Art. 333 Abs. 1 StGB; Art. 284 PPF; limitation of customs offenses: the general part of the Penal Code applies only subsidiarily, and a special federal statute may regulate limitation exhaustively by providing for commencement and interruption. Where the special provision leaves no room for absolute limitation under Art. 72 Abs. 2 CP, repeated interruptive acts preserve the prosecution indefinitely. The legislative history confirms that no absolute limitation was intended for federal fiscal contraventions (consid. 1). If the accused has been validly cited on successive occasions, each citation interrupts limitation and the criminal action must be pursued (consid. 2).
Strafgeeetzbueh. No 7. ausser dem klaren Wortlaut der Bestimmung gewichtige Gründe für diese Auslegung sprechen. Art. 59 Abs. 2 StGB muss so ausgelegt werden, da.ss er mit dem übrigen Bundesrecht in Einklang steht. Das wäre aber nicht mehr der 'all, wenn er auch auf Geld angewendet würde, das durch Vermischung Eigentum des Täters geworden ist. Die Anwendung auf solches Geld hätte zur Folge, dass die Geschädigten, die doch in diesem Falle nur eine Schaden- ersatzforderung gegen den Täter haben, gegenüber allen übrigen Gläubigern desselben privilegiert wären, auch gegenüber solchen, die durch eine bloss zivilrechtlich unerlaubte Handlung geschädigt worden sind (vgl. hier- über die eingehenden Erörterungen in BGE 53 I 386 Erw. 2). Sodann wären Beträge, die von den Geschädigten nicht beansprucht würden, Jtls dem Staate. verfallen dem Zugriff der Gläubiger überhaupt entzogen, ja unter Um- ständen sogar den Geschädigten selbst, wenn diese nämlich ihre Ansprüche, die gegebenenfalls erst nach 10 Jahren verjähren (Art. 60 OR , nicht innert der in Art. 59 Abs. 2 StGB vorgesehenen Fünfjahresfrist geltend machen. Es bestehen keine Anhaltspunkte, die es erlauben, aus Art. 59 Abs. 2 StGB einen solchen Eingriff in das eid- genössische Zivil-und Schuldbetreibungs-und Konkurs- recht abzuleiten dergestalt, dass ein Vollstreckllngspri- vileg zugunsten bestimmter Gläubiger geschaffen und Vermögen des Täters dem Zugriff anderer Gläubiger 'entzogen würde; qer Wortlaut der Bestimmung spricht vielmehr dagegen. Bei dieser Auslegung muss allerdings in Kauf genommen werden, dass der Täter gelegentlich im Genusse des unrechtmässig erlangten Vorteils bleibt, nämlich dann, wenn sich die durch die strafbaren Hand- lungen Geschädigten nicht mehr feststellen lassen. Indes- sen handelt es sich dmnh um verhältnismässig seltene Fälle, und wo dies zum vomeherein mit Sicherheit fest- steh:t, wie z.B. bei Weimalschungen durch Händler, wo eine grosse Anzahl von Wirtshausgästen die letzten Endes Geschädigten sind, kann der Richter bei der Bemessung swarg-tzbuch. N 8. der Busse berücksichtigen, dass dem Täter der unrecht- mässige Gewinn nicht von Geschädigten abgefordert werden kann. Demnach erkennt der Kassatiomhof : Die Beschwerde wird abgewiesen. s. Ar.r6t de la Cour de eassatlon penale du 16 avril UMS dans Ia. cause Mlnistere pubHe federal contre Vallat. An. 281: PPF et '!2 eh. 2 al. 2 OP. En :matiere de contmventions aux lois fiscales de la Confed6- ration, la prescription de l'action p0nale peut tre interrompue indefiniment. An. 281: BStP untl '12 Zijf. 2 Abs. 2 SIGB. . Bei den "Übertretungen fiskalischer Bundesgesetze kann die V erfo1gungsverjäbrUilg ohne zeitliche Grenzen immer wieder unterbrochen werden ; es gibt keine absolute Verjährung. An. 281: PPF 6 n. cifra 2, Clp. 2 OP. . In materia di contravvenzioni alle leggi fiscali della Confedenone la prescrizione dell'azione penale puo essere interrotta. mde- finitamente. A. -Le 5 janvier 1944, la Direction generale des douanes a infüge a Vallat, en vertu des art. 76 eh. 2 et 77 LD, une amende de 425 fr pour avoir tente, le 17 decembre 1943, d'exporter en fraude vingt montres en or. Vallat ne s'etant pas soumis Q. ce prononce, la cause a ete defär6e au president du Tribunal du district de Por- rentruy, qui a confirm.e l'amende, par jugement oontu- macial du 7 juin 1945. Tout en appelant de ce jugement, le condamne a demande a etre releve du defaut. L6 presi- dent du Tribunal de district a rejete cette demande, le 30 septembre 194 7, sur quoi la premiere Chambre penale de Ja ,Cour supreme du canton de Berne a juge, le 18 decembre 1947, que, la prescription a.bsolue etant acquise (art. 72 eh. 2 al. 2 CP , aucune suite ne serait donnee a l' affaire.
Strafgesetzbuch. No 8. B. -Contre cet arret, le Ministere publie föderal se pourvoit en nullite. n eonteste l'applicabilite de l'art. 72 eh. 2 al. 2 aux infraetions douanieres. 0. -Le mandataire de Vallat a renonce a presenter des observations. Oonsiderant en droit :
de la prescription. Oe systeme est reste en vigueur grace A la reserve inscrite a l'art. 333 al. 1 CP. 2. -L'infraction reprochee 3. Vallat a ete commise le 17 decembre 1943. Selon l'arret attaque, le prevenu a ete cite les 15 mai 1944, 6 avril et 25.mai 1945, 21 fävrier et 8 juillet 1947. Chaeun de ses actes -abstraetion faite des autres mesures de poursuite - a interrompu la prescription, qui court eneore. Aussi la cause doit-elle etre renvoyee a la juridietion bernoise, pour qu'elle donne suite a l'action penale. Par ces motifs, le Tribwntil federal Admet le recours, annule. l'arret attaque et renvoie la cause a la juridiction cantonale, pour qu'elle statue ä. nouveau. 9. Auszug aus dem Urteil des Kassationshofes vom 24. März 1948 i. S. Hörlcr gegnn Staatsanwaltschaft des Kantons Ziirich. Art. 140 StGB, Veruntreuung.