Art. 1 UWG; scope of unfair competition: the Act governs competition in the economic life of business, i.e. activities pursued for gain, and does not protect professional associations as such. The statutory examples, the French text using concurrence, and the legislative history confirm the commercial orientation of the law (consid. 1). A trade union or similar ideational association, insofar as it does not conduct a gainful business, falls outside the protection of the UWG; statements targeting such an association therefore cannot be sanctioned under Art. 13 lit. a UWG (consid. 2). Where no credit damage under Art. 160 StGB and no infringement of personal honour under Art. 173 StGB is present, criminal liability is excluded; any residual protection of personal interests lies, if at all, in civil law (consid. 3).
Unlauterer Wettbewerb. lfo 17. Abs. .2 ebenda die kantonale Kompetenz noch besonders vorbehält. 3. -. . Demnach erkennt der Kaasation.8hof : Die Nichtigkeitsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. II. UNLAUTERER WETTBEWERB CONCURRENCE DELOYALE !7. Urteil des Kassationshofes vom 9. ,Juli 1948 i. S. Zimmerll gegen Chrlstlieher Metallarbeiterverband der Schweiz. Das Bundesgesetz über den unlau.tem Wettbewerb vom 30. September 1943 ordnet die Konkurrenz im Geschäftsleben, in der auf Erwerb gerfohteten Tätigkeit ; Berufsverbände geniessen seinen Schutz nicht. La. loi federa.le sur la concurrence deloyale regle 1a concurrenoe dans Ja vie des affaires, c'est-a-dire dans 1es activites lucra- tives ; el1e ne protege pas les associations professionnel1es. La. legge federa.le sulla concorrenza. sleale disciplina 1a concorrenza. nella vita degli a.ffari, ossia. nelle a.ttivita. lucra.tive ; non pro- tegge le a.ssocia.zioni professiona.Ii. A. -Hans Zimmerli ist Sekretär des Metall-und Uhrenarb6iterverba.ndes in Luzern. Am .26. Januar 194 7 bemerkte er an einer Gruppenversammlung seines Verban- des in Egolzwil, das Sekretariat des Christlichen :Metall- arbeiterverbandes der Schweiz sei von Zug nach Luzern verlegt worden, weil sie nömme heige chönne zeise . Auf Klage d Christlichen Metallarbeiterverbandes verur- teilte das Amtsgericht Willisau Hans Zimmerli in Anwen- dung von Art. 13 lit. a UWG wegen unlautern Wettbe- werbes zu Fr. 20.-Busse. B. -Mit Nichtigkeitsbeschwerde ersucht Hans Zim- merli um Aufhebung des Urteils des Amtsgerichtes. Er Unlauterer Wett"bew 'b. N" !7.
macht geltend, das Bundesgesetz über den unlauteren Wettbewerb sei nicht anwendbar. Es beziehe sich nur auf den wirtschaftlichen Konkurrenzkampf, nicht auf den Wettbewerb zwischen Gewerkschaften. Eventuell sei der Christliche :Metallarbeiterverband nicht zur Klage legitimiert. Dieser und das Statthalteramt Willisau bean- tragen die Abweisung der Beschwerde. Der Kassationshof zieht in Erwägung : l. -Unlauterer Wettbewerb im Sinne des Bundesge- setzes über den Unlautem Wettbewerb vom 30. September 1943 (UWG) ist jeder Missbrauch des wirtschaftlichen Wettbewerbes durch täuschende oder andere Mittel, die gegen die Grundsätze von Treu und Glauben verstossen (Art. 1 UWG). Unter wirtschaftlichem Wettbewerb ist
hier grundsätzlich die Konkurrenz im Geschäftsleben, in der auf Erwerb gerichteten Tätigkeit zu verstehen. Dafür sprechen schon die in Art. 1 UWG aufgeführten Beispiele, wo von Waren, Marken, Leistungen oder Geschäftsverhältnissen, von Geschäftsbetrieben, Fabri- kations-oder Geschäftsgeheimnissen die Rede ist. Ein- deutig ist sodann der französische Wortlaut der Bestim- mung, der den für den geschäftlichen Wettbewerb gebräuchlichen Ausdruck concurrence (nicht etwa oom- petition ) verwendet. Die Entstehungsgeschichte des Erlasses bestätigt, dass dieser auf Handel und Gewerbe zugeschnitten ist (vergl. Botschaft des Bundesrates vom 3. November 194.2, BBI 1942 S. 668 ff.). Die hier vertretene Auslegung herrscht auch in der Lehre vor (vergl. z. B. GERMANN: Unlauterer Wettbewerb, S. 247, 256; VON BÜREN : Komm. zum UWG, S. 57 ff.). 2. -Die Aeusserung des Beschwerdeführers hatte nicht den Wettbewerb im eben geschilderten Sinne zum Gegen- stand. Der Christliche Metallarbeiterverband als solcher verfolgt keine auf Gewinn gerichtete Tätigkeit. Er erstrebt zwar u a. auch die wirtscha:Rliche Hebung semer Mit- glieder, betreibt aber als Berufsverband kein Geschäft 8 AB 74 IV -1948
114 Unla. terer Wettbewerb. N° 27. und zählt demnach zu den ideellen, nichtwirtschaftlichen Personenverbindungen (vergl. BGE 62 II 33 :II.). In dieser Eigenschaft, die hier allein in Frage steht, geniesst er den Schutz des Bundesgesetzes über den unlautnrn Wettbe- werb nicht, so dass der Beschwerdeführer nicht wegen Verletzung des Art. 13 lit. a UWG bestraft werden kann. 3. -Eine Kreditschädigung im Sinne des Art. 160 StGB ist vom Chrlstlichen Metallarbeiterverband mit Recht nicht geltend gemacht worden. Da Art. 173 :II. StGB nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes die persönliche Ehre, nicht auch den geschäftlichen Ruf schützt, kann der Beschwerdeführer auch nicht wegen Ehrverletzung strafrechtlich verfolgt werden (BGE 71 IV 230 ; 72 IV 172 ; Urteil des Kassationshofes vom 23. Januar 1948 i. S. Frei S. 2 f.). Ebensowenig kommt ein anderer Straftatbestand in Frage. Gegen Beeinträchti- gungen in den persönlichen Verhältnissen, die nicht in einem Angriff auf die Ehre im eben umschriebenen Sinne bestehen, bietet, soweit dafür wirklich ein Bedürfnis besteht, das Zivilrecht (Art. 28 ZGB, Art. 49 OR) Schutz. Die Sache ist daher zur Freisprechung des Beschwerde- führers an die Vorinstanz zurückzuweisen. Unter diesen Umständen erübrigt es sich zu untersuchen, ob der Christ- liche Metallarbeiterverband im Sinne von Art. 13 etzter Absatz UWG legitimiert war, Klage zu erheben. Demnach erkennt der Kassationshof; Die Beschwerde wird gutgeheissen, das Urteil des Amts- gerichtes von Willisau vom 5. Mai 1948 aufgehoben und die Sache zur Freisprechung des Beschwerdeführers an die Vorinstanz zurückgewiesen. Unlauterer Wettbewerb. No 28. 115 28. Extrait de l'arret de la Cour de cassation penale du 3 septembre
dans la cause Cnrty contre Ministere publle du eanton de Frlbonrg. lnjracti ns d la loi BUr la coneurrence W, yale. Peut aussi constituer un acte de concurrence d6loyale au sens de l'art. 13 litt. a LCD le fait de denigrer UI). concurrent a.upres de ses fournisseurs. Denigrement par des allegations inexactes, fallacieuses ou inutile- ment blessantes. Unlauterer Wettbewerb. Unlauterer Wettbewerb im Sinne von Art. 13 lit. a. UWG kann auch in der Herabsetzung eines Mitbewerbers bei seinen Liefe- ranten bestehen. Herabsetzung durch unrichtige, irreführende oder unnötig ver- letzende Äusserungen. . Ooncorrenza sle ile. Puo costituire atto di concorrenza sleale a' sensi dell'art. 13 lett. a LOS anche il fatto di denigrare un concorrente presso i suoi fornitori. Denigra.mento con affermazioni inesat . fallaci o inutilmente offensive. Resume d faits : Louis Curty et Paul Delpech etaient tous deux en rela- tions, par l'intermed:iaire de l'importateur Guggenheim, a.vec une maison espagnole, la. Corporation internationale a Barcelone, qui les avait charges d'eoouler en Suisse un important stock de doublures pour vetements. Curty a denigre Delpech aupres de leurs fotlrnisseurs comm.uns, en declarant en particulier que son concurrent n'avait pas le SOU)). Sur plainte de Delpech, Curty a ete condamne par les juridictions fribou.rgeoises en vertu de l'a.rt. 13 litt. a LCD. Dans so!l pourvoi en nullite, Curty conteste s'etre rendu coupable de concurrence deloyale, parce qu'il n'a jamais tenu de propos desobligeants sur le oompte de Delpech aupres des clients de ce dernier. La Cour de cassation pen!tle a rejete ce moyen.