Art. 60 SchKG; Art. 17 Abs. 3 SchKG; detained debtor served with payment order without prior deadline to appoint a representative; the enforcement office must, before each individual service, grant a detained debtor who lacks representation a period to designate a representative unless the guardianship authority is competent. Non-compliance constitutes a denial of justice and may be invoked at any time, subject only to express or implied waiver. An attempt to raise opposition does not by itself amount to waiver. The requirement applies anew in each enforcement, since the debtor has a legitimate interest in being informed of each proceeding and in securing suitable representation for the specific case (consid. 1-2).
Staatsverträge. N° 36. stehe nicht den vom Rekurrenten angerufenen Sondernor- men, mit Gründen verfochten, die nicht ohne weiteres als haltlos bezeichnet zu werden verdienen. Endlich ist nicht zu prüfen, ob dem Rekurrenten gegenüber der Klage trif- tige Einwendungen mit Rücksicht auf seine Eigenschaft als ausländischer Staat zustehen m!)gen (vgl. BGE 56 I 237 und die bei JAEGER-DAENIKER, SchK-Praxis 1911-1945 S. 444 angeführte Literatur). Sollte er im Prozesse solche Einwendungen erheben, so hätten die Gerichte dazu Stel- lung zu nehmen. Demnach erkennt die Schuldbetr.-u. Konkurskammer : Der Rekurs wird abgewiesen. IMPRJMERIES REUNIES S. A., LAUSANNE
S"huIdbetreDnmgs-nd 'Konkorsre"ht. Poursnite et Faillite. ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULDBETREIBUNGS- UND KONKURSKAMMER ARRETS DE LA CHAMBRE DES POURSUITES ET DES FAILLITES 37. Entscheid vom 18. Dezember 1951 i. S. Gindicetti. Betreibung gegen Verhaftete. Verhafteten hat das Betreibungsamt bei jeder einzelnen Betreibung vor Erlass des Zahbmgsbefehls Frist zur Bestellung eines Vertreters anzusetzen, sofern sie keinen solchen haben und nicht der Vormundschaftsbehörde die Ernennung obliegt (Art. 60 SchKG). Missachtung dieser Vorschrift bedeutet Rechtsverweigerung (Art. 17 Aha. 3 SchKG). Indem der Schuldner Rechtsvorschlag zu erheben sucht, ver- zichtet er nicht auf die Geltendmachung dieses. Verfahrens- mangels. . Poursuite contre des detenus. Avant de notifier un commandement de payer a un detenu, l'office doit; clans chaque poursuite, lui accorder un delai pour constituer un representant, a moins qu'il n'en ait deja un ou que 1a designation n'incombe a l'auto- rite tute1aire (art. 60 LP). S'i! viole cette regle, il commet un deni de justiee (art. 17 a1. 3). Le debiteur qui tente de faire opposition ne renonce pas a se prevaloir de l'irregularite. Esecuzione contro dei detenuti. Prima di notificare un precetto esecutivo ad un detenuto, l'ufficio deve, in ogni esecuzione. assegnargli un termine per designare un rappresentante, a meno ehe non ne abbia gia uno 0 ehe 1a nomina deI medesimo non spetti all'autorita. tutelare (art. 60 LEF). La violazione di questa norma costituisce un diniego di giustizia (art. 17 cp. 3 LEF). TI debitore ehe tenta di fare opposizione non rinuncia a far valere quest'irregolarita. In der Betreibung, die der Rekurrent beim Betreibungs- amt Lenzburg gegen den damals in der Strafanstalt Lenz- burg internierten B. eingeleitet hatte, übergab der Schuld- ner die Erklärung des Rechtsvorschlages weniger als 10 Tage nach Zustellung des Zahlungsbefehls dem Oberauf- 10 AB 77 III -1951
116 Schuldbetreibungs-und Konkursreeht. N° 37. seher der Anstalt zur Weiterleitung an das Betreibungsamt. Da der Oberaufseher die Erklärung aus Versehen zunächst anderswohin schickte, ging sie dem Betreibungsamt erst einige Tage nach Ablauf der Frist von Art. 74 Abs. 1 SchKG zu. Im Hinblick darauf, dass der Schuldrier die an das Betreibungsamt adressierte Erklärung, er erhebe Rechtsvorschlag, innert dieser Frist der Anstaltsleitung übergeben hatte, erklärte das Betreibungsamt den Rechts- vorschlag mit Verfügung vom 16. Oktober 1951 für recht- zeitig. Die Beschwerde des Rekurrenten gegen diese Ver- fügung ist von der untern und mit Entscheid vom 30. No- vember 1951 auch von der obern kantonales Aufsichts- behörde abgewiesen worden, weil der Schuldner fristge- mäss Recht vorgeschlagen und den verspäteten Eingang beim Betreibungsamt nicht zu verantworten habe. Diesen Entscheid hat der Rekurrent an das Bundesge- richt weitergezogen. Die Schuldbetreibungs-und Konkurskammer zieht in Erwägung: