Inadmissibility for insufficient reasoning in building permit appeal

1C_334/2010Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung07.07.2010Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court declared inadmissible an appeal by X. AG in liquidation against a Zurich Administrative Court judgment concerning a building permit. The Court held that the appeal did not satisfy the statutory reasoning requirement, as the appellant only raised general allegations of unlawfulness without showing in concrete terms how the challenged decision violated federal or constitutional law. Because the appeal was not entered into, the request for suspensive effect became moot. Costs of CHF 500 were imposed on the appellant, and no party compensation was awarded to the private respondent.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; inadmissibility for insufficient reasoning of the appeal. The appellant must, in concise form, engage with the reasoning of the challenged decision and explain specifically which federal or constitutional norms were violated. General accusations of unlawfulness or broad reproaches against authorities do not satisfy the substantiation duty. If the deficiency is manifest, the Federal Supreme Court may decide in simplified procedure without obtaining observations. Ancillary requests, such as suspensive effect, become moot upon non-entry; costs are allocated according to the outcome pursuant to Art. 66 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1C_334/2010

Urteil vom 7. Juli 2010
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte
X.________ AG in Liquidation,
Beschwerdeführerin,

gegen

Baugenossenschaft Y.________,
Beschwerdegegnerin,

Bausektion der Stadt Zürich.

Gegenstand
Baubewilligung,

Beschwerde gegen den Entscheid vom 10. Mai 2010 des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 1. Kammer.

Erwägungen:

1.
Mit Entscheid vom 10. Mai 2010 hat die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich eine von der X.________ AG in Liquidation und der Z.________ AG in Liquidation erhobene Beschwerde abgewiesen, soweit sie darauf eingetreten ist.

2.
Hiergegen führt die X.________ AG in Liquidation der Sache nach Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) ans Bundesgericht. Sie beantragt (u.a.), der Entscheid vom 10. Mai 2010 sei aufzuheben.
Das Bundesgericht hat davon abgesehen, Vernehmlassungen einzuholen.

3.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Beschwerdebegründung - unabhängig von der Art des nach BGG offenstehenden Rechtsmittels - in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (s. in diesem Zusammenhang auch BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53 und 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe.
Die Beschwerdeführerin macht auf ganz allgemeine Weise zahlreiche Rechtsverletzungen geltend, die sie über den angefochtenen Entscheid hinaus einer Vielzahl von Behördenmitgliedern namentlich der Kantone Zürich und Schwyz zur Last legt. Sie führt jedoch nicht im Einzelnen aus, inwiefern die dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegende Begründung bzw. dieser im Ergebnis im Sinn der oben erwähnten Bestimmungen rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Schon mangels einer hinreichenden Begründung ist daher auf die Beschwerde nicht weiter einzutreten. Mit dem vorliegenden Urteil wird das Gesuch, der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung beizulegen, gegenstandslos.
Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann.
Ergibt sich das Nichteintreten bereits aus dem genannten Grunde, sind die von der Beschwerdeführerin nebst dem Begehren um Aufhebung des verwaltungsgerichtlichen Entscheids vom 10. Mai 2010 gestellten Zusatzbegehren nicht weiter zu erörtern.

4.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die bundesgerichtlichen Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 BGG). Der privaten Beschwerdegegnerin ist durch das vorliegende Verfahren kein Aufwand entstanden, weshalb ihr keine Parteientschädigung zusteht.

Demnach wird erkannt:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Bausektion der Stadt Zürich und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 7. Juli 2010
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Bopp

Schlagwörter

building permitinadmissibilityreasoning requirementsimplified proceduresuspensive effectcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the Federal Supreme Court's reasoning requirements under the Federal Supreme Court Act.

Extrahierter Entscheid

No. The appellant made only general allegations of rights violations and did not explain specifically how the challenged reasoning or result violated law or constitutional rights.

Extrahierte Begründung

Under Art. 42(2) BGG, the appeal must concisely show how the decision violates law. Because the complaint lacked a targeted critique of the contested judgment, the Court could not examine the merits and had to refuse entry.

Kernrechtsfrage

Whether the request for suspensive effect had to be decided separately.

Extrahierter Entscheid

No. The request became moot once the appeal was declared inadmissible.

Extrahierte Begründung

If the appeal is not entered into, interim requests tied to it fall away.

Kernrechtsfrage

Who bears the federal court costs and whether party compensation is due.

Extrahierter Entscheid

The appellant bears the court costs, and the respondent is not entitled to party compensation because no compensable effort was caused.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome; without any procedural burden for the private respondent, no indemnity is owed.

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