Non-entry for insufficiently reasoned criminal-law appeal

1B_116/2009Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung02.06.2009Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant sought federal review of a Zurich Administrative Court order relating to summons for execution of a criminal sentence and exemption from advance payment of costs. The Federal Supreme Court held that the appeal did not meet the statutory reasoning requirements because it failed to explain why the challenged order was unlawful or unconstitutional. The defect was obvious, so the court decided the matter in simplified procedure and entered no costs.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 BGG; requirements for reasoning of an appeal to the Federal Supreme Court. An appeal must, in a manner tailored to the contested decision, set out why the reasoning or result of the challenged act is unlawful or unconstitutional; mere criticism or reference to previous submissions is insufficient. If the deficiency is manifest, the Court may dispose of the matter summarily without entering into the appeal. Costs may exceptionally be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG where the circumstances so justify.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1B_116/2009

Urteil vom 2. Juni 2009
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Parteien
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Präsident der 4. Abteilung des Verwaltungsgerichts
des Kantons Zürich, Militärstrasse 36, Postfach,
8090 Zürich.

Gegenstand
Vorladung zum Strafvollzug,
Befreiung von der Kostenvorschusspflicht,

Beschwerde gegen die Verfügung vom 23. März 2009 des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich,
4. Abteilung.
In Erwägung,
dass X.________ mit Eingabe vom 12. Mai (Postaufgabe: 13. Mai) 2009 gegen eine am 23. März 2009 betreffend Vorladung zum Strafvollzug bzw. Befreiung von der Kostenvorschusspflicht ergangene Verfügung des Präsidenten der 4. Abteilung des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich der Sache nach Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff. BGG) ans Bundesgericht erhoben hat;

dass er nicht darlegt, inwiefern die der Verfügung zugrunde liegenden Erwägungen - auch soweit dabei auf die andern Entscheiden zugrunde liegenden Begründungen verwiesen wird - bzw. die betreffende Verfügung im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll;

dass die Beschwerde somit den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG, s. in diesem Zusammenhang BGE 134 II 349 E. 3 S. 351 f. sowie 133 II 249 insb. E. 1.4 S. 254) nicht zu genügen vermag;

dass daher schon aus diesem Grund auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;

dass der genannte Mangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann;

dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, ausnahmsweise keine Kosten zu erheben (s. Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 4. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. Juni 2009
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Bopp

Schlagwörter

non-entryinsufficient reasoningcriminal sentence executionadvance costssummary procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the criminal-law complaint was sufficiently reasoned under the Federal Supreme Court Act.

Extrahierter Entscheid

No. The appellant did not explain why the reasoning of the challenged order was unlawful or unconstitutional.

Extrahierte Begründung

The filing failed to satisfy the formal pleading requirements because it did not engage with the contested reasoning or show legal or constitutional error.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged in the federal proceedings.

Extrahierter Entscheid

No costs were imposed exceptionally in view of the circumstances.

Extrahierte Begründung

Because the defect was obvious, the case was decided in simplified procedure and the court waived costs as an exception.

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