Art. 87 ch. 3 OJF; remedy for alleged forum violations in civil matters. A civil-law appeal lies only where the cantonal authority is said to have violated a federal rule of venue properly so called. By contrast, complaints directed against violations of Art. 59 CF, of cantonal or contractual forum clauses, or of international-law norms delimiting the jurisdictional powers of states fall within public-law appeal. International-law rules on jurisdiction are not assimilated to federal venue provisions merely because they are binding on Swiss courts; they determine the external limits of judicial power, comparable to Art. 59 CF in intercantonal relations, and are therefore not reviewable under civil-law appeal (consid. 1-2).
iiHi Obligatiolleurecht. );"0 85. der Frau Eisen infolge Schlaganfalles nicht auf den dem Beklagten zur Last gelegten Unfall zurückgeführt werden könne, ist nach der schon erwähnten Praxis des Bundes- gerichtes Tatfrage und der Beurteilung der BerufungS- instanz entzogen (BGE 23 S. 865; 24 II S. 322 ; 25 Ir S. 339 ; 26 Ir S. 99 ; 27 II S. 16 ; 29 II S. 329 ; 30 II S. 41 . 31 II S. 232 ; 32 II S. 600 ; 33 II S. 693 ; 56 II S. 286 ; 57 II S. 38, 208). Daher mUss es bei der Entscheidung der Vorinstanzsein Bewenden haben, dass der Unfall über- haupt nicht Ursache des Schlaganfalles und des Todes der Frau Eisen gewesen sei. 2. -Nach dem Gesagten scheidet die Möglichkeit einer traumatischen Spätapoplexie, die allerdings begriff- lich Unfallfolge gewesen wäre, für das Bundesgericht aus ; sie ist durch die Experten mit übrigens auch für den Laien einleuchtenden Gründen' widerlegt worden, und die über Tatsachen endgültig entscheidende Vorinstanz hat sich ihnen angeschlossen. Denkbar wäre dagegen an sich noch gewesen, dass Frau Eisen, wie Prof. Rössle sich ausdrückt, über kurz oder lang an ihrer Arteriosklerose doch gestorben wäre, und zwar höchst wahrscheinlich in Bälde, dass aber die Aufregungen des Unfalles bei der temperamentvollen Frau eine Beschleunigung des Leidens herbeigeführt hätten. Im Falle einer solchen Beschleunigung hätte der Unfall doch als Ursache des Todes betrachtet werden müssen, und zwar als Mitursache, die zur Annahme eines Kausalzusammenhanges nach ständiger Rechtsprechung genügt (BGE 6 S. 272 ; 42 II S. 364, 660 ; 43 11 S. 325 ; . l(i n s. 46:") ; 48 II S. 150, 477 ; 51 II S. 521 ; 57 II S. 41 ; 'ON TUHR OR I . 73), denn Beschleunigung bedeutet nichts anderes als l 1itverursachung, und es hätte sich dann unter anderem bei Ermittlung des Schadens die schon im Urteil der 1. Zivilabteilung i. S. Dietiker gegen Suter vom 19. Mai 1931 (BGE 57 JJ S. 301 ff.) aufgeworfene Frage gestellt, 'ob angesichts der schweren Erkrankung der Frau Ei"len eine geringere als die durch die Piccard- Kehell Tabellen ausgewiesene Lebenserwartung hätte ange- l'rozessrecht. N0 86. nommen werden müssen. Allein diese Möglichkeit einer beschleunigenden Wirkung des Unfalles ist durch den gerichtlichen Experten, Professor von Meyenburg, dem Prof. Bing und die Vorinstanz gefolgt sind, nicht über- sehen, sondern für den vorliegenden Fall abgelehnt, und zwar schlechthin, nicht nur als entfernte Möglichkeit abgelehnt worden. IIT. PROZESSRECHT PROCEDURE 86. Arrit de 1a Ire Section civile du 30 juin 1931 dans la cause Sallaz contre Compagnie du Chemin de rer P. L.:M. et Banque Vernes Oie. C'ast par la voie du recours de dlfoit civil (et eventuellement du recours en reforme) que doit se pourvoir au Tribunal fooeral eelui qui, dans une eause eivile, argue d'une violation des dispositions de for du droit fooeml. Mais il doit se pourvoir par la voie du recours de droit P'/tblic eontl'e la violation de l'art. 59 CF, ou d'une disposition de for de droit cantonal ou contractuel, ou eneore contra la violation d'une regle de droit international determinant Jes pouvoirs respeetifs de Ia. Suisse et des autras Etats en fait de juridietion. Art. 87 eh. 3, 189 aI. 3 OJF, 49 litt. b JAD, 59 Cl '., 35 aI. 2, 11, 144 CCS, et 7 de la loi fooemle du 25 juin 1891 sur les rapports de droit eivil . Rdsume des faits : Le demandeur Sallaz a assigne a Geneve la Compagnie du chemin de fer P. L. M., en paiement d'obligations emises par cette compagnie, soit son auteur, en 1857. Les tribunaux genevois s'etant declares incomplltents pour connaitre de cette demande, Sallaz a forme un recours de droit civil au Tribunal federal. D'apres lui, l'arret de la cour genevoise violerait notamment ( les principes du droit des gens reconnaissant au creancier le droit d'agir
Pl'ozessrecht. N° 86. sur son sol pour les obligations payables en Suisse, ledit droit des gens etant considere comme droit federal . Statuant sur ces faits et wnsiderant en droit :
suite d'une adhesion aux normes generales du droit des gens. Quoi qu'il en soit de cette affirmation, on doit relever que Iesdites regles n'ont pas le meme caractere que les dispositions de for du droit federal, qui ont ew ciwes plus haut a titre d'exemple, sous chiffre 1 in fine. En effet, tandis que ces dispositions fixent la repartition des com- petences entre Ies juges des differentes parties du pays, les normes de droit international dont il s'agit ici tracent simplement des limites au pouvoir de juridiction de chaque Etat. En d'autres termes, elles ont, dans Ies rela- tions internationales, Ia meme porree que l'art. 59 CF dans les relations intercantonales. Comme l'application de ce dernier article est reswe dans Ia competence exclusive de Ia Section de droit public, ainsi en doit-il etre de ces regles, meme lorsqu'elleS sont purement coutumieres. C'est donc a tort que le recourant croit pouvoir demander l'application de I'art. 87 eh. 3 OJF, en pretextant de Ia violation d'une regle du droit des gens d'apres laquelle le creancier pourrait poursuivre devant les tribunaux de son pays l'execution des obligations payables sur son territoire. Par ces ,motifs, le Tribunal federal prononce : Le present recours de droit civil est irrecevable. 87. Auszug aus dem Urteil der II. Zivilabteilung vom l2. November 1931 i. S. Lehmann-Neuhaus und Xonsorten gegen Neubaus. II e ruf u n g s s t r e i t wer t. Hat das Bundesgericht im Berufungsverfahren eine Sache teilweise an die Vorinstanz zur ü c k g e wie sen (Art. 82 OG). so il'lt die Berufung gegen das neue Urteil der kantonalen Instanz ohne Rücksicht darauf zulässig, ob der zurückgewiesene Punkt einen Streit,wert von 4000 Fr. (Art. 590G) aufwies oder nicht,. Prozessrecht. No 87. 5. Aus dem Tatbestan(l : A. -Im Rechtsstreit der Parteien über den Nachlass ihres Vaters war vor dem aargauischen Obergericht noch ein Betrag von 6266 Fr. 35 Cts. streitig gewesen. Gegen das Urteil des Obergerichtes legte der Beklagte Berufung ein. Das Bundesgericht wies die Sache durch Urteil vom 29. Januar 1931 inbezug auf einen Betrag von 27()0 Fr. zur Aktenergänzung an die Vorinstanz zurück; im übrigen wurde die Berufung abgewiesen. B. - Das Obergericht führte die Aktenel'gänzung durch und fällte am 11. Juli 1931 ein neues Urteil, gegen das nun die Kläger die Berufung erklärten. Der Beklagte beantragt, es sei darauf nicht einzutreten, weil im Zeit- punkt des zweiten obergerichtlichen Urteils nur noch ein Betrag von 2760 Fr. streitig gewesen sei. Aus den Erwägungen: Der Berufung kann die materielle Beurteilung nicht deswegen versagt werden, weil der Streitwert der Sache, soweit sie vom Bundesgericht an die Vorinstanz zurück- gewiesen wurde, den Betrag von 4000 Fr. (Art. 59 OG) nicht erreichte. Der Prozess ist in diesem Punkte lediglich wieder in das Stadium zurückversetzt worden, in welchem er sich im ersten Verfahren vor der letzten kantonalen Instanz befunden hat. Der Umstand, dass die andern Punkte, mit denen zusammen die Berufungssumme gege- ben war, schon auf die erste Berufung hin endgültig erledigt worden sind, spielt dabei keine Rolle. Auch der zurückgewiesene Streitpunkt wäre vom Bundesgericht schon damals beurteilt worden, wenn der Tatbestand -vollständig festgestellt gewesen wäre. Da das Fehlende auf die Rückweisung hin inzwischen nachgeholt worden ist, steht nun der rechtlichen Beurteilung durch die bundesgerichtliche Instanz nichts mehr entgegen. Aller- dings kommt eine zurückgewiesene Sache nicht von Amtes wegen wiederum an das Bundesgericht, sondern es bleibt