Art. 215 OG; direct actions brought before the Federal Supreme Court by party agreement; exclusion of legal aid. In proceedings directly submitted to the Federal Supreme Court under party agreement, the regime of Arts. 211 and 214 OG governs procedural costs exclusively. As Art. 215 OG does not refer to Art. 212 OG, the grant of pauper status is not admissible. The special cost regime is justified by the need to prevent circumvention of the cantonal instances merely for reasons of easier access to legal aid and by the typically higher expenses associated with federal proceedings (consid. 1).
Prozessreeht. Ne 51. snch in einer Streitigkeit erhebt, die im übrigen dem eIdgenössischen materiellen Recht unterliegt, oder in einer solchen, die in ihrem ganzen Umfange kantonal- rechtlicher Natur ist. Auch in einem Streit über-ein Rechtsverhältnis, das materiell dem Bundeszivilrecht untersteht, können Rechtsfragen entstehen, die vom kantonalen Recht beherrscht werden, so die meisten prozessualen Fragen. Die Entscheidung, welche die kantonale Instanz über diese trifft, ist der Kognition des Bundesgerichts überhaupt entzogen: nicht nur in Bezug auf die Anwendung des kantonalen Rechts auf den vom kantonalen Richter. als feststehend angenommenen Tat- bnstand, sondern auch insoweit, als es sich frägt, ob er dIesen Tatbestand den Akten gemäss festgestellt habe. Ganz verfehlt wäre es, sich für die gegenteilige Auffassung etwa auf Art. 81 OG berufen zu wollen; denn diese Bestimmung enthält natürlich keine selbständige Be- rufnngsvoraussetzung; es kommt ihr lediglich Bedeutung zu 1m Rahmen des Art. 57 (verg!. in diesem Sinne den Entscheid des Kassationsgerichts in Zürch. Rechtspr. 16 Nr.65). Im vorliegenden Falle nun beziehen sich die tafsäch- linhen Feststellungen, mit Bezug -auf welche die Beklagte die Rüge der Aktenwidrigkeit . erhoben hat, die jedoch vom Kassationsgericht, als nicht in seine Kompetenz fallend, ausgeschaltet wurde, durchweg auf die Anwen..; ? ng .des kantonalen Prozessrechts. Das gilt namentlich iur dIe Annahme des Obergerichts, dass die vom Ex- perte? H. e::-örterten Schadensgrundlagen von der Klage- p:rr teI bereIts gegeben gewesen seien und der Experte dIe Mängel berücksichtigt habe, soweit solche dem Be- eisdekret zu Grunde gelegt waren . Das Bundesgericht 1st daher nicht in der Lage, seinerseits die Rügen auf ihre Begründetheit zu untersuchen, sondern es muss von den tatsächlichen Feststellungen des Obergerichts über den mangelhaften Zustand des Werkes ausgehen; seiner Nachprüfung entzieht sich insbesondere auch der Ent- Prozesnreelit.No 55. scheid der Vorinstanz, . es fiei dem Experten erlaubt . gewesen, nach vernünftigem Ermessen zu bestimmen, ob die Reparatur nicht in einer gänzlichen Umänderung der Anlage bestehen müsse. 55. Beschluss der I. Zi'rilabteiluns vom ge. Juni 1919 i. S. ircheners Erben gegen DrahtseUbahn Engelberg-Gerschnialp ,A.-G. In Prozessen, in denen das Bundesgericht zufolge Parteivcreiu-: barung (OG Art. 52, Ziff. 1) angerufen wird, ist die Ertei- lung des Armenrechts ausgeschlossen. Am 25. Januar 1919 wurde den Klägern durch den Instruktionsrichter vorläufIg, d. h. für eine noch' einzu- reichende Rechtsschrift und den ersten Rechtstag, das Armenrecht gewährt. :: fit dem vorliegenden Gesuch stellen sie nun den An- trag; es sei ihnen das Armenrecht weiterhin und zwar in ' dem Sinne zu gewähren, dass sie von der Leistung eines Kostenvorschusses für das Beweisverfahren befreit werden. Das Bundesgericht zieht in Erwägung: Nach Art. 215 OG fInden für Prozesse, die wie der vorliegende durch Parteivereinbarung direkt an das Bundesgericht gezogen werden, hinsichtlich der Prozess- kosten die Art. 211 und 214 OG Anwendung, d. h. es hat jede Partei die durch ihre Vorkehren entstehenden Kosten vorzuschiessen und gegebenenfns die in Art. 214 umschriebenen Kosten zu bezahlen. Von Art. 212, der die Möglichkeit der Gewährung des Armenrechtes vor- sieht, ist in Art. 215 nicht die Rede. Hieraus muss, wie da') seitens des Bundesgerichtes hinsichtlich des analog lautenden Art. 216 für Expropriationssachen bereits
geschehen ist (Besch)' i. S. SBB gegen Blaul vom 29. Ok- tober 1918) geschlosnn werden,. es sei eine Annen- rechtserteilung überhaupt nicht möglich. Diese besondere Behandlung der durch Parteivereinbarung direkt an das Bundesgericht gezogenen Prozesse ist übrigens innerlich durchaus begründet. Die gegenteilige Regelung trüge nämlich die Gefahr in sich, dass die Umgehung des kantonalen Instanzenzuges von Bürgern, aber insbe- sondere auch von Fremden, wesentlich mit Rücksicht auf die Möglichkeit der Prozessführung im Armenrecht geWählt würde. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Kosten des Bundesgerichts regelmässig wegen der räum- lichen Distanz des Gerichtes von alHälligen Streitgegen- ständen, von Experten und Zeugen, bedeutend höher sein würden als diejenignn der den Parteien ordentlicher- weise zur Verfügung stehenden kantonalen Gerichte. Demnach erkennt das Bundesgericht: Das Armenrechtsgesuch der Kläger wird abgewiesen 56 . .intt de 1 Ire SectiOll oide 4u 17 juillet 1918 dans la cause Dame l1D11ld et lIoirI Hil4enbran4 contre' CODfi4bm Bullae. Dommages causes a l propriete particll- I i e r e par I a t r 0 u p e. Les pretentions nees de ce chef relevent du droit administratif et pour le reglement des reclamations se rapportant au service actif de l'armee depuis. aoilt 1914 rarrete fMeral du 18 septembre 1914 prescrit la voie administrative a l'exclusion de la voie judiciaire civile. A. -Les hoirs de Mathias Hildenbrand sont propIie- taires de la Villa Bellevue, art. 670 du cadastre de Marin (canton de Neuchätel). Cet immeuble, bäti il y a une quinzaine d'annees, a He loue aux epouxUnseld-Hilden- brand, qui l'exploitaient comme pension. Le loyer annuel etait de 3000 fr. Prozessrecht. N" 56.
En janvier 1917, l'autorite communale de Marin avisa Dame Unseld -le mari etait parti pour la guerre -- qu'elle devait mettre la villa a 1a disposition de la troupe. Dame UnseId protesta, mais dut s'incliner et de fin jnvier ä mai 1917 une partie de la villa servit presque sns interruption de cantonnemenL Les degäts materiels causes par la troupe donnerent lieu au paiement par l'autorite militaire fMerale de deux indemnites de 750 fr. puiS de 612 fr. Le Conseilcommuna1 de Marin refusa toute indemnite .. Estimant que la somme totale de 1362 fr. allouee ensuite d'evaluation par la Commission federale d'expertise et approbation du Departement militaire fMeral ne cor- respondait pas a l'iIilportance du prejudice cause, dames Unseid et Hildebrand recoururent 1e 25 fevrier 1918 au Conseil fMeral en concluant a ce que l'indemnite pour degäts materiels fut portee a 4500 fr., celle relative a la privation de l'usage de la villa etant reservee . . Le Departement militaire repondit 1e 11 mars 1918 qu'il ne -pouvait elre ( donne suite a la requete du .2
fe: ier I), car aux termes de rart. 298 du reglement d adm1lllstra- tion pbur l'armee suisse et de l'art. 7 de rarrete du Conseil fMeral du 18 septembre 1914 concernant 1e reglement des reclamations pour 1es dommages causes a la propriete, les commissions d'experts fixent definitivement les indem- nites a allouer, sous reserve de ratification par le Departe- ment militaire suisse dans les cas importants. Le Depar- tement ayant ratifte la decision des experts, le Conseil federal ne saurait etre saisi d'un recours. Au reste, un nouvel examen de 1a reclamation a prouve que l'indem- nite allouee correspondait aux dommages attribuables a Ja troupe. B. Par demande du 14 mai 1918, Dame Unseld et les Hoirs Hildenbrand ouvrir.ent alors action ä 1a ConfMe- ration suisse devant 1e Tribunal federal en concluant a' ce que la defenderesse fftt condamnee : . . I. principaJement a remettre Ja Villa Bellevue en etat ;