribunalefede- I'ale e entrato., sulla questione d'ordine, in corrispondenza ('0.1 Consiglio federale a sensi delI'art. 191 OGF ; Considerando in dirittu : 1° -La questione dominante e quella di sapere, se a Lorto fu concessa al sig. Büchi la facoltä. di espropriazionc dei diritti che si oppongono all'attuazione deI suo pro- AS 45 I -1919 26