Art. 297 SchKG; effect of a concordat stay on prior enforcement acts. A concordat stay does not retroactively invalidate enforcement measures that were validly carried out and not challenged in due time. Such acts remain effective and may be relied upon by the creditor after expiry of the stay if the debtor has not submitted concordat proposals within the granted period. The stay suspends enforcement only prospectively; it does not confer a right to disregard prior procedural steps already perfected.
Schuldbetreibungs-lmd Konkurs,'echt. N° 25. (Art. 96 und 168, insbesondere Abs. 2 OR). Man hat es also, jedenfalls nach der zweiten Verfügung, keineswegs mit einer Admassierung zu tun, zum Zwecke, den Kläger im Sinne von Art. 242 SchKG in die Klägerrolle zu drän- gen (was freilich nicht anginge, vgl. BGE 76 III 9). Viel- mehr liegt nur eine Anzeige der erwähnten Art vor. Diese aber . ist der Anfechtung durch Beschwerde überhau pt entzogen. Nimmt die Konkursmasse das Forderungsrecht für sich in Anspruch, so gibt es dagegen keine Beschwerde, denn diese Stellungnahme steht den Organen des Kon- kurses wie einer handlungsfähigen Privatperson zu. Der Rekurrent, also der andere. Forderungsprätendent, ist dadurch nicht in irgendwelchen Rechten verletzt. Er hat sich mit der Masse vor dem Richter über das Forderungs- recht auseinanderzusetzen. Dabei steht er der Masse als gleichberechtigte Partei gegenüber und kann alle Grund- lagen seines Rechtes wie gegenüber einem sonstigen Prätendenten geltend machen. Stellt somit die ange- fochtene (( Beschlagnahme nach Massgabe der zweiten Verfügung keine gegen clen Rekurrenten getroffene Amts- verfügung dar, die dessen Rechten abträglich sein könnte, so erweist sich der Rekurs als unbegründet. Demnach erkennt die Schztldbetr. 'lt. Konhrskamrner: Der Rekurs wird abgewiesen. 25. Entscheid vom 20. Dezember 1950 i. S. Stöckli. Freihandv rkaut in der Zwangsvollst1'eckung: Inwiefern duroh Beschwerde anfechtbar? (Erw. 1 und 3). bn summarischen Konkursverfahren ist es dem Ermessen des Konkursamtes anheimgestellt. ob es vor Abschluss eines Frei- handverkaufes sämtlichen Gläubigern Gelegenheit zur Stellung von Angeboten einräumen will. Art. 231
SchKG. (Änderung der Rechtsprechung) (Erw. 2). Vente de gre a gre dans la procedure d'execution fO'l"cee : En queUe mesure peut.elle etre attaquee par vQie deo plainte 1 (Consid. 1 et 3.) Schuldbetreibung!!-und Konkursrecht. N0 25. En cas de liquidation sommaire, il appartient a I'office de dooider librement s'il y a lieu de donner a tous les creanciers l'occasion de faire des off res avant de proceder a une vente de gre agre. Art. 231 aI. 3 LP. (Changement de jurisprudence.) (Consid. 2.) Vendita a trattative private nella procedura d'esecuzione forzata-: In quaIe misura pub essere impugnata c01 reclamo? (Con- sid. 1 e 3.) Nella procedura sommaria di fallimento l'ufficio pub decidere liberamente se occorra dare a tutti i creditori la possibilita di fare delle offerte prima di procedere ad una vendita a trattative private. Art. 231 cp. 3 LEF. (Cambiamento di giurisprudenza.) (Consid. 2.) A. -Im summarischen Konkursverfahren über die Ver- lassenschaft des Waltel' Scherrer in Schwellbrunn war die Liegenschaft Brisigmühle zu verwerten. Sie wurde vom Konkursamt Hinterland auf Fr. 45,000.-geschätzt. Eine ausserhalb des Konkurses ergangene amtliche Schätzung von Fr. 48,900.-wurde wegen des schlechten Zustandes des Gebäudes auf Fr. 38,100.-herabgesetzt. Die Pfand- belastungen samt Zinsen und Kosten betrugen laut rechts- kräftigem Lastenverzeichnis Fr. 55,277.95. Der letzte Grundpfandgläubiger erwartete von einem Freihandver- kauf ein besseres Ergebnis als von einer Versteigerung. Er schrieb die Liegenschaft deshalb aus, und es kamen etwa 40 Interessenten zur Besichtigung; doch erging nur ein Angebot von Fr. 40,000.-. Hierauf erliess das Konkurs- amt die Steigerungspublikation. Wenige Tage vor dem angesetzten Steigerungstermin langte nun aber ein Ange- bot von Fr. 55,300.-des Hans Schoch zu freihändigem Erwerbe ein. Das Konkursamt willigte ein, schloss den Kauf ab und widerrief die Steigerungsverhandlung. B. -Mit diesem Vorgehen waren alle Grundpfand- gläubiger (deren Forderungen übrigens durch den Preis völlig gedeckt waren) einverstanden. Der Kurrentgläu- biger Stöckli aber beschwerte sich über den Freihandver- kauf. Er meinte, an der Steigerung wären wohl noch mehr als die von Schoch gebotenen Fr. 55,300.-gelöst worden. Das Konkursamt habe die bereits ausgeschriebene Stei- gerung nicht widerrufen dürfen.
Hi4 Schuldbetreibungs-und Konkursreoht. Noj/). O. -Von der Aufsichtsbehörde des Kantons Appenzell Ausserrhoden mit Entscheid vom 18. November 1950 abge- wiesen, hält Stöckli mit vorliegendem Rekurs an der Be- schwerde fest .. Die Schuldbetreibungs-und Konk-urskammer zieht in Erwägung:
In BGE 63 III 85 wurde freilich, in Anlehnung an eine das ordentliche Konkursverfahren betreffende Entschei- dung, dem Konkursamt im summarischen Verfahren zur Pflicht gemacht, einen wiewohl in eigener Befugnis anzu- ordnenden Freihandverkauferst abzuschliessen, nachdem es allen Konkursgläubigern durch geeignete Mitteilung oder Bekanntmachung Gelegenheit zur Stellung von An- geboten verschafft habe. Dies kann jedoch nicht als allge- meiner Grundsatz gelten; es muss gemäss Art. 231 Abs. 3 SchKG dem Konkursamte freistehen, ob und allenfalls wie es einen Freihandverkauf vorbereiten will, um den Gegen- stand ( mit bestmöglicher Berücksichtigung der Interessen der Gläubiger verwerten zu können. Wird, wie im vor- liegenden Falle, überraschenderweise ein die konkursamt- liche Schätzung weit übersteigendes Angebot gestellt, nachdem eine von Gläubigerseite erfolgte Ausschreibung nur ein unter jenem Schätznngswert liegendes Angebot gezeitigt hatte, so kann das Konkursamt sehr wohl finden, die Annahme des neuen Angebotes liege im Interesse der Masse. Das Amt verletzt kein für das summarische Kon- kursverfahren geltendes Gebot, wenn es einen solchen für vorteilhaft erachteten Freihandverkauf -mit dem biossen Vorbehalt der Zustimmung allfälliger Pfandgläubiger - sogleich abschliesst, ohne vorerst noch an die (andem) Gläu- biger zu gelangen. Es kann zu diesem Vorgehen beachtens- werte Gründe haben: vor allem das Bestreben, die spär- lichen Mittel der Masse nicht für Mitteilungen aufzuwenden, die ihm als unnütz erscheinen, indem es nicht mit höhern Angeboten von anderer Seite rechnet; sodann die Be- fürchtung, die günstige Verkaufsgelegenheit zu verpassen. Könnte doch der Offerent etwa absagen und an einer Steigerung billiger erwerben oder gar nicht erscheinen, indem er sich nachträglich desinteressiert. Unter Um- ständen lässt er sich allerdings dazu herbei, sein Angebot bis nach versuchsweiser Abhaltung einer Steigerung mit entsprechend geänderten Bedingungen (Art. 130 Abs. 2 VZG) aufrechtzuerhalten. Solchenfalls könnte das Kon-
106 SchuldbeLreibungs-und Konkursrecht. N° 25. kursamt beim Ausbleiben eines höhern Steigerungsange- botes immer noch den Freihandverkauf abschliessen, sofern der Offerent nun endgültig dazu Hand bietet oder nötigen- falls sogar sollte rechtlich dazu veranlasst werden können, selbst wenn das Angebot nicht öffentlich beurkundet wurde. Indessen liegt es eben im Ermessen des Konkurs- amtes, zu einem Freihandkaufsangebot in der ihm richtig erscheinenden Weise Stellung zu nehmen. Irgendwelche Verfahrensvorschriften sind durch Abschluss des Kaufes mit Schoch entgegen der Ansicht des Rekurrenten nicht verletzt worden. Natürlich konnte das Konkursamt auch erst nach Ausschreibung der Steigerungsverhandlung zu jener Verwertungsart übergehen und die Steigerung ab- sagen. 3. -Dass der Abschluss des Freihandverkaufes, weml nicht gesetzwidrig, so doch unangemessen sei, hat der Re- kurrent mit seiner Beschwerde nicht geltend gemacht, weshalb die kantonale Aufsichtsbehörde sich mit dieser Frage nicht zu befassen hatte. Ob der Käufer nach festem Vertragsabschluss übrigens einer Anfechtung seines Er- werbes wegen Unangemessenheit (des Preises) ausgesetzt zu werden verdiente, ist fraglich; ebenso, ob ein unter dem amtlichen Schätzungswert liegender Preis (womit man es hier nicht zu tun hat) ohne weiteres als unangemessen zu bezeichnen wäre, obwohl der Schätzungswert keines- wegs die Bedeutung eines Minimalpreises bei der konkurs- rechtlichen Verwertung hat. Vor Bundesgericht wäre eine Unangemessenheitsrüge ohnehin unbeachtlich (Art. 19 im Gegensatz zu den Art. 17 und 18 SchKG). Demnach erkennt die Schuldbet'r.-u. Konlv'U1'skammer: Der Rekurs wird abgewiesen. Sohuldbetreibungs-und Konkurerecht. N0 26.
du meme mois. Le tiers debiteur ayant conteste devoir au debiteur la somme indiquee par le creancier, ce dernier a demande a. l'office de lui deleguer pour recouvrement la creance du debiteur contre son employeur, ce qui fut fait le 21 femel' 1950 pour les deux premieres retenues mensuelles. Le 8 mars, Javet a obtenu un sursis concordataire qui prit fin le 18 septembre 1950, aucune proposition n'ayant eM presentee. Le 27 septembre, Neuhaus a renouvele sa requete pour la somme de 4080 Fr. representant huit mois de retenues de salaire, soit pour la periode comprise entre le 1 er fevrier et le 30 septembre 1950.