Art. 277 ZGB; religious upbringing of the child; scope of parental authority after divorce. The holder of parental authority alone may freely determine the child's religious education. Neither agreement between the parents nor the divorce judgment may curtail this faculty. Only in the case of warded children does the competence to regulate religious upbringing belong to the guardianship authority (Arts. 378 para. 3, 405 ZGB; consid. 2). Child allocation in divorce remains subject to the child's welfare and continuity of environment.
von der Vorinstanz gefällten Kostenentscheid zuwider. Die danach nicht kostenpflichtige Beklagte würde auf einem Umweg dann doch mit einem Teil der Kosten belastet, was nicht zuzulassen ist. 58. Auszug aus dem Urteil der 11. Zivilabteilung vom 13. November 1953 i. S. B. gegen B. Ehe8cheidung. Kinderzuteüung, Elternrechte, Art. 156 ZGB. Das Urteil kann den Inhaber der elterlichen Gewalt in seiner Befugnis, über die religiöse Erziehung des Kindes frei zu ver- fügen, nicht beschränken (Art. 277, 378 Abs. 3, 405 ZGB). Divorce. Attribution des enfants. Droits des parents, art. 156 CC. Le jugement de divorce ne doit restreindre en rien Ie droit du detenteur de Ia puissance paternelle de disposer librement de l'Mucation religieuse de l'enfant (art. 277, 378 al. 3, 405 CC). Divorzio. Attribuzione dei igli. Diritti dei genitori, art. 156 CC. La sentenza di divorzio non deve limitare per nulla il diritto deI detentore della patria potesta di disporre Iiberamente dell'edu- cazione religiosa deI figlio (art. 277, 378 cp. 3, 405 CC). Aus dem Tatbestand: Bei der Scheidung wurde, entsprechend der für die Pro- zessdauer getroffenen Regelung, das Mädchen dem in Einsiedeln wohnenden, katholischen Vater, der Knabe der Mutter zugesprochen, die in der Ehe zur Konfession ihres Mannes übergetreten war, nun aber wieder bei ihren reformierten Angehörigen in Zürich lebt. Diese Kinder- zuteilung wird, in Abweisung der Berufungsbegehren bei- der Parteien auf Zuteilung beider Kinder, im Interesse der Vermeidung der Nachteile eines Milieuwechsels bestätigt, jedoch unter Streichung gewisser von der Vorinstanz im Urteil angebrachter Bindungen bezüglich der religiösen Erziehung, mit folgenden Erwägungen: Dagegen sind die von der Vorinstanz in Dispositiv 2 auf- genommenen Behaftungen, nämlich der Klägerin: den
Knaben in der römisch-katholischen Religion zu erziehen und die religiöse Erziehung durch das zuständige römisch- katholische Pfarramt überwachen zu lassen , und des Be- klagten: (( für die Betreuung des Mädchens eine Sarner Schwester oder eine andere geeignete Person zu enga- gieren , rechtlich nicht haltbar. Über die religiöse Erzie- hung des Kindes hat der Inhaber der elterlichen Gewalt allein und frei zu verfügen (Art. 277 Abs. I ZGB). So wenig ein Vertrag ihn in dieser Befugnis zu beschränken vermag (Abs. 2), so wenig kann dies ein Gerichtsurteil tun. Der- jenige Elternteil, der durch das Scheidungsurteil die elter- liche Gewalt über das Kind verliert, hat zu dessen religiöser Erziehung nichts mehr zu sagen und kann sich einen sol- chen Einfluss weder durch vertragliche noch durch urteils- mässige Bindung des Gewaltinhabers sichern. Nur bezüg- lich bevormundeter Kinder kommt die Verfügung über die religiöse Erziehung der (heimatlichen) Vormundschafts- behörde zu (Art. 405, 378 Abs. 3 ZGB). 59. Urteil der 11. Zivilabteilnng vom 10. Dezember 1953 i. S. Bastos de Barros gegen Bossard und deren Kind. Gerichtsstand der Vater8chaftsklage auf Vermögensleistungen. Auch gegen einen im Auslande wohnenden Ausländer ist. die Klne am schweizerischen Wohnsitz der klagenden Partei zur Zelt der Geburt entsprechend Art. 312 ZGB wenigstens d zu- lässig, wenn die Mutter Schweizerin ist und schon zur Zelt der intimen Beziehungen in der Schweiz Wohnsitz hatte. In welchem Lande diese Beziehungen stattfanden, ist dafür ohne Belang. For de l'action en paternite. tendant a des prestations pe.cuniaire8. Meme lorsqu'elle est dirigee contre un etranger domicilie a l'etnan ger, l'action peut etre porMe, selon l'art. 312 CC, devant.Ie Juge du domicile que la partie demanderesse avait en Swsse au moment de la naissance, tout au moins lorsque la mere est de nationaliM suisse et etait deja domiciliee en Sn!-sse lors dns relations intimes. Peu importe a cet egard Ia questlOn de savOlr dans quel paYS ces relations ont eu lieu. F01'o dell'azione di paternitd per ottenere pre8tazior:i. pecunnrie. Anche quando e diretta contro uno stramero domlClhato all esnro, l'azione puo essere proposta, secondo l'art. 312 CC, davantl al