Art. 34 Abs. 2 und Art. 35 der Anleitung vom 7. Oktober 1920 betreffend die Zwangsverwertung von Grundstücken; Zuschlag bei Versteigerung unter Miteigentümern. Der Zuschlag in einer Versteigerung zwischen Miteigentümern darf grundsätzlich nur davon abhängig gemacht werden, dass das höchste Angebot die das Grundstück belastenden pfandgesicherten Forderungen deckt. Forderungen, für welche bloss eine Pfändung besteht, sowie sonstige Vorbehalte dürfen in die Zuschlagsbedingungen nicht einbezogen werden. Die Anordnung einer öffentlichen Versteigerung ist nur zulässig, wenn die Pfänder nicht gedeckt sind; der Schutz der Miteigentümer geht bei gedeckten Pfändern den Interessen der Pfändungsgläubiger vor (consid. 2).
24 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. No 6. berechtigt ist, die Zahlung des Steigerungspreises zu ver- weigern. Im übrigen ist selbst vom Standpunkte der Vor- instanz aus nicht recht einzusehen, wieso die Erteilung einer derartigen Bewilligung Verantwortlichkeitsansprüche gegen den Betreibungsbeamten oder gar eine Ersatzpflicht des Amtes (Staates) begründen könnte. Wenn das Betrei- bungsamt, wie die Vorinstanz annimmt, nach seinem Er- messen darüber zu befinden hätte, ob der Gläubiger c ver- rechnen dürfe, so wäre es nicht verpflichtet, bei seiner Entscheidung auf die Interessen von unbekannten Dritten zu achten, die allenfalls gemäss Art. 107 Abs. 4 SchKG noch am Erlös eine Ansprache geltend machen könnten. Dies umso weniger, als diesen Dritten mit der Nichtzu- lassung der c Verrechnung i wenig geholfen wäre ; denn hiedurch würde die Frist, während welcher sie ihre An- sprache noch anmelden könnten, normalerweise nur unwe- sentlich verlängert, weil die Verteilung des Erlöses, die hier einfach in der Rückgabe des als Preis einbezahlten Betrages an den Gläubiger bestünde, gemäss Art. 144 Abs. 1 SchKG alsbald nach der Verwertung zu erfolgen hat. Die Regel, wonach der allein betreibende Gläubiger den Steigerungspreis nur insoweit zu erlegen hat, als er seine Forderung übersteigt, ist auch anwendbar, wenn die Steigerung nicht von dem Amte, bei dem die Betreibung anhängig ist, sondern auf dessen Ersuchen von einem andern Amte durchgeführt wird. Die Zustimmung des ersuchenden Amtes ist nicht erforderlich. Es dürfte nicht einmal einer gegenteiligen Weisung dieses Amtes Folge geleistet werden, weil eben ein unentziehbares Recht des Gläubigers in Frage steht. Das Betreibungsamt Basel-Stadt hat demnach das Angebot des Rekurrenten zu Unrecht nicht berücksich- tigt, sodass der Zuschlag zu einem unter diesem Angebot liegenden Preise aufzuheben ist. 2. -Sofern die Forderung eines Gläubigers vollständig gedeckt wird, hat er nach Art. 150 Abs. 1 SchKG die Schuldbetreibungs und Konkursrecht. N° 7.
Forderungsurkunde zu quittieren und dem Betreibungs- beamten zu Randen des Schuldners herauszugeben. Wird die Forderung nur teilweise gedeckt, so behält er nach Art. 150 Abs. 2 die Urkunde ; doch hat das Betreibungsamt auf ihr zu bescheinigen oder durch die zuständige Beamtung bescheinigen zu lassen, für welchen Betrag die Forderung noch zu Recht besteht. Diesen Vorschriften ist im Falle des Zuschlags an einen Bieter, der sich als einziger Gläu- biger zu erkennen gibt und gestützt hierauf die Zahlung des Steigerungspreises ablehnt, in der Weise Nachachtung zu verschaffen, dass diesem Ersteigerer im Sinne von Art. 129 Abs. 2 SchKG eine Frist zur Herausgabe der quittierten Forderungsurkunde bzw. zu deren Vorlegung zwecks Anbringung des Vermerks gemäss Art. 150 Abs. 2 angesetzt und die ersteigerte Sache erst nach Befolgung dieser Aufforderung übergeben wird. Wenn der Ersteigerer innert der ihm angesetzten Frist die ihm nach Art. 150 obliegenden Handlungen nicht vornimmt und auch nicht etwa den Steigerungspreis erlegt, was ihm freisteht, so ist gemäss Art. 129 Abs. 3 SchKG der Zuschlag aufzuheben und eine neue Steigerung anzuordnen. Demnach erkennt die Schuldbetr.-u. Konkurskammer : In Gutheissung des Rekurses werden der angefochtene Entscheid und die Steigerung vom 21. November 1952 aufgehoben. 7. Arret du 4 mars 1953 dans Ja cause Union de Banques Suisses. Vente aux encheres entre coproprietaires. A quelles conditions l'adjudication peut-elle etre prononcee ? Art. 34 al. 2 et art. 35 des Instructions du 7 octobre 1920 au sujet des formulaires et autres pieoes concernant Ja realisation forcee des immeubles. Versteigerung unter Miteigentümern. Zu welchen Bedingungen darf der Zuschlag erteilt werden ? Art. 34 Abs. 2 und Art. 35 der Anleitung vom 7. Oktober 1920 über die bei der Zwangsverwertung von Grundstücken zu errichtenden Aktenstücke.
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. :N"o 7. Vendita all'asta fra comproprietari. A quali condizioni si puo procedere all'aggiudicazione ? Art. 3.4 cp. 2 e art. 35 delle Istruzioni 7 ottobre 1920 per l'appli- caz10ne dell'ordinanza sulla realizzazione forzata dei fondi. A. -Charles Perrenoud est coproprietaire pour 5 /24 d'un immeuble sis a Plan-les-Ouates. Les autres coproprie- taires sont dame Eugenie Perrenoud et dame Sacco- Perrenoud. L'immeuble est greve d'une hypotheque de 39 200 fr. en faveur de la Caisse hypothecaire. Charles Perrenoud ayant ete poursuivi en paiement de 7200 fr. 40 par l'Union de Banques Suisses, l'office des poursuites a saisi la part de copropriete du debiteur sur l'immeuble de Plan-les-Ouates. Le creancier Roschi a ete admis a participer a cette saisie pour 3868 fr. 35. Par decision des 22 octobre et 5 novembre 1952, l'Autorite de surveillance a ordonne a l' office des poursuites de proceder a la vente aux encheres de l'immeuble saisi, d'abord entre les coproprietaires puis en public. Le 5 decembre 1952, l'office des poursuites a adresse aux interesses les conditions de la vente entre coproprie- taires. Elles indiquaient en particulier que l'immeuble serait adjuge au plus offrant, a condition que son enchere couvri't les creances garanties par gage et celles qui fai- saient l'objet des saisies grevant la part de Charles Per- renoud. B. -Eugenie Perrenoud a porte plainte contre ces conditions de vente pour obtenir que l'adjudication put etre prononcee des que les encheres couvriraient les creances garanties par gage. L' Autorite de surveillance des offices de poursuite pour dettes et de faillite du canton de Geneve a admis la plainte. G. -L'Union de Banques Suisses recourt au Tribunal fäderal contre cette decision. Se fondant sur un arret du Tribunal föderal du 25 mai 1937 dans la cause Dupont, eile soutient que, dans la vente aux encheres entre copro- prietaires, l'adjudication ne peut etre prononcee que si l'offre couvre non seulement les charges grevant l'immeuble mais aussi les creances des creanciers saisissants. Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. No 7. 27 Gonsiderant en droit :
28 Sehuldbetreibungs-und Konkursrecht. No 8. une dette qui n'est pas la leur et qu'ils n'ont pas garantie. Une telle operation ne se justifie que s'ils ne peuvent ou ne veulent pas reprendre l'immeuble entier avec les gages qui le grevent. Dans ce cas, en e:ffet, l'interet des creanciers gagistes exige des encheres publiques. Mais, des le moment ou les gages qui grevent l'immeuble sont couverts, l'interet des tiers coproprietaires prime celui des creanciers saisis- sants, meme si ces derniers risquent d'etre prives ainsi du oonefice de la saisie. On doit donc s'en tenir en principe a une application stricte des art. 34 et 35 des Instructions precitees. Le Tribunal föderal n'a apporte des temperaments a cette regle que dans des cas exceptionnels : ainsi, lorsqu'il n'y a que deux coproprietaires, l'un etant le debiteur, et que des encheres ne peuvent donc avoir lieu entre eux (cf. RO 51 III llO). En l'espece, en revanche, rien ne justi- fierait des conditions de vente autres que celles qui sont prevues par les art. 34 et 35 des Instructions. La decision attaquee est donc fondee. 8. Sentenza 30 gennaio 1953 nella causa Tanzi. Art. 224 e 92 LEF. Non spetta all'ufficio, richiesto per rogatoria di eripere . l'in:"entario de bell:i appartenenti alla massa, ma all uffic10 rich1edente di demdere quali beni debbano essere lasciati a disposizione del fallito. Art. 224 und 92 SchKG. Lässt das den Konkurs durchführende Amt das Konkursinventar (ganz oder teilweise) auf dem Wege der Rechtshilfe durch ein anderes Amt aufnehmen, so hat den- noch es selbst, nicht das ersuchte Amt zu entscheiden welche Gegenstände dem Schuldner zu belasnn seien. ' Art. 224 et 92 LP. Lorsque l'office qui s'occupe de la faillite requiert autr office d proceder a l'inventaire de tout ou partie des b1ens, c t a Im et non pas a l'office requis de decider quels sont les b1ens qui seront laisses a la disposition du debiteur. A. -Nel fallimento di Maria Barblan l'U:fficio di Ginevra, in esecuzione di una commissione rogatoria dell'U:fficio di Lugano, eresse l'inventario (art. 221 LEF) e Schuldbetreibungs und Konkursrecht. No 8. 29 designö diversi beni inventariati come indispensabili alla debitrice (art. 224 e 92 LEF). L'U:fficio di Lugano completo l'inventario e dichiarö impignorabili alcuni altri beni. II creditore Alfredo Tanzi interpose reclamo all' Auto- rita di vigilanza del Cantone Ticino, adducendo ehe i mobili e gli oggetti esclusi dalla massa fallimentare non erano indispensabili alla debitrice. Con decisione 1 7 dicembre 1952 il gravame fu dichiarato irricevibile, essenzialmente per i seguenti motivi : Oggetto della controversia e l'esclusione di determinati beni dalla massa in virtu dell'art. 92 LEF. La designazione di questi beni impignorabili spettava indubbiamente all'u:fficio roga- to. Siccome il reclamo e diretto in realta contro un provve- dimento dell'U:fficio di Ginevra, esso avrebbe dovuto essere presentato all' Autorita di vigilanza ginevrina. B. -Alfredo Tanzi sie aggravato alla Camera diese- cuzione e dei fallimenti del Tribunale federale, chiedendo l'annullamento della decisione querelata e il rinvio degli atti all'autorita cantonale a:ffinche si pronunci sul merito del reclamo. Gonsiflerando in diritto :