Art. 268 BStP; admissibility of cassation complaint against decisions concerning execution of a final sentence or measure; a remedy in cassation is excluded for execution orders, including revocation of conditional release or transfer back into detention. Such decisions are taken in the capacity of execution authorities, even where entrusted to a judge, and are not judgments within the meaning of Art. 268 BStP. The complaint is therefore inadmissible (consid. 1).
Ausverkaufsordnung. N° 34. durchführt, der immer eine Veranstaltung des Detailver- kaufs ist, ansonst er gar nicht nach Ausverkaufsordnung bewilligungspßichtig wäre (vgl. Art. 1 Abs. 1 AO), steigt er für die Dauer des Ausverkaufs auf die Stufe des Klein- händlers herab. Damit übernimmt er nicht nur den Vorteil, seine Varen durch unmittelbaren Verkauf an die Verbrau- cher absetzen zu können, sondern wird er auch den Pflich- ten unterworfen, welche die Kleinhändler mit der Durch- führung eines Totalausverkaufes auf sich nehmen. Es entstände sonst die stossende Ungleichheit, dass von zwei Geschäftsleuten, die beide einen Totalausverkauf im Sinne der Ausverkaufsordnung durchgeführt haben, der eine sofort ein Kleinhandelsgeschäft. mit Waren gleicher Art eröffnen dürfte, weil er vor dem Ausverkauf Grosshändler war, während der andere das erst nach Ablauf einer Sperr- frist tun dürfte. Dem Grosshändler wäre damit ermög- licht, zum Schaden der Kleinhändler durch einen Total- ausverkauf Kunden für ein sofort zu eröffnendes Klein- handelsgeschäft. zu werben, während die Ausverkaufsord- nung das dem Kleinhändler verbietet. Was für den Klein- händler missbräuchlich ist, nämlich durch Totalausverkauf für ein neu zu eröffnendes Kleinhandelsgeschäft Kunden zu werben, muss auch für den Grosshändler missbräuchlich sein. Der Totalausverkauf ist beim Übergang vom Gross- handel zum Kleinhandel nicht etwa wegen des Wechsels der Handelsstufe grundsätzlich berechtigt. Der Gross- händler kann Kleinhändler werden, ohne einen Totalaus- verkauf durchzuführen. Er kann sein Warenlager entweder vor der Änderung der Geschäft.sform durch Grossverkäufe liquidieren oder es in das Kleinhandelsgeschäft. hinüber- nehmen und es dort durch Detailverkäufe absetzen. Ist ausnahmsweise wegen besonderer Verhältnisse weder das eine noch das andere tunlich, so kann ihm die Behörde einen Totalausverkauf gestatten und gemäss Art. 17 AO von der Auferlegung einer Sperrfrist für die Eröffnung des Kleinhandelsgeschäftes absehen.
(i
f 1 Verfahren. No 35. V. VERFAHREN PROCEDURE
Verfahren. N° 35. 14. Mai 1948 i. S. Breiler). Das ist selbst dann der Fall, wenn die angefochtene Anordnung -wie das in verschie- denen Kantonen zutrifft -dem Richter übertragen ist, da dieser insoweit als Vollstreckungsbehörde handelt (Urteil des Kassationshofes vom 31. Dezember 1947 i. S. von Burg). Demnach erkennt der Kassationshof : Auf die Nichtigkeitsbeschwerde wird nicht eingetreten. IMPRIMERIBS REUNIES S. A., LAUSANNE ')
I. STRAFGESETZBUCH CODE PENAL 36. Extrait de l'arret de la Cour de eassation penale du 18 deeembre 1953 dans la cause Veillon et eonsorts contre Cornu. Art. 25 OP. Comme toute infraction commise par omission, la complicite par omission improprement dite suppose que l'au- teur ait eu l'obligation juridique d'agir ; un devoir moral ne suffit pas. Art. 25 StGB. Wie jede durch Unterlassung begangene strafbare Handlung, setzt auch die Gehülfenschaft durch unechte Unter- lassung eine Rechtspflicht zum Handeln voraus; eine bloss sittliche Pflicht genügt nicht. Art. 25 OP. Come ogni reato commesso per omissione, la complicita per omissione impropriamente detta presuppone l'esistenza d'un obbligo giuridico di agire; un semplice dovere morale non basta. A. -Les epoux Jean et Ida Veillon acheterent en 1946 la propriete La Pelouse )J, sise a Bex. Ils la constituerent en societe anonyme et nommerent administrateur Henri Cornu, agent de la Banque cantonale vaudoise a Bex. Des le printemps 1951,. ils habiterent la Pelouse avec leurs fils Adrien, ne en 1930, et Frarn;iois. Ils Mbergeaient egalement un etudiant lithuanien, nomme Narakas. En outre, ils recevaient frequemment la visite de Franz Meli. En ete 1951, Jean Veillon quitta sa famille a la suite de difficultes avec son epouse. Cornu prit parti pour lui et entra ainsi en conflit avec Ida Veillon, qui lui reprochait notamment de leser les interets qu'elle avait dans le domaine. En revanche, Adrien Veillon, Meli et Narakas prirent fait et cause pour dame Veillon. En septembre, l'animosite des occupants de la Pelouse contre Cornu devint si grande qu'ils envisagerent de l'obli- ger a donner sa demission d'agent de la Banque cantonale vaudoise, voire a quitter Bex. Le 29 septembre, Adrien Veillon et Meli corn;iurent l'idee de repandre un tract 10 AS 79 IV -1953