Art. 393 ZGB, Art. 419 ZGB; curatorship for a Swiss legal person lacking organs. Where a Swiss corporation or foundation is incapable of acting because it lacks the legally required organs, the guardianship authorities must intervene even if no substantial assets in Switzerland are known. The protective intervention is justified by the Swiss seat of the legal person and concerns its property affairs as a whole, not merely specific assets. For such organless legal persons, legal representation is provided exclusively by curatorship; guardianship and advisory guardianship are reserved to natural persons. A single-matter curatorship under Art. 392 ZGB is excluded where general administration of the patrimony is required (consid. corresponding to the main distinction).
22 Familienrecht. N0 5. allen Fällen Voraussetzung zur Anwendung von Art. 393 ZGB. Im Falle des Präjudizes handelte es sich um schwei- zerische Guthaben einer ausländischen Gesellschaft, die nanh der Rechtsordnung ihres Sitzes nicht mehr bestand und für die auch keine Rechtsnachfolge eingetreten war, welche nach der öffentlichen Ordnung der Schweiz hätte anerkannt werden können. Unter solchen Umständen durfte und musste für das betreffende in der Schweiz vorhandene Vermögen gesorgt und ein Beistand bestellt werden, insbesondere auch zum Schutze der allenfalls auf das Vermögen berechtigten Gläubiger. Dabei ergab sich die schweizerische Schutzgewalt eben aus dem Vor- liegen von Vermögen in der Schweiz. Hier dagegen ergibt sie sich aus dem schweizerischen Sitz der Ortewa A.-G. Bei Handlungsunfähigkeit einer schweizerischen Kör- perschaft oder Stiftung nach Massgabe von Art. 393 Ziff. 4 ZGB haben die schweizerischen Behörden einzu- schreiten, auch wenn (wie hier, abgesehen von dem durch die KontrollsteIle behüteten Geldbetrag von Fr. 600.-) kein in der Schweiz befindliches Aktivvermögen bekannt ist. Es handelt sich sohlhenfalls nicht in erster Linie um die Sorge für bestimmte Vermögenswerte, sondern um die Sorge für die Vermögensangelegenheiten der betreffen- den juristischen Person (oder Personengesellschaft ) über- haupt. Die im Sinne der erwähnten Vorschrift ver:waiste )) juristische Person bedarf eines gesetzlichen Vertreters zur Besorgung ihrer Vermögensangelegenheiten. Und zwar gibt es für solche der erforderlichen Organe ermangelnde Personengebilde eine gesetzliche Vertretung nur in Form der Beistandschaft, während Vormundschaft wie auch Beiratschaft, insbesondere die Verwaltungsbeiratschaft nach Art. 395 Abs. 2, nur für natürliche Personen vorge- sehen sind. Von den beiden Arten der Beistandschaft kommt hier nicht diejenige des Art. 392 in Betracht. Einem darnach zu bestellenden Beistand läge nach Art. 418 nur die Besorgung einer einzelnen Angelegenheit ob. Vielmehr ist
hier allgemein für die Verwaltung des Vermögens zu sorgen. Das ruft der Bestellung einer Beistandschaft im Sinne von Art. 393 in Verbindung mit Art. 419. ! er Verwaltungsbeistand hat im Rahmen seiner Verwaltüngs- befugnisse ohne weiteres auch Vertretungsmacht (vgl. die Erläuterungen zu den Art. 422 bis 425 des Vorent- wurfs). Diese ist nur nach Massgabe von Art. 419 Aha. 2 beschränkt. Gegenstand der Beistandschaft sind nach dem Ausgeführten anders als im Falle von BGE 51 II 259 nicht nur die allenfalls in der Schweiz vorhandenen Vermögensstücke, sondern, da es sich um eine schweize- rische Aktiengesellschaft handelt, deren Vermögensange- legenheiten insgesamt. Demnach erkennt das Bundesgericht : Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Vormund- schaftsbehörde der Stadt Zürich angewiesen, der Ortewa A. G., Bahnhofstrasse 31, Zürich 1, einen Beistand zu bestellen. 6. Extraft de l'arrnt de la Da Seetion civlle du 28 Janvler 1943 dans la cause Gauijanx contre Cornnt. Le juge saisi d'nne action en dommages.inttSrllts iJ;I.tentee par un pupille contra son tuteur n'est pas competent pour fixer Ia remuneration qu.i pourrait tre due au dMendeur eri vertu de l'art. 416 CC. Mode de procMer lorsque, Ia remuneration du tuteur n'ayanf; pas encore et6 fixee par l'autorite tutelaire, le tuteur pretend neanmoins compenser Ba dette avec Ba creance. Entschädigung de8 Vormunde8 nach Art. 416 ZGB. Zu deren Festsetzung ist nicht befugt der mit einer Schaden- ersatzklage des Mündels gegen den Vormund befnte Richter. Wie ist vorzugehen, wenn die Festsetzung durch dIe. Vormund- schaftsbehörde noch aussteht, der Vormund aber lIIl Prozess gegenüber dem Mündel mit seiner Forderung verrechnen will f TI giudice adito con un'azione di'risarcimento dei danni promossa da un tutelato contro il suo tutore non e competente per fissare la mercede dovuta a quest 'ultimo in virtu dell'art. 416 ce. Modo di procedere nel caso in cui il tutore, beuche .1'autoritA tutoria non abbia ancora fissato 1a mercede a Im dovuta, Pretende di compensare il BUO debito col suo credito.
2 l Erbrecht. Tout en reoonna. ant que c'est a. l'autorite tutelaire, en principe, a. fixer le montant de la remuneration due a11 tuteur en vertu de l'art. 416 CC, le Tribunal cantonal a nea.nmoins estime qu'il appartenait au juge saisi d'une contestation de 1a nature de celle dont il s'agit en l'espece de dtScider ce qui pourrait etre du au tuteur de ce chef. C'est avec raison que 1e reoourant oombat cette opinion; l'art. 416 est formel et ne souffre aucune exception: c'est a. l'autorite tutelaire seu1e qu'il attribue cette compe- tence. Si le defendeur entend rtSclamer au demandeur 1e reglement de sa remuneration, il devra par oonsequent commencer par en faire fixer le montant par l'autorite tutelaire. Toutefois, se borner a. 1e renvoyer a. s'adresser a. cette autorite, ce serait le priver du droit que lui confere l'art. 120 CO de compenser sa'dette avec sa propre creance. Pour eviter cette oonsequence, il convient donc de sus- pendre momentanement l'exigibilite de Ia somme de 643 fr. 85 que 1e Tribunal cantonallui a allouee a. titre de remuneration, jusqu'a. ce que l'autorite tutelaire se soit prononcee sur ce qui 1ui est reellement du de ce chef. Mais comme, d'autre part, on ne saurait 1aisser au defen- de le choix du moment on il saisira l'autorite tuteIaire, il importe' ega1ement de lui fixer un delai dans leque1 il sera tenu de formu1er sa demande', faute de quoi le present artet deviendra executoire pour 1e montant total de la cr6ance du demandeur. Suppose que l'autorite tuteIaire fixe la remuneration du defendeur a. un chiffre inferieur a. 643 fr. 85, le demandeur sera naturellement en droit d'exiger immediatement 1e payement de 1a differenoe. III. ERBRECHT DROr,r DES SUCCESSIONS VgI. Nr. 9. -Voir n° 9.
IV.OBLIGATIONENRECHT DROIT DES OBLIGATIONS