Art. 87 Abs. 2 OG; Art. 5 des Gerichtsstandsvertrags mit Frankreich; Zuständigkeit der schweizerischen Heimatbehörde zur Anordnung des öffentlichen Inventars bei in Frankreich verstorbenem Schweizer. Für gerichtsstandsrechtliche Zivilfragen ist die zivilrechtliche Beschwerde nach Art. 87 Abs. 2 OG das ausschliessliche Rechtsmittel; eine staatsrechtliche Beschwerde ist insoweit unzulässig. Art. 5 des Gerichtsstandsvertrags ist in seinem Umfang unklar, steht aber der Kompetenz der Heimatbehörde zur Vornahme von Sicherungs- und Inventarmassnahmen nicht entgegen, wenn die Erbschaft am Heimatort als eröffnet gilt. Aus der vertraglichen Verlegung des Eröffnungsortes folgt nicht stillschweigend ein Ausschluss der örtlichen Behördenzuständigkeit für das öffentliche Inventar (consid. 1-2).
par l'Italie, OU les opinions antifascistes de Pavan risqueraient de constituer une circonstance aggravante mais par Ia France, dont les tribunatix offrent toutes garanties d'impartialite et sauront tenir compte des motifs politiques desinteresses auxqueis l'inculpe pretend avoir obei. Par ces moUls, le Tribunal lederal ecarte I'opposition formee par Alvise Pavan et accorde l'extradition demandee par Ia France. IX. STAATSVERTRÄGE TRAITES INTERNATIONAUX 30. Urteil voma9, Juni 19a5 i. S. Epp gegen St. Gallen.
der allgemeinen Regel des zit. Art. 28 Ziff. 2 NAG für sie das Recht und damit auch die administrative Gerichts- barkeit der Heimat. B. -Gegen diesen Entscheid hat die Witwe Epp den staatsrechtlichen Rekurs ergriffen mit dem Antrag auf Aufhebung. Es wird ausgeführt: Der Entscheid ver- stosse gegen den Gerichtsstandsvertrag mit Frankreich und gegen Art. 4 BV. Nach französischem und nach schweizerischem Recht unterstehe der Nachlass eines in Frankreich verstorbenen Schweizers, was Sicherungs- massnahmen und den Schuldenruf anlange, dem fran- zösischen Recht (OG Art. 3; ZGB 580 II, 537, 551). Es sei daher ein Verstoss gegen klares Recht, wenn der Regierungsrat angenommen habe, die Zuständigkeit des Bezirksamts ergebe sich aus Art. 28 2 NAG. An jener Rechtslage habe auch der Gerichtsstandsvertrag nichts geändert. Art. 5 desselben beziehe sich nicht auf Siche- rungsmassnahmen inbezug auf den Nachlass, noch auf das öffentliche Inventar mit Schuldenruf, sondern nur auf Klagen betr. Liquidation und Teilung einer Erb- schaft, also jedenfalls nicht auf das Verhältnis zu den Gläubigern des Erblassers, das ja durch den Schuldenruf vornehmlich berührt werde. Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
schrift der Rekurrentin kann auch nicht etwa zugleich als zivilrechtliche Beschwerde angesehen und behandelt werden, schon deshalb nicht, weil die Frist von Art. 90 OG nicht gewahrt wäre. 2. -Dagegen ist der Staatsgerichtshof zuständig, soweit eine Verletzung des Gerichtsstandsvertrages mit Frankreich gerügt wird. Doch erweist sich in dieser Beziehung der Rekurs als unbegründet. Die volle Trag- weite von Art. 5 des Vertrages ist ausserordentlich dunkel und daher auch 'sehr kontrovers. Dafür, dass darnach die heimatliche schweizerische Behörde über den Nachlass eines in Frankreich verstorbenen Franzosen die öffentlichen Inventare anordnen kann, und umge- kehrt, spricht der Umstand, dass nach feststehender Auslegung des Art. 5 des Gerichtsstandsvertrages der Nachlass materiell dem heimatlichen Recht untersteht (CURTI, Gerichtsstandsvertrag, 90) und dass nach der ausdrücklichen Bestimmung in Art. 5 die Erbschaft eines in Frankreich verstorbenen Schweizers als an seinem Heimatort in der Schweiz eröffnet gilt, was doch von vornherein darauf hinweist, dass die dortige Behörde auch in Hinsicht auf das öffentliche Inventar zuständig ist. Wenn man angesichts der unklaren Regelung des Vertrages nicht so weit gehen will, diese Zuständigkeit aus dem Vertrage positiv herzuleiten -wogegen viel- leicht der Umstand angeführt werden mag, dass das öffentliche Inventar u. a. auch für das Verhältnis zu den Erbschaftsgläribigern bedeutsam ist, welches Ver- hältnis nicht dem heimatlichen Recht und Gerichts- stand unterworfen ist, -so wird man doch aus dem Vertrag anderseits auch nicht folgern können, dass er jener Kompetenz entgegenstehe. Da der Staatsvertrag "ausdrücklich den Ort der Eröffnung der in Frankreich verstorbenen Schweizer an den schweizerischen Heimat- ort verlegt, kann er doch unmöglich stillschweigend die Kompetenz der dortigen Behörden für das öffentliche Inventar verneinen. Es ist freilich möglich, dass die
LOTTERIEGESETZ LOI SUR LES LOTERIES 31. Arr6t de la Cour de oassation penale du 11 juin 1928 dans la cause Sohmitt et Peyer. Prohibition des loteries. Elements constitutifs de la loterie. Willy Schmitt et Pierre Peyer ont lance, en novembre 1927, un journal intituIe : Le Guide de l' acheteur el du consommateur, organe fribourgeois d'informations com- merciales et de pubIicite, distribue gratuitement dans les menages du canton. Le journal paratt a Romont Lotteriegesetz. N0 31.
tom; les quinze jours. Pas d'abonnement. En payant 1 fr. vous recevrez le journal a votre adresse personnelle. Le premier numero contenait l'avis suivant: Nous offrons gratuitement a nos lecteurs a chaque parution du journal, trois bons-primes, soit d'une valeur de 30, 15 ou 5 fr., de la fann suivante: II est procede a un double tirage au sort entre les lecteurs et les commerc;ants ayant fait inserer une annonce':"reclame.
Exemple: chaque exemplaire du journal porte un numero different. La personne possedant le numero du journal sorti au sort, soit, par exemple, le N 1196, peut retirer a l'administration, en presentant le Journal portant ce numero, un bon-prime d'une valeur de . 30, 15 ou 5 fr., a echanger en marchandises chez le commerc;ant dont l'annonce est egalement sortie au sort, soit, par exemple, l'annonce o 7 . Un .deIai de huit jours est accorde pour rehrer Ices pnmes. Vattribution des bons-primes se fait en presence d'une personne officielle. -Le Guide de l'acheteur annon- c;ait un tirage de 8000 exemplaires. Le prix de ses annonces etait fixe a 50 ct. la ligne. La Chambre de commerce de Fribourg a signale cette annonce a la Direction cantonale de la Police. Sur rapport de Ia gendarmerie, Willy Schmitt et Pierre Peyer, editeurs responsables du journal, ont, des lnrs, ete traduits devant la justice penale, pour contravenbon a la loi federale du 8 juin 1923 sur les loteries et les paris professionnels. Par' jugement du 16 avril 1928, ,le Tri- bunal correctionnel de la Glane les a condamnes ä la peine de 10 fr. d'amende chacun, et aux frais. Le Tribunal considere, en resume, ce qui suit : Les elements constitutifs de la loterie, teIle que la definit l'article 1 er de la loi federale, sont: la mise (versement ou contrat), la chance d',u gain et.le irage au hasard du sort. Le premier de ces elements falt defaut, en ce qui concerne l'une des categories de personnes sollicitees, soit les lecteurs. Il n'y a, en effet, de la part de ceux-ci, ni versement ni conclusion d'un contrat.