Art. 47 LA; Art. 101 al. 2 AF du 30 mars 1949; conflict with Art. 27 OM: liability for damage caused by federal military motor vehicles on public roads is governed by the Automobile Act, which constitutes the special law and determines the forum. Military liability under Art. 27 OM is excluded where the accident results from the use of the vehicle in road traffic. The mere involvement of a military vehicle in an exercise does not bring the claim under the general military-liability regime; the special traffic-risk rules prevail (consid. 1-3).
284 Verwa.ltungs. und Disziplinarrecht. tion aus dem Gebiete des Gesetzes über das Zollwesen und der zugehörigen Vollziehungsverordnungen, ausge- nommen Strafen wegen Zollvergehen und Ordnungsbussen bis zum Betrage von Fr. 100.-; ausgenommen sind ferner Beschwerden über die Festsetzung von Zollbeträgen (Art. 101, lit. b OG in Verbindung mit Art. IB, Abs. I ZoIlG). Die vorliegende Beschwerde wird erhoben wegen Ver- weigerung eines Zollnachlasses gemäss Art. 127, Abs. I ZifL 3 ZoIlG; die Zollzahlungspflicht und die Höhe des geschuldeten Zollbetrages sind nicht bestritten. Die-Be- schwerde fällt unter keine der hievor aufgeführten Aus- nahmen; die Zollrekurskommission hat ihre Zuständig- keit verneint. Die Beschwerde ist als Verwaltungsgerichts- beschwerde zu beurteilen. Sie fällt jedenfalls in den Kom- petenzbereich des Bundesgerichts, insofern darin die Ver- neinung eines Erlasstatbestandes im Sinne von Art. 127, Abs. 1, Ziff. 3 ZollG angefochten wird. Inwieweit eine Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur Bestimmung des Umfanges eines allfälligen Erlasses anzunehmen wäre, kann dahingestellt bleiben, da hier die Voraussetzungen überhaupt nicht zutreffen, unter denen das Gesetz den Erlass von Zollbeträgen vorsieht. 2. -Art. 127, Abs. I Ziff. 3 ZollG ermöglicht einen Zollerlass, wenn eine Nachforderung mit Rücksicht auf besondere Verhältnisse den Zollpflichtigen unbillig belasten würde. Nachforderungen (Art. 126 ZollG) werden gestellt, wenn -infolge Irrtums der Zollverwaltung -bei der Zollabfertigung ein nach Gesetz geschuldeter Zoll oder eine andere durch die Zollverwaltung zu erhebende Abgabe nicht oder zu niedrig oder eine Rückvergütung zu hoch angesetzt wurde. Es ist die nachträgliche Berichtigung von Irrtümern, die bei der Zollabfertigung vorgekommen sind. Bei der danach zu leistenden Nachzahlung soll unter Umständen Nachsicht geübt werden können, z. B. wenn der Zollpflichtige über die Ware bereits verfügt und sich dabei auf die Richtigkeit der bei der Zollabfertigung vorgenommenen Abgabeberechnung verlassen hat, und Haftung für militärische Unfälle. N0 44.
durch die Nachforderung unversehens einer Belastung ausgesetzt wird, für die er sich nicht mehr erholen kann. Hier wird keine nachträgliche Korrektur eines bei der Zollabfertigung vorgefallenen Fehlers vorgenommen, son- dern es wurden die Abgabebeträge eingefordert, mit denen die Beschwerdeführerin auf Grund der von ihr beantragten Geleitscheinabfertigung (Tarif-Gruppe T. 24) von vorn- herein rechnen musste (Art. 12 ZollG). Die erste Voraus- setzung, unter der Art. 127, Abs. I, Ziff. 3 ZollG den Erlass von Zollbeträgen ermöglicht, das Vorliegen einer Nachforderung im Sinne des Gesetzes, trifft daher offen- sichtlich nicht zu. Unter diesem Umständen kann dahin- gestellt bleiben, ob hier das weitere Erfordernis für einen Erlass, eine unbillige Belastung des Zollpflichtigen, anzu- nehmen wäre. IV. HAFTUNG FüR MILITÄRISCHE UNFÄLLE RESPONSABILITE Ä RAISON D'ACCIDENTS SUR- VENUS AU COURS D'EXERCICES MILITAIRES 44. Arr t du 4 juillet 1952 dans la cause Treina contre ConfMeration suisse. Resprmsabilite de la Oonfb1eration pour les domrnages MUSes par des vehicules militaires sur la voie publique' competenc6 du Tribunal fMbaZ. J Par rapport aPart. 270M, les dispositions de Ia loi sur la circu- lation des vehicules automobiles constituent la loi speciale et determinent le for. V kehrsunfälle mit M ilitärfahrz6ugen auf öffentlichen Strassen : Dle Haftung des Bundes für den entstandenen Schaden und die Zuständigkeit zur Beurteilung von SchadenersatzkIagen richten sich nach MFG, nicht nach Art. 27 MO und Art. HO, Aha. 1 b , Responsabilitd della Oonfederazione per i danni causati da veicoli militari sulle strade pubbliche ; competenza deZ Tribunale federale. Per la responsabilita della Confederazione e il foro fauno stato i disposti deIIa LA e non gli arte 270M e 110, cp. 1, lett. bOG.
Verwaltungs-und Disziplinarrecht. A. -Le 15 mai 1950, sur une route ouverte a la circu- lation publique, Treina, qui circulait a motocyclette, est entre en collisio.n avec un vehicule automobile militaire dont la Confederation etait detentrice. Il fut blesse et sa motocyclette fut endommagee. B. -Le 20 mars 1952, Treina a ouvert action contre la Confooeration en reparation du dommage cause par cet accident. Il allegue que la collision est intervenue au caurs d'un exercice militaire auquelparticipaient un grand nom- bre de vehicules. Oonsiderant en droit :
288 Verfahren. regIe par la legislation particuliere. L'application de la loi sur les automobiles exclut des lors l'application de l'art. 270M. Le Tribunal federal en a deja juge ainsi en 1941 (RO 67 I 147 et sv.) en se fondant sur l'ACF du 29 mars 1940 con- cernant le reglement des pretentions pour dommages resultant d'accidents survenus pendant le service actif. Cet arrete, qui reglait pour la periode du service actif l'application de l'art. 270M, reservait expressement, dans son art. 4, la responsabilite de la Confederation resultant de la loi sur les automobiles. Actuellement c'est l'art. 101 de I'AF du 30 mars 1949 concernant l'adminis- tration de l'armee qui est applicable. Cette disposition legale, qui vise les pretentions en dommages-interets fondees sur les art. 27 a 290M, reserve egalement la res- ponsabilite de la Confederation resultant de la loi sur les automobiles. Par ces motif8, le Tribunal fbUral Declare la demande irrecevable. V. VERFAHREN PROC:EDURE Siehe Nr. 41, 43 und 44. -Voir n os 41,43 et 44. IMPRIMERlES REUNIES S. A., LAUSANNE A. STAATSRECHT -DROIT PUBLIC I. RECHTSGLEICHHEIT (RECHTSVERWEIGERUNG ) EGALITE DEVANT LA LOI (mJiNI DE JUSTICE)